Süßkartoffel Pfanne 500g

FRoSTA Süßkartoffel Pfanne (500g)
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  • 7049
  • Ernährungsform: Rezeptur ohne Gluten***, Rezeptur ohne Laktose***, Vegan, Vegetarisch
  • Länderküche: tex-mex
  • Zubereitungszeit: ca. 9 min

Beschreibung

Veganes Gericht mit Süßkartoffeln und Ananas, verfeinert mit Kokosnussmilch und Curry.

Zutaten:
Süßkartoffeln frittiert (20%) (Süßkartoffeln, Sonnenblumenöl), Karotten, gelbe Karotten, Romanobohnen, Kidneybohnen gegart (Kidneybohnen, Trinkwasser, Zucker, Speisesalz), Ananas (9%), Trinkwasser, Kokosnussmilch (4%), (Kokosnuss, Trinkwasser), Speisesalz, Curry (Cayennepfeffer, Koriander, Senfsaat, Bockshornkleesamen, Curcuma, Fenchel), Korianderblätter, Reisstärke.

Kann Spuren von Gluten, Eiern, Soja, Milch und Sellerie enthalten.

Nährwerte:
Brennwert: 339 kJ / 81 kcal
Fett: 3,1 g
- davon gesättigte Fettsäuren: 1,1 g
Kohlenhydrate: 10,2 g
- davon Zucker: 4,2 g
Ballaststoffe: 2,9 g
Eiweiss: 1,6 g
Salz: 0,79 g
Alle Angaben beziehen sich auf 100g Packungsinhalt und unterliegen den natürlichen Schwankungen.

Zubereitung:
Pfanne: Beutelinhalt unaufgetaut mit 2-3 EL Öl in eine Pfanne geben. Auf höchster Stufe 7-9 Minuten erhitzen. Zwischendurch mehrmals umrühren.
Mikrowelle: Beutelinhalt unaufgetaut mit 1 EL Öl in ein mikrowellengeeignetes Gefäß ohne Deckel geben. Bei 800 Watt ca. 12 Minuten garen. Nach der Hälfte der Zeit und zum Schluss einmal gut umrühren.

Haltbarkeit:
*-Fach (- 6°): 4 Tage
**-Fach (- 12°): 3 Wochen
***-Fach (- 18°): mindestens haltbar bis Ende: siehe Prägung auf der Verpackung.
Einmal aufgetaute Ware nicht wieder einfrieren.

Hersteller: FRoSTA AG - Am Lunedeich 116 - 27572 Bremerhaven

Produktbewertungen10

Bewertungen für "Süßkartoffel Pfanne 500g"
24.08.2021

Ausführlicher Bericht über die Süßkartoffelpfanne

Die Süßkartoffelpfanne ist mein langjähriges Lieblingsgericht und auch dieses von Frosta ist famos. Wie hier beschrieben, sind Süßkartoffeln was ganz besonders: Die Süßkartoffel (Ipomoea batatas, auch Batate, Weiße Kartoffel oder Knollenwinde genannt) ist eine Nutzpflanze, die zur Familie der Windengewächse (Convolvulaceae) in der Ordnung der Nachtschattenartigen (Solanales) gehört. Vor allem die unterirdischen Speicherwurzeln, teilweise die Laubblätter, werden als Nahrungsmittel genutzt. Ursprünglich stammt sie aus den tropischen Gebieten Südamerikas. Mit einer Jahresernte von etwa 92 Millionen Tonnen (Stand: 2018) befindet sie sich – nach Kartoffeln (Solanum tuberosum) und Maniok (Manihot esculenta) – auf dem dritten Platz der Weltproduktion von Wurzel- und Knollennahrungspflanzen. Der größte Produzent der Süßkartoffel ist die Volksrepublik China.[1]Mit der Kartoffel, die zur Familie der Nachtschattengewächse zählt, ist die Süßkartoffel nur entfernt verwandt. Oberirdische vegetative TeileBatate oder Süßkartoffel Ipomoea batatasSüßkartoffel-FeldRotschalige Sorte der Süßkartoffel (Ipomoea batatas), frisch geerntetWeiße SüßkartoffelDie stärkespeichernden Süßkartoffeln, ungeschält und geschältDie Süßkartoffel ist eine mehrjährige krautige Kletterpflanze, deren Stängel meist leicht sukkulent, selten schlank und krautig sind. Die Stängel liegen meist kriechend auf dem Boden auf und bilden an den Knoten Adventivwurzeln aus. Je nach Sorte kann die Gesamtlänge eines Stängels zwischen 0,5 und 4 Meter betragen, einige Kultivare bilden auch „Sprossen“ (botanisch exakter: neue junge Triebe) von bis zu 16 Meter Länge. Diese bilden jedoch keine unterirdischen Speicherorgane.Die Laubblätter stehen schraubig entlang der Stängel. Der Blattstiel ist 5 bis 20 Zentimeter lang. Die Blattspreiten sind sehr variabel, 5 bis 13 Zentimeter lang, die Form ist herz-, nieren- bis eiförmig, rundlich oder dreieckig und spießförmig, der Rand kann ganzrandig, gezähnt oder oftmals auch 3- bis 7-fach gelappt, geschnitten bis geteilt sein. Meist sind die Blattflächen kahl, nur selten flaumig behaart, die Spitze ist abgerundet bis spitz. Die Blätter sind meistens grün gefärbt, jedoch können sie durch Einlagerung von Anthocyaninen besonders entlang der Blattadern violett gefärbt sein.WurzelsystemAusgehend von verschiedenen Typen von Wurzeln (den Speicherwurzeln, Faserwurzeln oder den Bleistiftwurzeln) bildet das Wurzelsystem der Süßkartoffel Seitenwurzeln aus. Die Faserwurzeln (dünne Adventivwurzeln) entstehen vor allem in internodialen Bereichen und weisen eine typische vierteilige Struktur auf, in der je vier Xylem- und Phloem-Stränge das Leitgewebe bilden. Die dickeren Wurzeln (Bleistiftwurzeln) hingegen weisen eine fünf- oder sechsteilige Struktur auf; sie entspringen in den Knoten der unterirdischen Teile der Sprossachse. In Abhängigkeit von den Lebensbedingungen ober- oder unterhalb der Erdoberfläche können die Bleistiftwurzeln zu Speicherwurzeln werden. Ist jedoch beispielsweise der Stickstoffgehalt der Erde zu hoch oder der Sauerstoffgehalt zu niedrig, können aus Bleistiftwurzeln auch wieder Faserwurzeln werden.Fertig ausgebildete Speicherwurzeln können in ihrer Form zwischen nahezu kugelförmig bis hin zu lang spindelförmig variieren –, ihre Länge liegt zwischen wenigen Zentimetern bis hin zu 30 cm. Auch das Gewicht schwankt entsprechend zwischen nur etwa 100 g und mehreren Kilogramm. Die Schale der Speicherwurzeln wird vom Periderm gebildet, unter dem sich ein Ring aus sekundären Leitgewebefasern befindet. Das Periderm wird von einer dünnen Korkschicht abgeschlossen, welche glatt oder unregelmäßig gerippt sein kann. Das in der Mitte der Speicherwurzel befindliche Speichergewebe wird unregelmäßig von Tracheiden, Siebröhren und Milchröhren durchzogen. Die Milchröhren beinhalten einen weißen, klebrigen Milchsaft. Sowohl in der Schale als auch im Inneren der Speicherwurzel werden verschiedene Carotinoide und Anthocyanine abgelagert, sodass die Färbung jeweils zwischen weiß, gelb, orange, rosa oder violett variieren kann.Blütenstände und BlütenDie zwittrigen, fünfzähligen und kurz gestielten Blüten stehen einzeln oder zu wenigen in gestielten, zymösen Blütenständen, die aus den Blattachseln entspringen und aufrecht stehen. Einige Sorten bilden nur selten oder nie Blüten aus. Die kleinen Kelchblätter sind länglich und spitz zulaufend und stachelspitzig sowie (selten nur 7) 10 bis 15 mm lang, meist fein behaart oder bewimpert. Die inneren drei sind etwas länger. Die 4 bis 7 cm lange, verwachsene und trichterförmige, gefaltete Krone, mit kürzerem Saum, kann lavendel bis violett-lavendel gefärbt sein, der Schlund ist meistens dunkler gefärbt, jedoch können auch weiße Kronen auftreten. Die eingeschlossenen Staubblätter sind ungleich lang mit drüsenhaarigen Staubfäden. Der zweikammerige Fruchtknoten ist oberständig mit einem relativ kurzen Griffel und zweilappiger, breiter Narbe. Es ist ein Diskus vorhanden.Die Blüten öffnen sich vor Sonnenaufgang und bleiben für einige Stunden geöffnet. Noch am Vormittag schließen sie sich wieder und beginnen zu verwelken.Früchte und SamenFrüchte werden nur selten ausgebildet, es sind eiförmige bis rundliche, kahle bis behaarte, bräunliche Kapselfrüchte, die eine Größe von 5 bis 8 Millimeter erreichen. Sie enthalten ein oder zwei (bis vier), einseitig abgeflachte Samen, die schwarz oder rotbraun gefärbt, etwa rundlich und kahl sind und eine Länge von etwa 3 bis 4 Millimeter erreichen. Die Samenschale ist sehr hart und wird nur schwer von Wasser und Sauerstoff durchdrungen, so dass die Samen schwer keimen.Natürliche TransgenitätEine genetische Untersuchung kultivierter Süßkartoffeln ergab, dass die Süßkartoffel eine natürliche transgene Nahrungspflanze ist.[2] Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 90.[3] Auslöser für Krankheiten von Süßkartoffeln sind vor allem Pilze und Viren. Eine spezialisierte Form des Fusarium oxysporum (f. sp. batatas) löst Stängelfäule aus und ist in den USA eine Bedrohung der kultivierten Süßkartoffel. In tropischen Gebieten ist eine nicht auf die Süßkartoffel spezialisierte Form des gleichen Pilzes Ursache für Fäule an gelagerten Süßkartoffelknollen. Auch Fusarium solani verursacht ein ähnliches Schadbild. Ceratocystis fimbriata verursacht Krankheiten im Bereich der Wurzeln und unterirdischen Sprossteile, kann jedoch die Knollen bei der Lagerung angreifen. Eine weiche Fäule bei gelagerten Knollen wird von verschiedenen Rhizopus-Arten ausgelöst. Unter den Viren, die die Süßkartoffeln befallen, befinden sich verschiedene Mosaikviren und der Internal Cork Virus.Zu den Fadenwürmern (Nematoda), die am häufigsten Süßkartoffeln befallen, gehören verschiedene Meloidogyne-Arten und Rotylenchulus reniformis. Diese befallen die Faserwurzeln, was zu einer geringen Ausbildung von Speicherwurzeln führt. Unter den Insekten, die die Süßkartoffel schädigen, ist Cylas formicarius das wirtschaftlich bedeutendste. Sowohl Larven als auch adulte Tiere fressen an den Wurzeln und auch an gelagerten Süßkartoffeln. Vor allem in trockeneren Regionen Südamerikas, der Karibik und im pazifischen Raum ist Euscepes postfasciatus als Schädling bedeutend, seine Larven und adulten Tiere ernähren sich von Wurzeln und Sprossteilen. Durch die Larven beider Insekten wird in den Knollen die Produktion von bitteren und giftigen Terpenoiden (Ipomeamaron, Ipomeamaronol, Ipomeanin, 4-Ipomeanol) ausgelöst, wodurch die Süßkartoffeln für den Menschen ungenießbar werden. In Indien, Malaysia und China ist zudem Omphisa anastomosalis verbreitet und richtet dort ähnlich großen Schaden an wie Cylas formicarius.Mäuse können durch Fraßtätigkeit große Schäden anrichten. Neuere Forschungen legen nahe, dass die Gattung Ipomoea im Paläozän in Asien entstanden ist.[4] Laut Alexander von Humboldt ist die Wildform von Ipomoea batatas in Mittelamerika beheimatet. Sie wurde als Kulturpflanze von allen lateinamerikanischen Hochkulturen verwendet. Nach Südostasien wurde sie nach heutigen Erkenntnissen von den Spaniern im 16. Jh. gebracht, die sie in ihrer Kolonie auf den Philippinen eingeführt haben.[5]Freigelassene afrikanische Sklaven brachten die Süßkartoffel von Amerika nach Afrika. Sie wird heute in fast allen wärmeren Ländern der Tropen, Subtropen und gemäßigten Zonen der Erde angebaut.In Deutschland ist der Bekanntheitsgrad der Süßkartoffel in den letzten Jahren gestiegen. Die bedeutendsten Lieferanten für den deutschen Markt sind die Niederlande und Spanien.[6]In Neuseeland, den anderen pazifischen Inseln und in Peru ist die Süßkartoffel als Camote bekannt. Besonders schmackhaft sind sie als Pommes frites (Camote frito). Die Vermehrung der Süßkartoffel kann auf drei Wegen vorgenommen werden: Die Vermehrung durch Samen, die Vermehrung durch Sprossstecklinge und die Vermehrung durch die Speicherwurzeln. Da nur wenige Samen gebildet werden und diese schlechte Keimfähigkeiten besitzen, ist die sexuelle Vermehrung wirtschaftlich nicht von Bedeutung. Meist werden die Pflanzen durch etwa 30 bis 45 mm lange Sprossstecklinge vermehrt. Bei den Stecklingen werden die untersten Blätter entfernt und sie werden auf etwa 2/3 der Länge schräg in das Substrat gesteckt, so dass sich neue Wurzeln bilden können.Um aus den Speicherwurzeln neue Pflanzen zu ziehen, werden meist mehrere Süßkartoffeln eng nebeneinander in Substrat gelegt. Aus den Wurzeln entstehen neue Sprossen, die, sobald sie eine Länge von 22 bis 30 cm erreicht haben, von den Speicherwurzeln abgeschnitten werden können, um sie auszupflanzen. 2018 wurden weltweit 91.945.356 Tonnen Süßkartoffeln von einer Anbaufläche von 8.062.737 Hektar geerntet. Der durchschnittliche Hektarertrag lag bei 114,04 Dezitonnen. Größter Produzent von Süßkartoffeln war die Volksrepublik China mit einer Jahresernte von 53 Millionen Tonnen, gefolgt von Malawi mit etwa 5,7 Millionen Tonnen und Nigeria mit 4,0 Millionen Tonnen. Die Jahresernte in Europa betrug zum Vergleich 93.432 Tonnen.[8]Die Hauptanbaugebiete der Süßkartoffel liegen zwischen 40° Nördlicher Breite und 32° Südlicher Breite. Am Äquator liegen die Anbaugebiete in Höhenlagen zwischen 0 und 3000 Metern. Optimale Wachstumsbedingungen herrschen bei einer Temperatur von 24 °C oder darüber, bei Temperaturen unter 10 °C ist das Wachstum stark eingeschränkt, bei Frost sterben die Pflanzen ab.Die Pflanzen werden auf Erdhügeln oder in Erdwällen gepflanzt, um eine gute Durchlässigkeit des Bodens für Wasser zu gewährleisten. Erdhügel sollten dabei einen Durchmesser von etwa 60 cm haben und 90 bis 120 cm auseinander stehen, Erdwälle werden vor allem bei maschineller Bewirtschaftung genutzt, diese sind dann etwa 45 cm hoch und stehen in einem Abstand von 90 bis 120 cm, wobei die Pflanzen etwa alle 30 cm gesetzt werden können.Innerhalb Europas wird die Batate hauptsächlich in Spanien, Portugal und Italien kultiviert. Der Anbau in Deutschland spielte aufgrund des hohen Wärmeanspruches traditionell keine Rolle. 2013 gab es eine erfolgreiche Studie zum Freilandanbau an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Weihenstephan-Triesdorf[9]. Im Jahr 2020 betrug die Anbaufläche etwa 200 Hektar, und der Ertrag zwischen 3.000 und 5.000 Tonnen[10]Leider hat die Corona Pandemie für die Süßkartoffelernte große Ausfälle bedeutet, die Preise für Süßkartoffeln sind in die höhe geschossen. Umso mehr freut es mich, das Frosta die erhöhten Kosten noch nicht an den Endkunden weitergegeben hat. Da ich nicht weiter auf die Pandemie eingehen möchte, hier eine kurze Zusammenfassung dessen:Januar 2020In den drei ersten Wochen des Januar 2020 gab es bereits Informationen aus China über den Ausbruch der Atemwegskrankheit durch das neuartige Virus sowie erste Amtshandlungen in den Vereinigten Staaten. Die Meldung des ersten COVID-19-Falls auf US-amerikanischem Boden durch die CDC vom 21. Januar markiert den offiziellen Beginn der Coronapandemie in den Vereinigten Staaten. Bis Ende Januar wurden 7 Fälle bekannt, und alle standen in Verbindung mit vorherigen Reisen ins chinesische Wuhan. Aufgrund der zunächst noch übersichtlichen Fallzahlen wurden USA-weit die Fälle noch durchnummeriert.Eine Analyse der Centers for Disease Control and Prevention Ende Mai 2020 ergab, dass das SARS-CoV-2-Virus sich bereits in der zweiten Januarhälfte aus China kommend zu verbreiten begann.[7]1.–5. JanuarDie Centers for Disease Control and Prevention (CDC) begannen am 1. Januar 2020, einen Bericht für das übergeordnete Ministerium für Gesundheitspflege und Soziale Dienste (englisch Department of Health and Human Services, abgekürzt HHS) zu erarbeiten, nachdem sie am Vortag Kenntnis von den Fällen in China erlangten. Am 3. Januar erhielt Robert Redfield, Direktor der CDC, von einem Kollegen aus China die Information, dass sich eine mysteriöse Atemwegserkrankung in Wuhan ausbreite. Daraufhin informierte Redfield Alex Azar, Sekretär des HHS, der weiter an das National Security Council (NSC) berichtete.[8][9]6.–10. JanuarAm 6. Januar bot der Direktor der CDC China an, ein Team von Wissenschaftlern zur Unterstützung zu schicken. Dieses Angebot wurde von China wochenlang abgelehnt.[8]Im Laufe der Woche ab dem 6. Januar bildete das HHS eine behördeninterne Arbeitsgruppe, der Robert Redfield (CDC), Alex Azar (HHS) und Anthony Fauci (Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases) angehörten.[8]Am 8. Januar gaben die CDC die erste Warnung an die amerikanische Öffentlichkeit vor dem Coronavirus heraus.[8]17. JanuarAb dem 17. Januar entsandten die CDC Gesundheitsexperten an Flughäfen in New York, San Francisco und Los Angeles, später auch Chicago und Atlanta, um dort ankommende Passagiere zu untersuchen.[10]18. JanuarAm 18. Januar diskutierte der Minister des HHS Azar den Ausbruch des Coronavirus mit Präsident Donald Trump, der ihn als „Alarmisten“ abkanzelte.[8]21. JanuarDie Centers for Disease Control and Prevention (CDC) bestätigten den ersten Fall des Auftretens des Coronavirus SARS-CoV-2 in den USA. Es handelte sich um einen 35-jährigen Mann aus dem Snohomish County im nordwestlichen Bundesstaat Washington. Er war aus Wuhan am 15. Januar am Seattle-Tacoma International Airport angekommen und meldete dem Providence Regional Medical Center in Everett am 19. Januar seine seit vier Tagen aufgetretenen Erkrankungssymptome.[11][12][13][14] Der Erkrankte wurde ab 20. Januar im Providence Regional Medical Center in Everett auf einer Isolierstation behandelt.[14] (Forstsetzung siehe 3. Februar)22. JanuarIn einem Interview mit CNBC auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos beschrieb der US-Präsident die Lage in den Vereinigten Staaten wie folgt:“We have it totally under control. [...] It’s one person coming in from China. We have it under control. It’s going to be just fine.”„Wir haben es völlig unter Kontrolle. Es ist eine Person, die aus China kommt. Wir haben es unter Kontrolle. Es wird gut.“– Donald Trump: Interview durch Joe Kernen („Squawk Box“) am Weltwirtschaftsforum in Davos, Schweiz[15]23. JanuarNach Angaben von Donald Trump in einem Interview am 3. Mai wurde er am 23. Januar 2020 durch die Geheimdienste über die Möglichkeit informiert, dass die Coronavirus-Epidemie die USA erreichen würde.[16]24. JanuarIllinois: Die CDC bestätigten als zweiten Fall eine Frau aus Chicago. Die Frau aus der Altersgruppe der 60-69-Jährigen war vorher in Wuhan gewesen, um ihren kranken Vater zu pflegen. Sie wurde am Amita Health St. Alexius Medical Center in Hoffman Estates behandelt.[17] (Fortsetzung siehe 30. Januar)25. JanuarAls dritten Fall bestätigten die CDC einen Mann aus dem kalifornischen Orange County. Der Mann aus der Altersgruppe der 50-59-Jährigen war ebenfalls ein Reiserückkehrer aus Wuhan und wurde im Krankenhaus behandelt.[18] (Fortsetzung siehe 1. Februar)26. JanuarArizona: Aus dem Maricopa County wurde der fünfte Fall gemeldet. Es handelte sich um einen Reiserückkehrer aus Wuhan.[19] Die betroffene Person studierte oder unterrichtete an der Arizona State University, wohnte jedoch nicht am Campus.[20] Die Studierenden dieser Universität verfassten daraufhin eine Petition, den Lehrbetrieb so lange einzustellen, bis entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen wären, um das Wohlbefinden der Studentenschaft sicherzustellen.[21] (Fortsetzung siehe 21. Februar)Kalifornien: Der vierte Fall wurde gemeldet. Die Person aus dem Los Angeles County war von einer Reise aus Wuhan zurückgekehrt.[22]28. JanuarPräsident Trump wurde durch seinen Nationalen Sicherheitsberater Robert O’Brian erstmals informiert, dass COVID-19 die Ausmaße der Spanischen Grippe erreichen könne, die 1918/1919 über 650.000 US-Amerikanern das Leben gekostet hatte. Es werde nach Ansicht des Sicherheitsberaters die größte nationals Bedrohung während der Präsidentschaft von Donald Trump werden. O’Brian riet umgehend die Grenzen zu China vollständig zu schließen. Trump behauptete später gegenüber dem Journalisten Bob Woodward, dass er sich an dieses Briefing auf dem Höhepunkt des Amtsenthebungsverfahrens gegen ihn nicht mehr erinnere.[23]29. JanuarDer Präsident der Vereinigten Staaten tweetete, dass er von den Diensten der Vereinigten Staaten über das Coronavirus informiert worden sei. Die Vereinigten Staaten würden über die besten Experten verfügen. Die Situation werde laufend beobachtet werden.[24]Alex Azar, der US-GesundheitsministerAnthony FauciPräsident Donald Trump gab die Bildung der White House Coronavirus Task Force bekannt, die die Reaktion der Regierung auf das Virus koordinieren soll. Als Mitglieder wurden benannt:Robert O’Brien, Nationaler SicherheitsberaterRobert Redfield, Direktor der CDCAnthony Fauci, Direktor des National Institute of Allergy and Infectious DiseasesStephen Biegun, VizeaußenministerKen Cuccinelli, geschäftsführender Vizeminister für Innere SicherheitJoel Szabat, Unterminister im VerkehrsministeriumMatthew Pottinger, stellvertretender Nationaler SicherheitsberaterRobert Blair, Assistent des Präsidenten und Chefberater des Stabschefs des Weißen HausesJoe Grogan, Assistent des Präsidenten und Direktor des lnnenpolitikratsChris Liddell, Assistent des Präsidenten und stellvertretender Stabschef des Weißen HausesDerek Kan, Executive Associate Director im Office of Management and Budget.Geleitet wurde die Gruppe zunächst von Alex Azar, dem Gesundheitsminister der Vereinigten Staaten.[25]Das Außenministerium der Vereinigten Staaten evakuierte 195 Beschäftigte, Familienangehörige und weitere US-Bürger aus der chinesischen Provinz Hubei durch einen Charterflug zum Flughafen March Air Reserve Base im kalifornischen Riverside County.[26]30. JanuarIllinois: Die CDC bestätigten als sechsten Fall einen Mann aus Chicago. Es handelte sich um den Ehemann des Falls Nummer 2 vom 24. Januar. Damit war dies der erste dokumentierte Fall einer Übertragung Mensch-zu-Mensch auf US-amerikanischem Boden.[27] (Fortsetzung siehe 7. Februar)31. JanuarAm 31. Januar 2020 rief das Ministerium für Gesundheitspflege und Soziale Dienste der Vereinigten Staaten einen Gesundheitsnotstand aus. Für US-Bürger, die innerhalb der letzten beiden Wochen in der chinesischen Provinz Hubei waren, wurde eine 14-tägige Quarantäne vorgeschrieben. Für Ausländer, die in den letzten beiden Wochen in China waren, wurde ein Einreisestopp verhängt. Es war die erste derartige Verfügung seit über 50 Jahren.[28] Einer Anfang April 2020 veröffentlichten Untersuchung der New York Times zufolge sollten nach dem Inkrafttreten der Reisebeschränkungen am 2. Februar 2020 bis April noch 40.000 Personen von China in die USA einreisen. Die Reisenden wurden dabei nur sporadisch gescannt.[29]Kalifornien: Als siebten Fall bestätigen die CDC einen Mann aus dem kalifornischen Santa Clara County, der vorher in Wuhan gewesen war. Der Mann begab sich in häusliche Isolation.[30] (Fortsetzung siehe 20. Februar)Februar 2020Bis zur ersten Februarhälfte wurden nur einzelne weitere Infektionsfälle gemeldet, die weiterhin noch USA-weit durchnummeriert wurden. Durch ausgedehnte Rückholaktionen von US-Bürgern aus China sowie vom Kreuzfahrtschiff Diamond Princess begann ein dynamisches Wachstum der erkannten COVID-19-Fälle. Bis Ende Februar waren mindestens 24 Fälle bekannt und die Praxis der Durchnummerierung der Fälle wurde aufgegeben. Ende des Monats wurde erstmals ein COVID-19-bedingter Todesfall gemeldet; im April stellte sich nachträglich heraus, dass bereits am 6. Februar eine infizierte Person in Kalifornien verstorben war.Die Vereinigten Staaten gerieten im Laufe des Februar in Rückstand mit COVID-19-Tests. Zunächst erwies sich ein von den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) entwickelter Test als unbrauchbar. Von der Weltgesundheitsorganisation angebotene Tests wurden abgelehnt, separate Entwicklungen von Tests scheiterten an bürokratischen Hürden. Der Rückstand bei Tests behinderte eine frühzeitige Eindämmung, wie sie etwa in Südkorea gelang und sollte die Bekämpfung der Seuche noch bis in das Jahr 2021 behindern.[31]In der letzten Handelswoche zwischen dem 24. und dem 28. Februar begann die Börse in New York mit Kursstürzen auf COVID-19 zu reagieren.[32]1. FebruarKalifornien: Der am 25. Januar gemeldete dritte Fall der USA, ein Mann aus dem Orange County, wurde aus dem Krankenhaus in die häusliche Isolation entlassen.[18]Massachusetts: Die CDC bestätigten als achten Fall einen jungen Mann aus Boston, der aus Wuhan an die University of Massachusetts Boston zurückgekehrt war.[33]2. FebruarAls neunten Fall bestätigen die CDC eine Frau aus dem kalifornischen Santa Clara County, die vorher nach Wuhan gereist war. Der Fall stand in keinem Zusammenhang mit dem ersten im Santa Clara County aufgetretenen Fall.[34] Zwei Fälle im kalifornischen San Benito County wurden als zehnter und elfter Fall vom CDC bestätigt, worunter auch der zweite Fall einer Übertragung Mensch-zu-Mensch war.[35]3. FebruarDer erste Fall auf US-amerikanischem Boden – ein am 21. Januar von den CDC bestätigter Mann aus dem Snohomish County im nordwestlichen Bundesstaat Washington – wurde nach zweiwöchiger Behandlung aus dem Krankenhaus in Everett entlassen und blieb zu Hause weiter in Isolation.[36]4. FebruarDie CDC begannen die selbstentwickelten Testkits für COVID-19 an Labore zu versenden. Krankenhäuser mussten Proben an diese etwa ein dutzend Labore schicken, die ihrerseits Bestätigungen der Ergebnisse von den CDC einholen mussten. Eigene Test durften die Krankenhäuser nicht durchführen. Dieses Verfahren sollte zu Verzögerungen beim Testen führen. Außerdem sollten sich die Tests als fehlerhaft entpuppen.[37]5. FebruarMit zwei Flügen wurden zusammen 345 US-Bürger aus der chinesischen Provinz Hubei evakuiert – 178 landeten am Travis Air Force Base, 167 am Marine Corps Air Station Miramar in Kalifornien.[26]Wisconsin: Der zwölfte Fall wurde vom CDC und vom Wisconsin Department of Health Services aus Madison, der Hauptstadt des Bundesstaates Wisconsin, bestätigt.[38]6. FebruarEs trafen die ersten von Centers for Disease Control and Prevention entwickelten Test-Kits bei öffentlichen Laboren ein. Diese sollten sich als fehlerhaft erweisen. Als Grund wurde zunächst eine Verunreinigung angenommen, später befand CDC in einem Bericht, dass der Fehler darin bestand den Test nicht am Vorbild von SARS, sondern nach Grippeviren entwickelt zu haben.[39]Mit zwei Flügen wurden über 300 Passagiere aus der Provinz Hubei evakuiert. Der eine Flug brachte an diesem Tag 60 Kanadier nach Vancouver sowie weitere Passagiere zum Marine Corps Air Station Miramar nahe San Diego. Das zweite Flugzeug brachte am 7. Februar 90 Passagiere zur Lackland Air Force Base in Texas und weitere 57 Passagiere nach Camp Ashland in Omaha, Nebraska.[40]Kalifornien: Im Santa Clara County verstarb eine Person am 6. Februar zu Hause. Durch spätere Untersuchung von Gewebeproben wurde am 21. April 2020 bekannt, dass der Todesfall mit einer COVID-19-Erkrankung zusammenhing. Eine Reise der Person in ein Risikogebiet war nicht bekannt und man nahm an, dass die Ansteckung vor Ort stattfand.[41][42]7. FebruarPräsident Donald Trump gab dem Journalisten Bob Woodward ein im September bekanntgewordenes Interview für Woodwards Buch Rage. In diesem Interview beschrieb er COVID-19 als durch die Luft übertragene, ansteckende Krankheit, die weit tödlicher als eine schwere Grippe sei.[43] (Fortsetzung: 9. September)Illinois: Der zweite und der sechste Fall (vom 24. und vom 30. Januar) – ein Ehepaar aus Chicago – wurde vom St. Alexius Medical Center in Hoffman Estates, Illinois am 7. Februar in die häusliche Isolation entlassen.[44]8. FebruarAm Morgen des 8. Februar 2020 gingen erste Anrufe von Laboratorien beim CDC ein, dass die vom CDC entwickelten Tests nicht funktionieren. Alex Azar sollte entscheiden, nicht die Weltgesundheitsorganisation um von ihr weltweit ausgelieferte funktionierende Tests zu bitten. Stattdessen sollte der amerikanische Test der CDC funktionstüchtig gemacht werden. Dies sollte zur Verzögerung von ausreichenden Tests in den USA führen.[45]9. FebruarBei einem Routine-Qualitätstest wurde in den Laboren des CDC festgestellt, dass der vom CDC entwickelte Test eine Fehlerquote von 33 % aufwies. Der Laborleiter entschied, dass die Tests gleichwohl weiter ausgeliefert werden sollen.[39]10. FebruarDie CDC bestätigen den 13. Fall unter den US-Bürgern, die sich nach ihrer Evakuierung aus Wuhan in Quarantäne in der Marine Corps Air Station Miramar befanden. Die betroffene Person kam zur Isolierung an das University of California San Diego Medical Center.[46] (Fortsetzung siehe 19. Februar)11. FebruarBei einem Auftritt in New Hamphire beschrieb der US-Präsident die Lage in den Vereinigten Staaten wie folgt:“The virus that we’re talking about having to do, a lot of people think that goes away in April, with the heat, as the heat comes in, typically that will go away in April.”„Viele Menschen glauben, dass das Virus, von dem wir sprechen, im April verschwindet, mit der Hitze, wenn die Hitze kommt, normalerweise kommt diese im April.“– US-Präsident Donald Trump: O-Ton[47]“We’re in great shape, though. We have 12 cases, 11 cases, and many of them are in good shape now.”„Wir sind jedoch in großartiger Form. Wir haben 12 Fälle, 11 Fälle, und viele von ihnen sind jetzt in gutem Zustand.“– US-Präsident Donald Trump: O-Ton[47]Die erste Gruppe der 195 US-Bürger, die nach ihrer Evakuierung aus der Provinz Hubei in Quarantäne an der March Air Reserve Base in Kalifornien waren, wurde entlassen.[48]12. FebruarDie CDC bestätigen den 14. Fall als einen zweiten unter den US-Bürgern, die nach ihrer Evakuierung aus Wuhan in Quarantäne am Marine Corps Air Station Miramar waren.[49] (Fortsetzung siehe 24. Februar)13. FebruarDie CDC bestätigten den 15. Fall als einen unter den aus Wuhan evakuierten US-Bürgern, der sich in Quarantäne am Joint Base San Antonio-Lackland in San Antonio befanden.[50]Die Diamond Princess im Hafen von Yokohama15.–17. FebruarDie US-Regierung kündigte die Evakuierung von US-Bürgern von Bord des Kreuzschiffes Diamond Princess an, das sich in Quarantäne im Hafen der japanischen Millionenstadt Yokohama befand. Die Evakuierten wurden zur Travis Air Force Base in Kalifornien, zur Joint Base San Antonio-Lackland in Texas und an das University of Nebraska Medical Center nahe Camp Ashland in Nebraska gebracht.[51][52] Am 17. Februar wurden 338 US-Bürger in die USA zurückgebracht,[53] von denen 14 mit dem Coronavirus infiziert waren.[54]Kalifornien: Eine Person verstarb im Santa Clara County am 17. Februar zu Hause. Wie bei einem ähnlichen Todesfall vom 6. Februar wurde erst durch spätere Untersuchung von Gewebeproben am 21. April 2020 bekannt, dass der Todesfall mit einer COVID-19-Erkrankung zusammenhing. Eine Reise der Person in ein Risikogebiet war nicht bekannt und man nahm an, dass die Ansteckung vor Ort stattfand.[41][42]19. FebruarKalifornien: Der 13. Fall vom 10. Februar – es war der erste Fall unter den US-Bürgern, die nach ihrer Evakuierung aus Wuhan in Quarantäne am Marine Corps Air Station Miramar waren – wurde aus dem Krankenhaus entlassen.[55]Der Notaufnahmezugang des Evergreen Hospital Medical Center in Kirkland, WashingtonDesinfektion in einem Fahrzeug der New York City Subway, Ende Februar 202020. FebruarKalifornien: Der siebte Fall USA-weit vom 31. Januar – ein Mann aus dem Santa Clara County – wurde aus der häuslichen Isolation am 20. Februar entlassen.[30]21. FebruarAm 21. Februar erklärte Dr. Nancy Messonnier, die Leiterin des National Center for Immunization and Respiratory Diseases innerhalb der Centers for Disease Control and Prevention, in einer Telefonkonferenz mit Reportern, dass eine Übertragung des Virus (Community Spread) in den Vereinigten Staaten von Amerika noch nicht beobachtet werde. Es sei allerdings gut möglich, sogar sehr wahrscheinlich, dass es zur Übertragung in den USA kommen werde. Das Ziel sei zunächst, das Virus beim Eindringen in die Vereinigten Staaten zu behindern, um Zeit zu gewinnen.[56]Arizona: Das Gesundheitsamt von Maricopa County gab am 21. Februar 2020 Neues zum fünften Fall vom 26. Januar bekannt: Der Patient sei nicht länger infiziert und wurde nun aus der Quarantäne entlassen.[57]Kalifornien: Zwei neue Fälle wurden in Kalifornien bestätigt – einer im Humboldt County und einer in Sacramento. Beide Personen waren in letzter Zeit nach China gereist.[58] Am 21. Februar wurden fünf von der Diamond Princess an die Travis Air Force Base evakuierte US-Bürger positiv getestet.[59]24. FebruarDie US-Bundesregierung bat den Kongress der Vereinigten Staaten um 2,5 Milliarden US‐Dollar zur Bekämpfung der Epidemie. Dies wurde parteiübergreifend als deutlich zu wenig kritisiert.[60]An der New Yorker Börse kam es wegen der Besorgnis um unzureichende Vorbereitung bezüglich der COVID-19-Pandemie zu Kursstürzen. Der Dow Jones verlor 1031 Punkte im Laufe des Handelstages, einer der größten Kursverluste innerhalb eines Tages bis dahin in Punkten und der größte Kursverlust seit einem Jahr. Die Kursgewinne des Jahres, die noch in der Vorwoche zu dem höchsten Stand des Dow Jones geführt hatten, wurden damit ausradiert.[61] Donald Trump twitterte um 14:52 Ortszeit:“The Coronavirus is very much under control in the USA. We are in contact with everyone and all relevant countries. CDC & World Health have been working hard and very smart. Stock Market starting to look very good to me!”„Das Coronavirus ist sehr unter Kontrolle in den USA. Wir stehen in Kontakt mit jedem und allen wichtigen Ländern. CDC & Weltgesundheit arbeiten sehr hart und sehr schlau. Die Börsen fangen an für mich sehr gut auszusehen!“[62]Kalifornien: Der 14. Fall vom 14. Februar – es war der zweite Fall unter den US-Bürgern, die nach ihrer Evakuierung aus Wuhan in Quarantäne am Marine Corps Air Station Miramar waren – wurde aus dem Krankenhaus entlassen.[63]25. FebruarDie Börsenkurse fielen am zweiten Tag in Folge. War der Dow Jones Industrial Average zunächst noch 180 Punkte gestiegen, fiel er nach Äußerungen von Nancy Messonnier scharf; der Dow verlor am Ende des Tages 879,44 Punkte bzw. 3,1 Prozent des Handelsvolumens. Er fiel auf 27.081,36 Punkte. Der S&P 500 gab 3 % nach und endete bei 3.128,21 Punkten. Der Nasdaq Composite fiel 2,8 Prozent auf 8.965,61 Punkte.[64] Messonier hatte erklärt, dass das CDC optimistisch sei, dass das Virus sich abhängig von Jahreszeiten wie Grippeviren verhalten könne. Es könne im Frühjahr oder im Sommer verschwinden. Die Regierung bereite sich aber auf eine baldige Infektionskette in den USA vor.[65] Larry Kudlow als Direktor des White House National Economic Council erklärte, dass er kein überstürztes Eingreifen der Notenbank erwarte. Die Grunddaten der amerikanischen Wirtschaft seien solide und die Inflation sei niedrig.[66] Er erklärte, das Virus sei eingedämmt und es sei eine menschliche Katastrophe. Er werde aber keine wirtschaftliche Katastrophe werden, auch wenn es kleinere Probleme, etwa mit Lieferketten, gebe.[67] Gegenüber Investoren äußerte sich Kudlow aber wenige Stunden später, dass die Folgen der Pandemie keineswegs absehbar seien.[68]Unter den US-Bürgern, die sich am Joint Base San Antonio-Lackland in Quarantäne befanden, wurden sechs Fälle bestätigt. Einer von diesen war im vom U.S. Department of State veranlassten Flug, die anderen fünf waren von der Diamond Princess evakuiert worden.[69]26. FebruarDie White House Coronavirus Task Force wurde um Vizepräsident Mike Pence, United States Global AIDS Coordinator Deborah Birx, Finanzminister Steven Mnuchin, Surgeon General Jerome Adams und den Direktor des National Economic Council Larry Kudlow erweitert.[70] Pence übernimmt von diesem Zeitpunkt an die Leitung der Gruppe.[71]Trump versicherte, die Regierung sei auf die Ausbreitung des Virus vorbereitet.[70] Der Parteiführer der Demokraten im Senat, Charles Schumer, stellte einen Plan für ein Gesetz vor, das 8,5 Milliarden Dollar für die Bekämpfung der COVID‐19‐Epidemie vorsah.[72]An diesem Mittwoch fielen die Börsenkurse am dritten Tag in Folge. Grund war die zunehmende Sorge um die Auswirkungen auf Industrienationen, da sich das Virus zunehmend aus China ausbreitete. Insbesondere die Befürchtungen über unterbrochene Lieferketten drückten auf die Kurse.[73] Der Dow Jones fiel um 123,77 Punkte bzw. 0,46 Prozent auf 26.957,59 Punkte. Der S&P 500 sank um 0,38 Prozent auf 3.116,39 Punkte zum Ende des Handelstages. Der Nasdaq Composite jedoch stieg um 0,17 Prozent auf 8.980,77 Punkte.[74]Am 12. August 2021, sechzehn Monate nach Ablauf einer Meldefrist, sollte bekannt werden, dass die Ehefrau des Senators Rand Paul Aktien von Gilead Sciences an diesem Tag erworben hatte. Gilead hatte am Tag zuvor den Beginn der Versuchsreihen für Remdesivir als COVID-19-Arzneimittel bekanntgegeben.[75]Kalifornien: Ein Fall unbekannten Ursprungs wurde aus dem kalifornischen Solano County gemeldet.[76] Das kalifornische Department of Public Health sagte, es könnte sich womöglich um die erste Übertragung Mensch-zu-Mensch innerhalb des Countys handeln.[77]Massachusetts: Im Marriott Long Wharf Hotel in Boston begann eine zweitägige Konferenz des Biotechnologie-Unternehmens Biogen. Eine im August 2020 veröffentlichte Studie identifizierte diese Konferenz als Ursache von 20.000 Infektionen.[78] Nach einer im Dezember veröffentlichten Studie konnten mittels eines genetischen Fingerabdrucks mindestens 240.000 Ansteckungen mit dem SARS-CoV-2-Virus in 29 US-Bundesstaaten und in Australien, Schweden und der Slowakei auf die Konferenz zurückgeführt werden.[79]27. FebruarAn diesem Donnerstag kam es zu starken Kursverlusten, die die vom Montag noch übertrafen. Der Dow Jones Industrial Average stürzte 1.190,95 Punkte ab (4,4 Prozent) und schloss mit 25.766,64. Der S&P 500 verlor 4,4 Prozent und endete bei 2.978,76 Punkten. Der Nasdaq Composite gab 4,6 % nach und schloss mit 8.566,48 Punkten. Der Dow hatte erneut den schlechtesten Tag seit dem Februar von 2018 und brach den erst am Montag erreichten traurigen Rekord des größten Punktverlustes an einem Tag. Der Dow Jones war damit 12 Prozent unterhalb des noch in der Vorwoche erreichten Höchststandes. Sowohl für den Dow Jones als auch für den S&P 500 war dieser Kurssturz bis dahin die schlimmste Woche seit 2008 während der Großen Rezession.[80]28. FebruarDurch Verluste im vor- bzw. nachbörslichen Handel öffnete der Dow Jones bereits mit einem Minus von über 500 Punkten.[81] Der Freitag endete mit dem Dow bei −1,37 Prozent. Der S&P 500 und der Nasdaq erlitten zunächst tiefe Stürze während des morgendlichen Handels. Auch der Dow Jones befand sich zeitweise bei mehr als 900 Punkten im negativen Bereich. Die Kurse erholten sich aber leicht im Verlauf des Handelstages. Der S&P 500 schloss bei 0,82 % Verlust und der Nasdaq schloss mit einem Gewinn von 0,01 %. Der Dow Jones beendete damit die Woche mit über 3500 Punkte bzw. 12 Prozent Verlust. Es war die schlechteste Woche für den Dow Jones seit 2008.[32]Kalifornien: Ein zweiter Fall unbekannten Ursprungs betraf eine ältere Frau aus dem kalifornischen Santa Clara County.[82] Zwei weitere Fälle unter den Evakuierten vom Kreuzschiff Diamond Princess wurden am Joint Base San Antonio-Lackland bestätigt.[83]Oregon: Ein Fall unbekannten Ursprungs trat im Washington County in Oregon auf und wurde der erste Fall in diesem US-Bundesstaat.Washington: Zwei weitere Fälle unbekannten Ursprungs kamen im Bundesstaat dazu – einer besuchte die High School in Everett, der zweite war eine Frau, die vor kurzem aus Südkorea heimgekehrt war.29. FebruarMike Pence, Donald Trump und Robert Redfield (von links nach rechts) während der Pressekonferenz der COVID-19-Task-Force am 29. Februar 2020.Das erste Todesopfer des Coronavirus in den USA wurde aus der von EvergreenHealth betriebenen Klinik in Kirkland, Washington gemeldet. Präsiden Donald Trump sagte in der Pressekonferenz des Tages, dass weitere Tote wahrscheinlich seien. Er forderte aber auf nicht in Panik zu verfallen. Gesunde Personen sollten leicht mit der Krankheit fertig werden.[84]Die US-Regierung erlaubte es Krankenhaus- und Testlaboratorien eigene Corona-Tests zu entwickeln und zu gebrauchen. Sie waren damit nicht mehr auf die Test-Kits der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) angewiesen und ein Engpass im Testen konnte beseitigt werden. Länder wie Südkorea hatten diese Schritte wesentlich früher unternommen und die Seuche frühzeitig eindämmen können.[85]Illinois: Aus dem Cook County wurde ein weiterer Fall gemeldet.Kalifornien: Im kalifornischen Santa Clara County wurde ein weiterer Fall gemeldet.[86]Washington: Das Life Center in Kirkland, Washington machte an diesem Tag – neben der Meldung des ersten Todesfalls – bekannt, dass über 50 Menschen, die mit dem Life Center zu tun hatten, auf das Virus getestet würden.[87] (Fortsetzung siehe 18. März). Im Bundesstaat Washington wurden zwei weitere infizierte Fälle bekannt.[88]März 2020Im Monat März 2020 nahm die COVID-19-Pandemie sehr schnell in den Vereinigten Staaten an Fahrt auf. Besonders rapide entwickelte sich die Situation im Bundesstaat New York: Hier wurde der erste Fall am 1. März gemeldet; am 7. März bei einem Stand von 89 bekannten Fällen erklärte Gouverneur Andrew Cuomo den Notstand. Ende März waren im Staat New York bereits rund 76.000 Fälle bekannt. US-weit waren Ende März bereits rund 180.000 Fälle bekannt; zudem waren bereits rund 3.800 Todesfälle zu beklagen. Ab Mitte März wurden Zug um Zug – in regional unterschiedlicher Geschwindigkeit – Universitäten und Schulen geschlossen oder auf reinen Onlinebetrieb umgestellt, regional Ausgangssperren verhängt sowie viele weitere Aspekte des öffentlichen Lebens eingeschränkt. Ab 12. März wurde New Rochelle im Bundesstaat New York zur ersten abgeriegelten Zone in den Vereinigten Staaten.Ammon Bundy, bekannt von der Besetzung des Malheur National Wildlife Refuge 2016, begann ein Netzwerk namens People’s Rights zu organisieren. Dieses Netzwerk umfasste Milizen und hatte das Ziel Protestierende gegen Corona-Maßnahmen schnell zu mobilisieren.[89]1. MärzMike Pence und Alex Azar erweiterten die White House Coronavirus Task Force um Wohnungsbauminister Ben Carson, Commissioner der Behörde für Lebens- und Arzneimittel Stephen Hahn und Direktor des Office of Science and Technology Policy Kelvin Droegemeier.[90]Florida: Die ersten beiden Fälle aus Florida wurden gemeldet: Einer aus dem Manatee County und einer aus dem Hillsborough County.[91]Kalifornien: Zwei weitere Fälle wurden aus dem Alameda County und dem Solano County gemeldet. Es handelte sich um Personal vom NorthBay VacaValley Hospital, das offenbar vom am 26. Februar im Solano County gemeldeten Patienten infiziert wurde.[92] Im Santa Clara County wurden drei weitere Fälle gemeldet. Einer davon war eine chronisch kranke Frau, die beiden anderen waren ein Ehepaar, das vor kurzem nach Ägypten gereist war.[93]New York: Gouverneur Andrew Cuomo meldete den ersten Fall aus New York – eine Frau, die vorher in den Iran gereist war und sich zuhause freiwillig isolierte.[94]Oregon: In Oregon wurde ein zweiter Fall gemeldet. Die Person hatte im Haushalt Kontakt mit dem am 28. Februar gemeldeten ersten Fall.[95]Rhode Island: Das Rhode Island Department of Health meldete zwei Verdachtsfälle – eine Person mittleren Alters, die Mitte Februar in Italien war,[96] sowie einen Teenager, der mit der ersten Person gereist war.[97]Washington: Zwei neue Fälle wurden aus dem King County gemeldet.[98] Diese standen nicht in Verbindung mit den am 29. Februar gemeldeten Fällen.[99][100] Vier weitere Fälle wurden im Zusammenhang mit dem LifeCare-Zentrum gemeldet, ein weiterer Fall zusätzlich, so dass Washington an diesem Tag sieben Neufälle vermeldete. Der zweite US-amerikanische Todesfall durch das Coronavirus wurde von der von EvergreenHealth in Kirkland betriebenen Klinik gemeldet.[101]2. MärzDie Zahl der Coronavirus-Fälle in den USA erreichte an diesem Tag – inklusive der Fälle vom Kreuzschiff Diamond Princess – die Schwelle von 100.[102] Veteranenminister Robert Wilkie und Administratorin der Centers for Medicare & Medicaid Services Seema Verma wurden zur White House Coronavirus Task Force hinzugefügt.[103]Präsident Trump traf sich mit führenden Vertretern der Pharma-Industrie. Er äußerte hierbei, dass ein Impfstoff gegen COVID-19 in ein paar Monaten verfügbar sein würde. Anthony Fauci bat die anwesenden Industrie-Vertreter den Präsidenten darauf hinzuweisen, dass selbst bei einer raschen Impfstoffentwicklung mit Produktion und Genehmigung mindestens ein bis anderthalb Jahre dauern würde, bis der Impfstoff verfügbar sei. Trotz der Korrektur wiederholte Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung am Abend die Vorhersage über die Verfügbarkeit eines Impfstoffes.[104]Nach der schlechtesten Börsenwoche seit 2008 in der Vorwoche erholte sich die Börse am Montag, dem 2. März. Der Dow Jones verzeichnete mit fast 1300 Punkten bzw. über 5 Prozent Zuwachs den besten Handelstag seit 2009. Der S&P 500 legte 4,6 Prozent zu und der Nasdaq 4,49 Prozent. Die Gewinne wurden auf die Hoffnung zurückgeführt, dass die Amerikanische Zentralbank und Regierungsstellen Schritte gegen den ökonomischen Schaden durch COVID-19 unternehmen werden.[105]Präsident Trump forderte auf Twitter die Zentralbank auf die Zinsen zu senken. Er vertrat die Ansicht, dass andere Länder mit niedrigeren Leitzinsen gegenüber den USA im Vorteil seien.[106]Georgia: Die ersten beiden Fälle aus Georgia wurden gemeldet: Ein Mann aus dem Fulton County, der vor kurzem von einem Ausflug nach Mailand zurückkehrte und sein 15-jähriger Sohn.[107][108]Kalifornien: Das Santa Clara County Public Health Department meldete zwei neue Fälle. Beide standen im Kontakt zu vorher bestätigten Fällen, die sich in häuslicher Isolation befanden.[109] Im Placer County wurde ein Gesundheitsmitarbeiter, der Kontakt zu einem bestätigten Fall im Solano County's NorthBay VacaValley Hospital hatte, als Verdachtsfall gemeldet.[110] Im Sonoma County gab es einen weiteren Verdachtsfall – es handelte sich um einen Rückkehrer von einer Kreuzschifffahrt nach Mexiko.[111] Im San Mateo County wurde ein weiterer Fall gemeldet, bei dem der Übertragungsweg unklar blieb.[111]New Hampshire: Als der erste Fall aus New Hampshire wurde ein am Dartmouth–Hitchcock Medical Center Beschäftigter gemeldet, der vorher in Italien war.[112]Washington: Weitere vier Todesfälle wurden aus dem Bundesstaat Washington gemeldet, so dass die gesamte Zahl an Todesfällen in den USA auf sechs anstieg. Vier weitere Infektionsfälle wurden gemeldet, womit der Bundesstaat insgesamt auf 18 sowie die USA auf 96 aktuelle Fälle kommt.[113]3. MärzDie Federal Reserve Bank senkte die Leitzinsen überraschend um einen halben Prozentpunkt auf 1 bis 1,25 Prozent. In einer Stellungnahme der Zentralbank hieß es, die wirtschaftlichen Grundlagen seien gut. Allerdings erforderten die Unsicherheiten wegen des Coronavirus eine Senkung, um die Märkte zu unterstützen.[106] Die Börsen fielen gleichwohl. Der Dow Jones schloss mit 785 Punkten oder 2,94 Prozent im roten Bereich. Der S&P 500 verlor 2,81 Prozent und der Nasdaq fiel um 2,99 Prozent.[106]Arizona: Das Arizona Department of Health Services meldete einen bestätigten Fall im Maricopa County. Der betroffene Mann stand in Kontakt mit einem Fall außerhalb von Arizona und wurde in häusliche Isolation gebracht.[114]Florida: Ein weiterer Verdachtsfall wurde aus dem Hillsborough County gemeldet.[115][116]Kalifornien: In Kalifornien wurden 12 neue Fälle gemeldet. Zwei Fälle unbekannten Ursprungs traten im Santa Clara County auf,[117] ein weiterer Fall unbekannten Ursprungs im Contra Costa County.[118] Im Los Angeles County wurden sechs neue Fälle bestätigt.[119][120][121][122] Ein Fall in Berkeley betraf eine Person, die vor kurzem nach Italien gereist war und sich in häusliche Isolation begab.[123] Zwei neue Fälle im Orange County wurden bestätigt. Beide – ein Mann und eine Frau – waren vor kurzem in Risikoländer verreist.[124]New Hampshire: Ein bestätigter Fall wurde von den Gesundheitsbehörden gemeldet. Er hatte sich offenbar beim ersten Fall aus New Hampshire angesteckt; dieser hatte Quarantäneanweisungen nicht befolgt und eine Veranstaltung besucht.[125][126]New York: Aus New York wurde ein zweiter Fall gemeldet: Ein Mann aus New Rochelle im Westchester County,[127][128] der kein Risikoland besucht hatte.[129]North Carolina: Aus North Carolina wurde der erste Fall gemeldet: Eine Person, die nach Washington gereist war.[130]Washington: Die Zahl der Todesfälle im Bundesstaat stieg auf neun.[131] Amazon bestätigte, dass ein in Seattle Beschäftigter des Unternehmens positiv getestet wurde.[132]4. MärzDie Grand Princess im Jahr 2007Das Repräsentantenhaus nahm den von der Abgeordneten Nita Lowey eingebrachten Coronavirus Preparedness and Response Supplemental Appropriations Act, 2020 mit 415 zu 2 Stimmen an. Der Gesetzgebungsprozess wurde von verschiedenen Seiten für seine Geschwindigkeit und Überparteilichkeit gelobt.[133]Kalifornien: Das Heimatschutzministerium bestätigte den Fall eines Mitarbeiters der CDC, der am Los Angeles International Airport beschäftigt war. Der Betroffene begab sich in häusliche Isolation.[134] Aus dem Placer County wurde ein zweiter bestätigter Fall einer Person auf dem Kreuzschiff Grand Princess der Gesellschaft Princess Cruises gemeldet. Die Schiffsreise nach Mexiko war am 11. Februar in San Francisco gestartet und endete dort am 21. Februar.[135] Noch am gleichen Tag, den 4. März, wurde der Tod der betroffenen älteren Person gemeldet. Dies war der elfte Todesfall in den USA durch das Coronavirus und gleichzeitig der erste Todesfall in Kalifornien.[136][137] Die Ansteckungsquelle für diesen Fall war die gleiche wie für den Fall aus dem Sonoma County vom 2. März, wo die betroffene Person auf derselben Schiffsreise an Bord der Grand Princess war.[138][139] Auf der Grand Princess wurden 62 Passagiere, die Kontakt mit dem Todesfall hatten, unter Quarantäne gestellt.[140] Elf Passagiere und zehn Crewmitglieder zeigten Symptome; die Grand Princess musste sicherheitshalber noch auf See bleiben.[141][142][143][144][145] Öffentliche Stellen aus dem Santa Clara County bestätigten drei neue Fälle.[146]Das Hotel Boston Marriott Long Wharf, in dem die Führungsveranstaltung von Biogen vom 26. bis 28. Februar stattgefunden hatteMassachusetts: Das Biotechnologieunternehmen Biogen informierte die Behörde Massachusetts Department of Public Health (MDPH), dass zwei Leitende des Unternehmens positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden. Die beiden kamen vor kurzem von Europa nach Boston und nahmen an einer zweitägigen Führungsveranstaltung vom 26. bis 28. Februar im Hotel Boston Marriott Long Wharf teil. Am gleichen Tag baten mehrere („significant number“) Mitarbeiter von Biogen beim Massachusetts General Hospital (MGH) um einen Corona-Test.[147]New Jersey: Gouverneur Phil Murphy meldete den ersten Fall aus New Jersey; es handelte sich um einen Mann aus dem Bergen County.[148][149]New York: Vier neue Fälle wurden gemeldet. Es handelte sich um Frau, Sohn und Tochter des zweiten Falls im Bundesstaat sowie um einen Nachbarn.[150][151][152] Am gleichen Tag wurden fünf weitere Fälle bestätigt: Ein Freund des zweiten Falls sowie dessen Frau, Söhne und Tochter.[153][154] Die Zahl der Fälle in New York stieg damit auf elf.Texas: Ein Verdachtsfall wurde aus dem Fort Bend County berichtet. Es handelte sich um einen älteren Mann, der vor kurzem außerhalb der USA verreist war. Sieht man von den Fällen aus der Hubei-Evakuierungsaktion und dem Kreuzschiff Diamond Princess ab, war dies der erste Fall aus Texas.[155][156]Washington: Der zehnte Todesfall in den USA wurde aus dem Bundesstaat Washington gemeldet.[157] Aus dem King County wurden zehn neue Fälle sowie ein Todesfall gemeldet. Alle neuen Fälle bis auf einen standen in Verbindung mit dem Life Care Center.[158] Am Abend wurde der Fall eines Mitarbeiters bei Facebook, der am Bürostandort Stadium East arbeitete, bekannt.[159]5. MärzDer Senat bestätigte das am Vortag vom Repräsentantenhaus verabschiedete Gesetz zur Epidemiebekämpfung mit 96 zu 1 Stimme.[160] Einen Änderungsantrag des Senators Rand Paul, um die Ausgaben dieses Gesetzes mit Einsparungen im Budget der United States Agency for International Development und der kulturellen Austauschprogramme des Außenministeriums auszugleichen, lehnte das Parlament ab.[161]Colorado: Der erste Fall im Bundesstaat Colorado wurde berichtet: Der betroffene Mann hatte das Summit County besucht und hatte Kontakt mit einem bestätigten Fall aus Kalifornien.[162] Im Douglas County wurde eine Frau, die im Ausland verreist war, positiv getestet.[163]Florida: Gouverneur Ron DeSantis berichtete einen neuen Fall. Der Mann aus dem Santa Rosa County war vorher im Ausland verreist.[164]Illinois: Aus dem Bundesstaat Illinois wurde ein fünfter Fall berichtet. Der Mann war vorher von einer Italienreise am Chicago O’Hare International Airport zurückgekehrt. Er wurde stationär in das Rush University Medical Center gebracht.[165]Kalifornien: Zwei Fälle wurden aus San Francisco gemeldet.[166] Die beiden Fälle standen in keinem Zusammenhang und die Personen wurden in verschiedene Krankenhäuser in San Francisco gebracht.[167] Sechs weitere Fälle wurden aus dem Santa Clara County berichtet;[168] in San Diego wurde ein Mitarbeiter von AT&T positiv getestet, woraufhin sechs Verkaufsstellen des Unternehmens geschlossen wurden.[169][170] Aus Sunnyvale wurde berichtet, dass der Tod eines 72-jährigen Mannes nach neuen Erkenntnissen mit dem Coronavirus in Verbindung stehen könnte, da mittlerweile herausgefunden wurde, dass der Mann an Bord der Grand Princess auf der gleichen Schiffsreise war wie zwei bekannte Fälle aus dem Sonoma County und dem Placer County.[171][172][173]Maryland: Gouverneur Larry Hogan bestätigte die ersten drei Fälle des Bundesstaates im Montgomery County: Ein Ehepaar sowie eine Frau; alle drei waren zusammen im Ausland verreist. Die drei Personen begaben sich in häusliche Isolation.[174][175][176][177]Massachusetts: Das Biotechnologieunternehmen Biogen aus Cambridge berichtete, dass drei Personen, die sich mit ihren Mitarbeitern am 26. Februar in Boston getroffen hatten, positiv getestet wurden.[178]Nevada: Der erste Fall des Bundesstaates Nevada wurde berichtet. Der Mann aus dem Clark County war vorher in die Bundesstaaten Washington und Texas verreist.[179] Ein zweiter bestätigter Fall wurde aus Reno gemeldet. Die betroffene Person befindet sich in häuslicher Isolation; der Fall steht in Verbindung mit den beiden bestätigten Fällen aus dem Sonoma County und dem Placer County rund um eine Kreuzfahrt mit der Grand Princess von San Francisco nach Mexiko.[180][181]New Jersey: Die Untersuchung eines zweiten Verdachtsfalls wurde aus New Jersey gemeldet.[182]Tennessee: Gouverneur Bill Lee berichtete den ersten Fall aus dem Bundesstaat Tennessee. Der Mann aus dem Williamson County war vorher außerhalb des Bundesstaates verreist.[183]Texas: Zwei bestätigte Fälle wurden aus dem Harris County gemeldet: Die beiden, ein Mann und eine Frau, standen in Zusammenhang mit einer Reise nach Ägypten.[184] Zwei weitere Fälle, ebenfalls ein Mann und eine Frau, wurden am Abend bekannt, die ebenfalls mit dieser Ägyptenreise in Verbindung standen.[185]Washington: Aus dem stark betroffenen Bundesstaat Washington wurden 31 neue Fälle gemeldet, von denen einer aus dem Grant County kam – vor diesem Fall waren nur das Snohomish County und das King County betroffen.[186] Ein weiterer Todesfall wurde gemeldet, so dass die Zahl der Todesfälle in Washington auf elf anstieg.[187]6. MärzAn diesem Tag meldeten 10 US-Bundesstaaten ihren ersten SARS-CoV-2-Fall. Tests auf dem vor der kalifornischen Küste auf See befindlichen Kreuzschiffs Grand Princess ergaben 21 positiv getestete Fälle.[188] Am gleichen Tag wurden sechs Todesfälle gemeldet, davon vier aus Washington. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle in den USA auf 18, davon 15 in Washington, 2 in Florida und einer in Kalifornien.Der Coronavirus Preparedness and Response Supplemental Appropriations Act, 2020 wurde von Präsident Donald Trump unterschrieben und trat in Kraft. Damit wurden 8,3 Milliarden US‐Dollar freigegeben, um unter anderem die Forschung nach einem Impfstoff zu unterstützen, die medizinische Versorgung zu gewährleisten und den internationalen Kampf gegen das Virus zu unterstützen.[189]Arizona: Als der dritte Fall des Bundesstaates wurde eine Frau aus dem Pinal County gemeldet.[190]Colorado: Sechs neue Fälle wurden gemeldet, von denen fünf Personen vor kurzem verreist waren.[191]Connecticut: Gouverneur Ned Lamont bestätigte als ersten Fall des Bundesstaates einen Krankenhausmitarbeiter aus New York, der im Westchester County wohnt und sich dort in häusliche Selbstquarantäne begab.[192]Florida: Es wurden drei neue Fälle gemeldet, davon zwei aus dem Broward County und einer aus dem Lee County. Zudem wurden zwei Todesfälle gemeldet: Der neue Fall aus dem Lee County sowie ein früher gemeldeter Fall aus dem Santa Rosa County.[193]Georgia: Ein Verdachtsfall wurde gemeldet, wobei ein Mann aus dem Floyd County betroffen ist.[194][195]Hawaii: Gouverneur David Ige meldete als ersten Fall des Bundesstaates einen Passagier der Grand Princess.[196]Illinois: Der sechste Fall wurde aus Chicago gemeldet. Es handelte sich um einen Assistenten an der Vaughn Occupational High School, der sich an Bord der Grand Princess befunden hatte.[197]Indiana: Als der erste Fall im Bundesstaat wurde ein Mann aus Indianapolis gemeldet, der von einer Reise nach Boston zurückgekehrt war.[198]Kentucky: Gouverneur Andy Beshear bestätigte den ersten Fall im Bundesstaat, einen Einwohner von Lexington.[199][200]Kalifornen: Sechs Fälle von Kreuzfahrtreisenden mit der Grand Princess wurden gemeldet: Einer aus dem Alameda County,[201] zwei aus dem Contra Costa County[202] und drei aus dem Placer County.[203] Aus dem Contra Costa County wurde noch ein weiterer Fall gemeldet,[202] zusätzlich vier aus dem Santa Clara County[204] sowie einer aus dem Yolo County.[205]Massachusetts: Fünf neue Fälle wurden gemeldet, womit die Gesamtzahl im Bundesstaat auf acht anstieg.[206][207] Alle fünf Fälle standen in Verbindung mit der Führungsveranstaltung von Biogen vom 26. bis 28. Februar. Von den acht insgesamt bekanntgewordenen Fällen betrafen vier das Suffolk County, drei das Norfolk County und einer das Middlesex County. Zwei Fälle standen in Zusammenhang mit Reisen nach Italien, einer mit einer Reise nach Wuhan.[208][209][210] Die Northeastern University hatte bereits ihre Nebenstandorte in San Francisco and Seattle geschlossen und zögerte noch, ob der Hauptcampus geschlossen werden soll.[211]Minnesota: Der erste Verdachtsfall aus dem Bundesstaat wurde gemeldet. Die ältere Person aus dem Ramsey County war auf einem Kreuzschiff gewesen.[212] Der Patient befand sich in häuslicher Quarantäne.[213]Nebraska: Gouverneur Pete Ricketts meldete den ersten Verdachtsfall aus dem Bundesstaat. Die Frau aus dem Douglas County war Ende Februar aus England zurückgekehrt.[214]New Jersey: Zwei neue Verdachtsfälle wurden gemeldet – einer aus dem Camden County und einer aus dem Bergen County.[215][216]New York: Es wurden elf neue Fälle gemeldet, so dass die Fallzahl des Bundesstaates auf 33 stieg.[217] Alle neuen Fälle standen in Verbindung mit dem ersten außerfamiliär übertragenen Fall, einem in Manhattan tätigen Anwalt aus dem Westchester County.[218] Abends wurden nochmals elf weitere Fälle gemeldet – acht aus dem Westchester County und drei aus dem Nassau County –, so dass die Gesamtzahl des Bundesstaates auf 44 anstieg.[219]North Carolina: Als zweiter bestätigter Fall des Bundesstaates wurde ein Mann aus dem Chatham County gemeldet, der vorher auf Italienreise war.[220][221]Oklahoma: Als erster bestätigter Fall des Bundesstaates wurde ein Mann aus dem Tulsa County gemeldet, der vorher nach Italien gereist war.[222]Pennsylvania: Gouverneur Tom Wolf meldete die ersten beiden bestätigten Fälle des Bundesstaates: Einer aus dem Delaware County und einer aus dem Wayne County.[223][224] Beide Fälle standen in Verbindung mit Reisen.[225][226][227]Rhode Island: Als dritter Fall aus dem Bundesstaat wurde eine Frau gemeldet, die Ende Februar in Kontakt mit einem Fall aus New York stand.[228]South Carolina: Die zwei ersten Fälle aus dem Bundesstaat wurden gemeldet – einer aus dem Kershaw County, der andere aus dem Charleston County.[229]Texas: Drei neue Fälle wurden aus Texas gemeldet – zwei aus dem Fort Bend County und einer aus Houston. Alle drei Fälle gehörten zu einer Reisegruppe nach Ägypten. Insgesamt stieg die Fallzahl des Bundesstaates damit auf acht.[230][231]Utah: Der erste Verdachtsfall aus Utah wurde gemeldet. Es handelte sich um einen ehemaligen Passagier der Grand Princess.[232]Washington: Das Unternehmen Microsoft teilte mit, dass zwei seiner Mitarbeiter in Seattle positiv getestet wurden.[233] Aus dem King County wurden drei neue Todesfälle gemeldet; alle drei ereigneten sich im EvergreenHealth Medical Center.[234] Ein Teilzeitarbeiter am CenturyLink Field wurde positiv getestet; er könnte Besucher eines Spiels der Seattle Dragons am 22. Februar infiziert haben.[235][236][237] Die University of Washington berichtete, dass ein Büromitarbeiter positiv getestet wurde.[238] Starbucks schloss eine seiner Filialen in der Innenstadt von Seattle, nachdem ein Mitarbeiter positiv getestet wurde.[239]7. MärzAn diesem Tag meldeten drei US-Bundesstaaten (Kansas, Missouri und Virginia) sowie der District of Columbia ihren ersten COVIID-19-Fall. Ein weiterer Todesfall wurde aus dem Bundesstaat Washington berichtet, womit die Gesamtzahl bestätigter Todesfälle in den USA auf 19 anstieg.District of Columbia: Die Bürgermeisterin Muriel Bowser des District of Columbia, also der US-Hauptstadt Washington D. C., berichtete den ersten Verdachtsfall aus dem Sonderdistrikt.[240]Kalifornien: Weitere Fälle von Passagieren der Grand Princess wurden gemeldet: Ein Paar aus dem Madera County wurde ins Madera Community Hospital in überwachte Isolation gebracht.[241] Ein Passagier der Mexikoreise der Grand Princess vom 11. bis 21. Februar 2020 wurde als Fall aus dem Santa Cruz County gemeldet.[242] Aus dem Fresno County wurden zwei Rückkehrer von der Grand Princess in Quarantäne gestellt, von denen einer positiv getestet wurde.[243]Aus San Francisco wurden sechs Verdachtsfälle gemeldet, die in häusliche Isolation gingen. Alle hatten Kontakt zu einem bestätigten Fall.[244] Aus dem Santa Clara County wurden acht neue Fälle berichtet, womit dieses County auf eine gesamte Fallzahl von 32 kommt.[245] In Elk Grove im Sacramento County wurde ein positiv getesteter Fall in Quarantäne gestellt. Daraufhin wurde der Elk Grove Unified School District für die Woche vom 7. bis 13. März geschlossen.[246] An der Stanford University School of Medicine gab es einen positiv getesteten Mitarbeiter.[247]Massachusetts: Fünf weitere Verdachtsfälle wurden gemeldet, womit die gesamte Fallzahl des Bundesstaates auf 13 anstieg.[248] Unter diesen Fällen wurde der Indexpatient des Bundesstaates ausgemacht, ein Mann aus Clarksburg im Berkshire County, dessen Infektionsquelle unklar blieb.[249]New York: Es wurden 32 neue Fälle gemeldet, womit die gesamte Fallzahl im Bundesstaat auf 76 anstieg.[250] Gouverneur Andrew Cuomo erklärte den Notstand[251] und bestätigte zugleich insgesamt 89 Diagnosen in seinem Bundesstaat. Unter den Fällen sind ein Uber-Fahrer aus Queens und zwei Fälle 200 Meilen nördlich von New York City, deren Infektionsweg ungeklärt war.[252] Zuvor war der Notstand bereits in den Bundesstaaten Kalifornien, Maine und Washington ausgerufen worden.[253]Oregon: Es wurden vier neue Verdachtsfälle gemeldet; betroffen waren das Jackson County, Klamath County und das Washington County.[254]Pennsylvania: Gouverneur Tom Wolf berichtete von zwei neuen Fällen aus dem Montgomery County; beide standen in Verbindung mit Reisen innerhalb der USA.[255]Virginia: Der Bundesstaat meldete seinen ersten Fall. Es handelte sich um einen im Fort Belvoir stationierten US-Marine, der vorher verreist war.[256]Washington: Die Gesundheitsbehörde bestätigte 102 Fälle und 16 Todesfälle.[257] Klinikbetreiber EvergreenHealth meldete seinen 13. Todesfall, so dass die Zahl im gesamten Bundesstaat auf 17 anstieg.[258]8. MärzAn der Wall Street kam es zum schlimmsten Kurssturz seit dem 15. Oktober 2008. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 2.013,7 Punkte oder 7,79 Prozent auf 23.851,02 Punkte am Ende des Handelstages. Ausgelöst wurde der Kurssturz durch einen Preissturz am Ölmarkt sowie durch Unsicherheiten wegen der COVID-19-Pandemie.[259]Iowa und Vermont meldeten ihre ersten Infektionsfälle. Drei weitere Todesfälle wurden aus dem Bundesstaat Washington gemeldet, so dass die gesamte Zahl an Todesfällen in den USA auf 22 stieg: 19 in Washington, 2 in Florida und 1 in Kalifornien.District of Columbia: Zu dem am Vortag gemeldeten ersten Fall im Sonderdistrikt wurden weitere Details gemeldet. Betroffen war ein geistlicher Würdenträger, der Rektor der Christ Church Georgetown. Er hatte keine Auslandskontakte, hatte jedoch am 22. Februar 2020 eine Episkopalkonferenz in Louisville im Bundesstaat Kentucky besucht. Er wurde hospitalisiert.[260]Georgia: Gouverneur Brian Kemp gab bekannt, dass eine Anzahl Amerikaner – darunter 34 aus Georgia – vom Kreuzschiff Grand Princess am 9. und 10. März zum Zwecke von Tests und Quarantäne zur Dobbins Air Reserve Base gebracht werden. Bei vier stationär behandelten Personen aus Georgia stand das Testergebnis auf SARS-Cov-2 noch aus; darunter sind zwei aus dem Cobb County sowie jeweils eine Person aus dem Cherokee County und aus dem Fulton County.[261][262]Hawaii: Ein zweiter Fall aus Hawaii wurde gemeldet; der ältere Mann war aus einer Reise in den Bundesstaat Washington zurückgekehrt. Er befand sich in stationärer Isolation im Krankenhaus Kaiser Permanente' Moanalua.[263]Indiana: Die Fälle Nummer zwei und drei aus Indiana wurden gemeldet. Beide kamen aus dem Hendricks County. Einer der beiden Fälle löste die Schließung der Hickory Elementary School für zwei Wochen ab dem 9. März aus. Es war die erste durch das Virus veranlasste Schulschließung in Indiana.[264][265]Iowa: Gouverneur Kim Reynolds bestätigte die drei ersten Fälle, die alle im Johnson County auftraten.Kalifornien: Aufgrund eines Ausbruchs des Coronavirus im Coachella Valley (gelegen im Riverside County) wurde mit dem Tennisturnier BNP Paribas Open 2020 erstmals eine große Sportveranstaltung in den Vereinigten Staaten noch vor Beginn abgesagt.[266] Im Contra Costa County wurde von fünf neuen Fällen berichtet. Vier davon werden in Krankenhäusern behandelt, der fünfte befindet sich in häuslicher Isolation.[267] Auch im Santa Clara County wurden fünf neue Fälle berichtet, so dass die gesamte Fallzahl des Countys auf 37 anstieg.[268] Aus Rocklin im Placer County berichtete das Sierra College, dass alle Lehrveranstaltungen bis 18. März ins Netz verlegt werden, nachdem zwei Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt worden waren.[269] Aus dem Shasta County wurde der erste Verdachtsfall gemeldet: Ein etwa 50-jähriger Reiserückkehrer befand sich in häuslicher Isolation.[270]Massachusetts: Aus dem Bundesstaat wurden 15 weitere Verdachtsfälle gemeldet;[210] es handelte sich durchweg um Anwesende bei der Führungsveranstaltung von Biogen vom 26. bis 28. Februar.[208] Die gesamte Fallzahl des Bundesstaates stieg damit auf 28.[206] Als Reaktion ordnete Biogen den Komplettumstieg auf Homeoffice für alle Mitarbeiter an.[271] Die 15 neuen Verdachtsfälle teilten sich auf zu jeweils fünf aus dem Middlesex County und dem Suffolk County sowie vier aus dem Norfolk County; bei einem Fall blieb das County des Wohnortes unklar.[272]Minnesota: Ein neuer Fall wurde aus dem Carver County berichtet, so dass die Gesamtzahl im Bundesstaat auf zwei stieg. Nach vorläufigen Erkenntnissen stehen beide Fälle im Zusammenhang mit Reisen.[273]New York: Der Bundesstaat berichtete 16 neue bestätigte Fälle und somit eine gesamte Fallzahl von 106.[274] In New York City wurden neue Empfehlungen zur Eindämmung der Virusverbreitung herausgegeben.[275]South Carolina: Aus dem Bundesstaat wurden vier weitere Verdachtsfälle gemeldet, so dass die Gesamtfallzahl auf sechs anstieg. Ein Fall war nach Italien verreist; zwei standen mit einem vorher bekannten Fall in Verbindung, und einer war von bislang unbekanntem Ursprung.Texas: Ted Cruz, Senator aus Texas, begab sich in Quarantäne, nachdem er auf der diesjährigen Conservative Political Action Conference (CPAC) in Maryland Kontakt mit einer infizierten Person hatte.[276]Vermont: Der erste Verdachtsfall des Bundesstaates Vermont wurde aus dem Bennington County gemeldet.Virginia: Der Bundesstaat meldete als den zweiten Verdachtsfall einen 80-jährigen Mann aus Fairfax, der von einer Nil­reise zurückgekehrt war.[277]Washington: Das Washington State Department of Health bestätigte die Gesamtzahl von 136 Fällen und 18 Todesfällen im Bundesstaat. Nach dieser Meldung wurde ein weiterer Todesfall aus dem Grant County berichtet.[278] Im Großraum Seattle wurde ein Mitarbeiter des Wohnzentrums Aegis Living Marymoor in Redmond positiv getestet. Er befand sich bereits seit 28. Februar in Isolation. In allen Wohnzentren von Aegis Living wurden Besuchsmöglichkeiten eingeschränkt.[279] Aus dem Kitsap County wurde der erste positiv getestete Fall gemeldet. Die betroffene Frau aus Bainbridge Island befand sich in Isolation.[280]9. MärzIn einem Tweet kommentierte der US-Präsident Trump die Lage in den Vereinigten Staaten wie folgt:“The Fake News Media and their partner, the Democrat Party, is doing everything within its semi-considerable power (it used to be greater!) to inflame the CoronaVirus situation, far beyond what the facts would warrant.”„Die Fake News Media und ihr Partner, die Demokratische Partei, tun alles in ihrer halb-bemerkenswerten (sie war schon mal größer) Macht stehende, um die CoronaVirus-Situation anzuheizen, weit über das hinaus, was die Fakten rechtfertigen.“– Donald Trump: von seinem Twitteraccount[281]Drei Mitglieder des Repräsentantenhauses, Paul Gosar aus Arizona, Matt Gaetz aus Florida und Doug Collins aus Georgia begaben sich in Quarantäne; sie hatten – ebenso wie der am Vortag gemeldete Fall des Texaners Ted Cruz – mit der infizierten Person auf der CPAC interagiert.[276][282]Ohio meldete die ersten Fälle, daneben gab es Vermutungen über Fälle aus Arkansas, Delaware, Montana und Wyoming. Aus dem Bundesstaat Washington wurden drei neue Todesfälle gemeldet, zusätzlich einer aus Kalifornien, so dass die Gesamtzahl an Todesfällen in den USA auf 26 anstieg.Indiana: Ein neuer Fall wurde aus dem Noble County gemeldet; es ist der vierte Fall aus dem Bundesstaat.[283]Iowa: Fünf neue Verdachtsfälle wurden gemeldet; Gouverneur Kim Reynolds rief den Notstand aus.[284]Kentucky: Gouverneur Andy Beshear bestätigte zwei neue Fälle, so dass die Fallzahl des Bundesstaates auf sechs stieg.[285]Kalifornien: Drei neue Fälle wurden aus dem Sacramento County gemeldet.[286] Aus dem Santa Clara County wurde ein Todesfall gemeldet; es war der zweite Todesfall in Kalifornien.[287][288] Aus San Francisco wurden fünf neue Fälle berichtet, von denen jeder einen Kontakt zu einem der bereits bekannten Fälle hatte. Alle betroffenen Personen waren in häuslicher Isolation. Die gesamte Fallzahl von San Francisco stieg damit auf 13.[289]Massachusetts: Es wurden 13 neue Verdachtsfälle gemeldet, womit die Gesamtzahl im Bundesstaat auf 41 Fälle stieg.[290] Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) kündigte an, alle großen Vorlesungen nur noch online abzuhalten.[291][292]Missouri: Aus dem St. Louis County wurde bekanntgegeben, dass der Vater und die jüngere Schwester des ersten Corona-Falles im Bundesstaat die angewiesene Selbstquarantäne verletzt hatten. In der Folge waren Schließungen und Desinfektionsaktionen in der Villa Duchesne und der John Burroughs School nötig.[293]New York: Bürgermeister Bill de Blasio meldete 16 bestätigte Fälle in der Stadt New York City.[294]North Carolina: Fünf neue Verdachtsfälle wurden aus dem Wake County gemeldet. Alle diese Fälle wurden mit einer Reise zu einer Konferenz in Boston im späten Februar in Verbindung gebracht. Die Gesamtzahl der Fälle aus dem Bundesstaat stieg damit auf sieben an.[295]Ohio: Gouverneur Mike DeWine berichtete von den ersten drei Fällen aus dem Bundesstaat Ohio, alle drei aus dem Cuyahoga County.[296] Die Ohio State University stellte den Lehrbetrieb bis mindestens 30. März auf Online-Formate um.[297]South Carolina: Ein weiterer Verdachtsfall wurde aus dem Bundesstaat gemeldet, womit die Gesamtzahl auf sieben anstieg.Washington: Das Washington State Department of Health berichtete 26 neue Fälle – wobei teilweise neue Countys betroffen waren – und drei neue Todesfälle.[298][299] Damit stieg die Zahl der Todesfälle im Bundesstaat Washington auf 22. Aus dem Life Care Center of Kirkland wurde berichtet, dass 31 der Patienten positiv getestet wurden;[300] später traten in Verbindung mit dem Life Care Center of Kirkland mehrere Todesfälle ein (zum 14. März 2020 waren es 25, bei insgesamt 37 Todesfällen im Bundesstaat[301]). Nach dem Auftreten eines positiv getesteten Falls wurden Schulen in Snohomish mit Wirkung ab dem 10. März geschlossen.[302]10. MärzIn einem Pressetermin beschrieb der US-Präsident Trump die Lage in den Vereinigten Staaten wie folgt:“And it hit the world. And we’re prepared, and we’re doing a great job with it. And it will go away. Just stay calm. It will go away.”„Und es traf die Welt. Und wir sind vorbereitet und machen einen großartigen Job. Und es wird verschwinden. Bleibt einfach ruhig. Es wird weggehen.“– Donald Trump: O-Ton[303]Aus den Bundesstaaten Michigan und South Dakota wurden erstmals Fälle gemeldet. Innerhalb des Staates New York wurde in New Rochelle eine erste teilabgeriegelte Zone mit einem Radius von einer Meile um eine Synagoge ausgerufen.[304] Zwei neue Todesfälle wurden aus dem Bundesstaat Washington gemeldet sowie jeweils ein neuer aus Kalifornien, New Jersey und South Dakota. In den gesamten USA stieg die Zahl der Todesfälle damit um 5 auf 31, davon 24 in Washington, 3 in Kalifornien, 2 in Florida, einer in New Jersey und einer in South Dakota.Kalifornien: Gouverneur Gavin Newsom meldete 24 neue Fälle, womit die Gesamtzahl im Bundesstaat auf 157 bestätigte Fälle anstieg.[305] Hier ausgewählte Details von einzelnen Countys: Aus dem Alameda County wurde der dritte bestätigte Fall berichtet; es handelte sich um den Lebensgefährten des zweiten Falls im County, der ein Passagier auf der Grand Princess war. Die betroffene Person begab sich in häusliche Quarantäne.[306] Aus San Francisco wurde ein neuer Fall berichtet; die betroffene Person stand in Kontakt mit einem bereits bestätigten Fall. Insgesamt sind es damit 14 Fälle in San Francisco sowie 89 in der größeren Bay Area.[307] Die Stadt San Francisco kündigte das Verbot größerer Veranstaltungen an.[308] Ein Bewohner einer Einrichtung für betreutes Wohnen in Elk Grove im Sacramento County wurde als auf das Virus zurückzuführender Todesfall bestätigt.[309] Aus dem Ventura County wurde der erste Fall gemeldet.[310]Massachusetts: Es wurden 50 neue Fälle gemeldet, womit im Bundesstaat die Gesamtzahl auf 92 Fälle anstieg.[311] Die Harvard University kündigte die Verlegung ihrer Lehrveranstaltungen auf Online-Formate für das restliche Frühlingssemester an.[312][313][314] Die University of Massachusetts Boston traf ähnliche Vorkehrungen für künftigen Online-Betrieb.[315] Ebenfalls stellte das Amherst College in Western Massachusetts den Lehrbetrieb auf online um,[316] und Emerson College, Tufts University, Babson College, Smith College sowie Wheaton College handelten analog.[317]Minnesota: Ein neuer Fall – der dritte des Bundesstaates – wurde aus dem Anoka County berichtet. Die betroffene Person mittleren Alters ist schwer erkrankt.[318]New York: Gouverneur Andrew Cuomo erklärte New Rochelle zu einer abgeriegelten Zone („containment zone“) für den Zeitraum vom 12. bis zum 25. März.[319]Ohio: Nachdem 19 Studenten der Mount Vernon Nazarene University aus Italien zurückgekehrt waren, kündigte die Universität an, ihre Lehrveranstaltungen auf Online-Formate umzustellen.[320]South Dakota: Aus dem Bundesstaat wurde die ersten fünf Fälle sowie ein Todesfall berichtet. Der Gestorbene wurde positiv getestet, allerdings ist COVID-19 als Todesursache bislang nicht nachgewiesen.[321]Utah: Ein neuer bestätigter Fall – der zweite im Bundesstaat – wurde aus dem Weber County berichtet.[322]Washington: Das Washington Department of Health berichtete 105 neue Fälle. Zwei weitere Todesfälle gab es im King County. Diese traten in zwei verschiedenen Pflegeheimen auf; die meisten bisherigen Todesfälle waren dagegen in einem anderen Pflegeheim, dem Pflegeheim des Life Care Center, aufgetreten. Insgesamt gab es damit im Bundesstaat 24 Todesfälle, von denen sich 22 im King County ereigneten.[323] Im Whatcom County wurde ein öffentlicher Gesundheitsnotstand erklärt, nachdem das County seinen ersten Fall berichtete. Die Patientin begab sich nach einer Behandlung am Krankenhaus von Bellingham in häusliche Isolation.[324] Auch aus dem Island County[325] sowie aus dem Skagit County[326] wurde ein erster Fall gemeldet.Wisconsin: Nachdem ein Mitarbeiter auf SARS-Cov-2 getestet wurde, kündigte die University of Wisconsin–Milwaukee an, Lehrveranstaltungen auf Onlinebetrieb umzustellen.[327]11. MärzDatei:President Trump will address the nation LIVE at 9-00 p.m. ET..webmTrump bei seiner Rede an die Nation im Weißen Haus am 11. MärzUS-Präsident Donald Trump erklärte bei einer Rede an die Nation im Weißen Haus: „Wir werden alle Reisen von Europa in die USA für die nächsten 30 Tage aussetzen.“ Die Maßnahme gelte außerdem nicht für Reisende aus Großbritannien. Als Begründung brachte Trump an, die EU habe nicht dieselben Schutzmaßnahmen wie sein Land ergriffen und Reisen aus China nach Europa nicht früh genug gestoppt. Viele Infektionen in den USA seien auf „Reisende aus Europa“ zurückzuführen; er sprach dabei von einem „ausländischen“ Virus. Später präzisierte das Heimatschutzministerium Trumps ungenaue Angaben „Europa“ und „EU“ in der entsprechende Proklamation, so gelte das Einreiseverbot für all jene Ausländer, die sich in den 14 Tagen vor ihrer Einreise in die USA in einem der 26 Schengen-Staaten befanden: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien und Ungarn. Die EU-Staaten, die Schengen nicht angehören, also Irland, Bulgarien, Kroatien, Rumänien und Zypern, waren nicht betroffen.[328][329] Die EU-Kommission missbilligte das von Trump verhängte Einreiseverbot für Europäer. Die Entscheidung sei „einseitig und ohne Beratung“ mit den Europäern getroffen worden, erklärten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel.[330]Die Zahl der bestätigten Coronafälle in den USA stieg an diesem Tag über 1.100.[331] Die Bundesstaaten Arkansas, Delaware, Mississippi, New Mexico, North Dakota und Wyoming berichteten ihre ersten Fälle. Viele weitere Universitäten und Colleges unterbrachen den Lehrbetrieb oder verlegten ihn auf reine Online-Formate. Der Gouverneur Jay Inslee von Washington ließ in drei Countys Versammlungen über 250 Personen untersagen; der Gouverneur Mike DeWine von Ohio verbot bundesstaatweit alle Versammlungen von über 1.000 Personen. Sechs neue Todesfälle wurden gemeldet, davon fünf aus Washington und einer aus Kalifornien. US-weit stieg die Zahl der Todesfälle damit auf 37 – davon 29 in Washington, 4 in Kalifornien, 2 in Florida sowie je einer in New Jersey und South Dakota.Nachdem die Weltgesundheitsorganisation COVID-19 zur Pandemie erklärt hatte, fielen die Kurse an der New Yorker Börse. Bis Handelsschluss fielen der Dow Jones Industrial Average um 785 Punkte (2,94 Prozent), der S&P 500 um 2,81 Prozent sowie der Nasdaq um 2,99 Prozent. Da der Dow Jones seit dem Höchststand im Februar mehr als 20 Prozent nachgegeben hatte, endete damit dessen 11-jähriger Bullenmarkt (für die anderen beiden Indizes wurde dieser bereits 2018 beendet).[332][333]Connecticut: Der dritte Fall des Bundesstaates wurde aus New Canaan gemeldet. Mehrere Städte kündigten Schulschließungen für mindestens zwei Wochen beginnend mit dem 12. März an.[334]Indiana: Fünf weitere Fälle wurden gemeldet, womit die Gesamtzahl des Bundesstaates auf elf anstieg.[335] Die University of Notre Dame kündigte den Wechsel der Lehrveranstaltungen auf reinen Onlinebetrieb bis mindestens zum 13. April an.[336]Kalifornien: Im Marin County wurden zwei neue Fälle gemeldet, womit die Gesamtzahl des Countys auf drei anstieg. Die beiden lebten mit dem ersten bestätigten Fall, der ein Passagier auf der Grand Princess war, zusammen. Sie befanden sich in häuslicher Isolation.[337] Aus dem Los Angeles County wurde ein Todesfall gemeldet. Die gestorbene Frau war viel auf Reisen, unter anderem auch in Südkorea. Die Gesamtzahl an Todesfällen in Kalifornien stieg damit auf vier.[338] Vom San Jose International Airport wurden drei positiv getestete Mitglieder der Transportation Security Administration (TSA) gemeldet.[339] Daraufhin wurden 42 TSA-Mitglieder unter Quarantäne gestellt.[340] Ein Mitglied der Feuerwehr von Alameda im Alameda County wurde positiv getestet und unter Quarantäne gestellt.[341]Maine: Die University of Maine in Orono kündigte den Umstieg des Lehrbetriebs auf reine Onlineformate ab 23. März für den Rest des Semesters an. Außerdem müssen alle am Campus wohnhaften Studenten den Campus bis 22. März verlassen.[342]Massachusetts: Mehrere Schulen, darunter die Hopkinton Public Schools, Loker Elementary, Wayland Middle School und die Clark Avenue Middle School, wurden geschlossen.[343] Die Northeastern University und die Boston University stellten den Lehrbetrieb auf Onlineformate um.[344][345] Das Williams College beendet seine Präsenzlehrveranstaltungen am 13. März und beginnt ab 6. April mit Fernkursen.[346] Das Boston College ging auf Online-Klassen über und forderte die Schüler auf, das Internat bis 15. März zu räumen.[347] Die University of Massachusetts hält den Lehrbetrieb bis mindestens zum 3. April online ab.[348]Minnesota: Zwei weitere Fälle wurden bestätigt, womit der Staat insgesamt auf fünf Fälle kommt.[349] Die University of Minnesota beendete den Präsenzlehrbetrieb bis mindestens zum 1. April.[350] An der Mayo Clinic in Rochester wurde ein „Drive-Through“-Testservice eingerichtet.[351]Missouri: Die Washington University in St. Louis stellte den Lehrbetrieb bis mindestens in den späten April auf Onlineformate um und schickte die Undergraduate-Studenten mit Wirkung zum 15. März nach Hause. Die University of Missouri ließ am Columbia-Campus zwei Tage Lehrbetrieb ausfallen und ordnete Onlinebetrieb für den 16. bis 20. März an.Mississippi: Aus dem Bundesstaat wurde der erste Fall gemeldet. Der betroffene Mann war vorher nach Florida verreist.[352]New Mexico: Die ersten drei Verdachtsfälle des Bundesstaates wurden gemeldet. Zwei davon waren ein Paar, das von einer Ägypten­reise zurückkehrte, der dritte Fall eine Frau, die im Großraum New York verreist war.[353]New York: Gouverneur Andrew Cuomo kündigte die Schließung der Schulen City University of New York (CUNY) und State University of New York (SUNY) für die Woche vom 12. bis zum 19. März an. Ab 19. März soll der Lehrbetrieb bis zum Ende des Frühlingssemesters nur noch online stattfinden. Internatsschüler können in Härtefällen noch bleiben.[354] Auf einem Flug mit JetBlue vom John F. Kennedy International Airport nach Florida zum PBI Airport in West Palm Beach befand sich ein positiv getesteter Mann mit Symptomen. Dennoch wurden in Florida alle Passagiere ohne Auflagen bezüglich Isolation oder Tests von Bord gelassen.[355] Ein Mann aus dem Monroe County wurde positiv getestet und war damit der erste Fall aus Western New York.[356] Wie verlautbart wurde, kam er mit einem Flug aus Italien an den John F. Kennedy International Airport, von wo aus er mit einem Greyhound-Bus nach Rochester fuhr und am Morgen des 10. März zuhause ankam. Der Bus setzte seine Fahrt nach Buffalo und Toronto fort.[357]Oklahoma: Nachdem der NBA-Spieler Rudy Gobert positiv getestet wurde, wurde das Spiel zwischen Utah Jazz und Oklahoma City Thunder in der Chesapeake Energy Arena in Oklahoma City abgesagt und verschoben. Die NBA gab bekannt, dass die Saison 2019/2020 ausgesetzt wird.South Dakota: Drei neue Verdachtsfälle wurden gemeldet, womit die Gesamtzahl im Bundesstaat auf acht stieg.[358]Washington: Fünf neue Todesfälle wurden berichtet, womit die Gesamtzahl des Bundesstaates auf 29 stieg.[359] Aus dem Thurston County wurde der erste bestätigte Fall gemeldet.[360]Wisconsin: Die University of Wisconsin–Green Bay kündigte den Umstieg des Lehrbetriebs auf Alternativen direkt ab dem Beginn nach der Frühlingspause im 23. März an.[361] Die University of Wisconsin–Madison hob den Präsenzlehrbetrieb für den 23. März bis zum 10. April auf.[362]12. MärzDie aktuelle Spielzeit der National Basketball Association wurde für unbestimmte Zeit unterbrochen.[363] Die meisten großen Sportligen, darunter die Major League Soccer (MLS), die NHL und die National Lacrosse League, kündigten die Aussetzung der noch laufenden Spielsaison an. Die XFL beendete ihre Saison vorzeitig; die Major League Baseball kündigte die Absage aller noch ausstehenden Trainingsspiele im Rahmen des spring training an und verschob den Start der neuen Saison MLB 2019. Die National Collegiate Athletic Association (NCAA) strich alle Winter-/Frühlingsturniere einschließlich der Basketballturniere 2020 NCAA Division I Men's Basketball Tournament (Männer) und 2020 NCAA Division I Women's Basketball Tournament (Frauen) sowie des Baseballturniers 2020 NCAA Division I Baseball Tournament und des Softballturniers 2020 NCAA Division I Softball Tournament.Rick Scott, Senator für Florida und Lindsey Graham, Senator für South Carolina begaben sich in Quarantäne, nachdem sich herausgestellt hatte, dass ein Mitarbeiter des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, der bei einem gemeinsamen Treffen anwesend war, positiv auf Corona getestet worden war. Auch Präsident Trump war bei dem Treffen anwesend, das Weiße Haus verneinte jedoch die Notwendigkeit, ihn zu testen.[364]Die Zahl der bestätigten Coronafälle in den USA stieg an diesem Tag über 1.500. Viele weitere Universitäten und Colleges gingen beim Lehrbetrieb auf reine Onlineformate über. Die Schließung öffentlicher Schulen wurde in Arkansas, Colorado, Connecticut, Kentucky, Maryland, Massachusetts, Michigan, New Mexico, Ohio, Utah, Virginia und Washington verkündet. Aus Georgia und Kansas wurde jeweils erstmals ein Todesfall berichtet; Washington verzeichnete zwei weitere Todesfälle. US-weit stieg die Zahl der Todesfälle damit auf 41 – davon 31 in Washington, 4 in Kalifornien, 2 in Florida sowie je einer in den Staaten Georgia, Kansas, New Jersey und South Dakota.Alabama: Obwohl noch kein registrierter Fall im Bundesstaat bekannt wurde, verlegten die University of Alabama und die Auburn University den Lehrbetrieb, der nach der Frühlingspause wieder aufgenommen wird, auf Fernkurse.[365][366]Alaska: Im nördlichsten US-Bundesstaat wurde der erste positive Fall bekanntgegeben.[367]Colorado: Erste Schulschließungen wurden verkündet. Ein Mitarbeiter an der University of Colorado Boulder wurde positiv getestet; insgesamt wurden im Bundesstaat 11 neue Fälle gemeldet.[368]Connecticut: Mehrere Schulschließungen wurden beginnend ab 13. März bis mindestens zum 27. März verkündet.[369]Delaware: Drei weitere Fälle, die in Verbindung mit der University of Delaware standen, wurden gemeldet. Daraufhin rief Gouverneur John C. Carney den Notstand aus.[370]Hawaii: Die University of Hawaii kündigte die Umstellung des Lehrbetriebs auf Onlineformate ab dem 23. März an.[371]Indiana: Ein neuer Fall wurde gemeldet, womit die Gesamtzahl im Bundesstaat auf 12 Fälle anstieg. Gouverneur Eric Holcomb kündigte Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus an.[372]Kalifornien: Vier neue Fälle wurden aus dem Alameda County berichtet, wovon zwei Fälle mit anderen Fällen in Verbindung gebracht werden konnten.[373] Ebenfalls vier neue Fälle wurden aus San Francisco berichtet, wo die gesamte Fallzahl damit auf 18 anstieg. Ein Fall stand in engem Kontakt mit einem bisherigen Fall, wogegen bei den anderen dreien der Ansteckungsweg nicht nachvollzogen werden konnte.[374] Vier Feuerwehrleute des San Jose Fire Department wurden positiv getestet, ebenso mehrere ihrer Familienmitglieder.[375]Maine: Gouverneurin Janet T. Mills berichtete den ersten bestätigten Fall im Bundesstaat, eine Frau aus dem Androscoggin County, die sich in häuslicher Quarantäne befand.[376]Massachusetts: Die Zahl der COVID-19-Fälle im Bundesstaat stieg auf 108. Davon waren 82 Personen Mitarbeiter des Biotechnologieunternehmens Biogen.[377] Das Hotel Boston Marriott Long Wharf, in dem vom 26. bis 28. Februar die Führungsveranstaltung von Biogen stattgefunden hatte, wurde bis auf Weiteres geschlossen. Die Entscheidung traf das Hotel in Absprache mit der Boston Public Health Commission.[378][379] Acton-Boxborough kündigte Schulschließungen vom 13. bis 20. März an.[380]Minnesota: Vier weitere Fälle wurden berichtet, womit der Bundesstaat auf neun Fälle insgesamt kommt.[381]New Mexico: Alle öffentlichen Schulen werden ab 16. März für drei Wochen geschlossen.[382]New York: Gouverneur Andrew Cuomo begrenzte Menschenansammlungen auf 500 Personen, Großveranstaltungen wurden auf 50 % Kapazität beschränkt. Die Theater am Broadway in Manhattan schlossen.[383]Zwei COVID-19-Fälle wurden aus dem Albany County gemeldet, woraufhin Bürgermeister Kathy Sheehan die jährliche St. Patrick's Day parade absagte.[384] Ein Mitarbeiter am Union College im Schenectady County wurde positiv getestet.[385]Ohio: Die Ohio State University beendet alle Präsenzlehrveranstaltungen für den Rest des Frühlingssemesters. Die Frühlingspause wird bis zum 22. März verlängert.[386] Gouverneur Mike DeWine kündigte eine Schulschließung für drei Wochen an und war damit der erste Staatsgouverneur, der eine staatsweite Schulschließung aufgrund des Coronavirus verkündet.[387][388]Washington: Die Zahl der offiziell bekannten Fälle im Bundesstaat stieg auf 447, davon 270 aus dem King County. Zwei neue Todesfälle wurden berichtet, so dass die Zahl der Todesfälle auf 29 anstieg, wovon 27 auf das King County entfielen.[389]13. MärzBis zum 13. März 2020 waren in den USA weniger als insgesamt 15.000 Menschen auf SARS-Cov-2 getestet worden, woraus sich rund 2.300 positive Testergebnisse ergaben.[390] Diese vergleichsweise niedrige Zahl an positiv auf Corona Getesteten lag nach Beobachtern daran, dass es an Tests fehlte. Vielen Menschen mit Krankheitssymptomen gelang es nicht, sich testen zu lassen. Präsident Trump rief den nationalen Notstand aus und erklärte, die Produktion von fünf Millionen Coronavirus-Tests sei angestrebt, die „sehr bald“ verfügbar sein würden.[391][392] Er gab seine Unterstützung für den Families First Coronavirus Act, ein weiteres Gesetzespaket zur Bekämpfung der Pandemie, bekannt, der in den vorherigen Tagen zwischen Demokraten im Repräsentantenhaus unter der Führung von Sprecherin Nancy Pelosi, Republikanern im Repräsentantenhaus unter der Führung von Minderheitsführer Kevin McCarthy und Finanzminister Steven Mnuchin ausgehandelt wurde. Trump rief seine Parteikollegen dazu auf, das Gesetz zu unterstützen.[393] Die Republikaner hatten im Vorfeld vor allem unnötige Bürokratie, die durch den Vorschlag der Demokraten entstehen werde, kritisiert.[394]Am gleichen Tag erweiterte Trump den am 11. März verhängten Einreisestopp auf Großbritannien und Irland.[395][396]Auch noch am gleichen Tag wurde Trump auf Corona getestet, nachdem er mit mehreren Personen in Kontakt war, die vom Virus betroffen waren.[397][398] (Fortsetzung 15. März)Die National Hockey League (NHL) rief Spieler zu einer freiwilligen Selbstquarantäne für mindestens eine Woche auf, um möglicherweise noch die Saison zu retten.[399]Die Zahl der Fälle in den USA stieg an diesem Tag über 2.100. Ein erster Todesfall wurde aus Colorado berichtet,[400] Florida und Kalifornien berichteten jeweils einen weiteren Todesfall und der Bundesstaat Washington sechs neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle auf 50 – davon 37 aus Washington, 5 aus Kalifornien, 3 aus Florida sowie je einer aus Colorado, Georgia, Kansas, New Jersey und South Dakota.Alabama: Der erste Fall des Bundesstaates wurde aus dem Montgomery County gemeldet.[401]Georgia: Gouverneur Brian Kemp rief den Gesundheitsnotstand in seinem Bundesstaat aus.[402]Idaho: Der erste Fall des Bundesstaates wurde gemeldet; die betroffene Frau war vorher nach New York gereist.[403]Illinois: Ab 17. März bis Ende März bleiben alle Schulen des Bundesstaates geschlossen.[404]Anzeigetafel der Steindorf Steam School in San JoseKalifornien: Aus dem San Joaquin County wurden fünf neue Fälle berichtet, womit die Fallzahl dieses Countys auf acht anstieg.[405] Der Schulbezirk von Los Angeles verfügte für seine 640.000 Schüler die Schließung aller öffentlichen Schulen ab Montag, dem 16. März für zunächst zwei Wochen. Das Erzbistum Los Angeles verfügte die Schließung der katholischen Privatschulen im Bistum für Dienstag, den 17. März.[406] Geschlossen wurden die Schulen in den fünf größten Schulbezirken des Bundesstaates, alle Schulen in den Countys Marin, Monterey, Sacramento, Santa Barbara, Santa Clara, Solano und dem Ventura County wurden ebenfalls geschlossen. Betroffen von diesen Schließungen waren über 2 Millionen Schüler.[406] Das San Joaquin County Department of Public Health erklärte den Gesundheitsnotstand und verfügte die Schließung aller Schulen bis zum 6. April.[407] Aus dem Santa Clara County wurden 13 neue Fälle berichtet, so dass die Gesamtzahl im County auf 79 stieg. Zudem wurde ein Todesfall berichtet; es handelte sich um eine mindestens 80-jährige Frau, die seit 9. März im Krankenhaus war.[408] In San Jose wurde ein weiterer TSA-Mitarbeiter am Mineta International Airport positiv getestet, ebenso zwei weitere Feuerwehrleute des San Jose Fire Department. 70 weitere Feuerwehrleute wurden unter Beobachtung gestellt.[408] Ein Student an der Stanford University wurde positiv getestet und begab sich in Selbstisolation.[409] Aus dem Los Angeles County wurden acht neue Fälle gemeldet.[410] Fünf weitere Fälle wurden aus dem San Diego County gemeldet.[411][412] Die Zahl der Fälle im Contra Costa County stieg auf 25 an.[413]Kentucky: Die ersten COVID-19-Patienten wurden als geheilt aus dem University of Kentucky Medical Center entlassen.[414]Massachusetts: Die Zahl der Fälle im Bundesstaat stieg auf 123.[415] Der Boston-Marathon wurde vom geplanten Termin 20. April auf dem 14. September 2020 verschoben.[416] Gouverneur Charlie Baker verbot Menschenansammlungen über 250 Personen.[417] Der Kardinal Seán Patrick O’Malley kündigte die Aufhebung aller Tages- und Sonntagsmessen in der Erzdiözese Boston an.[418] Der Bürgermeister von Boston, Marty Walsh, verkündete die Schließung der öffentlichen Schulen vom 17. März bis zum 27. April.[419]Minnesota: Fünf neue Fälle wurden berichtet, womit die Gesamtzahl im Bundesstaat auf 14 Fälle anstieg. Bis zu diesem Tag waren insgesamt 550 Personen in Minnesota getestet worden.[420] Gouverneur Tim Walz erklärte den Notstand und leitete weitere Maßnahmen ein.[421]Missouri: Zwei weitere Verdachtsfälle wurden berichtet, womit die Gesamtzahl auf vier Fälle im Bundesstaat anstieg. Das St. Louis County erklärte den Notstand.[422]New York: Aus dem Herkimer County wurde der erste bestätigte Fall gemeldet.[423] Noch am gleichen Tag wurde im County die Schließung aller öffentlichen Schulen bis zum 14. April verkündet.[423][424]Pennsylvania: Gouverneur Tom Wolf kündigte die Schließung aller Schulen für zehn Tage an.[425]Rhode Island: Sechs neue Fälle wurden gemeldet, so dass die Gesamtzahl im Bundesstaat auf 20 Fälle anstieg.[426]South Carolina: Gouverneur Henry McMaster erklärte den Notstand und verfügte die Schulschließung im Kershaw und im Lancaster County für 14 Tage.[427]South Dakota: Ein neuer Fall wurde aus dem McCook County gemeldet. Gouverneur Kristi Noem rief den Notstand im Bundesstaat aus. Alle Schulen bleiben vom 16. bis zum 20. März geschlossen.[428]Texas: Senator Ted Cruz verlängerte seine Quarantäne, nachdem bekannt wurde, dass der Vorsitzende der spanischen Partei Vox, Santiago Abascal, mit dem er sich am 3. März getroffen hatte, positiv auf Corona getestet wurde.[429]Washington: Gouverneur Jay Inslee verkündete die Schließung aller öffentlichen und privaten Schulen für sechs Wochen.[430]West Virginia: Noch war kein bestätigter Fall im Bundesstaat registriert worden; Gouverneur Jim Justice kündigte die Schließung aller Schulen ab 16. März für eine noch nicht festgelegte Zeitspanne an.[431]14. MärzUnter wachsendem Druck gab Präsident Trump bekannt, er habe sich wegen des Kontakts mit dem infizierten Mitarbeiter Bolsonaros am Vorabend testen lassen.[432] Der Families First Coronavirus Response Act, der von Nita Lowey gesponsert wurde, passierte mit 363 Ja‐Stimmen, 40 Nein‐Stimmen und einer Enthaltung das Repräsentantenhaus.[433] Einige Demokraten beklagten, dass die Verhandlungen um das Gesetz unordentlich verlaufen seien und kaum Zeit geblieben sei, den Text zu lesen, bevor abgestimmt wurde.[393]Die Zahl der gemeldeten Coronavirusfälle in den USA stieg an diesem Tag auf über 2.700 an. Es wurden sieben weitere Todesfälle berichtet, so dass die Gesamtzahl US-weit auf 57 stieg: Fünf wurden vom State Health Department bekanntgegeben, davon drei in Washington, einer in Florida und einer in Louisiana. Jeweils ein weiterer Todesfall wurde aus den Bundesstaaten New Jersey und New York in den Medien berichtet.Kalifornien: Aus dem Santa Clara County wurden 17 neue Fälle berichtet,[434] aus San Francisco fünf neue Fälle; in San Francisco wurden Krankenhausbesuche verboten.[435] Zwei neue Fälle wurden aus dem Marin County berichtet.[436] Ein Student an der University of California, Berkeley wurde positiv getestet und begab sich in Selbstisolation.[437] Einen Tag nach der Erklärung des Gesundheitsnotstandes wurde aus dem San Luis Obispo County der erste COVID-19-Fall gemeldet.[438] Aus dem Sonoma County wurde ein neuer Fall gemeldet,[439] aus dem Los Angeles County elf neue Fälle.Massachusetts: Es wurden 15 neue Fälle gemeldet; damit stieg im Bundesstaat die Gesamtzahl auf 138 Fälle, von denen 104 in Verbindung mit dem Biotechnologieunternehmen Biogen standen.[440]Minnesota: Durch sieben neu gemeldete Fälle stieg die Gesamtzahl im Bundesstaat auf 21. Bislang wurden 868 COVID-19-Tests durchgeführt.[441]New York: Es wurden 190 neue Fälle gemeldet, womit die Gesamtzahl im Bundesstaat auf 611 Fälle anstieg. Die ersten beiden Todesfälle wurden berichtet.[442][443]North Carolina: Die Zahl der Fälle stieg an diesem Tag auf mindestens 23. Gouverneur Roy Cooper verkündigte die Schließung der Schulen ab 16. März bis mindestens zum 30. März und untersagte Massenversammlungen ab 100 Personen.[444]Ohio: Gouverneur Mike DeWine und die Direktorin des Department of Health, Amy Acton, rieten ihren Bürgern an, nicht dringende Operationen zu verschieben.[445]Virginia: Gouverneur Ralph Northam meldete den ersten Todesfall in Virginia.[446]Karte der Staaten, Territorien und Countys, die eine Ausgangssperre verordnen:15. bis 21. März22. bis 28. März29. März bis 4. April5. bis 11. AprilDetaillierte Karte mit Städten15. MärzTrumps Test auf das Coronavirus zeigte ein negatives Ergebnis.[447] Der US-Präsident beschrieb die Lage in den Vereinigten Staaten wie folgt:“This is a very contagious virus. It’s incredible. But it’s something that we have tremendous control over.”„Dies ist ein sehr ansteckendes Virus. Es ist unglaublich. Aber wir haben eine enorme Kontrolle darüber.“– US-Präsident Donald Trump: O-Ton[448]Alabama: Das Alabama Department of Public Health meldete 22 neue Coronavirusfälle.[449]Arizona: Gouverneur Doug Ducey und Superintendent Kathy Hoffman orderten an, alle Schulen bis zum 27. März zu schließen.[450]Connecticut: Alle Schulen werden vom 16. März mindestens bis zum 31. März geschlossen.[451]Maine: Gouverneurin Janet T. Mills erklärte den Notstand. Es gab bislang 7 Coronafälle im Staat.[452]Minnesota: Gouverneur Tim Walz verfügte die Schließung aller Schulen vom 18. März mindestens bis zum 27. März. Während der Schulschließung werden Mahlzeiten und psychologische Unterstützung weiterhin zur Verfügung gestellt, wo Bedarf besteht.[453] Schulen bleiben für Kinder im Grundschulalter, deren Eltern in Kranken-, Pflege- oder andern Notfallberufen arbeiten, weiter geöffnet.[454] Der Staat bestätigte, dass es nunmehr 35 Fälle gebe, von denen wenigstens drei innerhalb des Staates von Person zu Person übertragen wurden.North Carolina: Das Mecklenburg County, in dem sich auch die Hauptstadt Charlotte befindet, rief den Notstand aus, nachdem zwei weitere Krankenfälle gemeldet wurden, womit die Gesamtzahl im Mecklenburg County auf 4 anstieg. Insgesamt waren bis zum 15. März in North Carolina 33 an COVID-19 erkrankte Personen bekannt geworden.[455]New York: New York City vermeldete eine Gesamtzahl von 329 Coronafällen und fünf Todesfälle. Nach zunehmender Kritik verkündete New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio, dass die öffentlichen Schulen der Stadt ab Montag, den 16. März geschlossen werden. Die Schließung wurde vorläufig bis zum 20. April beschlossen, kann aber möglicherweise bis zu Ende des Schuljahres verlängert werden.[456] Mit 1.722 Schulen, etwa 1.100.000 Schülern und 75.000 Lehrern ist das New York City Department of Education das größte Schulsystem des Landes. Restaurants und Bars schließen ab Dienstag, den 17. März ihre Türen, dürfen aber weiterhin Essen für Lieferungen und Selbstabholer zubereiten.[457]South Carolina: Die Zahl der positiv Getesteten erhöhte sich um 9 auf insgesamt 28 Fälle.[458] Gouverneur Henry McMaster verkündete, dass die Schulen im Staat ab dem 16. März geschlossen bleiben.[459] Die Stadt Myrtle Beach rief den Notstand aus und schloss öffentliche Einrichtungen.[460]Ein Schild vor einem Gebäude der freiwilligen Feuerwehr in Williamsport (Pennsylvania) mit dem Aufruf, sicherheitshalber zu Hause zu bleiben.16. MärzDer US-Präsident beschrieb die Lage in den Vereinigten Staaten wie folgt:“If you’re talking about the virus, no, that’s not under control for any place in the world.”„Wenn Sie über das Virus sprechen, nein, das ist für keinen Ort auf der Welt unter Kontrolle.“– US-Präsident Donald Trump: O-Ton[448]Er verkündete Richtlinien für soziales Verhalten. Amerikaner sollten Ansammlungen von zehn oder mehr Personen vermeiden. Man solle nicht auswärts essen und Besuche etwa in Altersheimen oder Krankenhäusern unterlassen. Trump erklärte, das Einzige, was man tun könne, sei, durch die Krise durchzugehen. Aber wenn das Virus verschwunden sei, dann werde es Börsen geben wie nie zuvor.[461]Um die noch immer unzureichenden Testkapazitäten in den Vereinigten Staaten zu erhöhen, erlaubte die Food and Drug Administration auch nicht geprüfte und getestete Antikörpertests. Viele dieser Tests sollten sich später als fehlerhaft erweisen; insbesondere falsch positive Testergebnisse waren problematisch.[462] Hersteller mussten lediglich die FDA informieren, und Verbraucher darauf hinweisen, dass Tests nicht vor Ansteckungen schützen. Bis April war der Markt mit derartigen Produkten sehr unterschiedlicher Qualität überflutet. Bis Ende April sollten 164 Hersteller die FDA über die Herstellung von Tests informiert haben. Aber bereits Mitte April sollten in der Verwaltung Zweifel an der Testqualität bestehen.[463]Die Börsen erlebten einen der schlimmsten Tage der Börsengeschichte. Der Handel musste zunächst unterbrochen werden, nachdem der Dow Jones 9,7 % und der S&P 500 mehr als 8 % nachgegeben hatte.[464] Der Dow Jones Industrial Average fiel zum Ende des Handelstages um 2.997,20 Punkte oder 13 % und schloss mit 20.188,52. Es war der größte prozentuale Kurssturz des Dow seit dem Schwarzen Montag 1987.[465] Der S&P 500 fiel bis zum Ende des Handelstages um 11,99 % und der Nasdaq gab 12,32 % nach.[464]Kalifornien: San Francisco und fünf umliegende Countys wurden die ersten amerikanischen Bezirke, die eine Ausgangssperre verordnen. Bürger wurden angewiesen, ihren derzeitigen Aufenthaltsort nur noch zu verlassen, um „unverzichtbare Bedürfnisse“ zu befriedigen. Supermärkte und andere Lebensmittelhändler, Apotheken und Tankstellen blieben geöffnet und auch die städtische Versorgung beispielsweise durch die Müllabfuhr wurde weiterhin gewährleistet.[466] Mehr als ein Drittel der 335 Coronafälle in Kalifornien wurden aus dem Santa Clara County gemeldet, in dem sich auch das Technologiemekka Silicon Valley befindet. San Francisco vermeldete bis dato 40 Infizierte.17. MärzDie US-Regierung kündigt an, die Grenze zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten außer für den Waren- und Berufsverkehr zu schließen.[467] Der US-Präsident kommentiere die Lage im Umgang mit dem Virus wie folgt:“I’ve always known this is a, this is a real, this is a pandemic … I’ve felt that it was a pandemic long before it was called a pandemic.”„Ich habe immer gewusst, dass es eine echte Pandemie ist ... Ich hatte das Gefühl, dass es eine Pandemie war, lange bevor sie als Pandemie bezeichnet wurde.“– US-Präsident Donald Trump: O-Ton[448]Der Families First Coronavirus Response Act wurde vom Senat unverändert mit 90 zu 8 Stimmen verabschiedet, nachdem drei Änderungsanträge die nötige Mehrheit verfehlten. Noch am selben Tag unterschrieb Donald Trump das Gesetz, das 100 Milliarden Dollar zur Unterstützung der amerikanischen Arbeitnehmer bereitstellt.[468]Colorado: Colorados Senator Cory Gardner begab sich in Quarantäne. Er hatte sich zuvor mit einem Bewohner seines Bundesstaats getroffen, der später positiv auf das Virus getestet wurde.[469]Kalifornien: Mehrere Bürgermeister ordneten eine Ausgangssperre (shelter in place) an.[470]West Virginia: Gouverneur Jim Justice meldete den ersten Fall eines positiven Coronatests im Bundesstaat.[471] Der betroffene 55-jährige Mann hatte sich am 12. März mit Symptomen in ein Krankenhaus begeben und war dort getestet worden.[472]18. MärzColorado: Gouverneur Jared Polis erließ eine Executive Order und schloss die Schulen in Colorado. Gleichzeitig untersagte er Personenansammlungen von über 10 Personen. Das schloss auch Gottesdienste, Sportveranstaltungen und Konzerte ein.[473]Washington: Von 120 Bewohnern des Life Care Center in Kirkland wurden bis zu diesem Tag mindestens 81 positiv auf Corona getestet, und 34 Bewohner waren inzwischen verstorben.[474]19. MärzDer für Juni in Camp David geplante G7-Gipfel 2020 wurde in eine Videokonferenz umgewandelt.[475]Der 405 Freeway in Los Angeles während der Stay-at-Home-Anordnung. Normalerweise eine der meistbefahrenen Autobahnen der Welt.Kalifornien: Der Gouverneur ordnet eine Stay-at-Home-Order an. Unternehmen, die Unterhaltung anbieten wie Kinos, und Fitnessstudios haben zu schließen. Restaurants dürfen kein Essen im Restaurant mehr anbieten. Lebensmittelhandel und Anbieter medizinischer Produkte wurden ausgenommen. Soziale Distanzierung wird angeordnet. Auf eine Durchsetzung der Anordnung wurde zunächst noch verzichtet. Zu diesem Zeitpunkt waren in Kalifornien 675 Coronafälle bekannt und 24 Tote registriert.[470] Es war eine der ersten vergleichbaren Anordnung für einen ganzen Bundesstaat. Etwa die Hälfte der kalifornischen Bevölkerung stand aber bereits unter vergleichbaren Anordnungen lokaler Behörden.[476]20. MärzDer kommissarische Leiter des Ministeriums für Innere Sicherheit Chad Wolf erklärte bei einer Pressekonferenz des Präsidenten, dass die Vereinigten Staaten Prozesse an den Landgrenzen beschleunigt habe. Alle Personen ohne einen Anspruch sich in den USA aufzuhalten, würden nun abgewiesen und umgehend nach Kanada beziehungsweise Mexiko zurückgesandt. Das schloss Asylbewerber ein.[477]Die Pressesprecherin von Vizepräsident Mike Pence teilte am Nachmittag mit, dass ein Mitglied des Stabs des Vizepräsident positiv auf Corona getestet worden sei. Die Person soll keinen direkten Kontakt mit Pence gehabt haben. Es wurde überlegt, ob Sicherheitsvorkehrungen eingeführt werden sollen.[478]Der Millennium Park in Chicago nach der Schließung.Illinois: Der Gouverneur ordnete mit einer Stay-at-Home Order die Schließung aller nicht-essentiellen Geschäftstätigkeiten an. Die Anordnung wurde bis zum 7. April datiert. Die Stadt Chicago schloss außerdem Bibliotheken und Parks.[479]21. MärzHawaii: Gouverneur David Ige ordnete an, dass jedermann, der nach Hawaii kam, sich für 14 Tage in Quarantäne begeben musste. Der Tourismus als wichtigster Wirtschaftszweig brach zusammen. Mit der Folge einer ungefähr doppelt so hohen Arbeitslosenquote wie dem Durchschnitt der USA. Die Regelung schütze Hawaii aber auch sehr wirksam.[480]22. MärzAls erster Senator wurde Rand Paul aus Kentucky positiv auf Corona getestet; er sei jedoch asymptomatisch und nur aus Vorsicht getestet worden.[481] Die Senatoren aus Utah, Mitt Romney und Mike Lee, begaben sich daraufhin ebenfalls in Quarantäne, da sie Kontakt zu ihm hatten.[482] Mehrere Senatoren kritisierten Rand Paul dafür, die Turnhalle und das Schwimmbecken des Senats genutzt zu haben, während er noch auf das Resultat des Tests wartete.[483]23. MärzNew York: Andrew Cuomo unterzeichnete als Gouverneur von New York eine Executive Order, nach der medizinisches Personal und Ärzte von der Haftung für Behandlungsfehler bei COVID-19-Fällen freigestellt wurden, soweit nicht grob fahrlässig gehandelt wurde. Hierdurch sollten pensionierte Ärzte und Krankenschwestern ermutigt werden zur Coronabekämpfung wieder aktiv zu werden. Die Gesetzgebung übernahm die Regelung Anfang April 2020.[484]24. MärzNew York: Der Bundesstaat hatte mit 25.665 positiven Coronatests mehr als die Hälfte aller Fälle in den Vereinigten Staaten. Der Gouverneur des Bundesstaates Andrew Cuomo appellierte in einer Fernsehansprache eindringlich an das amerikanische Volk, die Ereignisse in seinem Bundesstaat ernst zu nehmen und seinem Bundesstaat zu helfen. New York sei nur eine Art „Testfall“, wie es in den gesamten Vereinigten Staaten in den kommenden drei bis vier Wochen aussehen könne. Was sich in New York ereigne, werde sich in vielen Orten der Vereinigten Staaten ereignen. Unter Bezugnahme auf Äußerungen von Präsident Trump, dass Ausgangssperren für die Wirtschaft schädlich seien, erklärte Cuomo, dass die Amerikaner die Wahl zwischen der Bewahrung menschlichen Lebens und der Ankurbelung der Wirtschaft hätten und dass die Priorität auf der Rettung menschlichen Lebens liegen müsse. In weiteren Äußerungen erklärte der Gouverneur, dass die US-Bundesregierung auf sein Bitten hin lediglich 400 Beatmungsmaschinen zur Verfügung gestellt habe. Sein Bundesstaat verfüge über 7000 Beatmungsmaschinen, benötige aber mindestens 30.000. Im ungünstigsten Fall, so Cuomo, werde die schnelle Zunahme der Infektionen das Gesundheitssystem New Yorks lahmlegen und es würden bis zu 140.000 Krankenhausbetten benötigt.[485]26. MärzMit 81.321 festgestellten COVID-19-Fällen hatten die Vereinigten Staaten erstmals mehr erfasste Fälle als jedes andere Land. Es waren über tausend Todesopfer zu beklagen.[486]Hawaii: Eine Anordnung des Gouverneurs trat in Kraft, dass Touristen, die nach Hawaii flogen, sich für 14 Tage in ihren Hotelzimmern in Selbstquarantäne begeben mussten.[487]27. MärzNachdem der CARES Act im US-Repräsentantenhaus angenommen worden war, unterzeichnete Trump dieses Gesetz. Der CARES Act setzte $ 2 Billionen an finanziellen Hilfen für die Wirtschaft frei. So sollte jeder Einwohner einen Stimulus-Scheck erhalten, Darlehen für vor allem kleinere Unternehmen waren vorgesehen, das Krankenversicherungssystem erhielt zusätzliche Mittel, Arbeitslosenunterstützung wurde ausgebaut für die Krise.[488]Präsident Trump ordnete auf Basis des Defense Production Act of 1950 an, dass General Motors Atemgeräte zu produzieren hat.[489]Im Gesundheitsministerium wurde im Rahmen von Vertragsverhandlungen mit Johnson & Johnson über Impfstofflieferungen eine Untersuchung der Vorzüge begonnen. Dies war der Beginn eines internen Prozesses, der zur Initiative Manhattan Project 2 (MP2) führte. MP2 wurde der Grundstein für die Operation Warp Speed der Regierung zur Corona-Impfstoffauslieferung.[490]Rhode Island: Gina Raimondo, die Gouverneurin von Rhode Island, unterschrieb eine Verordnung, nach der Menschen, die aus New York einreisen, in eine polizeilich überwachte, vierzehntägige Quarantäne müssen.[491]28. MärzIn der Woche bis zum 28. März meldeten sich 6,6 Millionen Personen laut dem Arbeitsministerium in den Vereinigten Staaten arbeitslos. Mit den Arbeitslosen der Vorwoche addierte sich dies zu fast 10 Millionen Arbeitslosen. Die Arbeitslosenquote betrug damit am 28. März 9,5 %. Die Arbeitslosigkeit hatte sich damit um 3000 % im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie vervielfacht.[492]29. MärzAnthony Fauci, der Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases, hielt aufgrund der bisherigen Entwicklungen Millionen Infizierte und „zwischen 100.000 und 200.000 Tote“ in den Vereinigten Staaten für möglich, betonte allerdings, dass sichere Voraussagen nicht möglich sind.[493]Rhode Island: Nachdem New Yorks Gouverneur Cuomo ihr mit einer Klage drohte, erweiterte die Gouverneurin von Rhode Island die Einreisebeschränkungen auf alle Bundesstaaten.[494]Texas: Der texanische Gouverneur Greg Abbott verfügte, dass alle Einreisenden aus dem besonders stark vom Virus betroffenen Louisiana sich zwei Wochen Quarantäne unterziehen müssen.[495]30. MärzEntgegen seinem ursprünglichen Wunsch, das Land wieder zum 12. April 2020 oder Ostern zu öffnen, verlängerte Trump die Richtlinien für soziales Distanzieren bis Ende April. Er erklärte, dass seine Regierung Testmöglichkeiten erweitert hätte. Testen sei wichtig, um das Virus zu bekämpfen, und er behauptete, dass die Vereinigten Staaten mehr testen würden als irgendein Land der Welt. Die Bundesregierung würde auch Schutzkleidung zur Verfügung stellen. Er fragte aber, warum besonders N95-Schutzmasken knapp seien. Er unterstellte, sie verschwänden durch die Hintertür. Bezüglich Beatmungsgeräten hielt er es für möglich, dass Krankenhäuser sie horten würden. Die Regierung halte 10.000 als Reserve zurück.[496]Der Kommandeur des Flugzeugträgers USS Theodore Roosevelt verfasste ein Schreiben an Vorgesetzte und Angehörige des Pentagons und sandte es per E-Mail. Er berichtete über einen COVID-19-Ausbruch unter den etwa 4.000 Besatzungsmitgliedern und schlug vor, das Schiff für zwei Wochen in Guam zu räumen und die Besatzung unter Quarantäne zu setzen. Die ersten drei positiven Tests waren vom 24. März. Als der Flugzeugträger am 27. März Guam erreichte, waren bereits 25 Besatzungsmitglieder positiv getestet worden. Das Schreiben wurde am folgenden Tag im San Francisco Chronicle nach einem Leak veröffentlicht.[497]31. MärzDie US-Regierung entschied, die Krankenversicherungsmärkte für Obamacare nicht für Amerikaner zum Wechsel bei Versicherungen während der Pandemie zu eröffnen.[498]April 2020Die USS Theodore Roosevelt im Oktober 2019Die Vereinigten Staaten nahmen im April erstmals den Platz mit den meisten Todesopfern weltweit ein und sollten diese Position in der Folge weiter halten.[499]Im Laufe des April kam es im Einzelhandel der USA durch die Ausgangssperren und sonstigem Rückgang der Kauflust während der Pandemie zu Rekord-Umsatzeinbrüchen um 16,4 %. Ausnahme war lediglich der Onlinehandel.[500] Nach Mitteilung des U.S. Bureau of Economic Analysis stieg die Sparquote im April auf 33 %; es war der höchste Wert, den diese Behörde seit Beginn der Kennzahlverfolgung in den 1960er Jahren ermittelt hatte. Noch im März betrug die Sparquote lediglich 12,7 %.[501]1. AprilNachdem auf dem Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt mehrere Infektionsfälle bekannt geworden waren, wurde die Besatzung reduziert. Von ihr soll letztendlich während der Pandemie weniger als 1/3 der 4800 Personen Besatzung an Bord gelassen werden.[502]Anthony Fauci, der führende Mediziner der Regierung für Infektionskrankheiten, gab ein Interview. Er prognostizierte, dass COVID-19 100.000 bis 240.000 Todesopfer in den Vereinigten Staaten verursachen könnte. Man könne dem durch konsequente soziale Distanzierung entgegenwirken und so die Zahlen reduzieren. Vom allgemeinen Tragen von Gesichtsmasken riet Fauci ab. Masken würden vor allem benötigt von im Gesundheitswesen Tätigen und für Infizierte. Man wolle nicht, dass diesen Masken vorenthalten würden.[503] Die Prognose wurde im November 2020 übertroffen, als die Vereinigten Staaten am 18. November mehr als 250.000 Corona-Tote verzeichneten.[504]Zelt-Krankenhaus im Central ParkNew York: Im Central Park nahm ein in Zelten untergebrachtes Feldlazarett mit 68 Betten, einschließlich 10 Betten für Intensivpflege den Betrieb auf. Das Zelt-Krankenhaus lag nahe der 5th Avenue und wurde von der christlichen Hilfsorganisation Samaritan's Purse errichtet.[505] Die Organisation wird geleitet von Franklin Graham.[506] (Fortsetzung siehe 4. Mai)Es traf eine russische Lieferung für New York ein. Von russischer Seite wurde die Lieferung als humanitäre Hilfe bezeichnet. Die Lieferung umfasste unter anderem 45 Beatmungsmaschinen russischer Bauart, Ausrüstung wie Handschuhe, und militärische Gasmasken. Die Lieferung war zur Hälfte durch den Russian Direct Investment Fund (RDIF) finanziert, die andere Hälfte der Kosten (660.000 $) trug die amerikanische Regierung. RDIF unterliegt US-Sanktionen in der Folge der Krimkrise. Die Beatmungsgeräte erwiesen sich wegen der unterschiedlichen elektrischen Spannung in den Stromnetzen Russlands und Amerikas als unbrauchbar.[507] Eingeleitet worden war die Lieferung durch direkte Kontakte von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner zum Leiter des RDIF.[508]2. AprilAuf Vorwürfe, dass die Bundesstaaten gezwungen seien, gegen die Bundesregierung und gegeneinander zu bieten, um dringend benötigte medizinische Ausrüstung zu erhalten, erwiderte Trump. Er erklärte, dass die Bundesstaaten selbst ihre Lager füllen müssten; die Bundesregierung sei nur zur Unterstützung da.[509] Auch Trumps Schwiegersohn Jared Kushner betonte in derselben Pressekonferenz, dass die nationalen Lager nicht für die Bundesstaaten da seien, es seien die Bestände der Bundesregierung. Die Staaten hätten eigene Lager, die Bundesregierung sei nur Hilfe. Er wurde auf die gegenteilige Darstellung auf der Website der Bundesregierung angesprochen. Die Website wurde am folgenden Tag geändert.[510]Die für den 13. bis 16. Juli 2020 in Milwaukee geplante Democratic National Convention 2020 zur offiziellen Wahl des demokratischen Präsidentschaftskandidaten wurde auf den 17. August verlegt. Die demokratische Parteiversammlung fand damit nur eine Woche vor dem geplanten Termin der Republican National Convention statt.[511]3. AprilStrukturformel von Hydroxychloroquin.In der täglichen Pressekonferenz behauptete Trump, dass Bundesstaaten ohne Ausgangsbeschränkungen nicht in Gefahr von der Pandemie seien. Er überlasse es trotz Forderungen nach einer bundesweiten Ausgangssperre den Gouverneuren, tätig zu werden. Die überwiegend republikanisch regierten Staaten Missouri, South Carolina, Utah, Iowa, Arkansas, Nebraska, North Dakota, South Dakota, und Wyoming hatten zu diesem Zeitpunkt keine Ausgangsbeschränkungen.[512][513] Donald Trump erklärte ferner, dass niemand die Pandemie hätte vorhersehen können. Auf Nachfrage des Reporters Jim Acosta über Vorhersagen Trumps in Februar, dass das Virus im April verschwinden würde, erklärte Trump, er habe kein Datum genannt. Das Virus sei aber dabei zu verschwinden. Er lobte weiterhin die gegen Malaria eingesetzten Arzneien Chloroquin und Hydroxychloroquin. Insbesondere Hydroxychloroquin würde gute Ergebnisse zeigen. Auf Nachfrage eines Journalisten nach Aussagen seines Schwiegersohnes, dass die nationalen Lager „unsere“ Lager seien, erklärte der Präsident, die Bundesregierung werde medizinische Ausrüstung an die Staaten liefern.[512]4. AprilAn diesem Tag wurden 27.867 neue Coronafälle gemeldet, womit die Vereinigten Staaten insgesamt 305.820 Coronafälle registrierten. Es wurden 1.139 neue Todesfälle gemeldet, so dass die Gesamtzahl der Todesfälle mit Corona auf 8.291 anstieg.[514] Außer den acht republikanisch regierten Bundesstaaten Arkansas, Iowa, Nebraska, North Dakota, South Carolina, South Dakota, Utah und Wyoming hatten alle Bundesstaaten zu diesem Zeitpunkt Ausgangsbeschränkungen verhängt.[515]In der täglichen Pressekonferenz erklärte US-Präsident Trump, dass die härteste Woche bisher bevorstehen würde. Es würde leider zu vielen Toten kommen. Er drückte auch seine Meinung aus, dass die Maßnahmen der Wirtschaft schaden würden und dass dies nicht zugelassen werden könne. Die Medizin dürfe nicht schlimmer sein als die Krankheit. Das Land müsse sich bald wieder öffnen. Er fände es schade, dass kein Ostergottesdienst stattfinden könne.[516] Anthony Fauci betonte demgegenüber, dass die getroffenen Maßnahmen Wirkung zeigen würden. Deborah Birx sagte, dass die derzeitigen Hotspots New York, Houston und New Orleans nach offizieller Einschätzung den Höhepunkt in sechs bis sieben Tagen erreichen würden. Die kommenden zwei Wochen würden entscheidend sein, es sei nicht die Zeit für Einkäufe oder Besuche. Trump lobte abermals Hydroxychloroquin.[516]5. AprilAm Sonntagvormittag teilte der Surgeon General Jerome Adams mit, dass die folgende Woche als Pearl-Harbor- oder 9/11-Moment betrachtet werden könne. Es würde hart werden, aber es würde auch Licht am Ende des Tunnels geben.[517] In der nachmittäglichen Corona-Task-Force-Pressekonferenz erklärt Trump, es würde nun Licht am Ende des Tunnels bestehen. In nicht allzu ferner Zukunft würden alle stolz sein auf die hervorragende Arbeit seiner Regierung.[518]6. AprilNachdem Donald Trump auf einer Pressekonferenz und in einem Tweet vom 21. März,[519] ferner am 5. April 2020 hohe Erwartungen an den Einsatz des Malariamittels Hydroxychloroquin zur Behandlung von COVID-19 geäußert hatte, nährte ein Artikel der New York Times vom 6. April 2020 Spekulationen, wonach Trump durch die Befürwortung dieses Mittels ein finanzielles Interesse verfolgen könnte.[520] Trumps Investitionen in den französischen Pharmakonzern Sanofi, der ein Hydroxychloroquin-Produkt unter dem Namen Plaquénil verkauft, wurden in der Folge aber als geringfügig bewertet.[521][522]Wisconcin: Der US Supreme Court hob eine Entscheidung des 7th U.S. Circuit Court of Appeals als Berufungsgerichts auf. Das Berufungsgericht hatte eine Executive Order des Gouverneurs von Wisconsin Tony Evers zur Verlängerung der Frist für Briefwahlen in den Vorwahlen bestätigt. Der Gouverneur hatte diese Frist wegen der Gefahren für die Wähler durch COVID-19 verlängert, nachdem er das Parlament nicht von einer Verschiebung in den Mai überzeugen konnte. Der Supreme Court entschied, dass eine solche Verlängerung die Wahl grundlegend ändere und daher unzulässig sei.[523]7. AprilWisconsin: Es fanden Vorwahlen in Wisconsin statt. Gouverneur Tony Evers hatte versucht, diese wegen der Pandemie auf Juni zu verschieben und Briefwahlmöglichkeiten auszuweiten. Republikaner hatten hiergegen geklagt und waren in zwei am Vortag gefällten Gerichtsentscheidungen erfolgreich gewesen.[524] Joe Biden gewann die Vorwahlen der Demokraten mit 62,9 %, Trump die der Republikaner mit 98,2 %.[525] Die gleichzeitig stattgefundene Wahl eines Richters am Wisconsin Supreme Court konnte die demokratische Kandidatin Jill Karofsky über den republikanischen Kandidaten für sich entscheiden. Beobachter führten dies zum einen auf eine hohe Wahlbeteiligung zurück. Diese war angefeuert worden durch den Eindruck, dass die Republikaner Wähler abschrecken wollten. Zum zweiten war eine wichtige Wählergruppe der Republikaner, ältere Wähler, wegen Gesundheitsbedenken in geringerer Zahl zur Wahl erschienen.[526]9. AprilNew York: Bis zu diesem Tag wurden 159.937 Coronafälle im Bundesstaat New York registriert. Damit übertraf New York zu diesem Zeitpunkt die – nach den USA – weltweit meistbetroffenen Staaten Spanien (153.000 Fälle) und Italien (143.000 Fälle). Die Zahl der Todesfälle mit Corona in New York lag mit etwa 7.000 zu diesem Zeitpunkt dagegen deutlich unter den entsprechenden Zahlen für Spanien (15.000) und Italien (18.000). In New York wurde die Massengrabstätte auf Hart Island mit der Aushebung von weiteren Massengräbern auf die eventuelle planmäßige Nutzung im weiteren Verlauf der Pandemie vorbereitet.[527][528]10. AprilDer US-Präsident kommentierte bei einem Briefing im Weißen Haus die Lage bezüglich der Pandemie in den USA:“I'm pretty sure we're at the top of the hill and no we're going downward. In some cases, we've already started that process.”„Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir oben auf dem Hügel sind und nein, wir gehen nach unten. In einigen Fällen haben wir diesen Prozess bereits gestartet.“– Donald Trump[529]Connecticut: Mit der Tagesmeldung von 754 Neufällen überschritt die aufgelaufene Zahl von 10.538 positiv auf Corona Getesteten in Connecticut die Schwelle von 10.000. Es wurden 68 neue Todesfälle gemeldet, womit die aufgelaufene Zahl auf 448 Todesfälle anstieg. Die Zahl der Hospitalisierungen war seit etwa einer Woche stabil und betrug 1562 Patienten.[530]Michigan: Der Staat setzte auf Anordnung von Gouverneurin Gretchen Whitmer die Flaggen Michigans und die US-Flaggen auf halbmast, um Trauer für die COVID-19-Opfer in Michigan zu zeigen. Michigan verzeichnete bis zu dem Zeitpunkt 22.783 Coronafälle und 1281 Todesfälle.[531]11. AprilLouisiana: Der Bundesstaat meldete 761 Neufälle an positiv Getesteten, wodurch die Gesamtzahl mit 20.014 die Schwelle von 20.000 Fällen überschritt. Gleichzeitig kamen 51 Todesfälle mit Corona hinzu, so dass die Gesamtzahl auf 806 Todesfälle anstieg. Zudem wurden 2.067 Hospitalisierungen gemeldet.[532]12. AprilDie Vereinigten Staaten lösten Italien als Land mit den meisten gemeldeten Todesfällen ab, 20.608 Menschen waren zu diesem Zeitpunkt in den Vereinigten Staaten gestorben.[533]South Dakota: Die Großschlachterei des Unternehmens Smithfield Foods in Sioux Falls schloss. Etwa 240 Beschäftigte der Schlachterei wurden positiv getestet. Das waren zu dem Zeitpunkt über die Hälfte aller im Bundesstaat gemeldeten Neufälle. Etwa 5 Prozent des Vereinigten Staaten produzierten Schweinefleisches kam von dieser Großschlachterei.[534]13. AprilIn der täglichen Pressekonferenz zeigte der Präsident ein Video, das die Reaktion der Regierung in günstigem Licht zeigte. Als er wegen des Zeitablaufs kritisch von Journalisten befragt wurde, beschwerte er sich über die negative Darstellung in den Medien. Schließlich nahm er für den Präsidenten in Anspruch, totale Autorität zu haben, über die Wiederöffnung des Landes zu entscheiden.[535]14. AprilDonald Trump nahm die Behauptung vom Vortag zurück, dass er totale Kontrolle über die Wiederöffnung habe. Er erklärte, jeder Gouverneur würde den Plan für die Öffnung seines Staates erstellen und ihm vorlegen. Er habe diesbezüglich aber noch nicht mit den Gouverneuren gesprochen. Aber letztlich würde jeder Bundesstaat selbst entscheiden. Er sagte, dass 20 Staaten bereit seien, die Beschränkungen wegen der Pandemie zurückzuschrauben. Die Regierung werde Richtlinien erstellen. Er werde ein Komitee zur Wiedereröffnung zusammenstellen und las die Namen von 200 Personen vor, die er im Komitee haben wollte. Jared Kushner und Ivanka Trump sollten der Gruppe nicht angehören.[536]New York: Die Stadt New York City fügte 3.778 wahrscheinliche COVID-19-Tote zu ihrer Statistik hinzu, wodurch die Zahl an Todesfällen mit Corona auf über 10.000 anstieg, im gesamten Bundesstaat New York auf über 11.000. Es handelte sich hierbei insbesondere um Menschen, die zuhause verstarben und Anzeichen aufwiesen, die eine Infektion wahrscheinlich machten. Da diese Fälle aber nicht diagnostiziert wurden, tauchen sie in den offiziellen Statistiken der Vereinigten Staaten nicht auf.[537] Gleichzeitig berichtete der Staat einen Anstieg der positiven Testfälle um 7.177, womit die aufgelaufene Zahl auf 202.208 und damit über die Schwelle von 200.000 Fällen anstieg. Auf New York City entfielen davon 110.465 Fälle. Auf den Einzeltag bezogen kamen rechnerisch 40,5 % der PCR-Tests positiv zurück. Ein Rückgang bei Todesfällen und Hospitalisierungen deutete aber das Erreichen eines Plateaus an.[538]15. AprilDie Vereinigten Staaten verzeichneten an diesem Mittwoch 2.603 Todesfälle in Verbindung zu COVID-19. Dies war ein vorläufiger Höchstwert, der erst am 2. Dezember wieder übertroffen werden sollte.[539] Es wurden über 636.000 COVID-19-Fälle in den Vereinigten Staaten seit Beginn der Pandemie gemeldet und über 28.000 Todesfälle.[540]Präsident Trump kündigte auf der täglichen Pressekonferenz der Coronavirus Task Force für den folgenden Tag Richtlinien zur Wiederöffnung der Wirtschaft an. Er erklärte er habe die absolute Autorität in dieser Frage, wolle diese aber an die Bundesstaaten delegieren. Der Präsident sagte, dass einige Bundesstaaten vor dem 1. Mai in der Lage sein würden wieder zuöffnen, die meisten Staaten aber zu diesem Zeitpunkt. Amerika werde ein Come Back Kid sein.[541]Maryland: Gouverneur Larry Hogan ordnete an, dass die Bewohner Marylands Gesichtsmasken tragen müssen, wenn sie Geschäfte betreten oder den öffentlichen Personenverkehr, einschließlich Uber oder Lyft, benutzten.[542]Michigan: In der Hauptstadt des Bundesstaates Lansing begannen Proteste gegen die von Gouverneurin Gretchen Whitmer angeordnete Anordnung zuhause zu bleiben. Protestierende mit Pro-Trump-Symbolen blockierten den Autoverkehr in der Staatshauptstadt.[543]New York: Gouverneur Andrew Cuomo erließ eine Executive Order, nach der man in seinem Bundesstaat eine Gesichtsbedeckung zu tragen habe, wenn man sich in der Öffentlichkeit nicht distanzieren könne.[544]16. AprilPräsident Trump stellte unter dem Titel Opening Up America Again[545] Richtlinien zur Wiederöffnung der Wirtschaft und des Landes vor. Der Plan sah drei Phasen zur schrittweisen Öffnung vor und verzichtet auf Vorgaben zu umfassenden Tests. Trump erklärte, dass die Gouverneure die Entscheidungen treffen würden. Falls sie wollen, könnten sie zum 1. Mai eröffnen.[546]17. AprilLiberate-Minnesota-Protest an der Dienstwohnung des GouverneursUm 11:19 Uhr Ostküstenzeit strahlte der Sender Fox einen Beitrag über kleinere Proteste gegen Quarantänemaßnahmen in den Bundesstaaten Michigan, Minnesota und Virginia aus. In dem Beitrag kam ein Vertreter einer Gruppe „Liberate Minnesota“ zu Wort. Einige Minuten später verfasste Donald Trump auf Twitter drei Tweets mit den Mitteilungen „LIBERATE MINNESOTA!“, „LIBERATE MICHIGAN!“ und „LIBERATE VIRGINIA“.[547] Es handelte sich um einige Proteste in mehreren Bundesstaaten, die zumeist auf Facebook organisiert wurden und Personen u. a. aus dem Impfgegner-, Milizenbewegungs- u und Regierungsgegner-Umfeld sowie rechtskonservative Christen anzogen. Trumps Tweets befeuerten diese Proteste.[548] Später an diesem Tag äußerte Trump, dass einige Maßnahmen der Gouverneure zu weit gehen würden. Kritiker sahen dies als Beginn einer Strategie, die Schuld an der sich verschlechternden wirtschaftlichen Lage auf Politiker der Demokraten umzulenken.[549]Indiana: Es wurden 642 Fälle und 42 COVID-19-Tote seit dem Vortag verzeichnet. Das brachte Indiana zu 10.154 nachgewiesenen Coronafällen und 519 Todesfällen.[550]18. AprilDer Schwiegersohn und Berater des Präsidenten Jared Kushner gab dem Journalisten Bob Woodward ein Interview für dessen Buch Rage. Die Aufzeichnungen des Interviews wurden am 28. Oktober 2020 nach erscheinen des Buches veröffentlicht. Kushner erklärte gegenüber Woodward, dass die Vereinigten Staaten zu diesem Zeitpunkt nach der Panik-Phase und der Schmerz-Phase der Pandemie nun in die Rückkehr-Phase eintrete. Es werde zwar noch Schmerz geben, aber der Präsident habe Regeln aufgestellt, damit man zurück zur Arbeit gehe.[551] Die Regierung habe insofern die Kontrolle von den Doktoren zurückbekommen, in dem Sinne das man wiederöffne. Er sagte auch in dem Interview, dass die Bundesregierung nicht das Testen und die Regeln verantworten solle. Das soll bei den Gouverneuren sein. Trump habe es so eingerichtet, dass er die Wiederöffnung für sich habe und nicht die Gouverneure, denn die Öffnung werde sehr populär werden.[552]Kalifornien: In der Stadt Huntington Beach demonstrierten etwa 200 Menschen gegen Quarantänemaßnahmen und für eine Wiederöffnung. Zum Teil drückten sie Unterstützung für Trump aus.[553]Das Gefängnis im Marion County.Ohio: An diesem Tag wurden 1.115 neue Coronafälle gemeldet, wovon 555 aus dem Gefängnis im Marion County stammten. Die aufgelaufene Fallzahl überschritt mit 10.222 erstmals die Schwelle von 10.000 Fällen. Die aufgelaufene Zahl an Todesfällen stieg von 418 auf 451.[554]19. AprilIn den Bundesstaaten Colorado, Tennessee, Illinois, Florida und Washington kam es zu Demonstrationen gegen Ausgangsbeschränkungen. Präsident Trump bezeichnete die Demonstranten als großartige Leute.[555] Der Präsident präsentierte in seiner täglichen Pressekonferenz eine Vorhersage, nach der die Ansteckungen vergleichbar schnell fallen würden, wie sie anstiegen. Nach diesem Modell der University of Washington sei mit einer Zahl von 50.000 bis 60.000 Todesfällen durch die COVID-19-Pandemie in den USA zu rechnen. Kritiker hielten die Zahlen für zu rosig; das Modell berücksichtige einige Eigenschaften des Virus nicht ausreichend. Die Regierung neige dazu, lediglich die positivsten Projektionen zur Kenntnis zu nehmen.[556]Kalifornien: Im Ventura County wurden die Anordnungen zuhause zu bleiben (Stay at Home Orders) bis zum 15. Mai 2020 verlängert, aber auch gelockert. Menschenansammlungen bis zu fünf Personen wurden nun ab Sonntag erlaubt, bestimmte Gewerbe mit weniger als zehn Angestellten konnten wieder öffnen. Das betraf etwa Fahrzeug- und Fahrradhändler sowie Golf­anlagen.[557]Washington: Der Bundesstaat Washington rief 12.000 Test-Kits wegen möglicher Verunreinigungen zurück.[558]20. AprilColorado: Das Colorado Department of Public Health and Environment meldete 10.106 identifizierte Fälle von COVID-19, 1.880 Hospitalisierungen und 449 Coronatote. Der Staat hatte damit erstmals mehr als 10.000 Erkrankungen nachgewiesen.[559]21. AprilPräsident Trump kündigte an, die Einwanderung in die USA vorläufig auszusetzen. Einreisen waren bereits zuvor weitgehend unterbunden worden.[560]Connecticut: Mit einer Tagesmeldung von 545 neuen Coronafällen stieg die aufgelaufene Zahl mit 20.360 über die Schwelle von 20.000 bestätigten Fällen. Es wurden 92 Todesfälle mit Corona berichtet, was eine aufgelaufene Zahl von 1.423 Todesfällen ergab. An diesem Tag wurden 1.949 Erkrankte in Krankenhäusern behandelt. Connecticut war zu dem Zeitpunkt sowohl bei Todesfällen als auch bei Pro-Kopf-Fällen unter den fünf am meisten betroffenen Staaten.[561]23. AprilDatei:President Donald Trump suggests measures to treat COVID-19 during Coronavirus Task Force press briefing.webmPräsident Trump während der Pressekonferenz vom 23. April 2020 über UV-Licht und DesinfektionsmittelWährend einer Pressekonferenz im Weißen Haus spekulierte US-Präsident Trump, ob durch eine Injektion von Desinfektionsmitteln das Virus medizinisch bekämpft werden könnte.[562]“And then I see the disinfectant, where it knocks it out in a minute. One minute. And is there a way we can do something like that, by injection inside [...] So, that, you’re going to have to use medical doctors with. But it sounds — it sounds interesting to me.”„Und dann sehe ich noch die Desinfektionsmittel, mit denen das Virus in einer Minute ausgeschaltet wird. Eine Minute. Und ob es einen Weg gibt, mit dem wir so etwas in der Art machen können – durch eine inwendige Injektion [...] Ja, dafür muss man Ärzte konsultieren. Aber es klingt – es klingt interessant für mich.“– Donald Trump: Briefing im Weißen Haus am 23. April 2020[563]24. AprilWegen der Äußerungen des Präsidenten am Vortag rieten Vertreter des Department of Homeland Security, der Environmental Protection Agency und Mediziner strikt von der Behandlung von COVID-19 mit Desinfektionsmitteln ab. Führende Hersteller von Desinfektionsmitteln erklärten, dass ihre Produkte dazu ungeeignet seien, im menschlichen Körper eingesetzt zu werden. Trump behauptete, er sei sarkastisch gewesen, als er den inneren Einsatz von Desinfektionsmitteln vorschlug.[564]Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) veröffentlichte eine Warnung bezüglich der Behandlung von COVID-19-Patienten mit Hydroxychloroquin und mit Chloroquin. Die FDA wies auf die erheblichen Nebenwirkungen wie Herzrhythmusstörungen hin.[565]Georgia: Gouverneur Brian Kemp erlaubte für den 24. April einigen Geschäften, wieder zu öffnen. Dies betraf Fitnessstudios, Tätowierer, Friseure und Kegelbahnen.[566][567]Massachusetts: Der Staat überschritt die Grenze von 50.000 nachgewiesenen Fällen, als von Donnerstag, dem 23. April bis zum Abend des 24. Aprils die registrierten Fälle von 46.023 auf 50.969 anstiegen. Zugleich wurde ein Anstieg von 2.360 Corona-Toten auf 2.556 gemeldet.[568]New Jersey: Gouverneur Phil Murphy teilte mit, dass in New Jersey nun 102.196 COVID-19-Erkrankungen gemeldet seien. Der Staat hatte damit über 100.000 Fälle. Seit dem Vortag waren 3.047 Fälle hinzugekommen. 253 Menschen war in den letzten 24 Stunden in New Jersey verstorben, was die Sterberate auf 5.617 brachte.[569]25. AprilKalifornien: Am Freitag, dem 25. April 2020 versammelten sich etwa 50.000 Personen an den Stränden in Huntington Beach und Newport Beach im Orange County. Die Strände im Orange County waren die einzigen noch offenen in Kalifornien, alle anderen Countys hatten Strände geschlossen.[570] Über das gesamte Wochenende sollten etwa 80.000 Personen diese Strände während der Hitzewelle an diesem Wochenende aufsuchen.[571] (Fortsetzung siehe 29. April)26. AprilDie USNS Comfort beim Anlaufen von New YorkNew York: Das Hospitalschiff USNS Comfort im Hafen von New York entließ den letzten COVID-19-Patienten, den es zur Entlastung der Krankenhäuser in New York aufgenommen hatte. Es sollte später in seinen Heimathafen zurückkehren.[572]27. AprilGeschlossene Schule in KalifornienBei der täglichen Pressekonferenz schätzte Präsident Trump, dass die Pandemie in den Vereinigten Staaten 60.000 bis 70.000 Tote fordern würde, was deutlich weniger als ursprünglich für möglich gehaltene 2,2 Millionen Tote seien. Er korrigierte damit die Vorhersagen seiner Regierung vom 19. April (50.000 bis 60.000) nach oben.[573] Er forderte die Bundesstaaten auf, Schulen möglichst bald zu öffnen. Es sei nach Trump nicht schwer, da seiner Ansicht nach Kinder gut mit Infektionen umgehen würden. Es galt aber als unwahrscheinlich, dass Schulen vor dem Schuljahr 2020/2021 im Herbst den normalen Betrieb aufnehmen werden.[574]28. AprilUS-Präsident Donald Trump erklärte mit einer Executive Order auf Basis des Defense Production Act Fleischverpackungsunternehmen zur kritischen Infrastruktur und ordnete die Wiedereröffnung an. 22 dieser Betriebe hatten wegen gehäufter COVID-19-Fälle schließen müssen. Die Fleischverabeitungsindustrie war zu einem Cluster der Seuche geworden. Um aber Engpässe in der Nahrungsversorgung zu vermeiden, wurde gleichwohl die Offenhaltung angeordnet.[575]Kalifornien: Die Veranstalter der Oscars gaben bekannt, dass es wegen der Pandemie zu Regeländerungen für die Oscarverleihung 2021 kam. Um die Schließung der Kinos zu berücksichtigen, sollen auch gestreamte Filme unter gewissen Umständen zugelassen werden.[576]Tennessee: An diesem Tage meldeten die Behörden Tennessees 10.052 COVID-19-Fälle und 188 Todesopfer nach 161.928 Tests. Der Staat überschritt damit 10.000 Fälle.[577]29. AprilIllinois: Der Bundesstaat meldete erstmals mehr als 50.000 Fälle. Es waren 2253 COVID-19-Neuerkrankungen und neue 92 Todesfälle registriert worden. Die Anzahl der positiv in Illinois getesteten Personen erhöhte sich damit auf 50.355 Fälle und 2215 Tote.[578]Kalifornien: Der Gouverneur von Kalifornien verfügte die Schließung der noch offenen Strände im Orange County wegen der Besorgnis über Ansteckungsgefahren. Er hatte noch am Vortag gewarnt, dass das Virus nicht stoppe nur wegen schönen Wetters.[571] (Fortsetzung siehe 2. Mai)Michigan: Ein Gericht des Staates Michigan wies eine Klage gegen die Maßnahmen der Gouverneurin Gretchen Whitmer ab und erklärte den Lock-Down für verfassungsgemäß.[579]30. AprilKalifornien: Der Westküsten-Staat verzeichnete 50.261 Infizierte und 2032 Todesopfer. Damit durchbrach Kalifornien sowohl die Grenze von 50.000 Coronaerkrankten als auch die von 2000 Verstorbenen.[580]Michigan: Bewaffnete Demonstranten drangen in das Gebäude des Michigan State Capitol ein. Gleichzeitig beriet das von Republikanern beherrschte Parlament über den Antrag der demokratischen Gouverneurin Whitmer und sollte den Antrag abweisen. Die Demonstranten versuchten in den Plenarsaal einzudringen, wurden aber von Polizisten und dem Sicherheitsdienst des Parlaments gestoppt. Sie forderten die Öffnung der Wirtschaft zum 1. Mai. Die Gouverneurin erklärte, sie brauche nicht die Zustimmung des Parlaments und verlängerte ihre Anordnungen bis zum 15. Mai 2020.[579]North Carolina: In 98 der Countys von North Carolina waren zusammen 10.509 Erkrankungen und 378 Todesfälle erfasst worden. Der Bundesstaat hatte damit erstmals über 10.000 COVID-19-Erkrankungen ermittelt. Das Repräsentantenhaus des Staates stimmte für die House Bill 1043 Pandemic Response Act, die $1,7 Mrd. an Mitteln für das Auffangen von COVID-19-Folgen bereitstellen soll.[581]Mai 2020Der Mai war von der zunehmenden Wiederöffnung des sozialen und wirtschaftlichen Lebens in den Vereinigten Staaten geprägt. Jeder Staat öffnete sich dabei nach eigenen Plänen in unterschiedlich schnellen Schritten.[567] Bis Ende Mai hatten sich mehr als 42,6 Millionen US-Amerikaner seit Beginn der Corona-Krise arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 20 %. Die Neuanmeldungen in der letzten Maiwoche betrugen mit 1,877 Millionen erstmals seit Mitte März weniger als 2 Millionen. Die auf einer Höhe von 21,5 Millionen verharrenden Zahlen der andauernden Anträge (Continuing Claims) deuten an, dass die Rückkehr von Arbeitslosen auf den Arbeitsmarkt langsamer erfolgte als erwartet.[582] 722 Unternehmen mussten Insolvenz anmelden, eine Zunahme um 48 % im Vergleich zum Vorjahr.[583] Der Einzelhandel verzeichnete einen 17,7%-Zuwachs im Vergleich zum Vormonat, als die Geschäfte wiedereröffnen konnten.[584]1. MaiProtest in Florida gegen die Öffnung der SträndeFreitag, den 1. Mai 2020 starben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den USA 2.349 Personen an COVID-19. Das CDC wies 2.909 Corona-Todesfälle für diese 24 Stunden aus. Es war der bis dahin tödlichste Tag während der COVID-19-Pandemie in den Vereinigten Staaten. Gleichwohl wurde mindestens in den zehn Bundesstaaten Colorado, Delaware, Florida, Illinois, Kalifornien, New Jersey, New Mexico, New York, Tennessee und Washington für eine Öffnung demonstriert.[585]Die Food and Drug Administration erteilte nach Mitteilung von Donald J. Trump eine Notfallgenehmigung für die Behandlung mit Remdesivir bei COVID-19.[586]Arkansas: Asa Hutchinson ließ die State Parks begrenzt wiedereröffnen. Die Vermietung von Ferienhäusern und Campingplätzen war wieder möglich, aber nur für Einwohner des Bundesstaates. In Arkansas war keine Ausgangssperre (Stay at Home Order) erlassen worden.[567]Hawaii: Der Gouverneur David Ige ließ unter Auflagen Blumengeschäfte wieder öffnen.[567]Idaho: Gottesdienste, der Betrieb von Kindertagesstätten und Jugendaktivitäten wurden wieder zulässig.[567]Iowa: Per Proklamation des Gouverneurs konnten Einkaufszentren, Restaurants und Rennstrecken mit Ausnahme von Pferde- und Hunderennstrecken wieder öffnen. Soweit der jeweilige County den Einzelhandel zuließ, konnten Geschäfte mit 50 Prozent der rechtlich zuvor zulässigen Kapazität den Betrieb wieder aufnehmen. Die Countys Allamakee, Benton, Black Hawk, Bremer, Dallas, Des Moines, Dubuque, Fayette, Henry, Iowa, Jasper, Johnson, Linn, Louisa, Marshall, Muscatine, Polk, Poweshiek, Scott, Tama, Washington, und Woodbury County ließen den Einzelhandel nicht zu.[567]Louisiana: Restaurants wurde erlaubt, Essen zum Mitnehmen anzubieten; für Gäste wurde Essen auf Außenflächen zulässig. Einzelhändlern wurde erlaubt, Waren gegen Abholung von der Straße anzubieten.[567]Michigan: Gouverneurin Whitmer kündigte einen Öffnungsplan für Tätigkeiten mit geringerem Risiko, wie Grundstückshandel, Bauarbeiten und Tätigkeiten im Außenbereich, für den 4. Mai an.[567]Nevada: Gouverneur Steve Sisolak genehmigte Verkauf bei Abholung von der Straße. Drive-in-Gottesdienste wurden erlaubt.[567]New Mexico: Ab 8:00 Uhr Ortszeit durften nicht essentielle Geschäfte Straßenverkauf und Lieferungen anbieten. Waffenhändler durften nach Terminvereinbarung verkaufen, State Parks nach Terminvereinbarung besucht werden. Bestimmte Dienstleistungen für Haustiere können genehmigt werden.[567]Ohio: Phase 1 von Gouverneur Mike DeWines Wiederöffnungsplan trat in Kraft. Krankenhausbehandlungen und andere medizinische Dienstleistungen wurden wieder zugelassen, solange es nicht zu Übernachtungen kommt.[567]Oklahoma: In dem Staat ohne verhängte Ausgangssperre wurden nun alle geschäftlichen Tätigkeiten erlaubt, solange Regeln der räumlichen Distanzierung und Sanitär- und Hygienevorschriften eingehalten werden.[567]2. MaiDie Band Rage Against the Machine verschob ihre für den Sommer geplante Wiedervereinigungstour auf den Sommer des folgenden Jahres.[587] (Fortsetzung: 20. April 2021)Demonstration in Huntington Beach gegen die Schließung der SträndeKalifornien: Die Städte Dana Point, Newport Beach und Huntington Beach hatten vor Gericht beantragt, die Schließungsverfügung von Gouverneur Newsom vom 29. April für die Strände in Orange County aufzuheben. Das Gericht wies diesen Antrag ab. Tausende protestierten gegen die Schließungsverfügung und die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Kalifornien generell an den nun geschlossenen Stränden. Der Pacific Coast Highway wurde zeitweise blockiert. Auch in der Hauptstadt des Bundesstaates Sacramento kam es zu Protesten.[571]3. MaiTrump beim "Virtual Townhall" im Lincoln MemorialBei einem für Fox News gegebenen Interview im Townhall-Format im Lincoln Memorial erklärte Trump, dass das Virus 75.000, 80.000 oder 100.000 Todesopfer fordern könne. Ohne die Maßnahmen hätten es mindestens 2,2 Millionen Todesopfer sein können. Er drückte die Meinung aus, dass das Land sich trotzdem wieder öffnen müsse. Er äußerte die Ansicht, dass das Virus wieder verschwinden werde, auch wenn es vielleicht wieder zurückkommen könne. Trump räumte ein, dass er am 23. Januar 2020 über das Eindringen des Virus in die USA von den Geheimdiensten informiert worden sei, das sei aber in einem Ton geschehen, als ob es keine große Sache sei. Er habe ja am 30. Januar 2020 Reisebeschränkungen für China verhängt.[16]Der Vorstandsvorsitzende von Gilead Sciences teilte mit, dass das Arzneimittel Remdesivir Ärzten und Patienten im Laufe der Woche zur Verfügung stehen werde.[588]4. MaiIndiana: Das Gesundheitsministerium meldete erstmals mehr als 20.000 COVID-19-Erkrankungen. Nach einem Anstieg um 574 vom Vortag verzeichnete Indiana 20.507 Corona-Fälle. Das war der geringste Pro-Tag-Anstieg seit dem 22. April 2020. Das Ministerium wies darauf hin, dass die realen Zahlen erheblich höher sein könnten. Der Staat verzeichnete 1.151 COVID-19-Tote, nach 1.132 am Vortag.[589]New York: Das Zelt-Krankenhaus im Central Park in New York City nahm ab diesem Tag keine neuen Patienten an. Grund hierfür war, dass die Krankenhäuser nicht mehr überlastet waren.[590]North Carolina: Gouverneur Ray Cooper unterzeichnete die Senate Bill 704, ein Gesetz des Bundesstaates North Carolina. In diesem Gesetz wurden alle in den Notstandsanordnungen des Gouverneurs als „essentiell“ eingestufte Wesensheiten von deliktischen Entschädigungsansprüchen aus COVID-19-Infektionen freigestellt. Ausdrücklich ausgenommen wurden strafrechtliche Ermittlungen, Maßnahmen der Verwaltung, und arbeitsrechtliche Schadensersatzansprüche. Die Haftungsfreistellung galt nicht für Fälle von grober Fahrlässigkeit, Leichtfertigkeit oder Vorsatz.[591]Ohio: Es wurden 20.474 COVID-19-Fälle in Ohio und 560 Fälle seit dem Vortag registriert. Der Gouverneur Mike DeWine erklärte die Daten zu einem wichtigen Maßstab, da Ohio sich öffne. Die Gesundheitsbehörden des Staates räumten ein, sie seien zu Beginn der Pandemie zu nachlässig mit Tests gewesen. Ohio teste nun mit einer Rate von 6000 Tests pro Tag.[592] Ohio beklagte 1056 COVID-19-Tote. 3809 Erkrankte lagen in Krankenhäusern, 1090 davon auf Intensivstationen.[593]Pennsylvania: Es wurden 825 Neuinfektionen registriert, die geringste Zahl seit dem 31. März. Allerdings überschritt der Bundesstaat damit die Marke von 50.000 und hatte 50.092 Erkrankungen registriert. 2.458 Einwohner Pennsylvanias waren an der Krankheit gestorben, die überwiegende Mehrzahl im Zusammenhang mit Altersheimen.[594]Utah: Gouverneur Gary Herbert fertigte SB 3007 als Gesetz aus. Das Gesetz schützte jede Person oder Grundeigentum gegen Schadensersatzansprüche aus Kontakten mit dem SARS-CoV-Virus. Ausgenommen wurden grobe Fahrlässigkeit, bewusste Fahrlässigkeit und Vorsatz.[591]5. MaiMike Pence erklärte gegenüber Journalisten, dass die Task-Force wegen der enormen Fortschritte innerhalb des kommenden Monats aufgelöst werden könne. Die Anzahl der registrierten Todesopfer durch COVID-19 in den USA überschritt an demselben Tag 70.000 bei 1,2 Millionen bestätigter Fälle.[595] Auch der Präsident erklärte in der täglichen nachmittäglichen Pressekonferenz, dass er die Corona Task Force auslaufen lassen wolle. Die Arbeit solle durch eine Gruppe ersetzt werden, die sich auf die Wiederöffnung konzentrieren könne. Als Begründung gab Trump an, dass man das Land nicht fünf Jahre geschlossen halten könne.[596]Iowa: Es wurden in Iowa 10.111 COVID-19-Erkrankungen festgestellt, 408 mehr als am Vortag. 407 Patienten wurden zu diesem Zeitpunkt in Krankenhäusern mit einer Corona-Infektion behandelt, 40 waren innerhalb der letzten 24 Stunden eingeliefert worden. 152 Patienten lagen auf Intensivstationen und 94 mussten künstlich beatmet werden. 19 Iowaner waren seit dem Vortag verstorben, womit Iowa 207 Tote beklagte.[597]Virginia: Der Bundesstaat meldete erstmals mehr als 20.000 Coronafälle. 20.256 COVID-19-Fälle waren registriert worden, 19.357 waren bestätigt und 899 Fälle wahrscheinlich. Virginia beklagte zu dem Zeitpunkt 713 COVID-19-Todesopfer.[598]6. MaiNachdem Berichte bekannt wurden, dass die strategischen nationalen Lager nicht über ausreichende Mengen an medizinischer Ausrüstung verfügten, warf Präsident Trump seinem Vorgänger Barack Obama vor, dass er die Lager nach der Schweinegrippe-Pandemie nicht wieder aufgefüllt habe.[599] Trump erklärte außerdem an diesem Tag, dass er auch während der Pandemie das Ziel verfolge, Obamacare vollständig abzuschaffen. Die Task-Force werde entgegen den Äußerungen des Vizepräsidenten vom Vortag unbegrenzt weiter tätig bleiben.[600]Die Vereinigten Staaten erreichten einen Mit 2611 COVID-19-bedingten Todesfällen einen Höchstwert an Opferzahlen an einem Tag.[601]Connecticut: Es wurden 30.621 Erkrankungen mit COVID-19 gemeldet, 648 mehr als am Vortag. Connecticut überschritt damit die Grenze von 30.000 Fällen. 2.633 Tote waren registriert worden. 1.500 Personen mussten mit COVID-19 in Krankenhäusern behandelt werden, 77 mehr als am Vortag. Das war zum ersten Mal seit beinahe zwei Wochen, dass Hospitalisierungen nicht rückläufig waren.[602]Louisiana: Der Bundesstaat meldete 30.399 Erkrankungen und hatte damit erstmals mehr als 30.000 COVID-19-Infizierungen gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt waren 2.094 Personen in Louisiana verstorben.[603]7. MaiEs wurde bekannt, dass ein Bediensteter im Weißen Haus positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die Tests im Umfeld des Präsidenten wurden daraufhin verstärkt.[604]Oregon: Im Namen der Peoples Church in Salem und neun anderer Kirchen in Oregon reichte das in Kalifornien behaimatete Pacific Justice Institute Klage gegen die COVID-19-Regelungen von Gouverneurin Kate Brown vor dem Baker County Circuit Court ein. Die Kläger machten die Verletzung der Religionsfreiheit geltend.[605]8. MaiDie offizielle Anzahl der an COVID-19 in den Vereinigten Staaten gestorbener Personen überschritt 75.000.[606]Es wurde bekannt, dass Katie Miller, die Pressesprecherin von Vizepräsident Mike Pence, positiv auf das Coronavirus getestet wurde.[607] (Fortsetzung siehe 26. Mai)Arizona: Das Arizona Department of Health Services meldete am Morgen 10.526 COVID-19-Fälle, ein Anstieg um 581. 517 Menschen waren in Arizona an COVID-19 verstorben, eine Zunahme um 67 Verstorbene. 119.907 Coronavirus-Tests waren durchgeführt worden, 7,4 % waren positiv.[608]Kalifornien: Der Gouverneur von Kalifornien unterzeichnete eine Executive Order, dass Stimmzettel für eine Briefwahl (Mail-in Ballot) an alle in Kalifornien registrierten Wähler geschickt werden. Begründet wurde dies mit der Besorgnis um Ansteckungsgefahren bei der Wahl im November.[609] (Fortsetzung: 25. Mai)Los Angeles County meldete 30.200 COVID-19-Fälle, ein Anstieg um 883. Das County meldete außerdem 1.468 Tote (+51).[610]Minnesota: Der Bundesstaat meldete erstmals mehr als 10.000 COVID-19-Fälle. Seit dem Vortag war die Anzahl angesteckter und erfasster Personen um 723 auf 10.088 angestiegen. Die Gesundheitsbehörden wiesen aber darauf hin, dass die reale Anzahl Betroffener höher sein könne, da noch nicht genügend getestet werde. Minnesota hatte bis zum 8. Mai 2020 534 COVID-19-Tote zu beklagen.[611]South Dakota: Gouverneurin Kristi Noem stellte ein Ultimatum an die Sioux der Pine Ridge Reservation und der Cheyenne River Reservation. Die Sioux hatten Straßensperren errichtet, um Reservatsangehörige vor der Virusinfektion zu schützen. Sie sollten die Straßensperren umgehend beseitigen. Von Seiten der Indianer wurde erklärt, sie hätten die Kontrollen errichtet, um die Sioux vor dem Schicksal der Navajo zu schützen. Sie sähen nicht, dass der Staat South Dakota Maßnahmen gegen die Pandemie träfe. Im Übrigen beriefen sie sich auf ihre Autonomie.[612]9. MaiDrei Mitglieder der Corona-Task-Force des Präsidenten begaben sich nach Kontakt mit einem COVID-19-Fall im Weißen Haus in eine 14-tägige Selbstquarantäne. Anthony Fauci wurde negativ getestet und begann eine modifizierte Selbstisolierung, bei der er größtenteils im Heimbüro arbeitet. Stephen Hahn als Kommissar der Food and Drug Administration wurde ebenfalls negativ getestet. Robert Redfield zeigte keine Symptome.[613]10. MaiDrive-in-Gottesdienst zum Muttertag in Lakewood (Colorado)Mike Pence ließ bekanntgeben, dass er sich nicht in Selbstisolierung begeben würde – trotz der Erkrankung seiner Mitarbeiterin am Freitag, den 8. Mai 2020. Er werde auf medizinischen Rat hören, aber am Montag zur Arbeit im Weißen Haus erscheinen.[614]Kalifornien: Bei einem Gottesdienst anlässlich des Muttertages setzte eine Person in Butte County 180 Personen der Ansteckungsgefahr durch das Virus aus.[615]11. MaiDie Zahl der als an COVID-19 verstorben registrierten Personen in den USA überschreitet 80.000.[616]Alabama: Der Bundesstaat meldete erstmals mehr als 10.000 identifizierte COVID-19-Erkrankungen. Alabama hatte 10.009 Fälle registriert und 401 Tote zu beklagen.[617]Wisconsin: Der 10.000ste Coronafall wurde in Wisconsin registriert, seit am 5. Februar in Dane County die erste Erkrankung an COVID-19 in diesem Staat festgestellt wurde. Es wurden 10.219 Erkrankungen erfasst, 280 mehr als am Vortag. Bis zum 11. Mai 2020 waren 398 Personen verstorben.[618]12. MaiEs fand eine Anhörung des Senats-Ausschusses für Gesundheit statt. Der Vorsitzende des Ausschusses Lamar Alexander und drei der Angehörten befanden sich in verschiedenen Formen der Selbstisolierung nach Kontakten mit Infizierten. Die Anhörung wurde größtenteils als Videokonferenz abgehalten. Die im Anhörungsraum anwesenden Senatoren achteten auf Abstand und trugen teilweise Gesichtsmasken. Angehört wurden Angehörige der Corona Task Force des Präsidenten. Anthony Fauci erklärte, dass er besorgt sei über zu frühe Wiederöffnungen von Staaten, die die Vorgaben in den CDC-Vorgaben nicht erfüllen. Dies könne zu Anstiegen führen, die sich zu unkontrollierbaren Ausbrüchen ausweiten könnten. Dies würde zur paradoxen Situation führen, dass diese Gebiete weiter zurückgeworfen würden. Er bezweifelte, dass zum Beginn des neuen Schuljahrs ein Impfstoff zur Verfügung stehen würde.[619]Colorado: Es wurden 20.157 Erkrankungen, 3.695 Hospitalisierungen und 1.009 COVID-19-Tote in Colorado gemeldet.[620] Der Bundesstaat überschritt damit etwa zwei Monate nach dem ersten registrierten Coronafall in dem Bundesstaat sowohl die Marke von 20.000 Fällen als auch die von 1000 Toten.[621]Missouri: Der Bundesstaat überschritt sowohl 10.000 COVID-19-Fälle als auch 500 Todesfälle. Es waren seit dem Vortag 88 Fälle in Laboratorien bestätigt worden und 36 Einwohner an der Krankheit gestorben. Damit hatte Missouri 10.006 Krankheitsfälle und 524 Todesopfer der Pandemie.[622]13. MaiWisconsin: Der Wisconsin Supreme Court als höchstes Gericht des Bundesstaates hebt die Anordnungen des Gouverneurs Tony Evers größtenteils auf. Lediglich die Schließung der Schulen wurde belassen. Die 4:3-Entscheidung traf unmittelbar in Kraft.[623] Unmittelbar nach der Entscheidung öffneten Bars und Restaurants, was Wisconsin zum ersten Staat machte, der Gaststättenbesuch ohne Auflagen möglich machte.[624] Der Staat mit 5,82 Millionen Einwohnern war zu diesem Zeitpunkt mit knapp 11.000 Fällen und 421 Todesfällen nicht besonders stark betroffen.[625] (Fortsetzung siehe 28. Mai)14. MaiDas Arbeitsministerium der Vereinigten Staaten berichtete am 14. Mai 2020, dass sich in der Vorwoche 2,981 Millionen Personen zusätzlich arbeitslos gemeldet hätten. Dies brachte die Zahl der in der Coronakrise gemeldeten Arbeitslosen auf 36,5 Millionen. Die Arbeitslosenquote betrug damit 15,7 Prozent.[626]15. MaiPressekonferenz zur Vorstellung der "Operation Warp Speed", General Perna am Mikrofon.Am 15. Mai kündigte Präsident Trump eine „Operation Warp Speed“ an, mit der die Entwicklung eines Coronavirusimpfstoffes gegen SARS-CoV-2 beschleunigt werden soll. Geleitet wird diese Initiative durch den Pharma-Manager Moncef Slaoui und den General Gustave Perna. Der Präsident kündigte an, dass bis Ende 2020 der Impfstoff entwickelt und 100 Millionen Dosen ausgeliefert werden würden.[627] Die Operation Warp Speed ging aus der internen Initiative Manhattan Project 2 des Gesundheitsministeriums hervor. Der Name war inspiriert durch die Fernsehserie Star Trek.[490]Die Bekleidungshandels-Kette J. C. Penney meldete Insolvenz an. Die bereits vor der Pandemie angeschlagene Kette konnte die Schließungen wegen COVID-19 nicht mehr verkraften.[628]New Jersey: Als zweiter Bundesstaat nach New York meldete New Jersey mehr als 10.000 COVID-19-Tote. Der Gouverneur teilte mit, dass New Jersey 10.138 Tote registriert hatte und 143.905 Erkrankte identifiziert hatte. In dem Bundesstaat mit etwa 9 Millionen Einwohnern waren 201 zusätzliche Tote und 1.297 Neuerkrankungen gemeldet worden. Der Gouverneur wies darauf hin, dass sein Staat damit dreizehnmal mehr Tote durch COVID-19 zu beklagen hatte als durch die Terroranschläge am 11. September 2001. Allerdings gingen die Zahlen der Neuerkrankungen und der Sterbenden zurück. Es war der neunte Tag in Folge, an dem weniger als 2.000 Neuerkrankungen registriert wurden.[629]Oklahoma: Der Gouverneur fertigte das Gesetz Senate Bill 1947 aus. Mit dem Gesetz wurde die Produkthaftung für Medikamente und persönlicher Schutzkleidung zur COVID-19-Bekämpfung ausgeschlossen.[591]Pennsylvania: Die Gesundheitsbehörden Pennsylvanias meldeten 60.622 Coronaviruserkrankte, 986 mehr als am Vortag. An der Seuche waren 4.342 Pennsylvanier verstorben.[630]16. MaiIn einer an 27.000 Studenten von 78 historisch afroamerikanischen Colleges und Universitäten gerichteten, online gehaltenen Abschlussgratulationsrede äußerte der frühere Präsident Barack Obama:“More than anything, this pandemic has fully, finally torn back the curtain on the idea that so many of the folks in charge know what they’re doing. A lot of them aren’t even pretending to be in charge.”„Mehr als alles andere hat diese Pandemie der Vorstellung, dass so viele Leute mit Verantwortung wissen, was sie tun, vollständig und endgültig den Schleier gelüftet. Viele von ihnen tun noch nicht einmal so, als ob sie verantwortlich seien.“– Barack Obama[631]Donald Trump erwiderte, indem er Obama als inkompetent bezeichnete. Die Pressesprecherin Kayleigh McEnany erklärte, dass Trumps beispiellose Maßnahmen Leben gerettet hätten. Seine frühen Reisebeschränkungen hätten die amerikanische Öffentlichkeit geschützt, und sein Paycheck Protection Program und direkte Auszahlungen brächten direkte Hilfe. Mehr noch, er habe mit der größten Mobilisierung des privaten Sektors seit dem Zweiten Weltkrieg die Lager gefüllt, die die vorherige Regierung leer hinterlassen habe.[631]17. MaiSouth Carolina: Auf dem Darlington Raceway fand das erste NASCAR-Autorennen seit dem Coronavirus-Ausbruch statt. Das Autorennen wurde vor leeren Tribünen ausgetragen, war den Arbeitern im Gesundheitssystem gewidmet und hieß „Real Heros 400“. Kevin Harvick konnte das Rennen für sich entscheiden.[632]Virginia: Der Commonwealth von Virginia meldete erstmals mehr als 30.000 COVID-19-Fälle. Es waren 30.388 Erkrankungen registriert worden. 28.901 waren bestätigte Fälle und 1.487 galten als wahrscheinlich. Zugleich beklagte der Bundesstaat 1,009 Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19.[633]18. MaiDie Anzahl der Corona-Toten überstieg in den Vereinigten Staaten erstmals 90.000 bei über 1,5 Millionen Infizierten.[634] Die Navajo lösten den Bundesstaat New York als Gruppe mit der höchsten Infektionsrate pro Kopf ab. Unter den Navajo betrug die Infektionsrate 2.304,41 pro 100.000, in New York 1.806 pro 100.000.[635] Der Präsident der Vereinigten Staaten erklärte, dass er Hydroxychloroquin seit einer Woche als Prophylaxe nehme. Studien, die Nebenwirkungen und geringe Wirksamkeit zeigten, tat er ab.[636]In einem am Abend verfassten Schreiben an Tedros Adhanom Ghebreyesus drohte Trump an, dass er die Mitgliedschaft in der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufkündigen könne, wenn es nicht binnen 30 Tagen Verbesserungen geben würde. Er warf der WHO vor, verschiedene Warnungen über COVID-19 ignoriert zu haben und zu sehr den Interessen Chinas zu dienen. Er könne nicht zulassen, dass Amerika Geld bezahlen würde, wenn die WHO nicht den Interessen Amerikas diene.[637] (Fortsetzung 19. Mai und 29. Mai)Massachusetts: Der Gouverneur erlaubt die Wiederöffnung von Fabriken und Baustellen.[634]19. MaiSoweit Trump in seinem Brief an die WHO behauptet, die WHO habe verlässliche Informationen im frühen Dezember unter anderem aus der Fachzeitschrift The Lancet ignoriert, widersprachen ihm die Herausgeber. Sie bezeichneten die Äußerungen als faktisch falsch. Sie wiesen darauf hin, dass die ersten Beiträge zum Coronavirus aus dem Januar stammten.[638]Michigan: Der Bundesstaat berichtet 102 Tote an diesem Tag und den fünften Tag in Folge mit weniger als 800 Neuinfektionen. Gleichwohl überschreitet Michigan damit die Marke von 5.000 Toten und hat 52.350 Infizierte.[639]20. MaiIllinois: Der Staat verzeichnete 2388 Neuinfektionen, was die Gesamtzahl auf 100.418 Fälle brachte. Illinois verzeichnete damit erstmals über 100.000 Erkrankungen. Gleichzeitig wurden 147 neue Todesfälle gemeldet. Der Bundesstaat beklagte damit 4525 COVID-19-Todesfälle.[640]Mississippi: Die First Pentecostal Church in Holly Springs brannte nieder. Die Gemeinde hatte sich gerichtlich gegen Einschränkungen der Gottesdienste und Bibelstunden gewehrt. Auf dem Parkplatz war ein Graffiti mit dem Text „Bet you stay home now you hypokrits“ (Wette, ihr bleibt jetzt zuhause ihr Heuchler "hypocrits" war dabei falsch geschrieben) gefunden worden. Es wird wegen Brandstiftung ermittelt.[641]North Carolina: Der Bundesstaat North Carolina hatte nach 277.603 durchgeführten Tests 20.122 bestätigte Fälle und nahm damit den Meilenstein von 20.000 Erkrankungen. North Carolina beklagte an diesem Tag außerdem erstmals mehr als 700 Tote und wies 702 COVID-19-Tote aus. 554 Coronapatienten wurden in Krankenhäusern behandelt.[642] Die Seuche hatte nun alle 100 Countys betroffen, nachdem Avery County am Vortag den ersten Fall gemeldet hatte. Der größte County, Mecklenburg County hatte 2.780 Fälle. Wake County und Durham County hatten auch über 1.000 COVID-19-Erkrankungen gemeldet.[643]Texas: Der Lone Star State überschritt die Marke von 50.000 Coronafällen. Nachdem 1.411 registrierte Fälle hinzukamen hatte Texas 51.323 Erkrankungen identifiziert. 1.419 Personen waren in dem Bundesstaat zu dem Zeitpunkt gestorben.[644]Wyoming: Gouverneur Mark Gordon unterzeichnete ein Gesetz des Bundesstaates, laut dem jedermann vor deliktischen Schadensersatzansprüchen wegen SARS-CoV-Infektionen geschützt wurde. Voraussetzung war, dass im guten Glauben gehandelt wurde und Sicherheitsanweisungen der Behörden befolgt wurden. Das Gesetz sollte Ende Juli 2021 auslaufen.[591]21. MaiAm Abend ordnete der Präsident auf Vorschlag von Politikern der Demokratischen Partei an, dass am Wochenende vor dem Memorial Day die Flaggen an öffentlichen Gebäuden auf halbmast gesetzt werden. Das Land soll um die mittlerweile 95.000 COVID-19-Toten in den Vereinigten Staaten trauern. Die Flaggen sollen am Freitag, den 22. Mai gesenkt werden und bis zum Sonnenuntergang am Sonntag auf halbmast verbleiben. Am Memorial-Day-Montag werden die Flaggen im Gedenken an in Kriegen gefallene Soldaten auf halbmast sein.[645]Oklahoma: Der Gouverneur unterzeichnete und fertigte die Senate Bill 1946 als Gesetz aus. Mit diesem wird jedes Unternehmen gegen Ansprüche durch Coronainfizierte geschützt, solange kein Gesetz verletzt wurde und offizielle Richtlinien befolgt wurden.[591]22. MaiZum Gedenken an die durch COVID-19 Gestorbenen auf halbmast gesetzte Fahne am Kennedy Space CenterPräsident Trump erklärte Kirchen und Gottesdienste für essentiell und befahl Gouverneuren, Gottesdienste und religiöse Versammlungen zuzulassen. Er drohte den Gouverneuren der Bundesstaaten, sie zu überstimmen, falls sie ihm nicht folgen. Zugleich wies er die CDC an, Richtlinien für Kirchen zu entwickeln.[646]Die amerikanische medizinische Fachzeitschrift The Lancet veröffentlichte eine Großstudie zur Wirksamkeit von Hydroxychloroquin und Chloroquin bei der Behandlung von COVID-19. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass kein Vorteil bestehe, die Sterblichkeit bei Personen, die es nahmen, war sogar erhöht. Gleichzeitig war ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen zu beobachten.[647] Bald darauf wurde diese Studie allerdings zurückgenommen, da eklatante Mängel nachgewiesen wurden und die Zahlen nicht plausibel waren.[648]Einer am 22. Mai 2020 bekannt gewordenen Studie nach breitete sich das Virus weiter in 24 Bundesstaaten unkontrolliert aus. Dies betraf vor allem Bundesstaaten im Süden und im Mittleren Westen der USA.[649]Kayleigh McEnany, die Pressesprecherin des Weißen Hauses, teilte mit, dass Donald Trump das Vierteljahreseinkommen des Quartals an das Department of Health and Human Services (HHS) zur COVID-19-Bekämpfung spende.[650]Der Autovermieter Hertz meldete Insolvenz nach Chapter 11 an. Das Unternehmen war durch den Rückgang von Verkehr in der Folge von Beschränkungen hart getroffen worden und hatte bereits im März 16.000 Beschäftigte entlassen oder in Kurzarbeit geschickt. Es hatte 19 Milliarden US-Dollar Schulden. Allerdings hatte Hertz schon in den Jahren zuvor wirtschaftliche Probleme.[651]Alabama: Der Staat meldete 13.288 COVID-19-Fälle und zumindest 528 Todesopfer. Montgomery County hatte 1000 Fälle. Allerdings waren die Intensivstationen in Montgomery bis zum letzten Bett besetzt, Patienten mussten nach Birmingham verlegt werden.[652]Indiana: Der Hoosier-Staat meldete erstmals mehr als 30.000 Fälle von COVID-19. Es waren 30.409 Erkrankungen, nachdem seit dem Vortag 473 Fälle hinzukamen. Indiana beklagte 1.791 Todesopfer der Seuche. 41 % der Todesfälle traten in Pflegeeinrichtungen auf. 91 % der Verstorbenen waren 60 oder älter, nur 3 % unter 50.[653]Kalifornien: der 9. US Circuit Court of Appeals bestätigte eine Entscheidung eines Bundesgerichtes vom 15. Mai. Das Eingangsgericht hatte entschieden, dass die Untersagung aller Menschenansammlungen durch den Gouverneur, einschließlich Gottesdiensten, nicht gegen den 1. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten verstoße. Der Antrag einer Kirche aus Chula Vista auf eine einstweilige Verfügung aufgrund der in dem Verfassungszusatz geregelten Religionsfreiheit wurde abgewiesen.[654] (Fortsetzung: 26. Mai)Auf ein Schreiben des Justizministeriums der USA, dass die Maßnahmen von Los Angeles übertrieben und rechtswidrig sein könnten, erwiderte Bürgermeister Eric Garcetti, dass die Stadt der Wissenschaft und nicht der Politik folge.[655]New York: Die Tagesrate der durch COVID-19 verursachten Todesfälle sank im Bundesstaat New York erstmals wieder in den zweistelligen Bereich. Am 22. Mai 2020 waren 87 Todesfälle registriert worden.[656]23. MaiAn diesem Tag wurden 26.229 neue COVID-Fälle gemeldet, womit die Gesamtzahl in den Vereinigten Staaten auf 1.622.114 Fälle anstieg. Mit 1.047 neuen Todesfällen wurden aufgelaufen 97.049 Todesfälle durch die Pandemie gezählt.[657]Am Sonnabend spielte Präsident Trump an seinem Golfplatz in Sterling in Virginia Golf.[658] Es war das erste Mal seit dem 8. März, dass der Präsident Golf spielte.[659] Viele Amerikaner nutzten das Wochenende, um an Strände zu fahren oder anderen Aktivitäten im Freien nachzugehen. Abstandsregeln wurden weitgehend beachtet, allerdings wurden weniger Gesichtsmasken getragen.[660] Für Kalifornien sollte sich dieses Wochenende später im Rückblick als ein Punkt erweisen, der COVID-19-Ausbrüche wieder ermöglichte.[661] Die Fluggesellschaften verzeichneten vor dem Memorial-Day-Wochenende einen leichten Anstieg von Flugbuchungen, nachdem die Zahl der Flüge im März und April sehr stark eingebrochen war. Sie erwarteten aber nur einen Bruchteil dessen, was noch 2019 am Memorial-Day-Wochenende gebucht worden war.[662]Connecticut: Der Bundesstaat meldete 382 Neufälle, womit die kumulierte Anzahl an erfassten COVID-19-Fällen auf 40.022 und damit über die Schwelle von 40.000 anstieg. Mit gemeldeten 38 Todesfällen innerhalb eines Tages stieg die Gesamtzahl auf 3.675 Todesfälle mit COVID-19. Die Hospitalisierungen waren mit 724 Patienten 16 weniger als am Vortag.[663]24. MaiDie US-Regierung verkündete Einreiseverbote für Flüge aus Brasilien. Das Land hatte zu dem Zeitpunkt 347.000 bekannte COVID-19-Fälle und hatte 22.013 Tote gemeldet. Es rangierte damit auf dem zweiten Platz an Infektionsfällen in der Pandemie, nur übertroffen von den Vereinigten Staaten. Die Einreisebeschränkungen für Nichtamerikaner sollen am Donnerstag, dem 28. Mai gegen Mittag in Kraft treten.[664] Vor der Verkündigung der Reisebeschränkungen war Trump wieder Golf spielen. Er und seine Begleiter hatten im Gegensatz zu den Mitgliedern des Secret Service keinen Mundschutz getragen. Einen Wahlkampfspot von Joe Biden, der das Golfen angriff, attackierte Trump seinerseits auf Twitter.[665]Florida: Der Sunshine State erreichte an dem Wochenende die Marke von 50.000 COVID-19-Fällen. Am Sonntag, dem 24. Mai 2020 waren 50.867 Erkrankte und 2.237 Verstorbene gemeldet worden. Die Zahl der Infektionen hatte dabei seit dem Vortag um 740 zugenommen und seit der Vorwoche um 5.279.[666]Kentucky: Eine Demonstration in Frankfort von etwa hundert Personen wandelte sich zu einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen des demokratischen Gouverneurs Andy Beshear. Unter anderem wurde hierbei eine Puppe mit seinem Gesicht gehängt. Das Lynchen der Puppe wurde sowohl von Beshears Parteifreund Charles Booker, als auch dem Republikaner Mitch McConnell und dessen Partei heftig verurteilt.[667]Minnesota: Der Bundesstaat meldete 20.573 COVID-19-Erkrankungen, 730 mehr als am Vortag. Minnesota hatte damit erstmals mehr als 20.000 Fälle registriert. Der Staat musste 869 Tote beklagen, 17 davon in den vorangegangenen 24 Stunden.[668]South Carolina: Der Staat meldete am Sonntag 209 Neuerkrankungen und zehn zusätzliche Verstorbene. Damit hatte South Carolina 10.096 Fälle und hatte 435 Tote zu beklagen. Der Bundesstaat überschritt damit 10.000 Fälle.[669] Das südlichere der beiden Carolinas war der 32. Staat, der mehr als 10.000 COVID-19-Fälle verzeichnen musste.[670]Tennessee: Der Bundesstaat meldete, dass 20.145 Tennesseer als erkrankt registriert wurden, der Zuwachs betrug 356 Erkrankte. 12.800 der Erkrankten hatten sich zu diesem Zeitpunkt erholt, 336 waren in dem Bundesstaat verstorben.[671]Washington: Bis Mitternacht zum Montag, den 25. Mai waren in Washington 20.065 Corona-Erkrankte und 1.070 Tote registriert worden; am Tag zuvor waren es noch 19.828 und 1.061 Tote.[672]25. MaiIn einer Reihe von Tweets auf Twitter drohte Donald J. Trump, die diesjährige Republican National Convention nicht wie geplant vom 24. bis zum 27. August in Charlotte (North Carolina) stattfinden zu lassen, wenn der Gouverneur von North Carolina nicht garantieren könne, dass die vorgesehene Arena in voller Kapazität genutzt werden könne. Er denke an eine Verlegung nach Georgia, Florida oder Texas.[673] Allerdings waren mögliche Alternativen als Tagungsort zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt[674] und der Vorstoß war nicht mit seiner Partei abgestimmt.[675] (Fortsetzung siehe 29. Mai) In weiteren Tweets griff Trump Politiker der Demokraten und seinen ehemaligen Justizminister Jeff Sessions an. In seinen etwa hundert Tweets und Re-Tweets an diesem Morgen waren auch gelegentliche Hinweise der Gesundheitsbehörden eingestreut und ein Tweet zur Verteidigung von Hydrochloroquin als COVID-19-Medizin enthalten.[665]Der Präsident legte am Arlington National Cemetery einen Kranz nieder und begab sich dann nach Fort McHenry, wo er eine Memorial-Day-Rede hielt, bei der er die Rolle der US-Streitkräfte während der COVID-19-Pandemie würdigte.[665][676] Der Präsidentschaftskandidat Joe Biden verließ erstmals seit zwei Monaten sein Haus in Wilmington, um gemeinsam mit seiner Frau einen Kranz an einer nahen Gedenkstätte abzulegen.[677]In Minneapolis starb der Afroamerikaner George Floyd bei einer Festnahme durch Polizeigewalt. Der Tod von George Floyd führte in den gesamten Vereinigten Staaten zu erheblichen und anhaltenden Protesten.[678] Die Centers for Disease Control and Prevention sahen sich später veranlasst zu warnen, dass die Proteste zu einem merklichen Anstieg von Ansteckungen führen könnten.[679]Kalifornien: Das Republican National Committee reichte bei einem United States District Court Klage gegen Gouverneur Gavin Newsom und seinen Attorney General Alex Padilla ein. Die Klage wandte sich gegen die am 8. Mai erlassene Executive Order des Gouverneurs, Briefwahlunterlagen zu verschicken.[609]New York: Bei einer Pressekonferenz im Intrepid Sea, Air & Space Museum erklärte Gouverneur Andrew Cuomo, dass er nicht wisse, wann die nächste Phase für die Öffnung New Yorks erfolge. Alle Vorhersagen in der Vergangenheit hätten sich geirrt. Er habe sich aus dem „Rategeschäft“ verabschiedet.[680]Tennessee: Der Staat Tennessee meldete 20.145 im Labor bestätigte COVID-19-Fälle. 12.827 der Erkrankten waren zu diesem Zeitpunkt genesen und 336 verstorben. Der Zuwachs von Sonnabend auf Sonntag war 356 Fälle. Die Anzahl der Erkrankten hatte sich in den letzten 26 Tagen von 10.000 auf 20.000 verdoppelt.[681]26. MaiDie Aktienmärkte stiegen und erreichten wieder Kurse, wie es sie zu Anfang März 2020 gab. Als Gründe wurden Hoffnungen auf einen Impfstoff und eine weitere Öffnung der Vereinigten Staaten angenommen.[682]Nachdem sie sich am 8. Mai wegen eines positiven COVID-19-Tests in Selbstisolierung begeben hatte, nahm Katie Miller, die Pressesprecherin von Vizepräsident Pence, ihre Arbeit im Weißen Haus wieder auf.[683]Die Pandemie verstärkte das Bedürfnis nach Möglichkeiten zur Briefwahl (englisch mail-in ballot).[684] Am 26. Mai schrieb Donald J. Trump auf Twitter:“There is NO WAY (ZERO!) that Mail-In Ballots will be anything less than substantially fraudulent. Mail boxes will be robbed, ballots will be forged & even illegally printed out & fraudulently signed. The Governor of California is sending Ballots to millions of people, anyone.....”„Da ist KEINE MÖGLICHKEIT (NULL!), dass Briefwahl harmloser sein wird als substanzieller Betrug. Briefkästen werden überfallen werden, Stimmzettel werden gefälscht & sogar illegal gedruckt & betrügerisch unterzeichnet. Der Gouverneur von Kalifornien sendet Stimmzettel an Millionen von Leuten, jedermann...“– Donald J. Trump: Twitter am 26. Mai 2020[685]Twitter markierte mit dieser Stellungnahme erstmals eine von Donald Trump als potentiell irreführend.[685] (Fortsetzung siehe 27. Mai)Kalifornien: Die South Bay Pentecostal Church legte eine Petition beim United States Supreme Court ein, dass er die Entscheidung des 9. US Circuit Court of Appeals vom 22. Mai aufheben möge. Die Anordnungen des Gouverneurs zur Eindämmung von COVID-19, die vom Appellationsgericht bestätigt wurden, würden sie in ihren Rechten aus dem 1. Verfassungszusatz verletzen.[686] (Fortsetzung: 29. Mai)27. MaiNachdem Twitter am Vortag seinen Tweet als irreführend markiert hatte, schrieb Trump auf Twitter, dass Republikaner schon immer sagten, sie würden auf sozialen Medien zum Schweigen gebracht. Er könne das nicht zulassen und drohte, Twitter abzuschalten oder zu regulieren. Er wiederholte seine Behauptung vom Vortag, dass Briefwahl Wahlbetrug sei.[687][688][689] Später kündigte Trump an, dass er starke Maßnahmen ergreifen wolle. Es wurde für möglich gehalten, dass er eine Executive Order erlassen könne, mit der Twitter der spezielle Schutz als Internet-Provider entzogen werden könne. Senator Josh Hawley und Repräsentant Matt Gaetz zeigten Unterstützung hierfür.[690] (Fortsetzung siehe 28. Mai)Anthony Fauci erklärte in einem Interview, dass eine prinzipiell mögliche zweite Welle von COVID-19-Erkrankungen nicht unvermeidlich sei. Voraussetzung für die Vermeidung sei, dass die Bundesstaaten nicht überstürzt öffneten und wichtige Schritte der Vorgaben überspringen.[691] Er bezeichnete ferner das Arzneimittel Hydroxychloroquin als nicht effektiv bei der Behandlung der Krankheit.[692]Am Nachmittag wurde gemeldet, dass in den Vereinigten Staaten 100.000 COVID-19-Tote zu beklagen waren. Zwar nehme die Zahl der Neuinfektionen insgesamt eher ab, doch gebe es in einigen Bundesstaaten besorgniserregende Zunahmen.[693] Während die USA nach einer Übersicht der Johns Hopkins University 100.047 Opfer verzeichneten, wies das Vereinigte Königreich als Land mit den zweitmeisten Todesfällen 37.542 mit COVID-19 Verstorbene aus. Von den weltweit erfassten mehr als 5,6 Millionen Infizierten waren etwa 30 % in den USA positiv getestet worden. Brasilien (391.222 Fälle) und Russland (370.680 Fälle) folgten auf der Liste der gemeldeten Infektionsfälle.[4] Auffällig ist, dass insbesondere die Gruppe der Afroamerikaner besonders hart getroffen wurde. 23 % der mit COVID-19 Verstorbenen waren Afroamerikaner, obwohl sie lediglich 13 % der Bevölkerung stellen.[694]Kalifornien: Der Golden State überschritt am Vormittag gegen 11:00 Uhr Ortszeit die Grenze von 100.000 identifizierten COVID-19-Erkrankten. Die Mehrzahl der Erkrankungen wurde in Südkalifornien in den Countys Los Angeles County, Orange County und Riverside County identifiziert.[695] Mit zu dem Zeitpunkt 100.146 Erkrankungen rangierte der Staat hinter Illinois (113.195), New Jersey (155.764) und New York State (366.638) auf dem vierten Platz.[696]Virginia: Die Behörden in Virginia meldeten 40.249 COVID-19-Erkrankungen (38.276 bestätigte und 1.973 wahrscheinliche Fälle) sowie 1.281 COVID-19-bezogene Todesfälle. Der Bundesstaat überschritt damit die Grenze von 40.000 COVID-19-Erkrankungen seit dem Ausbruch der Pandemie.[697]28. MaiUm etwa 9:30 Uhr Ortszeit tweetete Trump, dass die Vereinigten Staaten mit inzwischen 100.000 Toten einen traurigen Meilenstein erreicht hätten. Er sprach sein Beileid für die Hinterbliebenen aus.[698][699]Das Arbeitsministerium gab bekannt, dass die Anzahl der Arbeitslosenanträge rückläufig sei. In der vorangehenden Woche waren nur 2,1 Millionen Neuanträge gestellt worden. Die Arbeitslosenzahl hatte sich auf etwa 40 Millionen gesteigert.[700]Es wurde bekannt, dass die Trump-Administration plante, die üblicherweise im Juli oder August veröffentlichte offizielle Wirtschaftsprognose nicht zu veröffentlichen. Die Regierung vertrat die Rechtsauffassung, dass die Veröffentlichung nicht vorgeschrieben sei und irreführend sein könne. Seit den 1970ern wurde die Prognose mit den enthaltenen Daten zu Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und anderen jährlich veröffentlicht.[701]Am Abend unterzeichnete Trump eine Executive Order,[702] um soziale Medien zu regulieren, nachdem Twitter einen seiner Tweets am 26. Mai mit einem Marker versehen hatte. Der Präsident begründete dies damit, dass einige solche Unternehmen diesen Meinungsaustausch monopolisieren würden. Es wird bezweifelt, ob die Anordnung vor Gerichten bestand haben kann.[703]Massachusetts: Marty Walsh, der Bürgermeister von Boston, sagte den von April bereits in den September verlegten Boston-Marathon ab. Er soll stattdessen als virtuelles Rennen stattfinden. Es ist das erste Mal in der 124-jährigen Geschichte des Rennens, dass es ausfällt.[704]Pennsylvania: Die Gesundheitsbehörden meldeten, dass Pennsylvania 70.042 COVID-19-Fälle identifiziert hatte. Es war der achtzehnte Tag, an dem dieser Staat weniger als 1.000 Neufälle aufwies. Nachdem 108 Pennsylvanier seit dem Vortag verstorben waren, hatte die Pandemie 5.373 Todesopfer in Pennsylvania gefordert.[705]Wisconsin: Etwa zwei Wochen nachdem der Wisconsin Supreme Court am 13. Mai 2020 die Anordnungen des Gouverneurs zur Seucheneindämmung weitgehend aufgehoben hatte, verzeichnete der Staat den stärksten Anstieg an Infektionen seit dem Beginn der Pandemie. Es waren nun 16.974 Fälle registriert.[706]29. MaiWährend einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses kündigte Trump an, dass die USA alle Verbindungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufkündige. Die WHO sei vollständig von China kontrolliert[707] und habe nicht angemessen während der COVID-19-Pandemie reagiert.[708]Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ erklären, dass sie sich für die Einladung zu einem G7-Gipfel in Person im Juni in den USA bedanke. Sie könne aber bei der derzeitigen pandemischen Situation nicht zusagen.[709]In einem Telefonat mit dem Gouverneur von North Carolina bestand Trump weiterhin auf eine volle Arena für die Convention der Republikanischen Partei. Ronna Romney McDaniel als Parteivorsitzende erklärte, dass die Planungen mit Volldampf vorangingen. Die Partei hatte Sicherheitsvorkehrungen vorgestellt wie die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln. Von Seiten des Staates wurde bemängelt, dass vom CDC vorgesehene Vorkehrungen, wie das Tragen von Masken und räumliche Distanzierung, nicht berücksichtigt seien.[710] Die Gesundheitsministerin des Staates Mandy Cohen bat in einem Schreiben vom Freitag, dem 29. Mai um Klärung dieser Fragen.[711] (Fortsetzung: 3. Juni)Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten wies die am 26. Mai 2020 eingereichte Klage der South Bay United Pentecostal Church in Chula Vista gegen Einschränkungen durch die Anordnungen des Gouverneurs von Kalifornien zurück. Die 5:4-Mehrheit entschied, dass die Religionsfreiheit zwar beschränkt werde, aber nicht in gegen die Verfassung verstoßender Weise. Die Kirche werde auch nicht willkürlich ungleich zu vergleichbaren säkularen Gewerben mit Menschenansammlungen, wie z. B. Kinos, behandelt.[712]Das CDC begann wieder regelmäßige Pressekonferenzen zu geben. Die letzte derartige Pressekonferenz hatte am 9. März 2020 stattgefunden.[713]Maryland: Der Staat meldete 1.279 Neuinfektionen und bestätigte, dass er mit 50.988 Fällen damit auch die Marke von 50.000 Fällen überschritten habe. In Maryland seien 4,6 % der Fälle tödlich verlaufen, der Staat hatte 2.348 Verstorbene zu beklagen. Maryland war der zehnte Staat, der 50.000 Erkrankungen melden musste. Allerdings sei es an neun der letzten zehn Tagen zu weniger als 50 Todesfällen pro Tag gekommen.[714]30. MaiAuf dem Rückflug von Cape Canaveral gab der US-Präsident an Bord von Air Force One bekannt, dass er den G7-Gipel in den September oder nach die Präsidentschaftswahl verlege. Er wolle außerdem zusätzlich Australien, Indien, Russland und Südkorea einladen. Das bisherige Format sei seiner Ansicht nach veraltet.[715] Die Einladung Russlands würde erfolgen, obwohl es wegen der Krimkrise ausgeschlossen wurde.[716] Trump bezeichnete dieses Treffen als „G10 oder G12“ und erklärte, er habe mit den anderen Regierungschefs schon grob darüber gesprochen.[717]31. MaiMinnesota: Mit 1.040 registrierten Todesfällen hatte Minnesota an diesem Tag die Marke von 1.000 COVID-Todesopfern überschritten. Es waren 24.850 Fälle gemeldet, die Autoritäten erwarteten aber einen baldigen Anstieg wegen der anhaltenden massiven George-Floyd-Proteste. 555 Patienten mussten wegen COVID-19 in Krankenhäusern behandelt werden, 257 davon auf Intensivstationen.[718]Ohio: Die Gesundheitsbehörden meldeten am 31. Mai, dass in Ohio 30.167 COVID-19-Fälle erfasst wurden. Seit dem 30. Mai waren 731 Fälle neu identifiziert worden, der höchste tägliche Anstieg seit dem 8. Mai. Gleichwohl bewegten sich die Neufälle insgesamt gleichbleibend. Der Umfang des Anstiegs am 31. Mai war auf die festgestellten Erkrankungen im Cuyahoga County zurückzuführen. Ohio beklagte 1.867 Todesfälle in der Pandemie, 5.295 Personen lagen im Krankenhaus.[719]Juni 2020Waren zu Beginn des Juni 2020 die Anzahl von Neufällen und der Anteil von positiven Testergebnissen eher rückläufig, drehte sich dieser Trend in der Mitte des Monats. Neben den Neufällen und der Quote von positiven Testergebnissen begannen auch die Hospitalisierungen zu steigen.[720] In der letzten Juniwoche kam es zu einem erheblichen Anstieg an COVID-19-Fällen in zahlreichen Bundesstaaten.[721]Im Laufe des Juni erholte sich der Arbeitsmarkt durch die zunehmende Wiederöffnung. Die Arbeitslosenquote sank auf 11,1 %, nachdem 4,8 Millionen Arbeitsplätze entstanden bzw. wieder besetzt wurden. Das war der größte Gewinn an Arbeitsplätzen innerhalb eines Monats in der aufgezeichneten Geschichte des US-Arbeitsmarktes. Allerdings stieg auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 59.000 auf 1,9 Millionen und 1,427 Millionen Amerikaner meldeten sich arbeitslos.[722] Die US-Autoindustrie berichtete nach Ablauf des Monats einen Umsatzeinbruch von 30 % für das zweite Quartal. Der Tiefpunkt war im April, als Fabriken schließen mussten und Verbraucher kaum Fahrzeuge nachfragten, danach setzte bis Ende Juni eine Erholung ein. Die Erholung wurde durch niedrige Treibstoffkosten und niedrige Zinsen bei Kraftfahrzeugkrediten gefördert.[723]Der Grundstücksmarkt verzeichnete einen Umsatzsprung um 21 % im Vergleich zum Mai. Gefördert wurde diese Entwicklung durch niedrige Hypothekenzinsen. Die Umsätze wurden teilweise aber auch durch während April und Mai aufgeschobenen Häuserkäufen getragen. Gedämpft wurde der Umsatz durch einen Mangel auf der Angebotsseite. Insgesamt war der Umsatz im ersten Halbjahr aber um 11,6 % niedriger als in der ersten Hälfte 2019. Es bestand ein merklicher Trend zu Kleinstädten und Vororten, weg von urbanen Zentren.[724]Die Vereinigten Staaten wiesen über den Juni 2020 ein Haushaltsdefizit von 864 Milliarden Dollar aus. Verursacht war dies durch erheblich höhere Ausgaben in Höhe von 1,1 Billionen Dollar, etwa doppelt soviel wie normalerweise in einem Monat ausgegeben wird. Die Ausgaben waren durch die erheblichen Ausgaben zur Dämpfung der Wirtschaftskrise 2020 gesteigert worden. Gleichzeitig waren die Steuereinnahmen durch die Verschiebung des Termins für Steuererklärungen verringert.[725]1. JuniArizona: Der Grand-Canyon-Staat meldete 187 neu erfasste COVID-19-Erkrankungen und insgesamt 20.123 Erkrankungen. 917 Bewohner Arizonas waren bis dahin an der Krankheit gestorben.[726]Kansas: Der Bundesstaat meldete 10.011 Infizierte und 217 Tote und überschritt die Grenze von 10.000 Coronafällen. 2.729 Fälle und neun Tote waren bei Beschäftigten der Fleischverpackungsindustrie festgestellt worden.[727]Louisiana: Der Bundesstaat meldete, dass der Meilenstein von 40.000 Opfern passiert wurde. Louisiana meldete 40.341 COVID-19-Fälle. Am 31. Mai waren es noch 39.916 gewesen. 2.686 Todesopfer hatte das Virus in dem Staat bis dahin gefordert. 661 Patienten mussten mit COVID-19 in den Krankenhäusern behandelt werden. Gleichwohl ging der Staat in die zweite Phase des Wiederöffnungsplanes Louisianas über.[728]Massachusetts: Die Gesundheitsbehörden stellten ihre Zählung wegen neuer Richtlinien des CDC um. Es habe 326 laborbestätigte neue Fälle gegeben. Zusätzlich wurden 3.840 mögliche Fälle rückwirkend vom 1. März einbezogen. Die Behörden verkündeten weiterhin, es habe 48 laborbestätigte COVID-19-Tote und weitere 141 mögliche Coronatote gegeben. Der Staat Massachusetts überschritt damit 100.000 COVID-19-Fälle.[729] Der Bundesstaat hatte damit 100.805 COVID-19-Fälle und 7.035 COVID-19-Todesfälle erfasst.[730]2. JuniIn den Bundesstaaten Indiana, Maryland, Montana, New Mexico, Pennsylvania, Rhode Island, South Dakota und dem Territorium Washington, D.C. fanden am Dienstag, dem 2. Juni 2020, Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl im November statt. Zusätzlich wurden in Iowa Vorwahlen für die Abstimmungen im November für Wahlen zum Repräsentantenhaus und Senat abgehalten.[731] Etliche der Wahlen waren als Reaktionen auf die Pandemie verschoben worden.[732] Die Wahlen waren außerdem durch eine Ausdehnung der Briefwahl geprägt, um das Infektionsrisiko zu vermindern. Sie fanden zusätzlich während der Proteste wegen des Todes von George Floyd statt.[731]Iowa: Nachdem 163.964 Tests durchgeführt worden waren, wies Iowa am Dienstag um 11:46 Uhr 20.017 festgestellte Erkrankungen auf und hatte somit mehr als 20.000 Erkrankungen. Am Vortag waren 314 COVID-19-Fälle bestätigt worden. Der Bundesstaat beklagte 558 COVID-19-Tote, 20 in den vorangegangenen 24 Stunden. Die Altersgruppe der 18- bis 40-Jährigen machte 43 % der Fälle aus und war damit die am meisten betroffene Altersgruppe, gefolgt von 41 bis 60 (35 %).[733]Utah: Der Bundesstaat meldete 10.202 Coronafälle, wobei es am Vortag noch 9.999 Fälle waren. Es war der sechste Tage in Folge mit über 200 Neuinfektionen. Es waren 113 Tote gemeldet, 801 hatten mit der Krankheit hospitalisiert werden müssen.[734] Gleichwohl schlug das Wirtschafts-Notfall-Komitee eine Herabstufung der Alarmstufe gelb auf grün für das Wochenende vor.[735] Der Staat Utah verringerte auch die Zahl an Personen zuständig Kontakte von Infizierten zu recherchieren.[734]3. JuniIn der Frage um die Abhaltung der Republican National Convention in North Carolina schrieb der Gouverneur des Bundesstaates, dass er die Forderung, zu garantieren, dass Regeln zur räumlichen Distanzierung nicht durchgesetzt werden, ablehnen müsse. North Carolina hatte zu diesem Zeitpunkt etwa 29.900 COVID-19-Fälle identifiziert und etwa 900 Tote zu beklagen. Trump tweetete dauraufhin, dass seine Partei genötigt werde, die Convention zu verlegen. Republikaner in North Carolina warfen dem Gouverneur Doppelmoral vor. Er habe Demonstranten gegen den Tod George Floyds keine derartigen Vorschriften gemacht.[736]Massachusetts: Der Bay State meldete erstmals über 100.000 COVID-19-Fälle und mehr als 7.000 Coronatote. Massachusetts meldete 100.805 identifizierte Fälle und 7.035 Tote bei 1.747 mit der Krankheit hospitalisierten Personen und 404 Patienten auf der Intensivstation. Der Staat hatte 141 mögliche COVID-19-Tote und 3.514 mögliche Fälle seit dem 1. März 2020 zusätzlich in seine Statistik aufgenommen.[737]North Carolina: Die Gesundheitsbehörden North Carolinas meldeten von Dienstag auf Mittwoch einen Anstieg von 29.889 auf 30.777 COVID-19-Fälle und meldeten 954 Tote. 684 Patienten mussten in Krankenhäusern behandelt werden.[738]4. JuniDie National Basketball Association (NBA) beschloss, die Saison mit 22 Mannschaften in einem am 31. Juli 2020 beginnenden Turnier in Orlando (Florida) wieder zu starten. Es wurde beschlossen, den Wettbewerb im Walt Disney World Resort auszutragen. Die NBA-Teams sollten hierzu am 9. bis 11. Juli das Training aufnehmen.[739]Kalifornien: Anwälte reichten für 2.800 Passagiere der Grand Princess eine Sammelklage (Class Action Lawsuit) gegen die in Santa Clarita registrierte Betreibergesellschaft Princess Cruises und ihre Muttergesellschaft Carnival Corporation & plc mit Sitz in Miami vor einem Bundesgericht in Südkalifornien ein. Sie warfen den Veranstaltern der Kreuzfahrt grobe Fahrlässigkeit vor. Die Veranstalter hätten mögliche COVID-19-Fälle wissentlich an Bord gelassen und nach dem Auftreten von COVID-19 Passagiere weiter ermutigt, sich zu vergnügen und eng zu interagieren. Die Beklagten erklärten, sie würden sich grundsätzlich nicht zu anhängigen Rechtsfällen äußern, die Gesundheit und Sicherheit der Passagiere hätten aber oberste Priorität gehabt.[740]Wisconsin: Der 20.000ste COVID-19-Fall in Wisconsin wurde registriert. 20.010 Fälle wurden an diesem Tag gemeldet, 65 % waren bereits ausgeheilt. Es waren seit dem Vortag 492 Fälle erfasst worden, weniger als der Anstieg von 570 am Vortag. Der Anteil positiver Tests betrug 4,1 %, seit drei Tagen sank dieser Anteil. Wisconsin beklagte 627 Tote.[741]5. JuniIn einer morgendlichen Pressekonferenz erklärte Trump, dass erhebliche Fortschritte bezüglich eines Impfstoffes gemacht worden seien. Es stünden 2 Millionen Impfdosen sofort bereit, wenn die Wissenschaftler bestätigen, dass der Impfstoff sicher sei. Es sei nur eine Frage des Transports. Anthony Fauci erklärte, er habe diese Äußerungen noch nicht gehört, er sei aber skeptisch bei den Erfahrungen mit Coronaviren, dass Immunität lange bestehen bleiben würde.[742]Georgia: Am Nachmittag des Freitag des 5. Junis meldeten die Gesundheitsbehörden Georgias 50.621 Coronafälle und damit erstmals mehr als 50.000 Infizierungen in dem Pfirsich-Staat. Innerhalb der vorherigen 24 Stunden waren 774 Neuinfizierungen registriert worden. Zu dem Zeitpunkt verzeichnete Georgia 2.174 Coronatote, wobei 27 in den letzten 24 Stunden gestorben waren. 8.646 Bürger des Bundesstaates mussten im Krankenhaus bis dahin behandelt werden, 227 waren in den 24 Stunden zuvor eingeliefert worden.[743] Insgesamt befanden sich am Freitagnachmittag 807 Personen mit COVID-19 in Krankenhäusern, was eine Abnahme um 2 Patienten seit Mittwoch darstellte. Die Infektionen stiegen in Georgia seit der vorletzten Mai-Woche wieder.[744]Nevada: Ein 25 Jahre alter Mann aus Washoe County wurde ein zweites Mal positiv auf COVID-19 getestet. Er war erstmals am 18. April 2020 positiv getestet worden, und zwischenzeitlich zweimal negativ getestet worden. Die Proben beider positiver Tests zeigten significante genetische Unterschiede. Es handelte sich damit um den ersten nachgewiesenen Fall einer Neuinfektion mit dem SARS-CoV-2-Virus in den Vereinigten Staaten.[745]6. JuniWährend die George-Floyd-Proteste andauerten, überstieg die Zahl der gemeldeten COVID-19-Toten in den Vereinigten Staaten 110.000 identifizierte Tote. Es waren 1.916.237 COVID-19-Fälle identifiziert und 110.041 Coronatote registriert.[746]7. JuniKalifornien: Der Westküstenstaat verzeichnete an diesem Sonntag 2.190 neue Fälle seit Sonnabend. Die Zahl der im Goldstaat verzeichneten COVID-19-Fälle stieg damit auf 130.690 erfasste Erkrankungen seit dem Beginn der Pandemie. Der Siebentagesdurchschnitt an Neuinfektionen lag hierbei bei 2702. Kalifornien verzeichnete von Sonnabend auf Sonntag 28 Todesfälle, 25 davon in Los Angeles County. Der Bundesstaat hatte damit 4.532 Todesopfer der Pandemie zu beklagen.[747]Virginia: Der Ostküstenstaat passierte den Meilenstein von 50.000 Coronafällen. 48.349 Fälle waren durch Labortests bestätigt worden, 2.332 galten wegen der Krankheitssymptome als wahrscheinliche COVID-19-Fälle. Zusammen ergab dies 50.681 Coronaerkrankungen, eine Zunahme um 1.284 Infektionen seit dem 6. Juni. 801 bestätigte COVID-19-Patienten wurden in Virginias Krankenhäusern behandelt. 1.472 Virginier waren mit COVID-19 verstorben, 12 davon seit dem Vortag.[748]8. JuniEs wurde bekannt, dass die Vorräte der Regierung der Vereinigten Staaten an Remdesivir, dem einzigen Arzneimittel, das Wirkung gegen COVID-19 zeigt, Ende des Monats zu Ende gehen könnten. Bereits zuvor hatte es ungleichmäßige Verteilungen gegeben.[749]Einer am 8. Juni 2020 von CNN veröffentlichten Umfrage zufolge hatte der US-Präsident eine Zustimmung von 38 %, während 57 % seine Amtsführung ablehnten. Im Duell mit Joe Biden standen 41 % hinter Trump, aber 55 % hinter Biden. Hinsichtlich der Coronakrise hielten 55 % Biden für geeigneter, die Krise zu handhaben, als Trump (41 %).[750] Das Wahlkampfteam Trumps kündigte an, dass der Präsident in den nächsten ein, zwei Wochen wieder Wahlkampfveranstaltungen abhalten werde.[751]Die Börsen konnten nach einer Gewinnstrecke die Verluste seit Jahresbeginn ausgleichen. Der Dow Jones Industrial Average machte an diesem Tag 461,46 Punkte oder 1,7 % gut und endete bei 27.572,44 Punkten. Die Verluste seit dem 1. Januar betrugen damit nur noch 3,3 %. Der S&P 500 stieg um 1,2 % oder 38,46 Punkte auf 3.232,39 Punkte am Ende des Handelstages. Dieser Index gewann damit 47 % seit dem Tiefstpunkt im März und war nun 0,05 % positiv im Jahresüberblick. Der Nasdaq Composite schloss bei 9.924,74 Punkten, nachdem er 1,1 % gewonnen hatte. Der Gewinn seit Jahresbeginn war damit 10,6 %.[752] Am gleichen Tag teilte das National Bureau of Economic Research mit, dass, nachdem das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2020 um 5 % gesunken war und das zweite Quartal eher größere Verluste andeute, die Vereinigten Staaten sich nun offiziell in einer Rezession befänden, die im Februar begonnen habe.[753]9. JuniEs wurde bekannt, dass 28 der 50 US-Bundesstaaten ihre COVID-Fälle nicht entsprechend den CDC-Vorgaben ermitteln. Unter diesen Staaten sind die bevölkerungsreichsten Staaten Florida, Kalifornien, New York und Texas. Wahrscheinliche Fälle würden nicht berücksichtigt. Das sind Krankheitsfälle, bei denen Symptome und Umstände auf COVID-19 hindeuten, aber eine Bestätigung durch ein Labor noch aussteht. Die Fallzahlen könnten daher höher sein.[754]In den fünf Staaten Georgia, Nevada, North Dakota, South Carolina und West Virginia fanden Vorwahlen statt.[755]Arkansas: Gouverneur Asa Hutchinson teilte mit, dass sein Bundesstaat nun auch über 10.000 Fälle von COVID-19 erfasst habe. 340 Fälle seien seit dem 8. Juni hinzugekommen. 173 Bewohner lagen mit COVID-19 im Krankenhaus, wovon 44 auf künstliche Beatmung angewiesen seien. Sechs Personen waren in Arkansas seit dem Vortag verstorben, womit 161 Tote zu beklagen waren.[756]Delaware: Die Gesundheitsbehörden teilten mit, dass in Delaware 10.020 COVID-19-Erkrankungen erfasst wurden, 48 innerhalb der vorangegangenen 24 Stunden. Zwölf Tote seit dem Vortag brachten die Zahl der zu beklagenden Opfer auf 410. Der erste Fall in Delaware war am 11. März nachgewiesen worden.[757]Georgia: Im Bundesstaat fanden Vorwahlen für die Präsidentschaftswahl und die Kongresswahlen statt. Die Präsidentschaftsvorwahlen waren wegen der Pandemie von März und die übrigen Wahlen von Mai verlegt worden. Auf das sonst zur Wählerrekrutierung übliche Klinkenputzen musste verzichtet werden. Eine Flut von Briefwahlen war beantragt worden.[758] Die Wahl war von erheblichen Problemen überschattet. Probleme wie große Zahlen von nicht rechtzeitig zugesandten Briefwahlunterlagen und stundenlanges Warten. Besonders betroffen waren Afroamerikaner.[759]Illinois: Die Stadt Chicago teilte mit, dass wegen der COVID-19-Pandemie in den Vereinigten Staaten das Lollapalooza 2020 abgesagt sei.[760] Auch andere Großveranstaltungen bis zum amerikanischen Tag der Arbeit (Labour Day) am 7. September wurden abgesagt. Das betraf beispielsweise auch das Chicago Jazz Festival.[761]Nevada: Der Bundesstaat hatte auch bei den Vorwahlen mit langen Schlangen zu kämpfen. Die Regierung hatte aber allen registrierten Wählern Briefwahlzettel zugestellt.[755] Außerdem verzeichnete Nevada am 9. Juni 244 neuidentifizierte Erkrankungen, womit der Staat 10.030 COVID-19-Fälle erfasst hatte. Dies war der höchste Anstieg seit dem 22. Mai 2020. Nevada musste außerdem zwei weitere Tote beklagen, was die Zahl von COVID-19-Todesopfern auf 444 brachte.[762]10. JuniDie New York Times meldete, dass nach ihren Datenbanken die Vereinigten Staaten mit mindestens 2.000.500 Fällen mehr als 2 Millionen COVID-19-Erkrankungen registriert hätten. Mindestens 112.600 Menschen seien in den USA mit der Krankheit verstorben. In den Staaten Arizona, Florida, Kalifornien, Missouri, North Carolina, Tennessee, Texas und Washington würden die Infektionsraten in den letzten zwei Wochen wieder zunehmen. In acht Staaten würden die Infektionsraten abnehmen.[763] Die Vereinigten Staaten verzeichneten damit etwas über 28 % der weltweiten Fälle, was ein geringerer Anteil war als der von 33,3 % am 2. Mai.[764] Trotz der sich abzeichnenden Spitzen war die letzte Pressekonferenz der Task Force fast einen Monat her und die internen Sitzungen fanden nicht mehr täglich, sondern nur noch zweimal wöchentlich statt.[765]Der Stadtteil Greenwood nach dem Massaker 1921Bei einem Treffen mit afroamerikanischen Unterstützern erklärte Donald Trump, dass er wieder große Wahlkampfveranstaltungen abhalten wolle. Die erste werde am 19. Juni 2020 in Tulsa im Bundesstaat Oklahoma stattfinden. Das Datum wie auch der Ort werden kritisiert. Am 19. Juni wird unter dem Namen Juneteenth der endgültigen Befreiung der letzten Sklaven gedacht. Tulsa war Ort des Greenwood-Massakers an Afroamerikanern 1921.[766] Eine solche Großveranstaltung in einem Staat mit steigenden Infektionszahlen wurde als Gesundheitsrisiko kritisiert.[767] Teilnehmer der Wahlkampfveranstaltung mussten eine Erklärung unterzeichnen, dass sie keine rechtlichen Schritte im Falle einer COVID-19-Erkrankung gegen die Veranstalter unternehmen würden.[768]Arizona: Für Arizona bezeichnete William Hanage von der Harvard University die Lage als alarmierend; die Rate der Hospitalisierungen führe das Gesundheitssystem des Staates an seine Grenzen. Der Gouverneur führte die steigenden Fallzahlen auf verstärktes Testen zurück, Kritiker weisen darauf hin, dass dies nicht die steigende Zahl von Krankenhausaufenthalten erkläre.[769] Der Staat ordnete wegen einer 76%-Auslastung der Intensivstationen an, dass Krankenhäuser Notfallpläne aktivieren.[770]Kalifornien: In dem Goldenen Staat steigen die Fälle vor allem in neun Countys, in denen allerdings die Hälfte aller Kalifornier leben. Betroffen sind unter anderem Los Angeles County, Fresno County, Imperial County und San Bernardino County.[771]Der Bürgermeister von Los Angeles forderte Teilnehmer von George-Floyd-Protesten auf, sich testen zu lassen und sich in Selbstisolierung zu begeben.[770]Der Vergnügungspark Universal Studios Hollywood öffnete am Nachmittag teilweise. Der CityWalk mit Restaurants und Geschäften ließ wieder Gäste zu.[772]Missouri: Es wurden 274 neu festgestellte Fälle gemeldet, was die Gesamtzahl in Missouri auf 15.187 und damit erstmals über 15.000 brachte. Der Gouverneur erklärte, der höchste Sprung an Fällen pro Tag seit dem 4. Mai sei auf ein einzelnes County und stärkeres Testen zurückzuführen.[773]Texas: Auch Texas meldete zwei aufeinanderfolgende Tage mit Rekordzahlen bezüglich Krankenhausaufenthalten. Mussten am Montag noch 1.935 Personen mit COVID-19 in Krankenhäusern behandelt werden, waren es Dienstag, den 9. Juni, schon 2.056.[774] Am 10. Juni waren es 2.153 Texaner mit Corona auf Intensivstationen.[775] Auch die Zahl der neu festgestellten Infektionen stieg auf 2.504 seit dem Vortag. Dies brachte Texas fast an die Grenze zu 80.000 Gesamtfällen.[776]11. JuniRegeneron Pharmaceuticals begann Tests mit Menschen für eine Antikörper-Therapie gegen COVID-19.[777]Die Aktienbörsen in den Vereinigten Staaten erlebten ihren schlechtesten Tag seit dem 16. März 2020. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 6,9 % oder 1.861,82 Punkte und schloss den Handelstag mit 25.128,17 Punkten. Der S&P 500 gab 5,9 % nach und schloss mit 3.002,10. Der Nasdaq Composite sank um 5,3 % und schloss bei 9.492,73. Betroffen waren vor allem Fluggesellschaften, Kreuzfahrtreedereien und Handelsunternehmen, auf deren Erholung die Märkte nach der Wiederöffnung von der Pandemie gehofft hatten.[778] Auslöser waren Nachrichten über zunehmende Hospitalisierungen und wieder steigende COVID-19-Zahlen in mehreren Bundesstaaten sowie die Erkenntnis, dass die USA sich in einer Rezession befinden und eine schnelle Erholung nicht zu erwarten sein dürfte.[779]VyStar Veterans Memorial Arena in JacksonvilleIn der Auseinandersetzung mit dem Gouverneur von North Carolina um COVID-19-Vorkehrungen während der Republican National Convention 2020 beschloss das Planungskommitee, dass Trump seine Rede zur Annahme der Nominierung in der VyStar Veterans Memorial Arena in Jacksonville (Florida) halten wird. Der Parteitag würde weiter wie geplant in Charlotte (North Carolina) stattfinden.[780]Arizona: Der Grand-Canyon-Staat meldete 1.412 Neuerkrankungen in den letzten 24 Stunden und damit 31.264 COVID-19-Fälle. 1.127 Bewohner waren mit COVID-19 verstorben, 32 allein in den vorangegangenen 24 Stunden. 3.531 Patienten mussten mit der Krankheit in Krankenhäusern behandelt werden.[781]Illinois: Der Staat Lincolns meldete am Donnerstag, dem 11. Juni 2020 insgesamt 130.603 identifizierte COVID-19-Fälle seit Beginn der Pandemie. Es waren bisher 1,1 Millionen COVID-19-Tests durchgeführt worden, 22.325 allein in den vorangegangenen 24 Stunden. Der Anteil positiver Tests ging zurück, im Durchschnitt der vorangegangenen Woche wurden 4 % positiv getestet. Illinois meldete für die vorangegangenen 24 Stunden 766 neuidentifizierte Fälle und 91 zusätzliche Todesopfer des Virus. Illinois beklagte damit 6.185 Tote.[782]Maryland: Es wurden an diesem Tag 732 zusätzliche Infektionen bestätigt, womit der Staat 60.197 COVID-19-Fälle meldete. Maryland wies damit erstmals mehr als 60.000 Fälle aus. Es waren 390.000 Personen getestet worden, 15,3 % positiv. In Krankenhäusern mussten 902 behandelt werden, 538 davon befanden sich auf Intensivstationen. Die Hospitalisierungen waren seit 15 Tagen kontinuierlich gesunken und stellten den niedrigsten Stand seit dem 8. April dar. Die Anzahl der Patienten in Intensivstationen war die niedrigste seit dem 10. April.[783]Ohio: Der Gouverneur teilte mit, dass Ohio nun 40.004 COVID-19-Fälle identifiziert habe und der Staat 2.490 Tote zu beklagen habe. Am Vortag waren es noch 2.457 COVID-19-Tote und 39.575 Erkrankungen gewesen. Der Gouverneur teilte mit, dass nun jeder in Ohio sich testen lassen könne. Die Testrate war bis dahin die elftniedrigste in den USA.[784] Die Gesundheitsministerin Amy Acton trat mit Wirkung zu diesem Donnerstag zurück. Sie war wegen ihrer rigiden Maßnahmen in die Kritik geraten. Acton soll aber weiterhin als Beraterin des Gouverneurs tätig bleiben.[785]Wyoming: Die Gesundheitsbehörden berichteten, dass es 793 laborbestätigte und 216 wahrscheinliche Fälle von COVID-19 gebe. Damit hatte der Staat 1.009 Fälle. 18 Bewohner Wyomings waren an der Krankheit gestorben.[786]12. JuniAnthony Fauci 2020.In der Sendung The Situation Room erklärte Anthony Fauci dem Gastgeber Wolf Blitzer, dass Bundesstaaten mit steigenden Hospitalisierungszahlen ihre Schritte zur Wiederöffnung überdenken sollten. Er warnte auch vor der Teilnahme an Wahlkampfveranstaltungen mit Menschenmengen, bei denen soziale Distanzierung nicht möglich sei. Man solle in jedem Fall eine Gesichtsmaske tragen.[787] Auch die Centers of Disease Controls warnten vor der Teilnahme an Veranstaltungen mit großen Menschenmengen, insbesondere Wahlkampfveranstaltungen.[788]Trump verkündete auf Twitter, dass er die für den 19. Juni terminierte Wahlkampfveranstaltung in Tulsa auf den 20. Juni verlege. Dies geschehe auf Anfrage afroamerikanischer Unterstützer und aus Respekt für Juneteenth.[789]Florida: Der Staat hatte Anfang Mai begonnen, sich wieder zu öffnen, und hat seit Anfang Juni alle geschäftlichen Tätigkeiten, wenn auch mit Auflagen, wieder zugelassen. Am 12. Juni 2020 verzeichnete Florida mit 1.902 Neufällen den zweiten Tagesrekord in Folge. Eine stetige Zunahme der Fälle war seit Mai zu beobachten. Der Bundesstaat wies damit 70.971 COVID-19-Erkrankungen seit Anfang März aus. Es waren in Florida 2.877 COVID-19-Tote zu beklagen, 29 waren seit dem Vortag verstorben.[790]Los Angeles ZooKalifornien: Im Los Angeles County wurde die Öffnung von Museen, Fitnessstudios, Zoos und anderen Geschäften erlaubt. Das County berichtete allerdings auch von 1.633 neuidentifizierten Fällen, womit 70.476 Fälle in dem County nachgewiesen worden waren. Seit dem Vortag waren 20 Personen in dem County verstorben, womit 2.832 Menschen hier als COVID-19-Opfer zu beklagen waren.[791]13. JuniWest-Point-Abschlussklasse 2020 während der Rede von Donald TrumpDonald Trump hielt eine Rede vor den Kadetten der Abschlussklasse 2020 der Militärakademie in New York.[792] Trump hatte im April beschlossen, die Rede zu halten; die etwa 1.000 Kadetten des Abschlussjahrgangs mussten daraufhin zurückbeordert werden.[793] Die Kadetten mussten zwei Wochen vor der Rede zurück sein. Sie wurden getestet, und die 15, die positiv getestet wurden, mussten sich 14 Tage in Quarantäne begeben. Die Kadetten wurden mit ausreichend Abstand auf einem Feld gesetzt und die Diplome wurden ihnen nicht persönlich überreicht. Familienangehörige waren nicht zugelassen.[792] Die Entscheidung, die Kadetten während einer Pandemie zurückzurufen, war im Vorfeld kritisiert worden. So kritisierte die Senatorin und Veteranin Tammy Duckworth, dass Trump die Kadetten Risiken für eine Eitelkeitsrede aussetze, ähnlich äußerte sich die Abgeordnete Jackie Speier.[794]Kalifornien: Der Goldstaat erreichte am Abend die Marke von 150.000 COVID-19-Fällen. Zu diesem Zeitpunkt beklagte Kalifornien 5.059 Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie. Die Fälle waren seit dem Vortag um 3.258 gestiegen und in dem Zeitraum 74 Kalifornier verstorben. Das am stärksten betroffene Los Angeles County mit fast der Hälfte aller Erkrankungen (73.018) hatte einen Zuwachs von 1.003 Fällen und 17 Verstorbenen seit dem Vortag. Das County wies damit 2.907 Coronatote aus.[795]Minnesota: Die Gesundheitsbehörden des Staates im Mittleren Westen teilten mit, dass in Minnesota 30.172 Fälle von COVID-19 identifiziert wurden, ein Anstieg um 377 seit Freitag. 3.140 Erkrankte waren im Gesundheitsbereich tätig. Der Staat verlor neun Einwohner an das Virus, womit 1.283 COVID-19-Tote zu beklagen waren. Die Zahl von Patienten mit COVID-19 in Krankenhäusern sank aber von 403 am Freitag auf 390 am Sonnabend. Auch die Anzahl von Patienten auf Intensivstationen sank.[796]14. JuniWährend die Europäische Union anfing, Grenzen für Touristen und andere Reisende zu öffnen, wurden die Vereinigten Staaten neben asiatischen Ländern, Mittelamerika und dem Nahen Osten ausgelassen.[797]NASCAR ließ erstmals beim Dixie Vodka 400 auf dem Homestead-Miami Speedway wieder Publikum zu. 1.000 Zuschauer konnten in der normalerweise 50.000 Personen fassenden Rennstrecke dem Rennen zusehen.[798] Denny Hamlin konnte das Rennen für sich entscheiden.[799]Florida: Der Bürgermeister von Miami kündigte an, dass er von weiteren Schritten zur Öffnung der Wirtschaft Abstand nehme. Grund seien die zunehmenden Zahlen von nachgewiesenen Infektionen und vor allem Hospitalisierungen in Florida.[800]Tennessee: Der Bundesstaat meldete erstmals mehr als 30.000 COVID-19-Erkrankungen. Es waren an diesem Sonntag 30.432 Fälle, 891 mehr als am Sonnabend. Nachdem 3 Tennesseer seit dem Vortag verstorben waren, verzeichnete Tennessee 475 Todesopfer der Pandemie. 26.195 Erkrankte hatten sich zu dem Zeitpunkt wieder erholt.[801]15. JuniDie Entscheidung von Trump, am 20. Juni eine Wahlkampfgroßveranstaltung abzuhalten, wurde von der Zeitung Tulsa World[802] und Gesundheitsoffiziellen kritisiert. Neben der Tatsache, dass in Zeiten von Protesten gegen Rassismus Tulsa als Ort des schlimmsten Pogroms gegen Afroamerikaner als Veranstaltungsort ungeeignet sei, würde eine solche Großveranstaltung ein erhebliches Gesundheits- und Sicherheitsrisiko darstellen. Senator James Lankford und der Wirtschaftsberater des Präsidenten Larry Kudlow erklärten die Teilnahme für ungefährlich. Trump behauptete, Hunderttausende würden an der Veranstaltung in der etwa 19.000 Personen fassenden Arena teilnehmen wollen.[803] Der Vorsitzende von Trumps Coronavirus-Task-Force Mike Pence erklärte, dass Oklahoma die Kurve an COVID-19-Fällen wirklich abgeflacht habe. Die Anzahl von Fällen sei steil am Fallen.[804] Zwar traf es zu, dass bis Ende Mai die Fälle abgenommen hatten, aber es war eher eine graduelle Abflachung. Die Anzahl an Fällen nahm in der Woche vor Pence’ Aussage sogar erheblich zu, auch die Anzahl an Krankenhauseinweisungen hatte zugenommen.[805]Donald Trump erklärte während einer Veranstaltung im Weißen Haus:[806]„If we stop testing right now, we'd have very few cases, if any.“„Falls wir sofort aufhören zu testen, würden wir sehr wenige Fälle haben, wenn überhaupt welche.“Die Aktienmärkte waren unbeständig. Nachdem der Dow Jones schwächer eröffnet hatte, schwankte er und schloss schließlich mit 0,6 % oder 158 Punkten im positiven Bereich. Die Schwankung zwischen dem tiefsten und dem höchsten Kurs betrug hierbei etwa 1.000 Punkte. Der S&P 500 schloss 0,8 % im Plus, und der Nasdaq Composite stieg am Ende des Tages um 1,4 %. Zwischenzeitlich hatte die Federal Reserve Bank ihr Programm zur Kreditvergabe an kleinere und mittlere Unternehmen eröffnet und begonnen, zur Marktstützung auch private Wertpapiere aufzukaufen.[807] Die Märkte hatten hierbei unmittelbar auf die Maßnahmen reagiert und waren trotz der zuvor vorherrschenden Corona-Befürchtungen gestiegen.[808] Die Fitnessstudio-Kette 24 Hours Fitness meldete Insolvenz an. Ein Sprecher der Kette erklärte, dass zwar etwa 100 Studios geschlossen würden, aber die verbleibenden hoffentlich bis Ende Juni wieder öffnen könnten. 24 Hour Fitness war nur eine von mehreren mittelgroßen Ketten auf dem US-Fitnessmarkt, die über die Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten kamen.[809]Die Television Academy verkündete, es werde Änderungen bei der Verleihung der Emmy Awards geben. Bei der 72. Emmy-Awards-Verleihung werde die für den 12. und 13. September geplante Verleihung für den Filmstab (Creative Arts Emmy Awards) virtuell im Internet stattfinden. Der Governors Ball werde dieses Jahr nicht stattfinden. Die Verleihungsshow des Primetime Emmy werde voraussichtlich am 20. September stattfinden, Änderungen wurden allerdings vorbehalten.[810] Später am Tag wurde auch die Verlegung der Oscarverleihung 2021 vom 28. Februar 2021 auf den 25. April 2021 mitgeteilt. Mit der Verlegung der Oscarverleihung wurde auch die Eröffnung des Academy Museum of Motion Pictures verlegt. Es war erst das vierte Mal in der Filmgeschichte, dass die Oscarverleihung verlegt wurde.[811] Auch die Veranstalter der British Academy Film Awards verlegten in der Folge ihre Preisverleihung, um diese zwei Wochen vor den Oscars stattfinden zu lassen.[812]Am Montag, dem 15. Juni wurde ein Schreiben des stellvertretenden Kommissars der Major League Baseball an Vertreter der Spielergewerkschaft bekannt, nachdem eine ungenannte Anzahl an Baseball-Spielern und -Trainern positiv auf das Coronavirus getestet wurde.[813] Dieses Schreiben wurde in einer kritischen Phase der Verhandlungen über einen Tarifvertrag geleakt. Es geht u. a. um das Nachholen wegen COVID-19 abgesagter Spiele.[814]Die Food and Drug Administration widerrief die Sondergenehmigung vom März, Hydroxychloroquin und Chloroquin zur Behandlung von COVID-19-Erkrankungen zu nutzen. Die FDA erklärte, antivirale Effekte der Arzneien seien unwahrscheinlich. Der so weit bekannte Nutzen überwiege bei weitem nicht die bekannten Risiken, so die FDA. Eine kurz zuvor veröffentlichte randomisierte Studie war zu dem Schluss gekommen, dass die Medikamente keinen größeren Effekt als ein Placebo hätten.[815][816] Während Hydroxychloroquin als für andere Anwendungen zugelassenes Medikament von Ärzten weiter verschrieben werden konnte, endete die Anwendung von Chloroquin mangels solcher Zulassung.[816]Indiana: Es wurden 40.430 Coronafälle und 2.251 Todesopfer der Pandemie gemeldet. Dem lag eine Zunahme um 553 festgestellte Infektionen und elf Tote zugrunde. Der Bundesstaat hatte damit erstmals mehr als 40.000 Fälle.[817]16. JuniAm Dienstag, dem 16. Juni 2020 erschien ein Kommentar von Vizepräsident Mike Pence – der ebenso Leiter der Task-Force gegen das Coronavirus ist – im Wall Street Journal.[818] Pence äußerte die Ansicht, dass es keine zweite Welle gebe; COVID-19 sei von den Medien übertrieben. Dank der großartigen Führung von Donald Trump und der Vernunft der Amerikaner würden die Todeszahlen in den meisten Bundesstaaten zurückgehen. Soweit die gemeldeten Neuinfektionen zunähmen, sei dies auf zunehmende Tests zurückzuführen. Die Ausführungen wurden kritisiert. So seien die Steigerungen der Fälle keinesfalls proportional zur Zunahme der Tests.[819] Die Zahlen in 18 Staaten würden steigen und nicht fallen. Prognosen gehen nunmehr von 200.000 toten Amerikanern bis Oktober aus.[820]Am Morgen wurde bekannt, dass der Einzelhandel seine Umsätze im Mai um 17,7 Prozent gegenüber dem April gesteigert hatte. Dies war der größte monatliche Anstieg seit 2001 und war auf die Wiederöffnung zurückzuführen.[821] Der Bericht über den Zuwachs im Einzelhandel führte zu einem Kurssprung und höheren Eröffnungskursen an den Börsen. Positiv wirkten sich auch Berichte aus Großbritannien aus, dass das Medikament Dexamethason die Todesrate senken könne. Der Dow Jones eröffnete 679 Punkte (2,6 %) höher, der S&P 500 2,5 %, der Nasdaq Composite 2,3 %.[822]Florida: Der Sonnenscheinstaat meldete 2.783 neubestätigte COVID-19-Erkrankungen und damit 80.109 COVID-19-Fälle. Es war ein Rekordanstieg, der den gerade am Sonnabend zuvor aufgestellten Rekord von 2.581 neuen Fällen übertraf. Die Infektionszahlen stiegen stetig seit Mitte Mai. Florida meldete außerdem 55 Todesfälle seit dem Vortag, womit der Bundesstaat 2.993 Todesopfer der Pandemie zu beklagen hatte.[823] Der Staat teilte auch mit, dass 12.200 Patienten mit dem Virus hospitalisiert seien.[824] Gouverneur Ron DeSantis erklärte, der Anstieg sei auf zunehmende Tests zurückzuführen. Florida hatte 1.461.800 Personen getestet, mit 5,5 % positiven Ergebnissen.[824] Hiergegen wurde eingewandt, dass der Anstieg auch dann regelmäßig war, wenn Tests stockten.[823]Mississippi: Der Südstaat meldete 20.152 COVID-19-Fälle nach einem Anstieg um 353 Fälle seit Montag. Von Sonntag auf Montag waren 283 Neufälle gemeldet worden, von Sonnabend auf Sonntag, 168. Von Montag auf Dienstag verzeichnete Mississippi 20 mit COVID-19 Verstorbene, was die Gesamttodeszahl auf 915 brachte. Am Dienstag wurden 467 Personen mit COVID-19 in Krankenhäusern behandelt. 163 Patienten befanden sich auf der Intensivstation und 100 davon mussten künstlich beatmet werden.[825]17. JuniDonald J. Trump äußerte in einer Reihe von Interviews, dass die Zahlen vergleichsweise gering seien und das SARS-CoV-2-Virus aussterbe bzw. sich auflöse.[826] Tatsächlich meldeten die Bundesstaaten Alabama, Arizona, Florida, Kalifornien, Nevada, North Carolina, Oklahoma, Oregon, South Carolina und Texas den bislang höchsten Durchschnitt an neuen Fällen pro Woche seit Beginn der Pandemie. Besonders besorgniserregend war die Lage in Florida. Hier waren etwa 75 % der Krankenhausbetten belegt und die Intensivstationen zu über drei Vierteln ausgelastet.[827]Die US-Aktienbörse schloss nach Auf- und Abbewegungen uneinheitlich. Der Dow Jones Industrial Average schloss mit −0,6 % bei 26.119,61 Punkten. Der S&P 500 fiel um 0,4 % auf 3.113,47 Punkte. Der Nasdaq stieg demgegenüber um 0,1 % auf 9.910,53. Die Märkte waren durch deutlich steigende Coronazahlen auf der einen und Hoffnungen auf wirtschaftliche Erholungen andererseits geprägt.[828] Dow und S&P 500 beendeten damit eine kurze dreitägige Rally. Im nachbörslichen Handel gab der Dow Jones um 159 Punkte nach. Auch S&P 500 und Nasdaq verloren nachbörslich.[829]Arizona: Es wurden 40.924 COVID-19-Fälle durch die Gesundheitsbehörden gemeldet, 1.827 Fälle waren in den 24 Stunden zuvor hinzugekommen. Mehr als die Hälfte der Fälle waren hiervon im Juni gemeldet worden. 501.963 Einwohner des Staates waren mit einer 7,3%-Positiv-Quote getestet worden. Arizona beklagte zu diesem Zeitpunkt 1.239 COVID-19-Tote, 19 allein in den letzten 24 Stunden. 3.861 Patienten wurden in Krankenhäusern mit COVID-19 behandelt. Die Intensivstationen waren mit 1.385 Patienten zu 83 % ausgelastet.[830]Georgia: Die Gesundheitsbehörden des Pfirsich-Staates meldeten erstmals über 60.000 COVID-19-Fälle. Es waren am Mittwoch 60.030, während es am Tag zuvor noch 59.078 waren. In Verbindung mit der Pandemie verstorben waren 2.575 Georgier (am Dienstag waren es noch 2.529 Todesfälle). 9.543 Patienten wurden in Krankenhäusern behandelt, 2.084 waren auf Intensivstationen. 644.723 Einwohner Georgias waren getestet worden, 8,4 % davon wurden positiv getestet.[831]New Mexico: Die Gesundheitsbehörden teilten mit, dass seit dem Tag des ersten bestätigten COVID-19-Falles am 11. März 2020 mehr als 10.000 Erkrankungen nachgewiesen wurden. Es waren nach 138 Neufällen seit dem Vortag 10.065 Erkrankungen. Neumexiko hatte 452 coronabezogene Tote zu beklagen. 161 Patienten befanden sich mit der Krankheit in Krankenhäusern.[832]South Carolina: Das South Carolina Department of Health and Environmental Control meldete, dass in 20.551 Fällen in South Carolina COVID-19 festgestellt worden war.[833] Das südlichere der beiden Carolinas verzeichnete 577 zusätzliche Fälle seit dem Vortag und hatte daher am 17. Juni die Grenze von 20.000 Fällen überschritten. Seit dem 24. Mai, also innerhalb weniger als eines Monats, hatte sich die Zahl der Erkrankungen von 10.000 auf 20.000 verdoppelt. Der Staat hatte 617 Menschen an das Virus verloren, zehn allein vom 16. auf den 17. Juni. 607 Patienten mussten mit COVID-19 in den Krankenhäusern behandelt werden, mehr als je zuvor. In April und Mai waren es durchschnittlich 411 Patienten gewesen, nie waren in April oder Mai mehr als 500 Personen hospitalisiert gewesen. In acht der vorherigen zehn Tage waren es über 500 COVID-19-Patienten gewesen. 70,6 % der Krankenhauskapazitäten waren ausgelastet.[834]18. JuniAm Morgen wurden die Arbeitslosenzahlen der Woche bekannt. 1,5 Millionen Personen beantragten Arbeitslosenhilfe, 1,3 Millionen waren erwartet worden. Es war die neunzehnte Woche mit mehr als einer Million Anträgen in Folge. Die Arbeitslosenzahl sank.[835] Der Dow Jones verlor daraufhin im frühen Handel 271 Punkte, schloss aber nach einer Erholung mit nur 39,51 im Minus bei 26.080,10 Punkten. Der S&P 500 gewann 0,1 % und schloss bei 3.115,34.[836] Der Nasdaq gewann 0,33 %.[837]Straßenverkäufer von Gesichtsmasken in Kalifornien.Kalifornien: Gouverneur Newsom ordnete an, dass Kalifornier verpflichtet seien, Gesichtsmasken zu tragen, falls räumliche Distanzierungen nicht möglich sind. Es sei das mildere Mittel im Verhältnis zu erneuten Ausgangssperren. Der jüngste Wiederanstieg der Fälle habe Maßnahmen notwendig gemacht.[838] Hospitalisierungen waren staatsweit zwar etwa gleichbleibend, aber stiegen in einigen Countys in den vorangehenden sechs Wochen bedenklich.[839] Kalifornien verzeichnete erstmals einen Anstieg von über 4.000 neuidentifizierten Fällen seit Mittwoch und hatte nun 161.099 Fälle. 5.290 Kalifornier waren bis zu diesem Tag mit COVID-19 verstorben.[840]Pennsylvania: Die Behörden Pennsylvanias meldeten 80.236 laborbestätigte COVID-19-Fälle, 418 mehr als am Vortag. Hinzu traten 630 wahrscheinliche, aber noch nicht bestätigte Infektionen mit dem Virus. Nachdem 42 Pennsylvanier seit dem Vortag verstorben waren, beklagte der Staat 6.361 Todesopfer der Pandemie.[841]19. JuniDie Märkte eröffneten freundlich wegen Erwartungen aus den Handelsbeziehungen mit China. Am Höhepunkt war der Dow Jones 370 Punkte im Plus. Hereinkommende Nachrichten über COVID-19, zum Beispiel, dass Florida nahezu 30.000 Fälle verzeichne, verdüsterten das Bild aber. Die Kurse drehten. Der Dow Jones schloss 209 Punkte oder 0,8 % im Minus. Der S&P 500 endete bei 0,6 % im roten Bereich. Der Nasdaq verzeichnete leichte Gewinne. Insgesamt konnten alle drei Indizes aber Gewinne seit Wochenbeginn verzeichnen.[842]Colorado: Bei der täglichen Veröffentlichung der COVID-19-Daten um vier Uhr Ortszeit teilte das Colorado Department of Public Health and Environment mit, dass Colorado 30.187 Coronafälle verzeichnet habe, am Vortag waren es noch 29.901. 1.429 Todesfälle waren zu diesem Zeitpunkt durch COVID-19 verursacht worden (Vortag: 1.417).[843] Gouverneur Jared Polis hatte am Donnerstag erklärt, dass an 12 der letzten 14 Tage die Anzahl an Neufällen abgenommen habe. Er sei gleichwohl besorgt wegen der Zunahmen in den Nachbarstaaten Arizona und Utah.[844]20. JuniBOK Center in TulsaDonald Trump hielt eine Wahlkampfveranstaltung in dem BOK Center in Tulsa in Oklahoma ab. Die Veranstaltung war durch seinen Wahlkampfmanager Brad Parscale als eine riesige Großveranstaltung angekündigt worden, für die eine Million Voranfragen für Eintrittskarten vorlägen. Eine Außenbühne war für Fans gebaut worden, die nicht in das BOK Center mit 19.000 Sitzen passen sollten.[845] Wegen der Sorge um die Gefahr, dass eine solche Ansammlung die COVID-19-Ansteckungen in Tulsa hochtreiben könnte, war durch Bürger und Geschäftsleute Klage gegen die Veranstaltung erhoben worden. Der Oklahoma Supreme Court hatte den Antrag, Gesichtsmasken und räumlichen Abstand vorzuschreiben, allerdings am Tag vorher letztinstanzlich abgewiesen.[846] Tatsächlich trugen nur wenige Anhänger Trumps während der Veranstaltung Masken und achteten wenig auf räumliche Distanzierung.[847] Sechs an der Vorbereitung der Veranstaltung beteiligte Personen waren positiv auf das Coronavirus getestet worden, bevor sie begann.[848] Nach dem Ende der Veranstaltung wurden zwei weitere Personen aus dem Wahlkampfteam positiv getestet.[849] Anfang Juli wurde bekannt, dass der republikanische Politiker Herman Cain sich mit COVID-19 im Krankenhaus behandeln lassen musste. Er könnte sich auch bei der Veranstaltung angesteckt haben.[850] Ende Juli starb Cain.[851] Die Wahlkampfveranstaltung war weit weniger gut besucht als angekündigt. Die Halle konnte nicht gefüllt werden, obere Ränge blieben leer.[845][852][853] Nach Angaben von Trumps Wahlkampfteam hatten 12.000 Personen die Metalldetektoren am Eingang passiert. Die Feuerwehr von Tulsa schätzte die Teilnehmerzahl auf 6.200 Teilnehmer.[854]In seiner eine Stunde und 41 Minuten dauernden Rede äußerte Trump sich zum Namen von COVID-19, er benutzte u. a. die rassistische Bezeichnung „Kung Flu“. Er erklärte, er habe eine phänomenale Arbeit bei der Bekämpfung des Virus geleistet. Kürzliche Spitzen seien nur auf zusätzliches Testen zurückzuführen. Er habe seine Regierung aufgefordert, das Testen zu reduzieren. Der Gouverneur von New Jersey habe ihm versichert, dass nur ein Kind an COVID-19 gestorben sei. Es sei daher an der Zeit, Schulen wieder zu öffnen.[852][853]Ein paar Stunden vor Trumps Rede in Tulsa erreichten die USA den Meilenstein von 120.000 Toten, während 2,2 Millionen Fälle gemeldet waren.[855]Florida: Der Bundesstaat meldete gegen Mittag Ortszeit 4.049 seit dem Vortag erfasste Neuerkrankungen an COVID-19 – mit diesem bis dahin höchsten täglichen Anstieg wurde insbesondere auch der Rekord vom Vortag (3.822) übertroffen. Kumuliert hatte Florida mit 93.797 erfassten COVID-19-Fällen die Schwelle von 90.000 überschritten. Mit 40 innerhalb eines Tages gemeldeten Todesfällen stieg die Anzahl der mit COVID-19 verstorbenen Einwohner auf 3.144.[856] Gouverneur DeSantis hatte noch am Freitag erklärt, dass die Mehrzahl der Neuinfizierten jüngere Personen seien und daher keine Symptome zeigen würden. Er sehe Florida nicht als neues Epizentrum der Pandemie.[857]North Carolina: Als dreizehnter Bundesstaat meldete North Carolina mehr als 50.000 COVID-19-Fälle. Nachdem seit dem Vortag 1.549 Neuerkrankungen festgestellt worden waren, wies das nördliche der beiden Carolinas 51.389 Fälle aus. 1.212 Menschen waren in North Carolina mit Corona verstorben, nachdem 15 seit Freitag verstorben waren. 883 Patienten mussten mit der Krankheit in Krankenhäusern behandelt werden.[858]Oklahoma: Es wurden 10.037 bestätigte Coronafälle in Oklahoma gemeldet, nach einer Zunahme um 331 Fälle (+3,4 %) innerhalb der vorangegangenen 24 Stunden. Ein zusätzliches Todesopfer wurde in dem Zeitraum gemeldet, womit Oklahoma 368 an der Krankheit Verstorbene zu beklagen hatte.[859]21. JuniIn einem Interview erklärte der Wirtschaftsberater des Präsidenten Peter Navarro, dass die Regierung alles Notwendige tue, beispielsweise die Lagerbestände auffülle. Natürlich bereite man sich auf eine mögliche zweite Welle im Herbst vor. Er sage nicht, dass sie komme, nur dass Vorbereitungen getroffen würden. Navarro setzte sich damit in Widerspruch zu einem Kommentar von Vizepräsident Mike Pence im Wall Street Journal vom 16. Juni 2020, in welchem Pence eine zweite Welle als übertrieben bezeichnete. Angesprochen auf Äußerungen Trumps vom Vortag, Trump habe Anweisungen erteilt, weniger zu testen, erklärte Navarro, das sei nicht ernst gemeint gewesen ("tongue in cheek").[860]Unter Zugrundelegung eines 7-Tage-Durchschnitts betrug die Zunahme von Covid-19-Fällen in den Vereinigten Staaten mehr als 24 % an diesem Sonntag. In der Hälfte der 50 Bundesstaaten betrug diese Zunahme mehr als 5 %. Hospitalisierungen nahmen in 14 Staaten merklich zu.[861] Die Staaten, die eine Zunahme verzeichneten, waren Arizona, Colorado, Delaware, Florida, Georgia, Hawaii, Idaho, Kalifornien, Kansas, Michigan, Mississippi, Missouri, Montana, Nevada, Ohio, Oklahoma, Oregon, South Carolina, Tennessee, Texas, Utah, Washington, West Virginia, Wisconsin und Wyoming. In den zwölf Bundesstaaten Alaska, Arkansas, Illinois, Iowa, Kentucky, Minnesota, Nebraska, New Mexico, North Carolina, North Dakota, Pennsylvania und Virginia blieben die entdeckten Neuinfektionen ungefähr gleich. In Alabama, Connecticut, Indiana, Louisiana, Maine, Maryland, Massachusetts, New Hampshire, New Jersey, New York, Rhode Island, South Dakota und Vermont war ein Rückgang der Neuerkrankungen festzustellen. Die Zunahme der Fälle war nur teilweise auf zunehmendes Testen zurückzuführen. Die USA testeten noch immer zu wenig, um mehr tun zu können, als nur zu reagieren. Sie befanden sich noch immer nicht in der zweiten Welle.[862]Arizona: Nachdem der Grand-Canyon-Staat am Freitag die Rekordzahl von 3.246 Neufällen und am Sonnabend 3.109 Neufälle ausgewiesen hatte, wurden von Sonnabend auf Sonntag 2.592 COVID-19-Fälle registriert. Arizona erreichte damit den Meilenstein von 50.000 Coronafällen und hatte 52.390 berichtet. 1.339 Personen waren in Arizona verstorben. Am stärksten betroffen war Maricopa County mit 30.136 COVID-19-Erkrankungen.[863] Die Krankenhausbetten in Arizona waren zu 83 % belegt und 85 % der Betten auf Intensivstationen.[861]Colorado: Der Bundesstaat Colorado meldete 30.539 Infektionen. 160 Patienten wurden mit COVID-19 in Krankenhäusern behandelt. 1.647 waren bis dahin mit COVID-19 verstorben, 1.429 davon waren an COVID-19 gestorben.[864]Washington, D.C.: Der District of Columbia verzeichnete an diesem Sonntag 36 neue COVID-19-Fälle und erreichte damit 10.020 Fälle. Außerdem wurden zwei Verstorbene seit Sonnabend verzeichnet, was die Anzahl der zu Betrauernden auf 533 brachte.[865]22. JuniEntgegen der Verteidigung durch Kayleigh McEnany, Peter Navarro und Mike Pence, dass Trump es nicht ernst gemeint habe bei der Veranstaltung in Tulsa am 20. Juni 2020 das Testen zu verlangsamen, erklärte Trump, er habe nicht gescherzt. Wenn das Testen heruntergefahren würde, dann würde es laut dem Präsidenten weniger COVID-19-Fälle geben.[866] Die Senatoren Chuck Schumer, Richard Blumenthal, Elizabeth Warren und Ed Markey schrieben den Generalinspektor des Health and Human Services Department an. Sie forderten den Generalinspektor auf, zu überprüfen, ob und welche Maßnahmen durch Trump verlangsamt wurden.[867]Die Food and Drug Administration (FDA) warnte vor dem Gebrauch von neun Marken von Händedesinfektionsmitteln. Bei den Produkten war festgestellt worden, dass sie Methanol enthielten.[868] Die Behörde hatte erst ein paar Tage zuvor ein Schreiben an ein Wellness Center im Bundesstaat New York geschickt, dass es unterlassen werden solle, Produkte fälschlich damit zu bewerben, dass sie gegen das neue Coronavirus schützen würden.[869]Alabama: Am Montagmorgen um 10:00 Uhr Ortszeit teilte das Alabama Department of Public Health mit, dass Alabama seit dem Vortag 433 bestätigte COVID-19-Fälle und zwei Todesfälle verzeichnet habe. Der Staat hatte damit 30.031 Fälle identifiziert und den Meilenstein von 30.000 passiert. Der Staat hatte damit 831 Tote zu beklagen. Seit vier Tagen würden die Neufälle aber leicht zurückgehen. Die Behörden teilten auch mit, dass zusätzlich 423 mögliche COVID-19-Erkrankungen festgestellt wurden, die aber noch nicht im Labor bestätigt worden seien.[870] 44 % der Coronatoten waren Afroamerikaner, obwohl der Bevölkerungsanteil nur 24 % ist. Bevor die Neuzahlen leicht zurückgingen, erlebte Alabama wie andere Südstaaten einen erheblichen Anstieg. Der Anstieg wurde auf Schwächen des Gesundheitssystems und Coronaskepsis in der Bevölkerung zurückgeführt.[871]Florida: Die Gesundheitsbehörden meldeten, dass Florida 100.217 Coronafälle erfasst habe und 3.173 Coronatote. Seit Sonntag waren 2.926 Neuinfektionen hinzugekommen. Florida war damit der siebte Staat nach New York, Kalifornien, New Jersey, Illinois, Texas und Massachusetts, der mehr als 100.000 Infektionen verzeichnete. Der Gouverneur erklärte, der Zuwachs sei auf mehr Tests zurückzuführen. Es würden auch mehr jüngere Personen positiv getestet. Das Durchschnittsalter sei von 65 auf zum Teil unter 30 gesunken. Jüngere würden seltener Symptome entwickeln. Es bestehe keine Notwendigkeit, das Tragen von Masken vorzuschreiben oder die Öffnung von Geschäften zu überdenken.[872]Louisiana: An diesem Montag hatte Louisiana 50.239 COVID-19-Fälle, nachdem 461 Neuinfektionen seit dem Vortag erfasst worden waren. Die Anzahl der Coronatodesopfer stieg über 3.000 auf 3.004, nachdem elf Menschen seit dem Vortag verstorben waren. Erstmals seit Wochen wurden wieder mehr als sechshundert Personen in den Krankenhäusern des Bundesstaates behandelt. Die Anzahl an Patienten an Beatmungsmaschinen stieg um 20 % auf 77 Fälle.[873] Gouverneur John Bel Edwards kündigte daraufhin an, dass der Staat nicht weiter mit der Wiederöffnung der Wirtschaft voranschreiten werde. Louisiana werde bis auf weiteres in der zweiten Phase des Öffnungsplanes verbleiben.[874]Texas: Gouverneur Greg Abbott erklärte, dass zusätzliche Maßnahmen notwendig würden, falls die Infektionen in seinem Bundesstaat weiter so zunähmen. Leute sollten Masken tragen. Noch am 12. Juni hatte Abbott erklärt, dass ein Überdenken der frühen Wiederöffnung von Texas nicht notwendig sei.[875]23. JuniAnthony Fauci wurde als Mitglied der Coronavirus Task Force des Präsidenten vor dem Repräsentantenhaus angehört. Er erklärte, während New York einen Rückgang von Fallzahlen habe, würden andere Staaten einen besorgniserregenden Anstieg verzeichnen. Die Vereinigten Staaten hätten auf dem bisherigen Höhepunkt der Pandemie einen Durchschnitt von 30.000 Neufällen pro Tag gehabt, dies sei auf 20.000 zurückgegangen, aber nun wieder bei 30.000. Er sei sehr beunruhigt über diese Entwicklung. Es sei nicht bekannt, wie lange Menschen mit Antikörpern gegen dieses Coronavirus geschützt seien. Ein sicherer Impfstoff sei nicht vor dem Beginn des Jahres 2021 zu erwarten. Auf Nachfrage durch den Abgeordneten Bobby L. Rush erklärte Fauci, dass die starke Betroffenheit von Afroamerikanern auf systemischen Rassismus zurückzuführen sei. 23 % der COVID-19-Toten waren Afroamerikaner, obwohl nur 13 % der US-Bevölkerung zu dieser Gruppe gehören.[876] Entgegen Trumps Behauptung in Tulsa am 20. Juni 2020 habe der Präsident nicht angeordnet, dass weniger getestet werde. Die USA würden im Gegenteil mehr testen.[877]Die Dream City Church während der Wahlkampfrede von Präsident TrumpDonald Trump hielt eine Wahlkampfrede in einer Megachurch in Phoenix bei einer durch Students for Trump organisierten Veranstaltung. Die Teilnehmer trugen kaum Gesichtsmasken.[878] Mit dem Nichttragen von Masken verletzten Trump und die Teilnehmer eine drei Tage vorher in Kraft getretene Regelung der Stadt Phoenix. Die Bürgermeisterin hatte aber angekündigt, diese Regel bei der Veranstaltung nicht durchzusetzen.[879] In der 3.000 Sitze umfassenden Dream City Church konzentrierte sich Trump stark auf Einwanderungspolitik, obwohl dieses Thema hinter der Wirtschaftskrise, der Pandemie und Führungsqualitäten im Wählerinteresse zurücktrat. Er warf allerdings China vor, es habe das Virus sich ausbreiten lassen, und benutzte abermals den rassistisch gefärbten Namen "Kung Flu".[880] Er lobte sich für Reisebeschränkungen mit China und behauptete, Nancy Pelosi habe in Chinatown in San Francisco getanzt.[878]Die zweite für den 15. Oktober 2020 geplante Fernsehdebatte von den drei Debatten zwischen den beiden Kandidaten für die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2020 musste verlegt werden. Die als Austragungsort vorgesehene University of Michigan sagte ab wegen durch COVID-19 veranlassten Umstellungen. Die Debatte wurde nach Miami in das Adrienne Arsht Center for the Performing Arts verlegt.[881]In Kentucky und New York fanden Vorwahlen statt. Kentucky hatte wegen der Pandemie den ursprünglichen Termin von März auf den 23. Juni verschoben. Wahllokale waren von 3.700 auf 200 reduziert worden, so dass die beiden größten Städte Louisville und Lexington nur je ein Wahllokal hatten. Briefwahlmöglichkeiten wurden in großem Maße wahrgenommen.[882] In New York war der Primary-Termin durch eine Executive Order des Gouverneurs vom 28. April auf den 23. Juni verlegt worden.[883] Wähler nahmen mit 2 Millionen Briefwahlstimmen teil.[882]Texas: Der Bundesstaat verzeichnete erstmals über 5.000 Neuinfektionen. Es waren 5.489 Neufälle, während 4.092 Texaner in Krankenhäusern mit COVID-19 behandelt werden mussten. Der Gouverneur ermächtigte lokale Autoritäten wie Bürgermeister, Menschenansammlungen über 100 Personen zu regulieren und das Tragen von Masken verpflichtend zu machen. Die Regelung wurde insbesondere mit Blick auf Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli getroffen.[884]Utah: Ein Memorandum der Staats-Epidemiologin Utahs Angela Dunn war bekannt geworden. In dem Vermerk erklärte Dunn, wenn nicht bis zum 1. Juli die Infektionszahlen Utahs zum Sinken gebracht würden, werde dem Bundesstaat keine Option verbleiben als ein kompletter Shutdown. Es sei die letzte Möglichkeit, umzukehren und die Wiederöffnung zu verlangsamen.[885] Der Gouverneur von Utah erklärte daraufhin, dass er keine Pläne habe, den Staat komplett zu schließen.[886]Washington: Der Gouverneur Jay Inslee ordnete eine allgemeine Pflicht an, Masken in öffentlichen Räumen zu tragen. Die Pflicht besteht ab dem Alter von 5 Jahren und gilt sowohl innen wie außen. Hierdurch soll dem Wiederanstieg von Fällen entgegengewirkt werden. Das Inkrafttreten wurde für Freitag, den 26. Juni 2020 angeordnet.[887]24. JuniDie Gouverneure von New York, New Jersey und Connecticut ordneten gemeinsam an, dass Personen, die aus US-Bundesstaaten mit hohen Infektionsraten in diese drei Staaten einreisen, sich in eine zweiwöchige Quarantäne begeben müssten. Das Kriterium ist der Prozentsatz an Positivtests unter den getesteten Personen in einem Sieben-Tages-Durchschnitt. Zum Zeitpunkt der Anordnung betraf das Reisende von Alabama, Arkansas, Arizona, Florida, North Carolina, South Carolina, Texas, Utah und Washington.[888] Das Weiße Haus teilte mit, dass Trump bei einem geplanten Besuch auf dem Trump National Golf Club in Bedminster (New Jersey) sich trotz seines kürzlichen Besuchs in Arizona nicht an die Regel halten werde. Er sei keine Zivilperson und Personen, die mit ihm in Kontakt kämen, würden laufend auf COVID-19 getestet.[889] Der Golfausflug wurde allerdings später mit der Begründung abgesagt, dass Trump sich an dem Wochenende um Recht und Ordnung kümmern wolle.[890]Es wurde bekannt, dass die US-Bundesregierung plant die Bundesmittel für dreizehn COVID-19-Teststationen zu streichen. Sieben befanden sich in Texas, die anderen sechs in Illinois, New Jersey, Colorado und Pennsylvania. Brett Giroir erklärte, es sei nicht geplant, das Testen einzuschränken, sondern nur, es anders durchzuführen. Die beiden republikanischen Senatoren für Texas Ted Cruz und John Cornyn äußerten sich sehr kritisch, auch der demokratische Minderheitssprecher Chuck Schumer attackierte die Entscheidung.[891]An der Wall Street fielen die Kurse, nachdem Covid-Daten insbesondere aus Florida bekannt wurden. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 710,16 Punkte (2,7 %) und schloss bei 25.445,94, zeitweise war er um 800 Punkte in Rot. Der S&P 500 gab im Laufe des Tages um 2,6 % nach und schloss bei 3.050,33. Der Nasdaq Composite fiel um 2,2 % auf 9.909,17. Florida hatte den Rekord gemeldet, dass es 5.508 Neufälle am Vortag registriert hatte und nun bei 109.014 stehe. Der Anteil an positiven Tests betrug 15,91 %. Kalifornien meldete ebenfalls einen tragischen Report mit über 7.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Texas meldete 5.489 Neuinfektionen am Vortag. Die Märkte waren davon ausgegangen, dass der Höhepunkt der Pandemie überwunden sei; angesichts dieser Zahlen in drei der bevölkerungsreichsten Staaten kehrten Ängste zurück.[892] Auch die kleineren Staaten Arizona, Mississippi und Nevada meldeten Höchstzahlen an Erkrankungen. Gleichzeitig veröffentlichte der Internationale Währungsfonds seine Einschätzung, dass das Virus zum Schrumpfen der weltweiten Wirtschaft führen werde.[893]Arizona: Der Grand-Canyon-Staat hatte bis zum 24. Juni 63.030 Infektionen mit dem Coronavirus erfasst, 3.056 hiervon seit dem 24. Juni. 18 % der Coronavirus-Tests in Arizona waren positiv. Am Mittwoch wurden 2.453 Patienten in Krankenhäusern mit COVID-19 behandelt. 85 % der Krankenhausbetten und 88 % der Betten in Intensivstationen waren belegt. Tests hatten in den drei Wochen zuvor um 86 % zugenommen, nachgewiesene Fälle aber um 177 %.[894]Nevada: Der Gouverneur des Staates erließ eine Direktive, die alle Bewohner verpflichtet Gesichtsmasken zu tragen, auch in Casinos wie in Las Vegas.[895]South Dakota: Nachdem sich Mark Meadows auf Verlangen der Gouverneurin von South Dakota in die Auseinandersetzung um COVID-19-Checkpoints einschaltete, legten die Cheyenne River Sioux Klage vor einem Bundesgericht in Washington D.C. ein.[896]25. JuniIn einer Pressekonferenz teilte der Direktor des CDC Robert Redfield mit, dass Antikörper-Tests darauf hindeuten, dass die Zahl von infizierten Personen in den USA zehnmal höher sein könne als die offiziellen Zahlen.[897] Es könnten zwischen 5 % und 8 % der Bevölkerung der Vereinigten Staaten sein, die infiziert wurden, oder 20 Millionen Einwohner. Der Anteil würde höchstwahrscheinlich variieren zwischen Epizentren wie New York einerseits und Staaten im Mittleren Westen andererseits.[898] Ein Großteil der Infizierten sei sich nicht bewusst gewesen, dass sie mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert wurden.[897] Die Unterschätzung der Zahlen sei auf zu geringes Testen vor allem in der Anfangszeit zurückzuführen gewesen. Dies erkläre auch die nun festgestellten höheren Zahlen von infizierten jüngeren Menschen. Da diese seltener schwere Verläufe zeigten, seien die bei der ursprünglichen Konzentration auf Personen mit schweren Symptomen durch das Raster gefallen.[898]Ein Anwalt der Regierung Trump stellte vor dem Supreme Court den Antrag, Obamacare aufzuheben und abzuschaffen.[899] Bei einer Aufhebung könnten 20 Millionen Amerikaner ihre Krankenversicherung verlieren.[900]Georgia: Nach drei aufeinander folgenden Tagen hatte Georgia über 1.700 Neufälle zu melden, von Mittwoch auf Donnerstag stieg die Zahl um 1.714 auf 71.095 COVID-19-Fälle in dem Bundesstaat. Georgia hatte seit dem Vortag 74 Einwohner in der Pandemie verloren und beklagte nun 2.745 COVID-19-Todesopfer. Die Zahl der in Krankenhäusern zu behandelnden Patienten stieg um 144 auf 10.457. Andererseits sank die Anzahl positiver Tests von 13 % auf 8 %.[901]Kalifornien: Der Goldstaat meldete erstmals mehr als 200.000 Fälle von COVID-19. Es wurden 201.036 SARS-CoV-2-Infektionen registriert, ein Anstieg um 4.964 seit dem Vortag. 5.804 Kalifornier waren an der Krankheit verstorben. Nach fünf aufeinander folgenden Tagen mit Rekord-Hospitalisierungen wurden 4.240 Patienten in kalifornischen Krankenhäusern behandelt, 33,5 % mehr als noch zwei Wochen früher.[902] Kalifornien hatte am Dienstag erst den Rekordwert von 7.149 Neuinfektionen gemeldet. Besonders Countys in Südkalifornien wie Los Angeles County mit fast 90.000 Fällen oder das an der mexikanischen Grenze liegende Imperial County meldeten einen Anstieg. Aber auch solche im Central Valley wie Stanislaus County oder Santa Clara County in der Bay Area bemerkten einen Anstieg.[903]Gouverneur Gavin Newsom erklärte einen Haushalts­notstand, um Mittel aus dem Notfallfonds (Rainy Day Fonds) freizusetzen.[904] Der Gouverneur erklärte in einer Pressekonferenz, dass, falls keine Besserung der Situation absehbar sei, die Wiederöffnung angehalten werden könne. Er behalte sich auch vor, wieder Quarantäne-Anforderungen wie Stay at Home Orders zu erlassen.[905]New Mexico: Gouverneurin Lujan Grisham hielt weitere Öffnungen, die für den 1. Juli geplant waren, an. Grund waren steigende Übertragungsraten in ihrem Bundesstaat. Sie erklärte, die steigenden Zahlen seien auf die Nichteinhaltung von Richtlinien zum Tragen von Gesichtsmasken und zum Abstandhalten zurückzuführen. Das Beenden regelmäßiger Pressekonferenzen durch die Corona Task Force und landesweite Öffnungen hätten viele Bürger sorglos gemacht.[906]North Carolina: Gouverneur Roy Cooper entschied Regulierungen zur Pandemieeindämmung nicht am Freitag, den 27. Juni 2020 auslaufen zu lassen und den Staat weiter in derselben Phase der Öffnung zu belassen. Das Anhalten der weiteren Öffnung begründete er mit den besorgniserregend steigenden Zahlen in North Carolina. Die Verlängerung traf auf erheblichen Widerstand.[907]Texas: Der Gouverneur von Texas ordnete an, dass die Wiederöffnung angehalten werde. Gleichzeitig ordnete er an, dass Krankenhäuser in Bexar County, Dallas County, Harris County und Travis County mit den Städten San Antonio, Dallas, Houston und Austin nicht medizinisch absolut gebotene Operationen einstellen. Hierdurch sollten Betten in den Intensivstationen und Kapazitäten an Beatmungsgeräten freigemacht werden. Die Krankenhäuser in diesen Gebieten waren am Rande ihrer Kapazitäten. Texas hatte Höchstwerte bei Neuerkrankungen und Hospitalisierungen erreicht. Es waren 5.996 Neuinfektionen gemeldet, der dritte Tag in Folge mit einem vorher nie erreichten Wert.[908]Washington: Der Westküsten-Staat meldete erstmals mehr als 30.000 Fälle von COVID-19. Es waren 30.367 Fälle in Washington, nachdem seit dem Vortag 498 hinzugekommen waren. 1.300 Personen waren in dem Bundesstaat an der Krankheit verstorben. 4.106 Personen wurden wegen Corona im Krankenhaus behandelt. Von den durchgeführten 505.795 Tests waren sechs Prozent positiv.[909]26. JuniDie Corona Task Force unter Vizepräsident Mike Pence gab zum ersten Mal seit dem 27. April wieder eine Pressekonferenz. Seither hatte sich sowohl die Zahl der als Coronavirusinfizierte identifizierten Personen als auch die Anzahl der Todesopfer der Pandemie in den USA mehr als verdoppelt.[910] Pence erklärte, die Vereinigten Staaten seien jetzt in einer sehr viel besseren Position. Die Ausbreitung des Virus sei verlangsamt und die Infektionskurve abgeflacht worden. Es bestünden nur noch einzelne Spitzen in einigen Countys. Die Zunahme an Fällen sei insbesondere auf den Erfolg des Testprogrammes zurückzuführen. Positiv sei auch, dass die Mehrzahl der Neufälle jüngere Personen unter 35 seien.[911] Es wurden keine neuen Maßnahmen der Bundesregierung angekündigt. Pence erklärte, die Bundesregierung sei nur subsidiär und unterstützend tätig.[910] Pence rief Amerikaner auf, sich nicht in das Gesicht zu fassen, die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Er erwähnte nicht das Tragen von Gesichtsmasken oder Abstandhalten. Der CDC-Direktor Robert Redfield rief demgegenüber dazu auf, sechs Fuß Abstand zu halten und Gesichtsmasken zu tragen.[912] Auf die Frage, ob es klug wäre, während der Pandemie große Wahlkampfversammlungen abzuhalten, berief sich Pence auf die Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit in der Verfassung der Vereinigten Staaten.[913]Steigende Infektions- und Todesraten in den Bundesstaaten veranlassten Gouverneure und Bürgermeister, ihre Schritte zur Wiederöffnung zu überdenken. Teilweise begannen einige von ihnen den Prozess anzuhalten oder teilweise wieder rückgängig zu machen. Die Gouverneure der drei bevölkerungsreichsten Bundesstaaten Florida, Kalifornien und Texas unternahmen solche Schritte. Aber auch Bürgermeister wie der von San Francisco.[914]Es wurde bekannt, dass wenn die Europäische Union sich wieder für Flugreisen aus Nicht-EU-Staaten öffnet, US-Amerikaner und Reisende aus den Vereinigten Staaten höchstwahrscheinlich ausgeschlossen bleiben würden.[915] Grund hierfür waren die hohen Infektionszahlen, aber nicht politische Gründe.[916]Die Kurse an den Aktienbörsen sanken angesichts steigender Infektionsraten in den Vereinigten Staaten und der Schritte von Staaten wie Texas und Florida, wieder Beschränkungen einzuführen. Der Dow Jones Industrial Average schloss an diesem Freitag 730,05 Punkte oder 2,8 % tiefer bei 25.015,55. Der Standard & Poor’s 500 fiel während des Handelstages um 2,4 %, um bei 3.009,05 zu schließen. Der Nasdaq Composite gab 2,6 % nach und stand am Ende bei 9.757,22. Die drei Indizes schlossen die Woche tiefer. Der Dow fiel über die Handelswoche um 3,3 %, der S&P 500 um 2,9 %, und der Nasdaq gab 1,9 % nach.[917]Eine Bundesrichterin ordnete an, dass in Auffanglagern untergebrachte Immigrantenkinder, die länger als 20 Tage dort sind, bis zum 17. Juli 2020 zu entlassen sind. Grund war die Infektionsgefahr mit dem Coronavirus.[918]Die NBA gab bekannt, dass von 302 für den Neustart der Saison 2019/2020 getesteten Basketball-Spielern 16 positiv auf COVID-19 getestet wurden. Die Testrate ist mit 5,3 % deutlich niedriger als in Florida (14,74 %), wo das Turnier ausgetragen werden wird, und auch niedriger als erwartet.[919]Florida: Der Sonnenschein-Staat verzeichnete einen Rekord von 8.942 identifizierten Neuinfektionen und übertraf damit den zwei Tage alten Rekord von 5.508 Fällen. Der Gouverneur untersagte als Reaktion den Ausschank von Alkohol in Gaststätten.[920]Kalifornien: Der Goldstaat verzeichnete seit zwei Wochen Wachstumsraten an Infektionen von im Durchschnitt täglich 4.100 Fällen. Gouverneur Newsom forderte die Kalifornier auf, die Seuche ernst zu nehmen und Abstandsregeln und Maskentragen einzuhalten. Er forderte ferner die Führung des Imperial County auf, wieder Ausgangssperren (Stay at Home Order) zu erlassen; notfalls werde er das veranlassen. Das County liegt an der mexikanisch-amerikanischen Grenze gegenüber der Industriestadt Mexicali und ist besonders schwer betroffen. Grund hierfür ist unter anderem der kleine Grenzverkehr. 23 % aller durchgeführten COVID-19-Tests kamen positiv zurück, 500 Patienten mussten in den vorangehenden fünf Wochen in Krankenhäuser umliegender Countys verlegt werden.[921]South Carolina: An diesem Freitag berichtete South Carolina, dass es 30.263 COVID-19-Fälle verzeichnet habe, nachdem seit dem Vortag 1.273 neuidentifizierte Erkrankungen hinzukamen. Die Rate von positiven Tests betrug 18,3 %. Es war die Rekordzahl von 906 Patienten hospitalisiert und 694 in South Carolina mit COVID-19 verstorben. Gouverneur Henry McMaster erklärte, auf Wiederöffnungsmaßnahmen einstweilen zu verzichten. Er sah von einer Maskentragepflicht ab, rief aber zum freiwilligen Maskentragen auf.[922]Texas: Nachdem der Lone Star State eine Zunahme von registrierten Infektionen um 79 % mit durchschnittlich 4.757 Fällen pro Tag verzeichnete, nahm der Gouverneur einige Deregulierungen zurück. So mussten Gaststätten, die ihren Umsatz zu über der Hälfte mit Alkoholika erzielen, schließen. Andere Restaurants dürfen nur mit 50 % Kapazität öffnen. Sie können allenfalls Lieferservice anbieten. Versammlungen von mehr als 100 Personen wurden unter Erlaubnisvorbehalt gestellt.[923]Utah: Die Staats-Epidemiologin teilt mit, dass Utah seit dem ersten Fall am 6. März 20.050 Covid-19-Erkrankungen erfasst hatte. Seit dem Vortag waren 676 neue Fälle registriert worden, ein Höchstwert bis dahin. 174 Patienten wurden in den Krankenhäusern des Staates mit COVID-19 behandelt. Der Staat hatte bis zu diesem Freitag 166 Opfer zu betrauern, zwei davon waren seit dem Vortag verstorben. Von den 317.568 in Utah durchgeführten Tests waren 6,3 % positiv.[924]Virginia: Der Bundesstaat meldete 60.570 erfasste COVID-19-Fälle. 57.977 waren durch Labortests bestätigt, und 2.593 Erkrankungen galten wegen der Symptome als wahrscheinliche Coronafälle. Die Fälle hatten seit Donnerstag um 624 Erkrankungen zugenommen. In den Krankenhäusern wurden 559 bestätigte Fälle und 295 Patienten mit COVID-19-Symptomen behandelt. 219 Patienten mussten auf Intensivstationen behandelt werden, 99 hiervon mussten künstlich beatmet werden. Virginia betrauerte 1.700 Todesopfer der Pandemie; 25 waren in den vorhergehenden 24 Stunden verstorben.[925]27. JuniAm Morgen waren in den Vereinigten Staaten von Amerika 2.501.244 und damit mehr als 2,5 Millionen Personen positiv auf COVID-19 getestet worden.[926] Bereits am Vortag waren mit 125.169 Todesopfern mehr als 125.000 Einwohner mit COVID-19 verstorben.[927] Die USA hatten damit mehr COVID-19-Tote zu betrauern, als US-Soldaten im I. Weltkrieg gefallen waren.[928] Wahlkampfauftritte von Vizepräsident Pence in den Bundesstaaten Florida und Arizona wurden unbefristet verlegt. Nach Mitteilung eines Mitarbeiters der Wahlkampagne Donald Trumps wurden diese auf evangelikale Christen gerichteten Auftritte als Vorsichtsmaßnahme verlegt. Arizona und Florida verzeichneten beide erhebliche Anstiege bei COVID-19-Zahlen.[929] Arizona meldete einen Anstieg von Erkrankungen um 3.591 Fälle, der sechste Tag mit über 3.000 Fällen in den vorangehenden neun Tagen.[930] Florida meldete einen Anstieg von 8.942 von Donnerstag auf Freitag und einen bis dahin nicht gesehenen Anstieg um 9.636 von Freitag auf Sonnabend, womit der Staat über 130.000 Infektionen auswies. 3.390 Floridianer waren mit einer Coronainfektion verstorben. Die Positivrate bei den Tests betrug am Freitag, dem 26. Juni 12,7 %.[931] Statt der Wahlkampfauftritte wurden Treffen mit Offiziellen der Staaten Arizona und Florida angesetzt.[929] Nachdem er am Freitag einen Golfausflug am Wochenende auf seinen Golfplatz in New Jersey abgesagt hatte, begab sich Donald Trump auf seinen Golfplatz in Virginia. Laut der Absage auf Twitter wollte er sich um die Einhaltung von Recht und Ordnung kümmern.[932]Arizona: Der Staat meldete erstmals mehr als 70.000 Fälle von COVID-19. Es waren am Morgen 70.051 Fälle. Seit dem Vortag waren 3.591 bestätigte Erkrankungen hinzugekommen, was einen 5,4%-Anstieg innerhalb eines Tages darstellt. Die Fallzahlen zeigten einen stetigen Anstieg, seit die Stay-at-Home-Anordnung des Gouverneurs Mitte Mai ausgelaufen war. 11,4 % der Tests auf COVID-19 kamen positiv zurück. 1.579 Menschen waren bis dahin im Grand-Canyon-Staat nachgewiesenermaßen mit COVID-19 verstorben. 86 % der Krankenhausbetten und 87 % der Betten in Intensivstationen waren belegt.[933] Trotz Vorbereitungen der Krankenhäuser im Mai waren Ärzte und Krankenschwestern überlastet. Es mussten zusätzliche Krankenschwestern von außerhalb des Bundesstaates angeworben werden.[934]Florida: Miami-Dade County verzeichnete 1.330 COVID-19-Neufälle. Das County hatte damit 31.526 Coronaerkrankungen erfasst. Mit 947 Todesopfern verlor es auch die meisten Einwohner in diesem Bundesstaat bis dahin. Der Bürgermeister von Miami-Dade County erließ daher an diesem Sonnabend eine Notfallverordnung, die alle Strände am Wochenende um den amerikanischen Nationalfeiertag schloss und in der Zeit vom 3. Juli bis Dienstag, den 7. Juli 2020 auch Versammlungen von mehr als 50 Personen untersagte.[935]North Carolina: Das nördliche der Carolinas meldete über 60.000 COVID-19-Infektionen. Es waren 60.537 erfasste Fälle, 1.719 mehr als am Freitag. 10 % der Tests auf COVID-19 waren positiv. 888 Patienten mit Corona mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Die Krankenhäuser in North Carolina waren zu 77 % ausgelastet, 73 % der Betten auf Intensivstationen waren belegt. Es waren 1318 Todesopfer der Pandemie bekannt geworden, 15 seit dem Vortag.[936]Tennessee: An diesem Sonnabend meldete Tennessee 40.172 Fälle nach einem Anstieg um 728 von Freitag und einem Rekordanstieg um 1.410 von Donnerstag. 39.848 der Fälle waren in Labors bestätigt worden.[937]Washington: Gouverneur Jay Inslee untersagte es den acht Countys der 39 Countys des Staates, die bereit waren Phase 4 des Staatsplanes zu beginnen, diese Phase zu beginnen. Phase 4 würde eine Aufhebung aller Beschränkungen bedeuten, Versammlungen von mehr als 50 Personen einschließlich Sportgroßereignissen oder Konzerten wären beispielsweise wieder möglich.[938]28. JuniAn diesem Morgen nach Eastern Standard Time erreichte laut den Datenbanken der Johns Hopkins University die Zahl der nachgewiesenen COVID-19-Erkrankungen weltweit 10 Millionen Fälle. Es waren mit global 499.124 Todesopfern der Pandemie fast eine halbe Million Opfer erfasst worden. Die Vereinigten Staaten als Land mit den meisten Fällen wiesen ungefähr ein Viertel der Infektionen (2.510.323) aus. Nach den USA folgten Brasilien (1,3 Millionen), Russland (633.500) und Indien (528.800). Von den fast 500.000 Todesfällen entfielen zu diesem Zeitpunkt 125.539 auf die Vereinigten Staaten.[939]Der Gesundheitsminister Alex Azar erklärte während der Sendung State of the Union von Jack Tapper auf CNN, dass seiner Ansicht nach sich das Fenster schließe, um die Pandemie noch unter Kontrolle zu bringen. Die Situation sei sehr anders als zwei Monate früher, und die Vereinigten Staaten seien mit dem Testen und medizinischen Fortschritten gut aufgestellt. Das Anwachsen der Fälle sei nicht auf ein zu frühes Öffnen, sondern auf unangemessenes persönliches Verhalten zurückzuführen. Er rief auf, sich an Abstandsregeln, Maskentragen und Hygiene zu halten.[940] Vizepräsident Pence erklärte in einem Interview und einer Pressekonferenz mit dem Gouverneur von Texas in Dallas, dass das Tragen einer Maske eine gute Idee sei, besonders für junge Menschen.[941] Pence erklärte in dem Interview auf dem Sender CBS auch, dass Amerika nur wegen der großartigen Führungsqualitäten Trumps in der Lage sei, die großen Probleme zu bewältigen. Allerdings äußerten 62 % der in einer kurz zuvor veröffentlichten Amerikaner, dass der Kampf gegen das Virus schlecht verlaufe. 59 % bewerteten Trumps Arbeit als schlecht, einschließlich 43 %, die seine Arbeit als sehr schlecht einstuften.[942] Präsident Trump wurde gesehen, wie er seinen Golfplatz in Sterling in Virginia in Begleitung von Lindsey Graham betrat.[943]Anthony Fauci als führender Epidemie-Experte der Regierung erklärte in einem Interview, dass ein Impfstoff nicht zu hundert Prozent wirksam sein werde. Selbst der effektivste Impfstoff, der Masernimpfstoff, erreiche lediglich eine Wirksamkeit von 97 % mit zwei Impfdosen. Er wäre mit einer 73%- bis 77%-Wirksamkeit zufrieden. Dies würde für eine Herdenimmunität ausreichen. Allerdings gebe es eine relativ große Anzahl von Impfgegnern und Wissenschaftsleugnern. Wenn 25 % diesen Impfstoff nicht nähmen, wäre es unwahrscheinlich, Herdenimmunität zu erreichen. Es sei daher entscheidend, dass sich das Weiße Haus für Impfungen einsetze.[944]Florida: Nachdem am Sonnabend das Miami-Dade County die Strände für das Unanhängigkeitstagswochenende geschlossen hatte, folgte Broward County mit Fort Lauderdale, um der Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken. Broward County schloss die Strände vom 3. Juli bis zum 5. Juli 2020.[945]Kalifornien: Der Gouverneur ordnete die Schließung von Bars in Fresno County, Imperial County, Kern County, Kings County, Los Angeles County, San Joaquin County und Tulare County an. Für acht weitere Countys forderte er zur Schließung von Bars auf.[946]Ohio: Es wurden 854 Neuinfektionen registriert, Ohio überschritt somit 50.000 und hatte 50.309 festgestellt. Drei COVID-19-bezogene Todesfälle brachten die Zahl der Pandemieopfer auf 2.807 innerhalb der Grenzen des Staates. 5 % der Tests kamen positiv zurück.[947]Texas: Die Bewohner des Bexar County einschließlich der Stadt San Antonio erhielten eine Notstands-SMS. Sie lautete:„STAY HOME. The COVID-19 virus is spreading rapidly across Bexar County. Local hospitals are approaching capacity. Protect yourself and your family. Stay home except for essential activities, wear a face covering and avoid gathering with people outside your household. STAY SAFE.“[948](BLEIBEN SIE ZUHAUSE. Das COVID-19-Virus breitet sich rasend in Bexar County aus. Örtliche Krankenhäuser nähern sich der Kapazitätsgrenze. Schützen Sie sich und Ihre Familie. Bleiben Sie zuhause, außer für notwendige Aktivitäten, tragen Sie eine Gesichtsbedeckung und vermeiden Sie Zusammenkünfte mit Personen außerhalb des Haushalts. BLEIBEN SIE SICHER.)29. Juni31 Bundesstaaten sahen in der vorangegangenen Woche eine Zunahme von Neuinfektionen, 15 Staaten hatten eine gleichbleibende Zunahme an Neuinfektionen, nur in den Bundesstaaten Connecticut, Delaware, New Hampshire und Rhode Island gingen die Zahlen an Neuinfektionen zurück. 14 Bundesstaaten hatten ihre Wiederöffnung angehalten oder sogar teilweise zurückgenommen.[949]Arizona: Der Gouverneur ordnete an, dass Ansammlungen von mehr als 50 Personen untersagt sind. Die Wiederöffnung von Bars, Fitnessstudios, Kinos und Wasserparks in Arizona wurde noch mindestens 30 Tage aufgeschoben.[950]Arkansas: Der Heimatstaat Bill Clintons meldete erstmals mehr als 20.000 COVID-19-Erkrankungen seit Beginn der Pandemie. Von den nun 20.257 Fällen waren 5.926 noch immer krank, 14.066 hatten sich erholt. Arkansas wies 265 Todesfälle mit Bezug zu COVID-19 aus.[951]Florida: Die Stadt Jacksonville in Florida erließ einen Maskenzwang, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken. Die Republican National Convention (RNC) war am 11. Juni hierher verlegt worden, damit Trump vor einer vollen Menschenversammlung sprechen könne. Die Stadt teilte mit, es sei nicht klar, ob der Maskenzwang auf die Convention angewandt wird. Die Organisatoren erklärten, dass die RNC erst in zwei Monaten im September sei.[952] Am Mittwoch, dem 24. Juni 2020 war auch eine Umfrage bekannt geworden, nach der 58 % der Wähler in Jacksonville gegen die RNC in ihrer Stadt sind.[953]Kalifornien: Das Los Angeles County als bevölkerungsreichstes County der USA meldete erstmals mehr als 100.000 COVID-19-Fälle, nachdem im County die Rekordzahl von 2.903 Neuinfektionen registriert worden war. Die durchgeführten Tests waren zu 9 % positiv. Eine Mitschuld an den Neufällen könnte die Öffnung von Bars und Restaurants am 20. Juni haben. 49 % der kontrollierten Bars und 33 % der kontrollierten Restaurants hatten nicht ausreichend auf vorgeschriebene Abstände geachtet. Das Personal in 54 % der kontrollierten Bars und in 44 % der kontrollierten Restaurants trug keine Gesichtsmasken oder Schilde. Eine weitere Rolle könnten die anhaltenden Proteste nach dem Tod von George Floyd spielen.[954] Das County schloss seine Strände für das Wochenende um den 4. Juli von Freitagmittag bis Montagmorgen und untersagte Feuerwerk für den Unabhängigkeitstag.[955]Michigan: Der Bundesstaat meldete nach einem leichten Anstieg um 236 Fälle erstmals mehr als 70.000 Coronainfektionen seit Beginn der Pandemie. Michigan wies 63.497 laborbestätigte und 6.726 wahrscheinliche Erkrankungen aus und kam damit auf 70.223 COVID-19-Fälle. Es beklagte nach vier weiteren Todesfällen 5.915 Todesopfer der Krankheit. Nachdem es am Wochenende von Arizona überholt wurde, ist es nicht mehr unter den zehn Staaten mit den meisten Erkrankungen. Mit Ausnahme des Ontonagon County war jedes County Michigans betroffen.[956]New York: Es wurde mitgeteilt, dass die Theater und Musicals am Broadway das ganze Jahr 2020 geschlossen bleiben und alle Aufführungen für dieses Jahr abgesagt wurden. Die Theater würden Eintrittsgelder erstatten oder einen Umtausch für Eintrittskarten bis zum 23. Januar 2021 anbieten.[957]Es wurde durch den Gouverneur beschlossen, dass Einkaufszentren im Staat New York nur mit Belüftungssystemen und Klimaanlagen öffnen dürfen, die in der Lage sind, Viren aus der Atemluft zu filtern.[958]Oregon: Gouverneurin Kate Brown ordnete einen Maskenzwang beim Aufenthalt in Innenräumen an. Zu diesem Zeitpunkt hatte Oregon mit 8.485 Coronafällen in absoluten Zahlen eine der geringsten Fallzahlen in den Vereinigten Staaten. Der Staat hatte 204 Oregoner zu beklagen.[959]South Dakota: Gouverneurin Kristi Noem erklärte, dass bei einer für den 3. Juli geplanten Veranstaltung am Mount Rushmore National Memorial keine Maskenpflicht und keine Abstandspflicht bestehen werde. Es sei den erwarteten 7.500 Teilnehmern überlassen, eine Gesichtsbedeckung zu tragen. South Dakota hatte zu diesem Zeitpunkt 6.716 Personen positiv auf COVID-19 getestet und hatte 91 Tote zu betrauern. Im Durchschnitt wurden 60 Personen pro Tag positiv getestet.[960]30. JuniAnthony Fauci sagte vor dem Senatsausschuss für Gesundheit, Bildung, Arbeit und Renten aus. Er erklärte, dass die Vereinigten Staaten das Virus keineswegs vollständig unter Kontrolle hätten. Er könne keine verlässlichen Vorhersagen machen, aber er halte es für möglich, dass die USA 100.000 Neuinfektionen am Tag haben könnten. Die durchschnittlich 40.000 neuen Fälle pro Tag Ende Juni seien auch deutlich mehr als die im Durchschnitt 22.800 Mitte Mai. Auf Nachfrage von Senatorin Warren erklärte er, dass die Zahlen deutlich sagten, dass Amerika in die falsche Richtung unterwegs sei. Ein Teil der Ursache sei verfrühtes Wiederöffnen.[961]In einer Wahlkampfveranstaltung in Wilmington (Delaware) warf der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden Trump vor, dass er, nachdem er sich im April zum Kriegspräsidenten erklärte, nun kurz vor Juli die weiße Fahne geschwenkt habe und das Schlachtfeld verlassen habe.[962]Die Europäische Union verkündete die Liste der Länder, aus denen ab dem 1. Juli 2020 in das Unionsgebiet eingereist werden darf. Diese 14 Staaten umfassen unter anderem Australien, Kanada und Südkorea, aber nicht die Vereinigten Staaten. Maßstab war, ob die epidemiologische Situation vergleichbar zur EU war oder besser, nicht aber politische Erwägungen.[963]Die drei Bundesstaaten New York, New Jersey und Connecticut verlängerten ihre Liste von Bundesstaaten, von denen kommend Reisende sich in eine zweiwöchige Quarantäne begeben mussten. Die am 24. Juni verkündete Liste umfasste acht Staaten. Nun umfasste sie Alabama, Arkansas, Arizona, Florida, Georgia, Iowa, Idaho, Kalifornien, Louisiana, Mississippi, North Carolina, Nevada, South Carolina, Tennessee, Texas und Utah.[964]In den Bundesstaaten Colorado, Oklahoma und Utah fanden Vorwahlen statt.[965]Alabama: Gouverneurin Kay Ivey verlängerte ihre am 22. Mai erlassene Anordnung „Stay Safe at Home“, ohne Änderungen vorzunehmen. Sie lehnte eine Anordnung einer Maskenpflicht ab, da sie ihrer Ansicht nach nicht durchsetzbar sei. Mittlerweile waren die Zahlen in Alabama gestiegen. Am Tag des Erlasses der Anordnung waren 404 neue COVID-19-Fälle gemeldet worden, am Freitag vor der Verlängerung waren es 1.037 Fälle.[966]Das Wahlkampfteam von Präsident Trump sagte eine Wahlkampfveranstaltung in Alabama ab. Trump sollte am folgenden Wochenende vor den republikanischen Vorwahlen zwischen Tommy Tuberville und Jeff Sessions sprechen. Es wurde erwartet, dass er für Tuberville gesprochen hätte. Als Grund wurden steigende Infektionszahlen in den USA genannt.[967]Colorado: Wegen eines leichten Anstiegs an Fällen in Colorado und einem erheblichen Anstieg in Nachbarstaaten kündigte Gouverneur Jared Polis die erneute Schließung von Bars und Nachtklubs an. Die Schließung sollte innerhalb der nächsten zwei Tage verfügt werden und 30 Tage dauern.[968]Georgia: Der Pfirsichstaat meldete an diesem Dienstag um 3:00 Uhr Ortszeit 81.291 Fälle von COVID-19 und überschritt damit 80.000 Fälle. Um dieselbe Zeit waren es am Montag noch 79417 Fälle gewesen. Die Zahl der Opfer der COVID-19-Pandemie in Georgia stieg auf 2.805 von 2.784.[969]Kalifornien: Wie das Los Angeles County am Montag beschloss auch das Ventura County, am Wochenende um den Unabhängigkeitstag am 4. Juli die Strände zu schließen. Die Strände wurden von Freitag, dem 3. Juli bis zum Montag geschlossen.[970] Santa Barbara County entschloss sich demgegenüber, die Strände offen zu lassen, aber Abstandsregelungen strikt durchzusetzen.[971]Oklahoma: Die Wähler Oklahomas stimmten mit 50,5 % für eine Ausweitung von Medicaid unter dem Affordable Care Act. Ein Schritt, der geschätzt 200.000 ärmeren Einwohnern eine Krankenversicherung in Zeiten der Pandemie verschaffen kann.[972]Oregon: Die Gouverneurin verlängerte den Notstand und erklärte, dass Oregon sich am Scheideweg befinde. Sie forderte die Bewohner Oregons auf, Masken zu tragen, Hände zu waschen und zuhause zu bleiben, falls sie Symptome von COVID-19 zeigen. Es bestehen Befürchtungen, dass in der Mitte des Monats Juli die Infektionen stark zunehmen könnten. Am 30. Juni hatte Oregon 8.656 Fälle registriert und 207 Tote zu beklagen, durchschnittlich kamen pro Tag 200 Infektionen hinzu. Die Öffnung des Staates wurde nicht in Frage gestellt.[973]Texas: Nachdem Gouverneur Abbott am 25. Juni in Bexar, Dallas, Harris und Travis County die Vornahme einfacherer Operationen untersagt hatte, dehnte er diese Anordnung zur Sicherung von Krankenhauskapazitäten nun auf Cameron, Hidalgo, Nueces und Webb County aus. Texas verzeichnete einen Anstieg um etwa 6.900 Fällen seit dem Vortag und hatte nun 160.000 Coronafälle. Im Siebentagedurchschnitt übertraf diese Woche die Vorwoche um 41 %. Der Anteil positiver Tests betrug 13 % (Ende Mai: 4,27 %).[974]Gegen die Anordnung des Gouverneurs von Texas vom 26. Juni, Bars zu schließen, wurde Klage vor einem Bundesgericht eingereicht. Die Kläger, eine Gruppe von Gastwirten, behaupteten, die Anordnung verletze ihre verfassungsmäßigen Rechte. Andere Gastwirte hatten am Tag zuvor Klage vor einem Gericht des Staates Texas erhoben.[975]Juli 2020Im Juli 2020 stiegen die Zahlen erheblich an. 1,9 Millionen Amerikaner wurden etwa positiv auf das Coronavirus getestet. Dieser Anstieg war nicht mit der gleichzeitig zunehmenden Anzahl an durchgeführten Tests erklärbar, da gleichseit der prozentuale Anteil der Testresultate stieg. Die Vereinigten Staaten hatten auch über den Juli noch Probleme mit der Organisation von Tests. Zusätzlich zu den Neufällen stieg die Anzahl von Hospitalisierungen mit COVID-19 und die Sterberate.[976]Die Schaffung und Neubesetzung von Arbeitsplätzen kühlte erheblich ab. Laut ADP waren im Vergleich zum Vormonat 167.000 Arbeitsplätze im Privatsektor gefüllt worden. Erheblich weniger, als die mehr als 4 Millionen im Juni. Die Mehrzahl der Stellen war im Dienstleistungssektor entstanden, nur 10.000 im produzierenden Gewerbe.[977] Nach dem am 7. August 2020 vorgestellten Daten des US-Arbeitministeriums waren im Juni 1,8 Millionen Arbeitsstellen hinzugekommen. Das war auch dem Arbeitsministerium erheblich weniger als im Mai (2,7 Millionen) oder Juni (4,8 Millionen). Mit 592.000 Jobs hatte das durch die Shutdowns im Frühjahr besonders betroffene Hotel- und Gaststättengewerbe die meisten Arbeitsplätze geschaffen, auch der sich erholende Einzelhandel addierte 258.000 Arbeitsplätze. Die Arbeitslosenquote fiel auf 10,2 %, war aber immer noch höher als 2009 beim Höhepunkt der Großen Rezession.[978]1. JuliDie Vereinigten Staaten hatten an diesem Mittwoch einen Zuwachs von 50.203 Neuinfektionen mit dem neuen Coronavirus. Damit wurde der bisherige Höchstwert vom 26. Juni (45.255) übertroffen. Die Staaten Arizona, Kalifornien, North Carolina, Tennessee und Texas verzeichneten jeder für sich Rekordzunahmen bei den Neuerkrankungen. Insgesamt waren mehr als 2.685.000 Amerikaner seit dem Beginn der Pandemie erkrankt und über 128.000 verstorben. In 37 Bundesstaaten stiegen die Zahlen der Neuinfektionen, lediglich in New Jersey und Rhode Island bestand ein Abwärtstrend bei registrierten Neuerkrankungen. 23 Bundesstaaten hatten ihre Öffnungspläne angehalten, geändert oder sogar zurückgeschraubt.[979] Einer am 1. Juli bekanntgewordenen Studie der Yale University zufolge waren die Todeszahlen in den untersuchten Monaten März bis Mai 2020 um 28 % zu niedrig. Die Studie basierte auf dem statistischen Vergleich von Todesraten zu den Monaten des Vorjahres nach Todesarten.[980]Etwa 4 Monate vor der Präsidentschaftswahl im November unterstützten nach einer von Politico veröffentlichten Meinungsumfrage 39 % den amtierenden Präsidenten ab, 59 % lehnten ihn ab. Zu Beginn des Vormonats waren es noch 41 % Zustimmung und 55 % Ablehnung gewesen. 63 % der Befragten waren der Ansicht, dass die Bekämpfung der Pandemie Vorrang vor der Wirtschaft haben sollte, 29 % wollten, dass die Volkswirtschaft Vorrang hat. Einen Monat zuvor waren 58 % für Pandemie über Wirtschaft gewesen. 43 % der Befragten meinten, dass die Lage bei ihnen vor Ort dieselbe geblieben sei, 41 % erklärten, dass sich in ihrem Bundesstaat die Lage verschlechtert habe, 61 % befanden, dass sich die Situation der Nation verschlechtert habe.[981] Nach einer von USA Today veröffentlichten Telefonumfrage unterstützten 41 % Trump gegenüber seinem Hauptkonkurrenten Joe Biden, 53 % unterstützten Biden. Die Unterstützer Trumps waren dabei merklich begeisterter über ihren Kandidaten als die Unterstützer Bidens.[982]Präsident Trump erklärte in einem Interview auf Fox Business, dass die Vereinigten Staaten stark zurückkommen würden. Das Virus werde verschwinden und es werde sehr bald einen Impfstoff geben. Er erklärte ferner, er habe kein Problem, eine Gesichtsmaske zu tragen.[983]Die Aktienmärkte schlossen überwiegend positiv trotz steigender COVID-19-Zahlen. Der Dow Jones schloss leicht im Minus mit −0,3 %. Aber der S&P 500 schloss um 0,5 % höher. Der Nasdaq schloss um 0,95 % höher und erreichte ein Allzeithoch von 10.154,63 Punkten.[984] Neben positiveren Arbeitsmarktdaten war vor allem die Mitteilung des Pharmaunternehmens Pfizer über positive Ergebnisse bei der COVID-19-Impfstoffentwicklung Antrieb für den Kursanstieg.[985] Es war berichtet worden, dass 4,8 Millionen Arbeitsplätze geschaffen bzw. wiedergeöffnet wurden und die Arbeitslosenquote im Juni auf 11,1 % gesunken sei.[722]Münzen der Vereinigten Staaten.Jerome Powell als Präsident der Zentralbank sagte vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses aus. Er teilte mit, dass die teilweisen Schließungen zu Störungen im Bargeldumlauf geführt hätten. Dies würde sich in einer seit Monaten zu beobachtenden Verknappung an Münzgeld bemerkbar machen.[986]Alabama: Es wurde bekannt, dass Jugendliche in Tuscaloosa COVID-19-Partys veranstalten, als Wettbewerb, wer zuerst infiziert wird.[987]Arizona: Es wurden fast 4.900 Neuerkrankungen in Arizona seit dem Vortag gemeldet, womit die Zahl der seit Beginn der Pandemie festgestellten Coronainfektionen über 80.000 auf 84.092 stieg. Nach dem Tode von 88 weiteren Arizonern seit Dienstag betrauerte Arizona 1.720 Einwohner. 2.516 Patienten wurden in Krankenhäusern mit COVID-19 behandelt, fast 35 % mehr als noch eine Woche zuvor. 1.495 oder 89 % der Betten auf Intensivstationen waren in Arizona besetzt.[988]Vizepräsident Mike Pence traf sich mit dem Gouverneur von Arizona auf dem Flughafen von Phoenix. Ursprünglich war geplant gewesen, dass Pence am 30. Juni 2020 eine Wahlkampfveranstaltung Faith in America abhalten sollte und dann mit dem Gouverneur Yuma besuchen sollte.[989] Der Termin war verlegt worden, damit acht Agenten des Secret Service ersetzt werden konnten, die positiv auf COVID-19 getestet worden waren.[990]Connecticut: Die Yale University kündigte an, dass sie regulär im Herbst den Lehrbetrieb aufnehme. Studenten, die aus Staaten mit hohen Ansteckungsraten anreisen, sollen für zwei Wochen in Quarantäne. Studenten im ersten und zweiten Studienjahr wurden vom Einzug in Studentenwohnheimen auf dem Campus ausgeschlossen.[991]Kalifornien: Gouverneur Gavin Newsom ordnete für 19 Countys die Schließung von Restaurantessen in Innenräumen, Kinos, Zoos, Museen und anderen Gewerben an. Diese Countys umfassten den größten Teil von Südkalifornien, Teilen des Kalifornischen Längstals und in der San Francisco Bay Area die Countys Contra Costa und Santa Clara. 72 % der Einwohner Kaliforniens leben in diesen 19 Countys. Maßstab für die Schließungen waren die Hospitalisierungen, da Kalifornien mit 5.196 einen Rekord an Personen mit COVID-19 in Krankenhäusern verzeichnete.[992]Nachdem ein Rettungsschwimmer infiziert wurde, beschloss die Stadt Newport Beach wie Los Angeles County die Strände am Unabhängigkeitstags-Wochenende zu schließen. Das benachbarte Huntington Beach schloss sich an.[993]Louisiana: Nachdem Louisiana am 1. Juni 40.000 Fälle von COVID-19 identifiziert hatte, meldete der Bundesstaat mit 60.178 erstmals über 60.000 Erkrankungen.[994] Seit dem Vortag waren laut dem Gouverneur 2.083 neue Fälle hinzugekommen. Die Anzahl der Patienten, die mit COVID-19 in einem Krankenhaus behandelt werden mussten, betrug 799 und war um 18 gestiegen. 9,7 % der in Louisiana durchgeführten Tests kamen positiv zurück. 3.130 Einwohner Louisianas waren mit COVID-19 verstorben.[995]Texas: Der Lone Star State verzeichnete erstmals einen Anstieg der Coronainfektionen von mehr als 7.000 und mehr als 8.000 an einem Tag. Es wurden seit Dienstag 8.076 Neufälle gemeldet. Auch die Anzahl von mit COVID-19 in texanischen Krankenhäusern erreichte an diesem Mittwoch den Rekordwert von 6.904. Der Anteil an positiven Ergebnissen an den COVID-19-Tests betrug 13,58 % am Dienstag. Nachdem 57 Texaner verstorben waren, beklagte Texas 2.481 Todesopfer der Pandemie.[996] Besonders betroffen von den Folgen steigender Hospitalisierungen sind die Krankenhäuser in Houston.[997] Insgesamt waren seit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie damit über 172.000 Texaner infiziert worden.[998] Ein Problem ist, dass besonders konservativere Texaner das Nichttragen von Masken als politische oder sogar religiöse Stellungnahme sehen.[999]2. JuliPräsident Trump nahm die Arbeitsmarktzahlen des zweiten Quartals zum Anlass für eine Pressekonferenz. Er erklärte, dass die 4,8 Millionen geschaffene Arbeitsplätze sensationelle Neuigkeiten seien. Es sei ein Beweis, dass die Wirtschaft mit Gebrüll zurückkomme. Mehr Staaten würden sich weiter öffnen. Das dritte Quartal würde großartig werden. Gut sei, dass die Zahlen für das dritte Vierteljahr kurz vor der Wahl herauskämen. Die einzelnen Flammen der Pandemie würden ausgetreten werden. Die Coronakrise werde erledigt. Trump nahm keine Fragen an.[1000] Vizepräsident Mike Pence erklärte gegenüber CNBC, dass die Regierung dafür sorgen würde, dass die Bundesstaaten alles haben, was sie benötigen. Aber die Regierung Trump würde weiter Amerika wiederöffnen.[1001] Der Führer des konservativen House Freedom Caucus im Repräsentantenhaus Andy Biggs forderte die Auflösung der Corona Task Force. Da die Wirtschaft gerade zurückkomme, sei es notwendig, dass der Präsident sie weiter öffne. Die Mitglieder Fauci und Birx widersprächen dem Präsidenten zu oft. Die Task Force sei auch nicht mehr nötig.[1002] Joe Biden, Trumps Widersacher bei der Wahl im November, erwiderte, dass die Arbeitslosenzahlen immer noch hoch seien. Amerika habe noch immer 15 Millionen Arbeitsplätze zu wenig. Der Präsident ignoriere noch immer die Realität einer Pandemie und die schreckliche Realität von amerikanischen verlorenen Leben. Wenn er nicht willens sei zu führen, solle Trump Platz machen.[1003]Es wurden Pläne der Regierung Trump bekannt, eine Stelle im State Department zu gründen, die die von Präsident Obama beim National Security Council (NSC) angesiedelte Pandemie-Einheit ersetzen solle. Trump hatte die Pandemie-Einheit 2018 ersatzlos gestrichen.[1004]Die Börsen schlossen positiv. Nachdem die Entstehung von 4,8 Millionen Arbeitsplätzen im zweiten Quartal gemeldet worden war, statt der erwarteten 2,9 Millionen, sprangen die Kurse. Die Kurse schwächten aber deutlich ab, als die über 10.000 COVID-19-Neuerkrankungen in Florida bekannt wurden. Der Dow Jones schloss aber 92,39 Punkte oder 0,4 %, höher als zu Beginn des Handelstages bei 25.827,36 Punkten. Der S&P 500 stieg über den Tag um 0,5 %, um bei 3.130,01 Punkten zu schließen. Der Nasdaq Composite gewann um 0,5 % auf den historischen Höchststand von 10.207,63.[1005]Die National Basketball Association teilte mit, dass bei Tests vor Wiederbeginn der Saison am 30. Juli 2020 neun weitere Spieler positiv getestet worden waren. Damit waren nun 25 Basketballspieler oder 7 % der Spieler der Liga positiv auf COVID-19 getestet worden. Die Spiele waren in Orlando geplant, im schwer von der Pandemie betroffenen Florida.[1006]Alabama: Die Gouverneurin verlängerte erneut die erst kürzlich bis zum 31. Juli verlängerte Notstandserklärung, diesmal bis zum 9. September 2020. In der Erklärung führte sie die anhaltende Not an. Der Bundesstaat hatte seit dem Vortag 1.000 neue Coronafälle verzeichnen müssen und näherte sich nun dem 40.000. COVID-19-Kranken. In den zwei vorangehenden Wochen waren etwa 11.000 Infizierungen festgestellt worden. 961 Einwohner Alabamas waren verstorben.[1007]Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hob einstweilen die Entscheidung eines Bundesgerichtes auf, welches bestimmte Formalien zur Briefwahl in Alabama während der Pandemie aufhob. Es ging um die Voraussetzungen, dass eine Kopie eines Personenidentifikationsdokumentes und eine notariell beglaubigte oder von zwei Zeugen unterzeichnete Wählererklärung erforderlich sind.[1008]Florida: Der Sonnenschein-Staat meldete den 25. Tag mit einer Rekordzahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Es waren 10.109 neue Fälle, am Mittwoch waren es noch 6.563 neue Fälle. Das ist noch immer weniger als die höchste an einem Tag in einem Staat gemeldete Zahl (New York am 15. April 2020 mit 11.571 Fällen). Seit dem Vortag waren 68 Floridianer mit COVID-19 verstorben. Die Zahl der Todesopfer der Pandemie in Florida addierte sich damit zu 3.718.[1009] Bei insgesamt 169.106 COVID-19-Erkrankungen seit Ausbruch der Pandemie wies Florida 15.150 Patienten mit COVID-19 in Krankenhäusern aus (325 mehr als am Vortag). 14,59 % der Tests am Mittwoch wiesen positive Ergebnisse aus. Das Medianalter war 37.[1010]Georgia: 1.400 Beschäftigte im Gesundheitsbereich hatten ein auf den 2. Juli 2020 datiertes Schreiben an Gouverneur Brian Kemp unterschrieben. Kemp wurde aufgefordert, Maßnahmen wie ein Verbot von Versammlungen von über 25 Personen in Innenräumen und die Schließung von Bars und Nachtklubs zu erlassen. Eine Gesichtsmaskenpflicht wurde empfohlen. Begründet wurde dies mit einem Anstieg von Infektionen, der nicht durch zusätzliche Tests erklärbar sei, und Hospitalisierungsraten, die die Funktionsfähigkeit der Krankenhäuser in Frage stellten.[1011]Hawaii: Der Aloa-Staat hob mit Wirkung zum 1. August seine Quarantäne-Bestimmungen auf. Touristen mussten sich für 14 Tage in Quarantäne begeben, wenn sie die Inseln betraten. Diese Bestimmung hatte den Flugverkehr nach Hawaii nahezu zum Erliegen gebracht. Ab Anfang August müssen Touristen binnen 72 Stunden nach Ankunft einen COVID-19-Test durchführen.[1012]Iowa: Am frühen Nachmittag zeigten die Internetseiten des Staates 30.059 COVID-19-Fälle an. Um 10:00 Uhr Ortszeit waren es bei dem offiziellen täglichen Report noch 29.966 Fälle gewesen, 676 mehr als am 1. Juli um 10:00 Uhr. Iowa hatte um 10:00 Uhr 717 Opfer der Pandemie zu beklagen, seit 24 Stunden war aber niemand in Iowa an der Krankheit gestorben.[1013]Kansas: Die Gouverneurin erließ eine Maskentragepflicht für alle Situationen, in denen ein Mindestabstand von 6 Fuß nicht gewährleistet werden kann. Ausgenommen wurden Kinder unter 6, Gehörlose und Menschen mit medizinischen Ausnahmen.[1014] Der Attorney General des Staates Derek Schmidt verfasste ein Memorandum mit der Rechtsauffassung, dass lokale Behörden auch weniger rigide Anordnungen erlassen könnten. Er würde den Maskenzwang nicht durchsetzen, dies überließ er den lokalen Behörden.[1015]New Jersey: Die Spielcasinos in Atlantic City öffneten wieder, nachdem sie Mitte März geschlossen worden waren.[1016]Texas: Gouverneur Abbott ordnete eine Pflicht zum Tragen von Masken in Countys mit 20 oder mehr positiven COVID-19-Fällen an. Dies sind fast alle Countys. Weiter wurden bestimmte Tätigkeiten im Freien mit mehr als 10 Personen unter Erlaubnisvorbehalt gestellt.[1017] Zumindest zwölf der Countys in Texas kündigten allerdings an, die Executive Order des Gouverneurs nicht durchzusetzen.[1018]3. JuliMenschenmenge während der Ankunft Trumps vor der Ansprache am Mount RushmorePräsident Trump hielt eine Rede vor 7.500 Anhängern zu Füßen des Mount Rushmore mit Überflug von Militär und Feuerwerk. Die Anhänger saßen eng zusammen und Abstandhalten zu Nachbarn war unmöglich. Maskentragen war freiwillig.[1019] Nur wenige Anwesende trugen Gesichtsbedeckungen. Seine Anhänger warteten Stunden auf ihn. Der Präsident konzentrierte sich auf die andauernden Proteste und die Debatte um Statuen zur Erinnerung und Sklavenhalterzeiten.[1020] Die Pandemie wurde nur insofern erwähnt, als Donald Trump Helfern bei der Bekämpfung dankte.[1019]Die Vereinigten Staaten verzeichneten an diesem Tag 57.497 nachgewiesene Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Dies war die bisher höchste Zahl an Neuinfektionen innerhalb eines Tages. 20 der 50 Staaten verzeichneten im Siebentagesdurchschnitt Rekordwerte an Neufällen. Die Staaten Florida, Texas, Kalifornien, Arizona, Georgia und North Carolina verzeichneten hierbei die meisten Neuinfektionen.[1021] Florida meldete fast 9.500 Neuinfektionen, Texas über 7.500, knapp gefolgt von Kalifornien. Es war außerdem der dritte Tag in Folge, bei dem Werte von über 50.000 Neuinfektionen/Tag erreicht wurden.[1022] Einer der Neufälle war Kimberly Guilfoyle, die Freundin des Sohns Donald Trump Jr. Sie war nach der Anreise zur Rede am Mount Rushmore mit dem Sohn positiv getestet worden und reiste nach der Veranstaltung gemeinsam mit ihm ab.[1023]Das Vereinigte Königreich gab bekannt, dass es eine Liste von Ländern erstellt habe, die unter Gesichtspunkten einer COVID-19-Infektion als sicher zu bereisen galten. Die Vereinigten Staaten gehören zu den als rot eingestuften Ländern, die nicht als sicher für Briten galten. Reisende aus den Vereinigten Staaten wurde auferlegt, sich in Quarantäne zu begeben.[1024]Alabama: Die Gesundheitsbehörden Alabamas meldeten einen bisherigen Höchststand von 1.758 Neuinfektionen. Der Bundesstaat hatte damit seit Beginn der Pandemie 41.362 Personen positiv getestet und meldete erstmals mehr als 40.000 Fälle. 98,5 % der Countys hatten Neufälle gemeldet, Jefferson County mit 270 die meisten Neufälle. Die Hospitalisierungen erreichten mit 843 Patienten ebenfalls einen bisher nicht erreichten Wert.[1025] Der Staat beklagte 983 Todesopfer, 22 innerhalb von 24 Stunden. 96 der Opfer oder knapp 10 % waren innerhalb der letzten Woche verstorben. 15 % der COVID-19-Tests waren positiv.[1026]Arizona: Der Grand-Canyon-Staat mit seinen 7,3 Millionen Einwohnern hatte erstmals mehr als 90.000 Fälle von COVID-19 identifiziert. Es waren 91.858 Infizierungen mit dem Coronavirus. Das war die fünffache Anzahl von der nach dem Memorial-Day-Wochenende am 26. Mai. Arizona hatte damit 1.277,8 Fälle pro 100.000 Einwohnern (USA: 833,7/100.000 Einwohner). Die Pandemie hatte in dem Bundesstaat 1.788 Todesopfer gefordert. Es wurde berichtet, dass die Intensivstationen zu 90 % und Krankenhausbetten zu 86 % ausgelastet seien.[1027]Der mexikanische Bundesstaat Sonora schloss dieses Wochenende wegen COVID-19 die Grenze zu Arizona. Ausgenommen war der Grenzwechsel für Geschäfte, Arbeit oder die Beschaffung von Arzneimitteln.[1028]Georgia: Die Gesundheitsbehörden meldeten 2.784 COVID-19-Fälle seit dem 2. Juli 2020. Es war der siebte Tag in Folge mit mehr als 1.800 Fällen pro Tag. Georgia hatte damit erstmals mehr als 90.000 Fälle mit 90.493 nachgewiesenen SARS-CoV-2-Infektionen. 11.653 Patienten mussten mit der Krankheit in Krankenhäusern behandelt werden. 2.856 Georgier waren mit COVID-19 verstorben, sieben seit dem Vortag.[1029]Mississippi: Der Bundesstaat meldete an diesem Freitag 30.674 COVID-19-Fälle, mit 990 Neufällen. Vier Einwohner Mississippis waren seit dem 2. Juli verstorben, womit der Staat 1.107 Menschen an die Pandemie verloren hatte.[1030] 647 Patienten in den Krankenhäusern wurden mit COVID-19 behandelt, bei 225 wurde diese Krankheit vermutet. In den ersten beiden Juniwochen war der Anstieg an Fällen noch moderat gewesen, nahm in der zweiten Hälfte aber merklich zu, die Todesrate sank aber leicht in der zweiten Junihälfte.[1031]North Carolina: Nach einer Rekordzahl von 2.099 Neufällen seit Donnerstag hatte North Carolina 70.241 COVID-19-Fälle seit Beginn der Pandemie registriert. Der Bundesstaat meldete damit erstmals mehr als 70.000 Fälle. 951 Patienten wurden mit Corona im Krankenhaus behandelt, 39 mehr als am 2. Juli 2020. 11 % aller Tests auf Coronavirus-Infektionen waren positiv. Das nördliche der beiden Carolinas hatte 1.392 Todesopfer der COVID-19-Pandemie zu beklagen, eines mehr als am Vortag.[1032]South Carolina: Das südlichere der Carolinas meldete 41.413 laborbestätigte SARS-CoV-2-Infektionen, 1.558 mehr Fälle als am Vortag. Krankenhäuser in South Carolina waren zu 72,68 % ausgelastet, 1.148 Krankenhausbetten waren mit COVID-19-Patienten belegt. 20,7 % der COVID-19-Tests waren positiv. Der Staat erfasste 787 laborbestätigte COVID-19-Todesopfer und 6 wahrscheinliche Pandemietodesopfer.[1033]Tennessee: Der Gouverneur erlaubte allen Countys, im Falle eines COVID-19-Anstiegs einen Maskenzwang zu verhängen.[1034]Texas: Parteifreunde des texanischen Gouverneurs reichten vor dem Travis County District Court einen Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz und eine Klage gegen den Erlass eines Maskenzwanges am Tag zuvor ein.[1035] Richter im Hidalgo und im Starr County im Rio Grande Valley im Süden von Texas verordneten, dass die Einwohner zuhause bleiben (shelter in place). Grund war die vollständige Auslastung der Krankenhäuser infolge der Pandemie.[1036]Das für Juli vorgesehene Bar Exam in Texas, bei dem normalerweise etwa tausend Juristen geprüft werden, wurde abgesagt.[1037] Das Bar Exam ist die Prüfung, um in einem Bundesstaat als Rechtsanwalt zugelassen werden zu können.[1038]Wisconsin: Der Badger State meldete mit 30.317 bestätigten COVID-19-Fällen erstmals mehr als 30.000 Erkrankungen seit Beginn der Pandemie. Es waren 579 Fälle seit dem Vortag. Nachdem sieben Einwohner seit dem Vortag gestorben waren, hatte Wisconsin nun 783 Todesopfer der Pandemie zu beklagen. Die Tests waren zu 5,7 % positiv.[1039]4. JuliWegen der steigenden Fallzahlen in 36 der 50 Bundesstaaten veröffentlichten zahlreiche öffentliche Stellen Warnungen für das Feiern des Unabhängigkeitstags. Man solle Feierlichkeiten nach Möglichkeit vermeiden, nicht mit Leuten außerhalb des eigenen Haushalts interagieren. Falls sich Teilnahmen an Feierlichkeiten nicht vermeiden ließen, sollte man Masken tragen und versuchen, Abstand zu halten.[1040] Die Vereinigten Staaten meldeten den 26. Tag mit Rekordzahlen basierend auf einem Siebentagedurchschnitt. Am 4. Juli 2020 war der Wert dieses Durchschnitts 48.321, 11.700 höher als noch eine Woche zuvor. Die Pandemie schien vor allem in den Südstaaten außer Kontrolle.[1041]Zuschauer der Ansprache „Salute to America“ vor dem Weißen HausPräsident Donald Trump sandte morgens auf Twitter[1042] einen gesprochenen Glückwunsch von ihm und Melania Trump zum 4. Juli aus. Er behauptete, dass die Wirtschaft besser gewesen sei als in irgendeinem Land in der Geschichte, bevor die „chinesische Seuche“ es getroffen habe. Er verkündete, dass die USA aber auf dem Weg seien, sich herauszukämpfen. Die Arbeitsmarktdaten seien spektakulär. Der Sieg über das Virus stehe unmittelbar bevor.[1043] Am Abend hielt er eine halbstündige Rede bei einer Zeremonie zur Feier des Unabhängigkeitstages. In seiner Rede erklärte er, dass „wir“ in einem Prozess seien, die radikale Linke, Marxisten, Anarchisten, Agitatoren und Plünderer total zu besiegen. Bezüglich des Virus seien große Fortschritte gemacht worden; man wisse nun, wie man die Flammen austrete. Es werde lange vor Ablauf des Jahres einen Impfstoff oder eine Therapie geben. Er lobte das Gesundheitspersonal, das an der Front im Kampf gegen das Virus stehe.[1044] Er vertrat die Ansicht, dass 99 Prozent aller COVID-19-Fälle harmlos seien,[1045] und brachte zum Ausdruck, dass China für das Virus zur Verantwortung gezogen werden solle.[1046] Bei der Zeremonie des Weißen Hauses wurde teilweise gegen von der CDC aufgestellte Richtlinien zum Abstandhalten vom Publikum verstoßen; zahlreiche Teilnehmer trugen keine Masken.[1046]Arizona: An mehreren Orten fanden Proteste gegen die vom Gouverneur angeordnete Schließung von Restaurants und gegen Maskenzwang statt.[1047]Florida: Die Gesundheitsbehörden in Florida meldeten am Sonnabendmorgen einen neuen Rekordwert von 11.458 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Der Bundesstaat hatte damit 190.052 Floridianer positiv auf das Coronavirus getestet. Am stärksten betroffen von den Neuinfektionen waren Miami-Dade County (+2.418) und Broward County (+1.348).[1048] Unter Berücksichtigung eines 7-Tage-Durchschnitts war die Infektionsrate um 67 % gestiegen.[1049] 14 % der innerhalb der vorangegangenen Woche durchgeführten Tests waren positiv. 3.803 Personen waren zu diesem Zeitpunkt mit COVID-19 verstorben, 18 innerhalb der vorangegangenen 24 Stunden.[1048] Die Sterberate sank allerdings, wobei die Sterberate der Infektionsrate mit Verzögerung folgt.[1049] Florida veröffentlichte keine Daten zu Hospitalisierungen, lediglich zum Miami-Dade County waren Zahlen verfügbar. Hier stieg die Hospitalisierungszahl kontinuierlich seit 20 Tagen von 600 auf 1.466.[1048] Gouverneur DeSantis erklärte gleichwohl, er werde Florida keinesfalls wieder schließen.[1049]Kalifornien: Es wurden erstmals mehr als 250.000 COVID-19-Fälle in Kalifornien gemeldet. Der Goldstaat hatte 1.974 Neuinfizierungen seit dem Vortag gemeldet, womit es nun 251.236 Coronavirus-Infizierungen auswies. Allerdings war in den Neufällen Los Angeles County nicht enthalten, das 43 % der Infektionen Kaliforniens ausmachte. Das bevölkerungsreichste County stellte sein Computersystem um. Es waren ohne LA County 18 Kalifornier in den vorherigen 24 Stunden verstorben, womit Kalifornien 6.330 Einwohner an die Pandemie verloren hatte. Es hatte im 7-Tage-Durchschnitt 5.904 Fälle erfasst und knapp 62 Tote pro Tag zu beklagen. Im Durchschnitt kamen nun auf 100.000 Personen in Kalifornien 626 Fälle und 15,8 Tote.[1050]Texas: Es wurden 8.258 Neuinfektionen in Texas gemeldet, der Staat erreichte damit 191.790 erfasste COVID-19-Fälle. Seit dem Vortag waren 33 Texaner mit der Krankheit verstorben. Der Bundesstaat hatte damit 2.608 Bewohner an der Krankheit verloren. Die Zahl der im Krankenhäusern mit COVID-19 behandelten Personen war um 238 Patienten auf 7.890 gestiegen.[1051]Tennessee: Die Anzahl der positiv getesteten Personen in Tennessee stieg auf 50.140, nachdem 1.428 (+2,9 %) neue Fälle erfasst worden waren. 2.860 Patienten mussten mit COVID-19 in Krankenhäusern behandelt werden. Der Bundesstaat betrauerte 637 Pandemieopfer, nachdem vier Tennesseer seit dem Vortag verstorben waren.[1052]5. Juli36 Staaten in den USA meldeten steigende Zahlen von Neuinfektionen mit dem Coronavirus. In 23 Bundesstaaten waren Hospitalisierungen mit COVID-19 um mindestens 5 % gestiegen, unter Zugrundelegung eines 7-Tage-Durchschnitts.[1053]Der Kommissar der Food and Drug Administration Stephen Hahn weigerte sich in einem Fernsehinterview, Trumps Aussage vom 4. Juli zu bestätigen, dass 99 % der COVID-Fälle harmlos seien. Bezüglich eines Impfstoffes sagte er, er könne nicht vorhersagen, wann ein Impfstoff zur Verfügung stehe. Er sei aber vorsichtig optimistisch, dass es Ende des Jahres bis Anfang nächsten Jahres so weit sein könne.[1054]Die Baseball-Mannschaften der White Sox, Nationals, Pirates, Diamondbacks und der Cardinals teilten mit, dass jeweils zwei ihrer Spieler positiv auf das Coronavirus getestet wurden.[1055] Die Basketball-Mannschaften der Milwaukee Bucks und der Sacramento Kings teilten mit, dass sie wegen COVID-19-Fällen Trainingsgebäude schließen mussten. Die Mannschaften der Denver Nuggets, Miami Heat, Los Angeles Clippers und Brooklyn Nets hatten in der Woche zuvor ähnliche Schritte unternehmen müssen.[1056]Arizona: Die Bürgermeisterin von Phoenix Kate Gallego kritisierte, dass die Wiederöffnung zu überstürzt erfolgt sei. Sie warf ferner dem Bundeskatastrophenschutz vor, dass auf örtliches Testen zunehmend verzichtet werde. Es fühle sich an, als ob der Sieg erklärt werde, während Arizona noch im Krisenmodus sei.[1057]Florida: Der Sonnenschein-Staat meldete 10.059 neue COVID-19-Fälle und überschritt damit 200.000 Infektionen.[1058] Florida war damit der dritte Bundesstaat nach New York und Kalifornien, der diesen Meilenstein nahm. Der Bürgermeister von Miami Francis X. Suarez erklärte den besorgniserregenden Anstieg mit dem Zusammenkommen der Menschen kurz nach der frühen Wiederöffnung Floridas.[1059] Es hatte über zwei Monate gedauert (März bis 22. Juni), bis Florida die ersten 100.000 COVID-19-Erkrankungen registriert hatte, bis 200.000 hatte es zwei Wochen gedauert. Es waren insgesamt 200.111 Fälle am Sonntag in Florida gemeldet worden. Der durchschnittliche Anteil positiver Tests betrug vom 21. Juni bis 27. Juni 9,94 %, der durchschnittliche Anteil vom 28. Juni bis 4. Juli war auf 14,47 % gestiegen. Staatsweite Daten über Hospitalisierungen wurden von Florida nicht veröffentlicht. Es wurde aber bekannt, dass in Miami-Dade County 70 % der Betten in Intensivstationen mit COVID-19-Patienten belegt waren. 29 Einwohner des Staates waren seit dem Vortag verstorben, womit Florida 3.832 COVID-19-Opfer zu beklagen hatte.[1060]Oregon: Der Westküstenstaat meldete an diesem Sonntag 301 neue COVID-19-Fälle und erreichte damit 10.231 Fälle. Oregon musste auch zwei mit COVID-19 Verstorbene melden und beklagte damit 215 Todesopfer der Pandemie.[1061]Texas: In Texas war die Zahl der innerhalb eines Tages positiv getesteten Personen von über 8.000 am Vortag auf 3.449 neue COVID-Fälle zurückgegangen. Damit hatte der Staat 195.239 Coronainfektionen gemeldet. Allerdings musste eine Rekordzahl von Texanern nun in Krankenhäusern behandelt werden. 8.181 Patienten lagen mit COVID-19 in texanischen Krankenhäusern. Der Bundesstaat hatte nach 29 Verstorbenen seit dem Vortag nun 2.637 COVID-19-Todesopfer.[1062]Sylvester Turner, der Bürgermeister von Houston, erklärte in der Sendung Face The Nation auf CBS, dass die Erkrankungen exponentiell in der viertgrößten Stadt in den Vereinigten Staaten stiegen. 25 % der COVID-19-Tests kämen positiv zurück. Überproportional betroffen seien Nichtweiße, insbesondere Hispanics. Wenn die Entwicklung so weitergehe, würden die Krankenhäuser in seiner Stadt innerhalb von zwei Wochen überfordert sein. Problematisch seien insbesondere die Intensivstationen. Es sei weniger ein Problem der Betten als ein Mangel an qualifiziertem Personal.[1063] Die Krankenhäuser in Houston erlebten zu Beginn des Juli 2020 einen Anstieg an Fällen, vergleichbar zu dem in New York, als dort die Pandemie auf dem Höhepunkt gewesen war. Die Hospitale in der texanischen Stadt hatten allerdings zwei Vorteile: Erstens tendierten die Patienten dazu, jünger und gesünder zu sein. Zweitens konnten sie auf den in New York gemachten Erfahrungen aufbauen.[1064]6. JuliTrump tweetete an Morgen die Frage, weshalb die „Fake News“ nicht über die niedrigere Todesrate berichteten und beantwortete diese Frage selbst. Er unterstellt, dass die Medien Fake News seien. Seine Pressesprecherin Kayleigh McEnany äußerte, dass der Präsident sich kümmern würde. Es sei aber wichtig, die niedrige Mortalitätsrate hervorzuheben und wie gut die USA im Vergleich zum Rest der Welt dastehe. Mark Meadows, der Stabschef Trumps, äußerte in der Sendung Fox & Friends, dass es bald einen Impfstoff geben würde. Man müsse nur kurz mit Masken seinen Lebensstil anpassen, da Hilfe auf dem Weg sei. Regelungen über Masken seien aber Angelegenheiten der Bundesstaaten. Auf jeden Fall bestünden keine Pläne, die Wirtschaft wieder zu schließen.[1065] Die Letalität von COVID-19 auf Basis der bekannten Infektionen und bekannten Todesfälle betrug in den Vereinigten Staaten zu diesem Zeitpunkt 4,5 Prozent; etwa 38.000 Patienten wurden mit COVID-19 in amerikanischen Krankenhäusern behandelt.[1066]In einem Gespräch auf Facebook Live mit Francis Collins vom National Institutes of Health erklärte Anthony Fauci, dass die Lage wirklich nicht gut sei. Die Vereinigten Staaten hätten gerade zwei Tage früher 57.500 Neufälle gehabt. Die USA seien noch knietief in der ersten Welle. Er schätzte, dass der erste Impfstoff Ende Juli in die dritte Phase der Impfstoffentwicklung eintreten würde, andere Impfstoffe etwas später. Ende 2020 oder Anfang 2021 würde man wissen, ob einer der Impfstoffe sicher und effektiv sei. Er versicherte trotz des Namens „Operation Warp Speed“ würden keineswegs Abstriche an Sicherheit und Gründlichkeit gemacht.[1067]Der kanadische Premierminister Justin Trudeau sagte an diesem Montag ein für Mittwoch geplantes Treffen in Washington mit dem amerikanischen Präsidenten und dem mexikanischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador ab. Das Treffen sollte das Inkrafttreten des Handelsabkommens USMCA am 1. Juli feiern. Trudeau begründete die Absage mit kürzlichen Drohungen mit Zöllen auf Aluminium und Stahl und Gesundheitsgefahren wegen der Entwicklung der COVID-19-Pandemie in den Vereinigten Staaten.[1068]Obwohl in 20 Bundesstaaten die wegen COVID-19 erfolgten Hospitalisierungen anstiegen, stiegen auch die Kurse an den Aktienbörsen. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 459,67 Punkte (1,8 %) auf 26.287,03. Der S&P 500 gewann 1,6 %, um zum Börsenschluss bei 3.179,72 zu stehen. Der Nasdaq Composite erreichte einen Allzeit-Höchststand von 10.433,65, nachdem er 2,2 % zugelegt hatte. Getragen wurden die Gewinne vor allem durch Technikwerte wie Apple, Amazon, Microsoft und das Google-Mutterunternehmen Alphabet. Hinzu traten günstige Daten zur Entwicklung des Dienstleistungssektors durch das Institute for Supply Management, sowie die nicht wesentlich steigende Todesrate.[1069]Das Pew Research Center veröffentlichte eine Studie, nach der 22 Prozent aller erwachsenen US-Amerikaner entweder selbst wegen COVID-19 umgezogen waren, jemand wegen COVID-19 in ihr Haus bzw. Wohnung zog, oder dass sie jemanden kennen, der wegen der Pandemie umzog. Besonders jüngere Erwachsene zogen demnach um. Hispanics und Asiatische Amerikaner waren die ethnischen Gruppen, die sowohl eher selbst umzogen und auch diejenigen, die am ehesten jemand kannten, der umzog. Von denen, die umzogen, erklärten 28 Prozent, der Hauptgrund sei, das Ansteckungsrisiko zu minimieren. 23 Prozent nannten als Ursache, dass der Campus ihrer Hochschule geschlossen wurde. 20 Prozent der befragten Umziehenden wollten bei einem Familienmitglied sein. 18 Prozent nannten finanzielle Gründe – 8 Prozent nannten dabei den Verlust eines Arbeitsplatzes, 10 Prozent andere finanzielle Gründe.[1070]Der FC Dallas sagte seine Teilnahme an der abgeschottet in Orlando (Florida) geplanten Rückrunde der Major League Soccer (MLS) ab. Grund war, dass zehn Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden waren.[1071]Arizona: Bei der täglichen Aktualisierung teilten die Gesundheitsbehörden mit, dass Arizona über 100,000 Personen seit Beginn der Pandemie positiv getestet hat. Es waren 101.441 nachgewiesene Fälle, 3.352 mehr, als am Tag zuvor. Im Gegensatz zum nationalen Durchschnitt von 9 % positiver Tests kamen in Arizona 13,4 % der COVID-19-Tests positiv zurück. Etwa 62.000 (etwa 61 %) waren Personen im Alter unter 44 Jahren. Die Zahl der Patienten in Krankenhäusern mit COVID-19 stieg auf über 3.200, wovon mehr als 800 intensivmedizinisch betreut werden mussten. Nach einem weiteren Todesfall seit der Aktualisierung am Vortag betrauerte Arizona 1.810 Todesopfer.[1072]Florida: Der Kommissar der Bildungsbehörde Floridas Richard Corcoran ordnete per Notstandsverordnung an, dass alle Schulen Floridas im August nach den Sommerferien zu öffnen haben. Die Schulen sollen an mindestens fünf Tagen für vollen Unterricht geöffnet sein. Die Schulen sollen aber die vorgeschriebenen Vorbeugemaßnahmen ergreifen. Die Gewerkschaften der Lehrer waren kritisch. Sie wiesen insbesondere auf die Klausel in den Arbeitsverträgen, die ein sicheres Arbeitsumfeld garantiert.[1073] (Fortsetzung: 20. Juli)Georgia: Die Bürgermeisterin von Atlanta Keisha Lance Bottoms teilte mit, dass sie und ihr Ehemann positiv auf das Coronavirus getestet worden seien. Sie zeigte keine Symptome. Bottoms galt als eine der Favoritinnen als Running Mate für den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden.[1074]Kalifornien: Nachdem die Abgeordnete Autumn Burke aus Los Angeles County mitgeteilt hatte, dass sie und ihre Tochter positiv getestet worden waren, wurde das California State Capitol geschlossen. Das Gebäude musste einer gründlichen Reinigung unterzogen werden.[1075]Der Gouverneur von Kalifornien war in den vorangetragenen Tagen wegen steigender Zahlen kritisiert worden, dass er den Bundesstaat zu früh geöffnet habe. Unter anderem, da die Hospitalisierungen auf 5.800 angestiegen waren. Gouverneur Newsom erklärte daher am Montag, dass die Regierung des Staates über das Unabhängigkeitstags-Wochenende scharfe Kontrollen in den hart betroffenen Countys durchgeführt habe. Die Überwachung der Gaststätten und anderen Unternehmen auf Befolgung der Gesundheitsvorschriften werde unvermindert fortgeführt.[1076]Nebraska: Der Staat im Mittleren Westen berichtet von 117 neuen Coronafällen, womit 20.046 Infektionen festgestellt worden waren. 109 Patienten wurden stationär mit COVID-19 behandelt. Nebraska betrauerte. 283 COVID-19-Tote.[1077]Texas: Der Bundesstaat meldete erstmals mehr als 200.000 COVID-19-Fälle. Nachdem Texas 5.318 neue Infektionen feststellte, waren es 200.557 Coronainfektionen seit Februar. Diese Anzahl wurde 17 Tage nachdem der Staat 100.000 Fälle gemeldet hatte erreicht. Der 7-Tages-Durchschnitt bei positiven Tests betrug 13,5 %. Die Gesundheitsbehörden des Bundesstaates befürchteten aber einen steileren Anstieg in den nächsten Tagen, da einige örtliche Stellen über das Unabhängigkeitstags-Wochenende auf Meldungen verzichteten. 8.698 Patienten mussten in den Krankenhäusern behandelt werden, ein bis dahin nicht gesehener Höchstwert und der achte Tag in Folge mit derartig traurigen Rekorden an Hospitalisierungen. Der Staat Texas beklagte 18 Tote seit dem Vortag. Damit waren 2.655 Texaner mit COVID-19 verstorben. Das waren 74 % mehr Tote als am Memorial Day im Mai.[1078]7. JuliTrump informierte den Kongress der Vereinigten Staaten, dass er mit einem kurzen Brief mit Wirkung zum 6. Juli 2020 den Austrittsprozess aus der Weltgesundheitsorganisation offiziell eingeleitet habe.[1079]Trump spricht während des Nationalem Dialog zur sicheren Öffnung von Amerikas Schulen.Vertreter der Lehrerschaft, Eltern, Schüler und Gesundheitsvertreter trafen sich mit Donald Trump zu einem Nationalem Dialog zur sicheren Öffnung von Amerikas Schulen. Trump hatte am Tag zuvor in Großbuchstaben getwittert, dass Schulen öffnen müssen. Allerdings räumten offizielle Stellen ein, dass es die Entscheidung der Bundesstaaten sei, über die Wiedereröffnung der Schulen zu entscheiden.[1080] Die US-Bildungsministerin Betsy DeVos griff Schulbezirke, die nicht vollständig zu konventionellem Schulunterricht zurückkehren wollen, an. Als positives Beispiel wurde Florida genannt, das fünf volle Unterrichtstage plante. Sie wurde hierfür von Lehrergewerkschaften kritisiert.[1081] Auch der Sprecher des Senats Mitch McConnell befürwortete bereits in der Vorwoche, dass Schulen öffnen sollten. Er denke daran, Schulen von Schadensersatzforderungen gesetzlich freizustellen.[1080] Trump behauptete, dass alle die Schulen öffnen wollten. Er sagte er würde Druck auf die Gouverneure ausüben, die Schulen zu öffnen.[1082] Das Thema der Schulöffnungen war intern im Weißen Haus angeregt worden, da davon ausgegangen worden war, dass es vor allem bei weißen Müttern in den Vororten populär sein würde. Außerdem würden alle Öffnungsbemühungen der Wirtschaft nicht durchgreifen, ohne Wiederöffnung von Schulen.[1083]Steigende COVID-19-Zahlen in den USA und Befürchtungen über Auswirkungen der Pandemie auf die internationalen Märkte sorgten für Ernüchterung an den amerikanischen Börsen. Wallstreet beendete eine Fünftagerally. Der Dow Jones gab 396,85 Punkte (1,5 %) nach und schloss bei 25.890,18. Der Standard & Poor’s 500 sank um 1,1 % auf 3.145,32. Der Nasdaq Composite gab 0,9 % nach und beendete den Handelstag mit 10.343,89.[1084]Nachdem am 6. Juli der FC Dallas seine weitere Teilnahme an der Rückrunde abgesagt hatte, wurde nun ein Fußballspiel verlegt. Das für den 8. Juli geplante Spiel zwischen Nashville SC und Chicago Fire wurde verlegt, da fünf Spieler des SC sich angesteckt hatten.[1085]Florida: Es wurden 213.794 COVID-19-Fälle in Florida gezählt, mit einer durchschnittlichen Zunahme um 8.766 Fälle in den vorangegangenen sieben Tagen.[1086] An diesem Dienstag waren es 7.347 neufestgestellte Infektionen. 16,27 % der Tests ergaben ein positives Ergebnis. Florida veröffentlichte keine konkreten Zahlen, wie viele Patienten mit COVID-19 aktuell behandelt werden.[1087] Zu diesem Zeitpunkt meldeten 52 Intensivstationen in Florida, dass ihre Kapazitäten ausgeschöpft seien und 17 Krankenhäuser verfügten über keinerlei Bettenkapazitäten mehr. Das antivirale Medikament Remdesivir wurde teilweise knapp. Gleichzeitig bestanden Engpässe bei COVID-19-Tests, auf Ergebnisse musste bis zu zehn Tage gewartet werden.[1086]Georgia: Um 15:00 Uhr Ortszeit wurde durch die Gesundheitsbehörden mitgeteilt, dass Georgia 100.470 COVID-19-Fälle registriert hatte. Der Bundesstaat war damit der neunte Staat, der über 100.000 Fälle erfasst hatte. 3.406 Neuinfektionen waren innerhalb eines Tages hinzugekommen. 8,7 % der Tests waren positiv.[1088]Maryland: Der Ostküstenstaat meldete 492 Neuinfektionen und 19 Todesopfer der Pandemie an diesem Tag. Maryland überschritt dabei 70.000 Fälle und beklagte insgesamt 3.140 COVID-19-Opfer. Die Marke von 60.000 war knapp einen Monat früher am 11. Juni 2020 passiert worden, davor dauerte es bei jedem Zehntausender-Schritt höchstens zwei Wochen. Der Staat ist einer von denen mit einer Rate von positiven Tests unter 5 % (4,53 %). Auch die Sterberaten sanken, und die Anzahl an mit COVID-19 in Krankenhäusern behandelten Patienten.[1089]Texas: Es wurde eine Zunahme um 10.028 und damit erstmals von mehr als zehntausend Fällen gemeldet. Der 7-Tages-Durchschnitt an Neufällen in Texas war um 26 % seit der Vorwoche auf 6.990 gestiegen. Die Hospitalisierungen erreichten den Rekordwert von 9.268 Patienten, die mit COVID-19 im Krankenhaus behandelt werden mussten.[1090] Unter Zugrundelegung eines Siebentagesdurchschnitts wies Texas etwa 14 % aller US-COVID-19-Neuerkrankungen aus, obwohl es nur 9 % der Bevölkerung der Vereinigten Staaten repräsentierte.[1091]Zum ersten Mal seit dem Ende des II. Weltkrieges wurde die Texas State Fair abgesagt.[1092]8. JuliSeit Mittwochmorgen waren mehr als 3 Millionen Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus nachgewiesen worden. Eine Million der Fälle waren im Laufe des letzten Monats hinzugekommen, als nach dem Memorial Day das Land sich öffnete und eine Welle von Neuinfizierungen auftrat.[1093] Von Dienstag auf Mittwoch verzeichnete die USA einen Rekordanstieg um 60.021 neugemeldeten COVID-19-Fällen. Der tägliche Anstieg war in den Tagen zuvor auf unter 50.000 gefallen, möglicherweise aufgrund von feiertagsbedingt geringeren Meldungen. Der 7-Tages-Durchschnitt betrug nun 51.383, 24,5 % mehr als eine Woche früher. Besonders betroffen war nun der Westen und der Süden der Vereinigten Staaten. Etwa die Hälfte der Neufälle am Mittwoch entfiel auf die vier Staaten Arizona, Florida, Kalifornien und Texas. In 31 der 50 Bundesstaaten waren Zuwächse um mindestens 5 % gemeldet worden. Hospitalisierungen mit COVID-19 waren in 21 Bundesstaaten um mindestens 5 % am steigen. Die Rate der Todesfälle bewegte sich auf einem Niveau zwischen stabil und moderatem Zuwachs. Zurückgeführt wird dies zum einen auf das um 15 Jahre gefallene Durchschnittsalter bei Erkrankten und auf die Zeitverzögerung zwischen einem Anstieg bei Fällen und dem erst späteren Anstieg bei Todesfällen.[1094] Die Sterberate war in den Vereinigten Staaten insgesamt seit einem Höhepunkt am 23. Juni 2020 kontinuierlich gesunken, sollte in den folgenden Tagen aber durch steigende Todesfälle in Florida, Texas, Kalifornien und Arizona wieder ansteigen.[1095] Gleichwohl betrauerten die Vereinigten Staaten etwa 131.500 Pandemie-Opfer am 8. Juli 2020. Nach Einschätzungen an der Washington University könnten es bis November zu 208.000 Todesopfern kommen. Falls allerdings 95 % der Einwohner der USA Masken tragen würden könnten es 163.000 Tote sein.[1096] Anthony Fauci äußerte in einem Podcast des Wall Street Journal, dass Bundesstaaten mit schweren Problemen ernsthaft einen zweiten Shutdown erwägen sollten. Aber auch einfachere Maßnahmen, wie Kontrolle von Menschenmengen, Maskentragen, und strenger auf Abstand achten würden Wirkungen entfalten.[1097] Gleichzeitig wurden Berichte bekannt, dass Krankenhäuser wieder anfingen einen Engpass an Masken, Handschuhen und anderer Schutzkleidung zu haben.[1098]Der Außenminister der Vereinigten Staaten Mike Pompeo erklärte gegenüber der Presse, dass die USA trotz des Austritts aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Welt in der Reaktion auf die Coronakrise anführe. Die Welt blicke trotz der höchsten Infektions- und Todeszahlen weltweit auf Amerika wegen der wissenschaftlichen Fortschritte und der Katastrophenhilfe, die es gewähre. Es sei Hilfe an 120 Länder in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar geleistet worden. Der Austritt der Vereinigten Staaten sei notwendig geworden, da die WHO von China nicht Transparenz verlangt habe. Die USA habe auch Verbündete, die Chinas autoritären Politik entgegenstehen würden.[1099]In der bildungspolitischen Debatte um die Wiederöffnung von Amerikas Schulen kritisierte Trump morgens auf Twitter die Richtlinien der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) zu Schulöffnungen. Er bezeichnete die Richtlinien als streng, teuer und unpraktisch.[1100] Kurz zuvor hatte er getweetet, das in Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden und anderen Ländern Schulen ohne Probleme öffnen würden. Er unterstellte den Demokraten, dass sie die Schulen nur aus politischen Gründen geschlossen halten würden. Er überlege Bundesmittel zurückzuhalten.[1101] Bei einer Pressekonferenz der Corona Task Force erklärte Vizepräsident Mike Pence, dass CDC in den nächsten Tagen die Richtlinien anpassen werde, damit sie nicht zu strikt sind. Der Direktor der CDC Robert Redfield erklärte, die Richtlinien seien nicht bindend gemeint und sollten Schulen nicht vom Öffnen abhalten.[1102]In einem Interview mit Greta Van Susteren erklärte Trump, dass er Fauci nicht zustimme, wenn der sage, die Vereinigten Staaten steckten tief in der ersten Welle der Pandemie. Er sagte, die USA seien in guter Verfassung. Fauci würde sich auch selbst widersprechen. Mal sei er gegen Masken und dann für Masken. Er sei auch gegen den Bann gegen Reisende aus China gewesen. Er, Trump, habe aber irgendwie nicht auf seine Experten gehört und den Bann verordnet. Trump sagte vorher, Amerika würde in zwei bis vier Wochen in guter Form sein.[1103] Die Äußerungen wurden als ein weiterer Schritt in Trumps Verhältnis zu seinen medizinischen Experten gesehen.[1104]Die Harvard University und das Massachusetts Institute of Technology (MIT) reichten Klage gegen Richtlinien des Department of Homeland Security und der U.S. Immigration and Customs Enforcement ein. Die Richtlinien sahen vor, dass Studenten von Universitäten mit einem reinen Online-Angebot kein F-1- oder M-1-Studentenvisum erhalten konnten. Solche Studenten mussten nach den Richtlinien zu einer anderen Hochschule wechseln oder die Vereinigten Staaten verlassen.[1105]Filiale von Brooks Brothers in ManhattanDer auf Bürokleidung spezialisierte Herrenausstatter Brooks Brothers beantragte in Wilmington (Delaware) Insolvenz nach Chapter 11.[1106] Das Einzelhandelsunternehmen Bed Bath & Beyond kündigte an, wegen der pandemiebedingten Verluste 200 seiner 1.478 Niederlassungen dauerhaft zu schließen.[1107]Nachdem die Oscarverleihungen am 15. Juni 2020 in den April verlegt worden waren, gaben die üblicherweise im Herbst stattfindenden Filmfestivals Internationale Filmfestspiele Venedig, Toronto International Film Festival, Telluride Film Festival und New York Film Festival bekannt, dass sie das durch die COVID-19-Pandemie verkleinerte Zeitfenster kooperativ und abgestimmt nutzen wollen. Statt zeitlich miteinander zu konkurrieren, sollen die Festivals gestaffelt ablaufen. Venedig wird seine Filmfestspiele vom 2. bis 12. September veranstalten, wobei es mit Telluride (3. bis 7. September) überlappt. Es folgt Toronto (10. bis 20. September), gefolgt von New York (27. September bis 3. Oktober).[1108]Die Ivy League sagte wegen der Pandemie als erste amerikanische Sportliga alle Wettbewerbe im Herbst ab.[1109]Die Food and Drug Administration stürmte zusammen mit Mitarbeitern des Sheriffs von Manatee County ein Anwesen in Bradenton (Florida). Dies war Teil der Operation Quack Hack der amerikanischen Bundesbehörden gegen den Vertrieb von nicht zugelassenen Heilmitteln gegen COVID-19. In dem Fall war von dem Anwesen eine Miracle Mineral Solution, die unter anderem Dioxidchlorid enthielt, als Sakrament einer nichtreligiösen Kirche im Gegenzug zu Spenden vertrieben worden.[1110] Die Operation richtete sich gegen eine Vielzahl von Anbietern und befasste sich mit einem Untergrund, der von Personen mit Misstrauen gegen die Gesundheitsbehörden, bis zu Verschwörungstheoretikern reicht, die glaubten, Anthony Fauci habe mit Bill Gates mittels 5G-Technologie in Wuhan das Virus freigesetzt.[1111]Florida: Geschäftsleute aus Jacksonville (Florida) reichten Klage gegen die in der VyStar Veterans Arena geplante Republikanische Nationale Convention ein. Die Kläger bezeichneten die Großveranstaltung als öffentliche Gefahr und Bedrohung für Gesundheit, Wohlbefinden und Eigentum. Sie beantragten die Veranstalter zu verpflichten, vorbeugende Maßnahmen wie soziale Distanzierung und Gesichtsmasken zu ergreifen.[1112]Kalifornien: Der Westküstenstaat meldete 11.694 zusätzliche Fälle. Ein Teil der Fälle kam durch Melderückstände im Los Angeles County hinzu. 7,1 % der Tests kamen positiv zurück. Der Gouverneur führte den Anstieg aber auch auf zu wenig getragene Masken, Nichteinhaltung sozialer Distanzierung, und Ansteckungswellen in den Gefängnissen zurück. Hospitalisierungen waren um 44 % innerhalb einer Woche gestiegen, Einweisungen in Intensivstationen um 34 %. Der Gouverneur erklärte, dass der Staat weitere Anstiege erwarte bei Krankenhauspatienten. Kalifornien würde hierfür Personal ausbilden und Lager aufstocken.[1113]Louisiana: Es wurden 1.888 Neufälle von COVID-19 an diesem Mittwoch gemeldet, womit Louisiana nun 70.151 Fälle seit Beginn der Pandemie auswies. Die Anzahl der in Krankenhäusern behandelten Corona-Patienten sank von um drei am Dienstag auf 1.022, auch die Patienten an Beatmungsgeräten sank um vier auf 105. Zwanzig Einwohner Louisianas starben seit dem Vortag, womit der Bundesstaat 3.231 Pandemie-Opfer zu beklagen hatte.[1114]New Jersey: Der Gouverneur ordnete eine Maskenpflicht für den öffentlichen Raum an. Zuvor musste eine Gesichtsbedeckung nur in geschlossenen öffentlich zugänglichen Räumen getragen werden.[1115]Ohio: Die Gesundheitsbehörden Ohios meldeten 1.277 Neuinfektionen, womit der Bundesstaat 60.181 Coronainfektionen seit Beginn der Epidemie hatte. 8.489 Patienten mussten an dem Tage, an dem Ohio 60.000 Fälle überschritt, in Krankenhäusern mit COVID-19 behandelt werden. Ohio betrauerte 2.991 Todesopfer der Pandemie.[1116]Oklahoma: Etwas über zwei Wochen, nachdem Trump am 20. Juni 2020 eine Wahlkampfveranstaltung in Tulsa hatte, verzeichnete Tulsa einen merklichen Anstieg an COVID-19-Fällen. Waren die Neuinfektionen in der Zeit von 28. Juni bis 4. Juli sogar rückläufig, wurden nun innerhalb zweier Tage ungefähr 500 Neuinfektionen festgestellt, allein von Dienstag auf Mittwoch, 266. Es gab um die Zeit allerdings auch einige andere größere Veranstaltungen, das Contact Tracing hielt noch an.[1117][1118]South Carolina: Das südlichere der beiden Carolinas verzeichnete 1.723 Neuinfektionen mit dem neuen Coronavirus, womit es 50.548 Infektionen seit Beginn der Pandemie nachgewiesen hatte. Eine Rekordzahl von 1.433 Patienten mit COVID-19 wurde in den Krankenhäusern South Carolinas behandelt. Dies war die bisher höchste Anzahl von COVID-19-Kranken in Krankenhäusern. 173 der Patienten war auf Beatmungsmaschinen angewiesen. Etwa 75 % der Krankenhausbetten und 75 % der Betten in Intensivstationen waren belegt. Der Bundesstaat hatte 898 Todesopfer. 22 Waren seit Dienstag verstorben.[1119]Texas: Der Bürgermeister von Houston teilte mit, das stadteigene Unternehmen Houston First habe den Mietvertrag für den Parteitag der texanischen Republikanischen Partei (Republican Convention) für den 16. bis 18. Juli gekündigt. Die Veranstaltung sei daher abgesagt. Grund sei höhere Gewalt in Form der Pandemie. Die Partei erklärte, sie habe zwar Notfallpläne für eine Online-Convention, wolle aber an den bisherigen Plänen eines realen Parteitages festhalten. Man prüfe rechtliche Schritte.[1120]Die Sheriffs der Countys Denton, Houston, Montgomery, Gillespie, Upshur, Kerr, Gregg, Nacogdoches und Panola hatten unabhängig voneinander erklärt, dass sie den Maskenzwang des Gouverneurs nicht durchsetzen würden. Sie sahen die Anordnung als nicht durchsetzbar, nicht als Gesetz oder auch verfassungswidrig an.[1121]9. JuliDer demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden stellte sein Wirtschaftsprogramm Build Back Better in einer Rede vor. Er erklärte, dass er sich, während Trump in der Wirtschaftskrise 2020 nur auf die Aktienbörsen konzentriert sei, im Falle seiner Wahl auf Arbeiterfamilien und die Mittelklasse konzentrieren wolle, aus der er selbst stamme. Der Plan sah Soforthilfen für Familien, kleinere Unternehmen und Gemeinden vor. Im öffentlichen Beschaffungswesen sollen amerikanische Produkte bevorzugt werden. Finanziert sollten die Pläne werden durch eine Anhebung der Gewerbesteuer von 21 % auf 28 %.[1122]Anthony Fauci rückte von seiner Aussage am Vortag ab, dass Staaten mit massiven Anstiegen Shutdowns in Erwägung ziehen sollten. Gegenüber der Zeitung The Hill erklärte er, dass ein Anhalten der Öffnung ausreichen könne.[1123]Die wöchentliche Arbeitslosenstatistik wurde veröffentlicht. Danach hatten sich 1,314 Millionen Amerikaner in der am 4. Juli endenden Woche arbeitslos gemeldet und 18,06 Millionen Anträge bestanden fort. Dies war die 15. Woche in Folge mit über einer Million Arbeitslosmeldungen. Allerdings waren diese Zahlen seit der Vorwoche gefallen und besser als von Ökonomen erwartet. Die Meldungen waren um 99.000 zurückgegangen und erwartet worden waren 1,39 Millionen statt der rund 1,3 Millionen. Die anhaltende Arbeitslosigkeit war deutlich um 698.000 gefallen.[1124]Die Börsen reagierten auf schlechte Ertragszahlen von Walgreens, erreichten ihren Tiefpunkt aber, nachdem die Hospitalisierungsraten und die steigende Sterberate in Florida bekannt wurden. Der Dow Jones gab zum Ende um 361,19 oder 1,39 % nach und schloss mit 25.706,09. Der S&P 500 fiel um 0,56 % auf 3.152,05. Der Nasdaq Composite aber stieg um 0,53 % auf 10.547,75 zum Börsenschluss.[1125]Der Nashville SC wurde, nachdem zu viele Spieler positiv getestet wurden, aus dem MLS is Back Wettbewerb ausgeschlossen. Die Major League Soccer begründete dies damit, dass die Mannschaft mit derartig vielen Ausfällen nicht in der Lage sei zu trainieren und Fußball zu spielen. Es war nach dem FC Dallas die zweite Mannschaft, die nicht mehr teilnahm.[1126]Florida meldete zwar nicht als ganzes die aktuelle Anzahl von Personen, die staatsweit hospitalisiert waren und hinkte auch mit den Sterbezahlen hinterher, aber es meldete 120 Todesfälle. Im Gegensatz zu anderen Staaten umfasste dies nur eindeutig COVID-19 zuzuschreibende Fälle und nicht auch wahrscheinlich der Pandemie zuzurechnende Fälle. Aber der 7-Tages-Durchschnitt zeigte einen Anstieg vergleichbar mit dem Anstieg der Fallzahlen in Mai nach Öffnung Floridas.[1127] 50 Krankenhäuser in Florida hatten gemeldet, dass ihre Kapazitäten erschöpft seien.[1128]Kalifornien: Die Gewerkschaft der Lehrer des zweitgrößten Schulbezirks der Vereinigten Staaten forderten den Vereinigten Schulbezirk von Los Angeles auf im August die Schulen nicht zu öffnen. Der Schulbezirk sollte besser fortfahren mit Online-Unterricht.[1129]Kentucky: Ein Richter des Scott County Circuit Court ordnete an, dass Gouverneur Andy Beshear keine neuen Executive Orders bezüglich COVID-19 erlasse oder bestehende durchsetze.[1130] Circuit Courts in Kentucky sind auf County-Ebene angesiedelte Gerichte, mit einer umfassenden Zuständigkeit für Fälle mit einem Streitwert von über 5.000 Dollar.[1131] Der Gouverneur solle genau benennen, welche Notlage er adressiere, wo und in welchem Umfang sie bestehe. Kentucky war einer der wenigen Bundesstaaten zu diesem Zeitpunkt mit sinkenden Neufällen. Die Kläger erklärten, dass die Entscheidung ein Sieg für die Rule of law sei. Der Gouverneur hatte an diesem Tage erst eine Executive Order unterzeichnet, welche das Tragen von Masken bei Angehörigen des Einzelhandels und wenn kein Abstand von 6 Fuß eingehalten werden kann anordnete.[1130]Texas: Der Republikanische Partei von Texas legte Klage gegen die Entscheidung des Bürgermeisters von Houston vom Vortag ein einen Mietvertrag für das George R. Brown Convention Center zu kündigen. Die Partei begründete die Klage mit dem Vorwurf des Vertragsbruchs.[1132]10. JuliWährend 30 US-Staaten meldeten, dass der Anteil positiver Tests 5 % überstiegen und die Vereinigten Staaten als ganzes eine Positivitätsrate von 9 % auswies, meldeten 13 Staaten Engpässe bei Tests.[1133]US-Präsident Donald Trump flog nach Florida. Es war geplant, dass er an einer Sitzung des United States Southern Command teilnimmt, dann an einer Veranstaltung betreffend Venezuela, und schließlich einem Fundraiser für seine Wahlkampfkampagne. COVID-19-bezogene Termine waren nicht geplant.[1134] Während der Diskussionsveranstaltung zu Venezuela ignorierte der Präsident das lateinamerikanische Land und lobte stattdessen das COVID-19-Management seiner Regierung.[1135] An diesem Tag verzeichneten die Vereinigten Staaten 66.627 Neuinfektionen,[1136] und am Vortag hatten die USA 63.247 neue Fälle erfasst. Florida meldete an diesem Freitag 11.433 Neuinfektionen und 93 Todesopfer der Pandemie seit Donnerstag, dem 9. Juli 2020.[1137] Dr. Anthony Fauci gab an, dass er den Präsidenten seit dem 2. Juni nicht mehr gesprochen und seit zwei Monaten nicht mehr über COVID-19 gebrieft hatte.[1138]Die New York Times[1139] berichtete von einem internen Bericht des CDC, der die vollständige Öffnung von Schulen als hochriskant einstufte. Dieses Dokument kursierte in der Trump-Administration, als Präsident Trump, Vizepräsident Pence und Bildungsministerin DeVos eine solche vollständige Öffnung propagierten.[1140]Das US Labor Department teilte mit, dass der von ihm verwendete Producer Price Index (PPI), ein Preisindex für Erzeugerpreise, im Vormonatsvergleich – entgegen einem bei Ökonomen erwarteten Anstieg um 0,4 Prozent – um 0,2 Prozent gefallen war. Im Vergleich zum Juni 2019 fiel der PPI um 0,8 Prozent, wobei ein Rückgang von nur 0,2 Prozent prognostiziert worden war.[1141]Obwohl die Vereinigten Staaten den Rekordwert von 63.000 Neuinfektionen meldeten, waren die Börsen optimistisch. Grund waren Meldungen von Gilead Sciences, die die Hoffnung auf die Behandelbarkeit von COVID-19 befeuerten. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 369,21 Punkte (1,4 %) auf 26.075,30. Der Standard & Poor’s 500 gewann 32,99 Punkte (1 %) und schloss den Freitagshandel bei 3.185,04. Der Nasdaq Composite schloss 69,69 Punkte (0,6 %) höher mit dem Allzeit-Höchststand 10.617,44. Gewinner des Handelstages waren Goldman Sachs und Unternehmen, die unmittelbar von einer Normalisierung profitieren würden, wie Fluggesellschaften oder Kreuzfahrtunternehmen. Der Nasdaq wurde zusätzlich durch eine Rally bei Amazon und Netflix befeuert. Über die Woche gewann der Dow 0,9 %, der S&P 1,7 % und der techlastige Nasdaq sogar 4 %. Dow und S&P bewegten sich allerdings noch 8,6 % bzw. 1,4 % unterhalb des Jahreseröffnungskurses.[1142] Gilead hatte mitgeteilt, dass die Behandlung schwerer COVID-19-Fälle mit ihrem Medikament Remdesivir zu einer 62 % geringeren Sterblichkeit und zur erheblichen Verkürzung der kritischen Phase führe.[1143]American Airlines erklärte, es könnte wegen des Rückgang des Flugverkehrs in der Folge der COVID-19-Pandemie gezwungen sein, 17 Bestellungen des Boeing 737 MAX rückgängig zu machen.[1144]Eine für das südliche Indiana zuständige Bundesrichterin schob die geplante Hinrichtung des Mörders Daniel Lewis Lee auf. Opferangehörige hatten dies beantragt. Sie hatten erklärt, dass sie an der Vollstreckung der Todesstrafe teilnehmen wollten, sich dafür aber der Gefahr einer COVID-19-Ansteckung aussetzen müssten. Einige der Angehörigen gehörten Risikogruppen an.[1145] (Fortsetzung: 13. Juli)Florida: Der Bundesstaat veröffentlichte erstmals die Zahl der in Krankenhäusern behandelten Personen (6.974). Der Gouverneur gab damit der anhaltenden Kritik, vor allem durch den Miami Herald, nach.[1146]Georgia: Die Bürgermeisterin von Atlanta erließ eine Verordnung, die anordnete, dass die Wirtschaft der Stadt Atlanta zu Phase 1 zurückkehre. Das verpflichtete die Einwohner, nur noch für wichtige Angelegenheiten ihre Wohnungen zu verlassen. Der Gouverneur von Georgia verkündete, dass dies seiner Executive Order widerspreche und daher nicht durchsetzbar sei. Ein paar Tage früher hatte die Bürgermeisterin auch Gesichtsbedeckungen für verpflichtend erklärt. Der Gouverneur hatte auch hier darauf bestanden, dass dies seinen Anordnungen widerspreche, die Masken nicht verpflichtend machen würden. Die Städte Savannah, East Point und Athens hatten ebenfalls Gesichtsbedeckungen für verpflichtend erklärt.[1147] Der Gouverneur kündigte aber an, dass das Georgia World Congress Center in Atlanta in ein Feldhospital umgewandelt werden würde. Georgia hatte 4.484 Neuinfektionen und einen 43-%-Anstieg seit der Vorwoche von Patienten mit COVID-19 in Krankenhäusern gemeldet. Der Großteil der Neuinfektionen kam von Countys im Großraum Atlanta.[1148]Indiana: Die Gesundheitsbehörden Indianas meldeten 748 neu in den letzten 24 Stunden positiv getestete COVID-19-Fälle. Indiana hatte damit 50.300 COVID-Fälle seit Beginn der Pandemie und überschritt 50.000. 9,1 % aller Coronatests waren positiv. 37 % der Betten in Intensivstationen waren frei und fast 84 % der Beatmungsgeräte waren verfügbar. Die Behörden meldeten neun zwischen dem 3. und 9. Juli 2020 hinzugekommene Todesfälle, womit der Staat 2.555 Todesopfer der Pandemie auswies.[1149]Kalifornien: Mit am Morgen 300.886 COVID-19-Fällen und 6.856 Todesopfern registriert Kalifornien mehr als 300.000 Infektionen. Der Bundesstaat hatte 124 Tage vom ersten Fall bis zur Erreichung der 100.000er-Marke gebraucht, 29 Tage bis zu 200.000 Fällen, und zwei Wochen bis zum Erreichen der 300.000. Es waren innerhalb der letzten 7 Tage durchschnittlich 8.043 Neuinfektionen festgestellt worden. Im Wochendurchschnitt waren 7,3 % der Tests positiv gewesen.[1150] In dem Staat bestanden mittlerweile aber Engpässe bei des Test-Kapazitäten.[1151]Michigan: Gouverneurin Gretchen Whitmer signierte eine Executive Order, dass Masken in allen öffentlichen Räumlichkeiten zu tragen sind. Unternehmen haben sich danach Kunden zu verweigern, falls diese keine Gesichtsbedeckung tragen. Anlass waren die auch in Michigan jüngst steigenden COVID-19-Infektionen.[1137]Mississippi: Es wurde bekannt, dass etwa ein Sechstel der Abgeordneten im Kongress des Bundesstaates positiv auf COVID-19 getestet wurden.[1152]New York: Der Bundesstaat meldete 786 Neuinfektionen, womit der Staat New York 400.299 COVID-19-Fälle erfasst hatte. Die 400.000-Marke nahm der Bundesstaat, der ehemals das Epizentrum der Pandemie in den Vereinigten Staaten gewesen war, in relativ stabilen Umständen. Die Rate von positiven COVID-19-Tests betrug um 1 %. Die Hospitalisierungen von 826 Patienten war um 25 geringer als am Vortag. Seit dem Vortag waren acht Personen mit COVID-19 verstorben, verglichen mit um 800 am Tag im April auf dem Höhepunkt der Pandemie in New York.[1153]Texas: Der Gouverneur warnte, wenn Texaner nicht seinem Maskenzwang folgen und die Ausbreitung des Virus stoppen würden, wäre sein nächster Schritt eine Massenquarantäne (Lockdown).[1154] Wie andere Staaten des sogenannten „Sun Belt“ verzeichnete Texas an diesem Freitag Rekord-Todeszahlen und erheblich steigende Hospitalisierungen und Neuinfektionen.[1155] Im besonders betroffenen Raum von Houston wurden 3.812 Patienten in den Krankenhäusern mit COVID-19 behandelt, mehr als 1.000 mussten intensivmedizinisch auf Intensivstationen behandelt werden. Die Krankenhauskapazitäten waren so überlastet, dass teilweise COVID-19-Patienten weiter in der Notaufnahme behandelt wurden, da keine Betten zur Verfügung standen.[1156]11. JuliDer US-Präsident besuchte das Walter Reed National Military Medical Center und trug erstmals vor Kameras eine Maske. Er hatte dies bislang verweigert, obwohl die Richtlinien der eigenen Regierung dies vorsehen.[1157]Alabama: Es wurden 1.402 COVID-19-Fälle seit Freitag durch Tests bestätigt. Alabama hatte damit 51.294 Infektionen mit dem Coronavirus erfasst.[1158] 15.120 der Fälle waren innerhalb der letzten zwei Wochen gemeldet worden.[1159] Mehr als 6.700 Patienten mussten mit der Krankheit in den Krankenhäusern des Bundesstaates behandelt werden. Neun Menschen waren seit dem Vortag verstorben, womit der Südstaat 1.086 Todesopfer der Pandemie betrauerte.[1158]Florida: Der Sunshine State meldete 10.360 Neuinfektionen, womit Florida seit Beginn der Pandemie 254.511 bestätigte COVID-19-Fälle registriert hatte. 95 Personen waren innerhalb von 24 Stunden verstorben, womit der Bundesstaat 4.197 Todesopfer der Pandemie beklagte. Florida veröffentlichte noch immer keine Zahlen, wie viele Patienten in den Krankenhäusern behandelt werden. Aber es meldete, dass 421 Personen hospitalisiert worden waren.[1160]Disney World im Orange County öffnete wieder, nachdem es fast vier Monate vorher wegen der Pandemie geschlossen wurde. Es öffnete für etwa 50 % der Vor-Corona-Kapazität, mit Änderungen im Programm, um Infektionen zu begrenzen, und Temperaturtests am Eingang.[1161]Louisiana: Wegen eines zunehmenden Anstiegs von COVID-19-Fällen erließ Gouverneur John Bel Edwards eine Allgemeinverfügung, die das Tragen von Gesichtsmasken in der Öffentlichkeit vorschreibt. Ab Montag, den 13. Juli 2020, wurde jeder ab acht Jahren in Louisiana zum Tragen von Masken verpflichtet. Ausgenommen sind Personen mit medizinischen Indikationen, die das Tragen von Masken verbieten. In Geschäften für den täglichen Bedarf sowie in Gottesdiensten kann auf das Maskentragen verzichtet werden. Ferner wurde Parishes mit weniger als 100 Fällen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von zwei Wochen das Recht eingeräumt, die Pflicht nicht umzusetzen.[1162] Diese Regelung war sehr umstritten. So verglich ein Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Louisiana Leute, die keine Masken tragen wollen, mit Juden in der Zeit des Nationalsozialismus.[1163]Texas: Wie Florida meldete Texas erstmals mehr als 250.000 COVID-19-Fälle seit dem Ausbruch der Pandemie. Nachdem Texas 10.351 Neufälle gemeldet hatte überschritt es diese Marke. In Texas wurden an diesem Sonnabend 10.083 Patienten in Krankenhäusern behandelt. Nachdem 99 Texaner innerhalb von 24 Stunden verstorben waren, beklagte der Bundesstaat 3.112 Todesopfer der Pandemie.[1164]12. JuliU.S. Surgeon General Jerome Adams vertrat die Ansicht, dass die Vereinigten Staaten die Pandemie in ein paar Wochen in den Griff bekommen könnten. Voraussetzung sei, dass alle Amerikaner sich an das Abstandhalten und Hygienevorschriften halten würden. Eine nationale Verpflichtung zum Maskentragen lehnte er aber als „over policing“ ab.[1165] Der für die Organisation der Tests zuständige Assistant Secretary für Gesundheit Admiral Brett Giroir erklärte gegenüber der Presse, dass in den Hauptkrisengebieten alle Möglichkeiten auf dem Tisch sein müssten, einschließlich Lockdowns. Wichtig sei, dass 90 % der Menschen in den Gebieten Masken tragen, sonst könne man es nicht in den Griff bekommen. Bezüglich der Tests wären genug Materialien vorhanden. Die Wartezeiten für die Testergebnisse müssten allerdings verkürzt werden. Es seien am Freitag 823.000 Tests durchgeführt worden. In den nächsten Wochen würde es mit der Hilfe von Pooling zu Millionen von Tests pro Tag kommen. Die Lage sei nicht außer Kontrolle.[1166]Die US-Bildungsministerin DeVos erklärte im Fernsehen, dass Schüler wieder die Schule besuchen und dort in Vollzeit lernen sollten, nicht nur in Teilzeit. Dass es für Kinder sei, zurück in die Schulen zu gehen, sei nicht durch Daten gestützt. Die Richtlinien der CDC verteidigte sie zwar, aber nur als Richtschnur.[1167]Florida: Es wurde der bisher höchste tägliche Anstieg von neuen COVID-19-Fällen in einem Bundesstaat gemeldet. Mit 15.299 Fällen binnen 24 Stunden brach Florida den bisherigen Rekord von New York um über 3.000 Fälle.[1168] New York hatte auf dem Höhepunkt der dortigen Pandemie am 15. April 2020 11.571 neue COVID-19-Fälle gemeldet. Auch der durch Rückstände entstandene Rekord Kaliforniens (11.694 Fälle am 8. Juli) wurde übertroffen.[1169] Der Bundesstaat wies damit an diesem Sonntag 269.811 COVID-19-Fälle aus. Die am Sonnabend durchgeführten Tests waren zu 11,25 % positiv.[1170] Florida meldete, dass 7,507 Patienten mit COVID-19 in den Krankenhäusern des Staates behandelt wurden.[1146] Es waren 45 COVID-19-Tote gemeldet worden, womit die Pandemie in Florida 4.346 Todesopfer gefordert hatte. Der Gouverneur von Florida hatte zwar den Ausschank und Konsum von Alkoholika in Bars untersagte, weigerte sich aber das Tragen von Gesichtsbedeckungen für verpflichtend zu erklären.[1170] Die Regierung des Bundesstaates wurde heftig kritisiert, dass sie die gesunkene Positivrate bei Tests, verglichen mit 18 % am Mittwoch, und die im Vergleich zum Vortag (120) niedrigere Todesopferzahl als positiv darstellte.[1146]Oklahoma: Die Gesundheitsbehörden meldeten am Sonntag, dass in Oklahoma seit März 2020 insgesamt 20.235 Personen positiv getestet wurden. 456 Personen waren seit Sonnabend positiv getestet worden. 487 Patienten waren am Freitag in Krankenhäusern behandelt worden. Nachdem seit sechs Menschen mit COVID-19 verstorben waren hatte Oklahoma 422 Todesopfer der Pandemie zu beklagen.[1171]Virginia: Es wurden erstmals mehr als 70.000 COVID-19-Fälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie waren 67.830 Virginier positiv auf das Coronavirus getestet worden und 2.840 zeigten Symptome, nachdem sie Kontakt mit einer infizierten Person hatten. Seit Sonnabend waren 888 Fälle hinzugekommen, der dritte Tag in Folge mit über 800 Neufällen. Durchschnittlich 6,8 % der Tests der letzten Woche waren positiv gewesen. 1.045 Virginia wurden wegen COVID-19 in Krankenhäusern behandelt. 1.966 Virginier waren mit der Krankheit verstorben, vier seit Sonnabend.[1172]13. JuliPräsident Trump teilte zwei Tweets des ehemaligen Moderators -unter anderem von der amerikanischen Ursprungsversion von Glücksrad- Chuck Woolery. Woolery erklärte in dem ersten Tweet, dass die schlimmsten Lügen die Lügen über COVID-19 seien. Alle würden lügen, die Centers for Disease Control (CDC), die Demokraten, Medien und Ärzte. Er hatte keine Grundlagen für seine Annahme von Lügen angegeben. Im zweiten Tweet behauptete der Show-Moderator, dass es viele wissenschaftliche Gründe gäbe die Schulen zu öffnen. Er glaube sie würden nur nicht geöffnet um der Wirtschaft und Trump zu schaden.[1173] Zwei Tage später löschte Woolery seine Tweets, nachdem er auf Twitter am 15. Juli 2020 mitgeteilt hatte, dass sein Sohn erkrankt sei und COVID-19 real sei.[1174]Trumps ehemaliger Stabschef Mick Mulvaney veröffentlichte einen Kommentar auf CNBC[1175] Mulvaney erklärte, dass die Situation beim Testen schlicht unentschuldbar sei. Bemühungen des Kongresses sollten weniger auf fiskalische Mittel zur Stimulierung der Wirtschaft gerichtet sein, sondern auf die Bekämpfung der zugrundeliegenden Krankheit COVID-19.Die Börsen profitierten zunächst von einer Rally in Technikwerten, bevor diese am Nachmittag, unter anderem durch die Nachrichten aus Kalifornien, drehten. Der Dow Jones war zunächst um 563,79 Punkte (2,2 %) gestiegen, beendete den Handelstag aber gerade um 10,5 Punkte (weniger als 0,1 %) im Plus. Der S&P 500 stieg zunächst um 1 % und war dabei zum ersten Mal seit Anfang Juni um 0,1 % über dem Jahresöffnungskurs. Schließlich endete der S&P 500 aber 0,9 % tiefer bei 3.155,22. Der Nasdaq Composite durchbrach kurzzeitig 11.000 Punkte, als er 1,95 % angezogen hatte, schloss aber um 2,1 % im negativen Bereich bei 10.390,84 Punkten.[1176]Der 7th Circuit Court of Appeals hob eine Entscheidung einer Bundesrichterin vom 10. Juli 2020 auf, die die Hinrichtung des Mörders Danial Lewis Lee aufschob. Das Bundesberufungsgericht urteilte, dass die Gesundheitsgefahren der Angehörigen der Opfer durch COVID-19 keinen rechtlichen Grund darstellen würden. Die Angehörigen kündigten Rechtsmittel zum Supreme Court an.[1177]Kalifornien: Gouverneur Gavin Newsom ordnete die Schließung aller Bars im gesamten Bundesstaat an. Zusätzlich wurden für Restaurants, Zoos, Weinstuben, Kinos und Glücksspielbetrieben alle Dienstleistungen in Innenräumen untersagt. In Countys auf der Beobachtungsliste sind zusätzlich Schönheitssalons, Sport- und Fitnessstudios, Gotteshäuser, Einkaufszentren und die meisten Büros zu schließen. Anlass ist, dass Kalifornien im Siebentagesdurchschnitt mehr als 8.000 COVID-19-Fälle, 96 Tote und eine Positivtestrate von 7,7 % verzeichnete.[1178] Kalifornien meldete an diesem Montag 8.358 Fälle von COVID-19, womit der Staat 329.162 Fälle seit dem Ausbruch der Pandemie verzeichnete. Die Anzahl der Patienten mit COVID-19 in Krankenhäusern hatte innerhalb von zwei Wochen um 39 % zugenommen. 23 Kalifornier waren seit Sonntag verstorben. Kalifornien hatte damit 7.040 Menschen an die Pandemie verloren.[1179]Zusätzlich zu den Maßnahmen des Gouverneurs kündigten die beiden größten Schulbezirke an, dass sie für das Schuljahr 2020/2021 ihre Schulen nur für virtuellen Unterricht öffnen. Die Schulbezirke von Los Angeles und San Diego haben zusammen mehr als 800.000 Schüler.[1180] Das Board of Education in Orange County stimmte 4:1 für Richtlinien die Schulen im County zu öffnen. Das Gremium sah die Erfahrung des Lernens zuhause als schweren Misserfolg. Die Richtlinien sahen keine Distanzierung der Kinder und keine Maskentragepflicht der Schüler vor. Es waren Temperaturtests und abendliches Desinfizieren der Klassenräume vorgesehen. Das Board hatte aber nicht die Möglichkeit verbindlich über die Öffnung von Schulen zu entscheiden. Diese Entscheidung lag bei den 27 Schulbezirken des County.[1181]New Mexico: Gouverneurin Michelle Lujan Grisham untersagte es Brauereien und Restaurants Gäste in Innenräumen zu bedienen.[1179]New York: Gouverneur Andrew Cuomo stellte die Richtlinien des Staates für das Schuljahr vor. Nur Schulen in Regionen mit einer Rate von 5 % oder weniger an positiven Tests können danach öffnen. Der Gouverneur erklärte, er wolle Kinder nicht als Versuchskaninchen benutzen.[1182]New York City meldete laut Bürgermeister Bill de Blasio erstmals seit Monaten, dass niemand in der Stadt in den letzten 24 Stunden an COVID-19 starb. 2 % der Corona-Tests sind positiv. Die Schulen der Stadt New York planen eingeschränkt für Unterricht zu öffnen.[1183]Oregon: Gouverneurin Kate Brown ordnete an, dass Oregonier draußen Masken zu tragen haben, wenn 6 Fuß Abstand zu anderen Menschen nicht eingehalten werden können. Menschenansammlungen von mehr als zehn Personen in Innenräumen wurden untersagt. Ausgenommen waren geschäftliche Menschenansammlungen. Oregon hatte laut der Gouverneurin in der vorangegangenen Woche mehr Neufälle als im gesamten Mai 2020. Sie hoffe, dass sie nicht Kalifornien und Texas folgen müsse.[1184]Pennsylvania: Offiziell meldete der Ostküstenstaat 95.742 COVID-19-Fälle. Allerdings berichteten Philadelphia County, Montgomery County, Chester County und Delaware County eigenständige Zahlen, die die Gesamtzahl auf mindestens 100.165 brachten. Die Zahlen positiver Testergebnisse waren von einem Höhepunkt im April auf einen Tiefstpunkt im Juni gefallen, um im Juli wieder merklich anzusteigen.[1185]South Carolina: Gesundheitsbehörden des Bundesstaates meldeten das Überschreiten von 60.000 bestätigten COVID-19-Fällen. South Carolina verzeichnete 2.205 neubestätigte Fälle, womit sich die Zahl an infizierten Personen auf 60.220 erhöhte. Die Zunahme war nur geringfügig weniger als der am Sonnabend verzeichnete Rekord-Zuwachs von 2.239. Es waren 1.550 Patienten in den Krankenhäusern, die zumindest wahrscheinlich mit COVID-19 behandelt wurden. Nach 23 neuerfassten COVID-19-Todesopfern waren 984 Personen der Pandemie zum Opfer gefallen.[1186]Texas: Der Supreme Court of Texas wies in einer 7:1-Entscheidung Rechtsmittel der Republikanischen Partei und anderer Kläger ab, die die Kündigung eines Veranstaltungszentrums für den Parteitag der texanischen Republikaner wegen der Pandemie aufheben sollten. Die Partei beschloss daraufhin die Parteiveranstaltung online abhalten zu wollen.[1187]Utah: Der Mormonen-Staat berichtete von 546 neufestgegestellten COVID-19-Fällen, womit Utah mehr als 30.000 Fälle festgestellt hatte. Der Staat hatte insgesamt 30.030 COVID-19-Fälle und 1.850 Patienten wurden mit Corona in einem der Krankenhäuser Utahs behandelt. Im 7-Tages-Durchschnitt waren 10,1 % der Tests auf das Coronavirus positiv. 226 Bewohner des Bundesstaates waren der Pandemie zum Opfer gefallen.[1188] Besonders betroffen sind die Minderheiten in Utah. Die Latinos und Hispanics machen beispielsweise 14,2 % der Bevölkerung Utahs aus, stellen aber 40 % der Fälle. Dies könnte am überdurchschnittlichen Anteil an essentiellen Arbeitern unter dieser Gruppe liegen.[1189]West Virginia: Gouverneur Jim Justice setzte die Anzahl für zulässige Menschenansammlungen von hundert auf 25 herab. Er untersagte Jahrmärkte, Messen und ähnliche Veranstaltungen. Konzerte wurden von ihm verboten, sowohl Open-Air-Konzerte, als auch Konzerte in Räumlichkeiten. Für das besonders betroffene Monongalia County ordnete der Gouverneur außerdem die Schließung von Bars an.[1190]14. JuliDie Vereinigten Staaten meldeten einen Rekordwert von mindestens 67.417 Neuinfektionen an diesem Dienstag. Damit waren über 3,4 Millionen Personen in Amerika infiziert worden. Die Anzahl von Neuinfektionen war im Verhältnis zu einer Woche vorher in 38 Staaten gestiegen, vor allem im Süden und Westen der Vereinigten Staaten. Rekordwerte wurden unter anderem aus Texas mit 10.745 Neufällen von COVID-19, Kalifornien mit 6.745 Hospitalisierungen und 1.886 Überweisungen auf Intensivstationen, und Mississippi mit der laut Gouverneur Tate Reeves mit Abstand höchsten Hospitalisierungsrate, gemeldet.[1191] Florida meldete die bisher höchste Anzahl an Todesopfern der Pandemie in dem Bundesstaat an einem Tag (132).[1192] In einem Webinar der Georgetown University nannte Anthony Fauci die COVID-19-Pandemie eine Pandemie historischen Ausmaßes. Er drückte die Hoffnung aus, dass sie nicht die Ausmaße der Spanischen-Grippe-Pandemie erreichen würde. Der Leiter der US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) Robert Redfield erklärte, dass die Vereinigten Staaten nun in einer viel besseren Position seien, um COVID-19 entgegenzutreten als noch im März. Die Vereinigten Staaten seien allerdings noch nicht aus dem Gröbsten heraus.[1191]Die Zeitschrift USA Today veröffentlichte nachmittags online einen Kommentar des Wirtschaftsberaters des Präsidenten Peter Navarro. Am folgenden Tag sollte dieser Kommentar auch in der Druckausgabe erscheinen. Navarro behauptete hierin, dass Dr. Fauci viele Fehler gemacht habe. Er behauptete, man könne auf Fauci nur mit Skepsis und Vorsicht hören.[1193]Es wurde bekannt, dass die von Krankenhäusern in den USA gesammelten COVID-19-Daten nicht mehr an die US Centers for Disease Control and Prevention (CDC), sondern an das Department of Health and Human Services (HHS) in Washington gesandt werden. Die so gesammelten Daten waren anders als die beim CDC gesammelten Daten nicht mehr unmittelbar öffentlich zugänglich. Begründet wurde diese Änderung mit der Notwendigkeit einer schnelleren und umfassenderen Datenerfassung.[1194] Die New York Times äußerte Bedenken, dass dieser Schritt zur Politisierung der Daten und zur Intransparenz führen könne. Reporter und Forscher benötigten diese offen zugänglichen Patientendaten.[1195]Eine am Dienstagnachmittag im New England Journal of Medicine vorgestellte Studie aus der frühen Phase der Impfstoffentwicklung zeigte deutliche Reaktionen des Immunsystems der 45 Teilnehmer nach der Gabe von zwei Dosen des Impfstoffs mRNA-1273 der Firma Moderna.[1196] Der Dow Jones stieg deutlich um 556 Punkte (2,13 %) und schloss bei 26.642,59. Der S&P 500 gewann etwas weniger stark mit 1,34 %, um bei 3.197,52 zu schließen. Der Nasdaq Composite legte mit 0,94 % am schwächsten zu und konnte mit 10.448,58 schließen.[1197]In einer Anhörung vor einem Bundesgericht in Boston erklärte die beklagte Regierung, dass die mit der Klage vom 8. Juli 2020 angegriffene Regelung zurückgenommen wird. Es hing um eine Regelung, nach der ausländische Studierende an Hochschulen, die nur Online-Kurse wegen COVID-19 anbieten abgeschoben werden konnten.[1198] Im Fall des zum Tode verurteilten Mörders Danial Lee Lewis urteilte der US Supreme Court, dass die Gesundheitsgefahren durch eine COVID-19-Ansteckung der Angehörigen seiner Opfer der Hinrichtung nicht entgegenstehen würde. Lewis wurde in der Folge hingerichtet. Es war die erste Hinrichtung auf Bundesebene seit 17 Jahren.[1199]In den Bundesstaaten Texas, Alabama and Maine fanden Vor- und Stichwahlen statt. In einem Fall in Texas war die unterliegende Kandidatin im Wettbewerb um einen Sitz im Repräsentantenhaus wegen COVID-19 in Quarantäne.[1200]Michigan: Es wurden 584 neue bestätigte COVID-18-Fälle und 82 wahrscheinliche neue Fälle gemeldet. Michigan erreichte damit 70.306 Gesamtfälle und erstmals mehr als 70.000 Fälle. Der Sieben-Tages-Durchschnitt an Neufällen betrug 495/Tag, eine Woche zuvor waren es noch 394 gewesen. Es wurden 129 neue Todesopfer gemeldet. Michigan hatte damit 6.081 Bürger an die Pandemie verloren. Gouverneurin. Gretchen Whitmer verlängerte ihre Notstandserklärung bis in die zweite Augustwoche. Das U.S. Department of Health and Human Services sandte ein Feld-Team, um die lokalen Gesundheitsbehörden zu unterstützen.[1201]Nevada: Der Wüstenstaat meldete 849 neubestätigte COVID-19-Fälle, womit es in Nevada 30.468 durch Tests bestätigte Infektionen seit Beginn der Pandemie gab. 8,4 % der Tests auf COVID-19 waren positiv. Es wurden 1.051 Patienten in den Krankenhäuser mit zumindest COVID-19-Verdacht behandelt. Dies war ein Höchststand, der zuvor nicht erreicht worden war. 251 Patienten lagen auf Intensivstationen, 124 davon an Beatmungsgeräten. 618 Bewohner Nevadas waren der Pandemie zum Opfer gefallen, sechs waren innerhalb eines Tages erfasst worden.[1202]Pennsylvania: Der Bürgermeister von Philadelphia verhängte eine Moratorium über alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen bis zum 28. Februar 2021. Die Spiele der Philadelphia Phillies und der Philadelphia Eagles sind insofern ausgenommen, als sie in leeren Stadien und daher ohne Publikum spielen.[1203]15. JuliDie Vereinigten Staaten hatten an diesem Tag 67.507 neugemeldete Fälle und damit 3.454.352 COVID-19-Fälle. Die Mehrzahl der Neufälle kam aus den Bundesstaaten Florida, Texas, Arizona und Kalifornien. Die Staaten Wisconsin (4,407), Nevada (1,104), Oklahoma (993) und Alaska (360) meldeten jeweils Höchstwerte.[1204]In einem Interview bei CBS News erklärte Trump, dass der Schulbezirk von Los Angeles einen Fehler beginge die Schulen nicht zu öffnen. Auf die Frage, was er Eltern und Lehrern sage, die es für nicht sicher halten Schulen zu öffnen, antwortete Trump. Der Präsident erklärte, sie sollten denjenigen finden, der verantwortlich sei, denn dass sei eine schreckliche Entscheidung, weil Kinder und Eltern von dem Trauma auch sterben würden. Sie würden sterben, weil sie nicht tun könnten, was sie tun. Mütter könnten nicht zur Arbeit gehen, weil sie plötzlich zuhause bleiben müssten und auf Kinder aufpassen müssten, und Väter auch. Die Kinder nicht zur Schule schicken zu können würde eine schreckliche Belastung für Eltern sein. Es sei ein Balanceakt, man müsse die Schulen öffnen.[1205] Laut einer an diesem Mittwoch veröffentlichten Meinungsumfrage lehnten 53 % der befragten 1.992 registrierten Wähler die Öffnung von Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen irgendwie oder sogar deutlich ab, während 38 % die Öffnung dieser Einrichtungen irgendwie oder deutlich befürworteten. 65 % der Befragten lehnten das von Trump angedrohte Zurückhalten öffentlicher Mittel ab.[1206]Die Handelsketten Walmart, Kroger und Kohl’s kündigten an, dass Kunden in ihren Geschäften Masken tragen müssen. Auch die Lobby-Gruppe National Retail Federation ermutigte alle Mitglieder solche Maßnahmen zu ergreifen.[1207] Am folgenden Tag schlossen sich die Warenhauskette Target und die Drogerieketten Walgreens und CVS an.[1208] Am Freitag folgten auch die Baumarkt-Ketten Home Depot und Lowe’s. Beide Baumärkte hatten allerdings schon länger ihre Angestellten zum Maskentragen verpflichtet.[1209]Arizona: Wegen steigender Todeszahlen und damit der drohenden Überfüllung der Pathologie wurde in Maricopa County ein Kühllastwagen zur vorläufigen Unterbringung von Leichen bestellt. Es befanden sich in dem für etwa 200 Leichen ausgelegtem Leichenschauhaus 156 Tote.[1210]Arkansas: Der Bundesstaat 564 durch Tests bestätigte Fälle seit Dienstag, womit 30.297 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. 458 Patienten wurden mit COVID-19 in den Krankenhäusern von Arkansas behandelt, 13 mehr als am Vortag. vier Menschen waren seit dem Vortag mit der Krankheit verstorben. Damit hatte der Bundesstaat 335 Einwohner an COVID-19 verloren.[1211]Florida: Gouverneur DeSantis erklärte, dass der Bundesstaat pro Tag etwa 90.000 Tests durchführe, aber dass die Ergebnisse zu lange bräuchten. Florida werde Tests nicht mehr von privaten Labors durchführen lassen, da diese nicht wie vereinbart die Analysen in 48 Stunden durchführen würden. Trotz diesem Rückstand meldete Florida an diesem Tag 10.181 Neufälle, womit Florida als dritter Bundesstaat nach New York und Kalifornien mehr als 300.000 Coronafälle meldete.[1212] Florida hatte damit 301.629 COVID-19-Fälle gemeldet und zusätzliche 112 Todesopfer der Pandemie. Die Opfer waren aber zu einem nicht unerheblichen Teil bereits vor mehr als einem Tag verstorben. Insgesamt beklagte Florida damit 4.521 COVID-19-Tote. Die Anzahl der im Krankenhäusern behandelten Patienten stieg um 113 auf 8.305 Patienten.[1213] Bei Betten in Intensivstationen entstand ein erheblicher Engpass in Florida. 54 Krankenhäuser meldeten keine verfügbaren Betten auf Intensivstationen, 40 weitere hatten weniger als 10 % ihrer intensivmedizinischen Kapazitäten noch verfügbar.[1204] Der Gouverneur erklärte, dass auch die gefüllten Krankenhäuser noch Bettenkapazitäten schaffen könnten. Zum damit zusammenhängenden Mangel an hinreichend ausgebildetem Pflegepersonal äußerte er sich aber nicht.[1212] Es ergab sich außerdem, dass 31,1 % der getesteten Kinder positiv getestet wurden.[1214]Georgia: Der Gouverneur erließ eine Executive Order, die es lokalen Behörden untersagte das Tragen von Gesichtsmasken anzuordnen. Er überschrieb damit entsprechende Anordnungen von 15 lokalen Behörden. Eine Sprecherin des Gouverneurs erklärte aber, dass die Regierung des Staates nachdrücklich das Tragen von Masken empfehle.[1215]Kalifornien: Der Bundesstaat meldete 11.126 neufestgestellte COVID-19-Fälle, die Rate an positiven Tests war im Sieben-Tage-Vergleich um 3,3 % und im Vierzehn-Tages-Vergleich um 47,2 % auf nun 7,3 % gestiegen. Knapp die Hälfte der Fälle entfiel auf den bevölkerungsstärksten County, LA County.[1216] 6.786 Patienten wurden in den kalifornischen Krankenhäusern behandelt, etwa 1.900 Kalifornier davon auf Intensivstationen.[1217] Mit den nun 347.634 COVID-19-Fällen sah sich der Bundesstaat gezwungen die Zahl der Personen, die getestet werden konnten, einzuschränken.[1216] Der Goldene Staat will sich nun auf die anfälligsten und gefährdetsten Personen konzentrieren, wie es schon im April war, bevor das Testen für jedermann geöffnet worden war.[1217]Drei nordkalifornische Kirchen, die Calvary Chapel aus Ukiah, die Calvary Chapel aus Fort Bragg, sowie die River of Life Assembly of God Church aus Oroville, legten Klage gegen die jüngsten Anordnungen des Gouverneurs gegen die COVID-19-Ausbreitung ein. Sie machten vor dem Bundesgericht geltend, dass die Untersagung der Gottesdienste ihre Rechte auf Rede- und Religionsfreiheit aus dem 1. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten verletze. Insbesondere bezüglich des Chors beriefen sie sich darauf, dass im Epheserbrief geschrieben stehe, die Gemeinde solle mit Psalmen, Hymnen und Gesang sich ausdrücken. Kirchen würden auch unfair ausgesondert, da der Gouverneur nichts gegen die anhaltenden Proteste nach dem Tod von George Floyd unternehme. Kalifornien berief sich auf Richtlinien des CDC, wonach Chöre eine Übertragungsquelle für das Virus seien.[1218]Oklahoma: Gouverneur Kevin Stitt teilte mit, dass er positiv auf COVID-19 getestet worden sei. Er war Vertreter einer aggressiveren Wiederöffnungs-Politik gewesen.[1219] Er hatte einen Maskenzwang abgelehnt. Statt derartiger Maßnahmen müssten die Bürger lernen mit Corona zu leben. Ein Zurückfahren der Öffnungsmaßnahmen hatte er abgelehnt gehabt, trotz der auch in Oklahoma steigenden Corona-Zahlen.[1220] Stitt war auch ein Teilnehmer der Wahlkampfveranstaltung in Tulsa am 20. Juni 2020 gewesen, seine Regierung schloss aber aus, dass er sich dort angesteckt habe. Trumps Rede in Tulsa liege zu weit zurück. Seit der Veranstaltung am 20. Juni stiegen die positiven Tests in der Gegend von Tulsa um 219 % auf über 5.200.[1219]Texas: Der Bundesststaat bestätigte 10.791 Coronainfektionen an diesem Tag, ein texanischer Rekord. Im Siebentagesdurchschnitt wurden 16 % der getesteten Texaner positiv getestet. 10.471 Patienten wurden in den Krankenhäusern des Bundesstaates behandelt, es war der sechste Tag in Folge mit mehr als 10.000 COVID-19-Patienten. Wegen der besonders angespannten Lage im südtexanischen Rio Grande Valley kündigte der Gouverneur an, dass das US-Verteidigungsministerium eine medizinische Task Force in das Valley zur Unterstützung sende. Texas beklagte 3.432 Tote, wobei im Siebentagesdurchschnitt 88 Texaner mit COVID-19 verstarben. An diesem Mittwoch hatte Texas 110 Todesopfer der Pandemie melden müssen.[1221] Die Countys Cameron und Hidalgo im Rio Grande Valley mussten sich einen großen Kühllaster teilen, um die Anzahl der in die Leichenschauhäuser eingelieferten Toten aufzufangen. Die Stadt San Antonio kündigte ebenfalls an, dass ein Kühllastwagen zur Unterbringung von Leichen besorgt werden würde.[1210]16. JuliDie Vereinigten Staaten von Amerika meldeten erstmals mehr als 70.000 Neuinfektionen an einem Tag. Es waren 77.255 Fälle und 943 Todesopfer innerhalb eines Tages.[1222] Die Staaten Nebraska, Utah und Oregon meldeten die bislang höchsten Zahlen an neuen COVID-19-Fällen in ihren Staaten. Die Bundesstaaten Florida, South Carolina und Texas meldeten Höchststände bei den mit COVID-19 Verstorbenen an einem Tag. In den Staaten des Sun Belt bestanden Befürchtungen, dass Krankenhauskapazitäten erschöpft sein könnten.[1223]Die Vorsitzende des Republican National Committee Ronna Romney McDaniel teilte mit, dass die Pläne für die Republican National Convention im August in Jacksonville (Florida) zur Vorbeugung von Coronainfektionen im kleineren Rahmen stattfinden werde. Die ersten drei der vier Tage würden auf die 2.500 Delegierten beschränkt sein. Am vierten Tag dürfte jeder Delegierte einen Gast mitbringen und Ersatzdelegierte dürften auch teilnehmen, was zusammen etwa 7.000 Personen sein würden. Hierdurch sollte dem Wunsch Donald Trumps nach einer Live-Veranstaltung einerseits und lokalen Vorsorge-Vorschriften andererseits nachgekommen werden.[1224]Sicherheitsbehörden der Vereinigten Staaten, des Vereinigten Königreichs und Kanadas warnten vor Cyberattacken einer russischen Hackergruppe namens APT29 oder auch Cozy Bear. Die dem Russischen Geheimdienst zugerechnete Gruppe versuchte Informationen und geistiges Eigentum von COVID-19-Forschungseinrichtungen vor allem dieser Länder zu erlangen. APT29 war im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen 2016 durch das Hacken des Servers der Demokratischen Partei und der Weitergabe von Informationen an WikiLeaks bekannt geworden.[1225] Eingesetzt wurde Spear Phishing und bisher nicht mit der Gruppe verbundene Schadprogramme namens WellMess und WellMail. Der Sprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow wies die Vorwürfe zurück.[1226]Die Sprecherin des Präsidenten Kayleigh McEnany erklärte auf die Frage eines Journalisten, dass der Präsident wolle, dass Schulen wieder öffnen. Der Präsident meine damit volle Wiederöffnung, mit allen Schülern die volle Zeit im Klassenraum. Wissenschaft solle dem nicht im Weg stehen. Unter Zitierung einer Studie, nach der Kinder weniger Symptome zeigten als bei einer Grippe behauptete sie, dass aber die Wissenschaft auf ihrer Seite stünde. Bedenken, dass die Kinder Verwandte oder Lehrer anstecken könnten sprach sie aber nicht an.[1227]Alabama: Das Alabama Department of Public Health meldete an diesem Donnerstag, dass 1.933 Fälle von COVID-19 seit Mittwoch bestätigt worden waren. Dies war etwas weniger als der Tages-Rekord von 2.164 am 9. Juli 2020. Alabama hatte damit 60.158 bestätigte Fälle von Corona seit Beginn der Pandemie. Knapp 19.000 der bestätigten Fälle waren innerhalb der vorangegangenen zwei Wochen bestätigt worden. Seit dem Vortag waren 17 Tote gemeldet worden. Alabama beklagte damit mindestens 1.200 Todesopfer der Pandemie, wobei weitere 30 wahrscheinliche COVID-19-Tote noch bestätigt werden mussten.[1228]Georgia: Gouverneur Brian Kemp verklagte Keisha Lance Bottoms, die Bürgermeisterin von Atlanta. Die hatte in ihrer Stadt eine Maskentragepflicht verordnet. Er beantragte, dass das Gericht feststellen möge, dass er allein in Georgia den Kampf gegen die Pandemie führe und er jede kommunale Anweisung überschreiben dürfe. Auf Twitter behauptete Kemp, dass er die Klage für die Geschäftsleute von Atlanta erhoben habe. Sie würden durch die Maskenpflicht in ihren Umsätzen geschädigt. Bottoms bezeichnete die Klage als Steuergeldverschwendung. Das Geld wäre besser für mehr Tests und Contact Tracing ausgegeben worden.[1229]Louisiana: Der Gouverneur rief dazu auf, vom 20. Juli bis 22. Juli in der Mittagspause wegen COVID-19 statt zu essen zu fasten und zu beten.[1230]Texas: Gouverneur Greg Abbott eröffnete den Online-Parteitag der Republikanischen Partei von Texas mit einer Rede. Er erklärte, das Vorletzte, was er wolle, sei eine Maskenpflicht. Das Letzte sei ein kompletter Lockdown. Das müsse auf jeden Fall verhindert werden. Die Zahlen seien am steigen. Im letzten Monat seien die Hospitalisierungen jeden Tag gestiegen, bis sie sich vervierfacht hätten und nun bei 10.000 seien. In vielen Regionen würden Betten auf Intensivstationen knapp und die Toten hätten sich fast vervierfacht, mit nun 100 an einem Tag der letzten Woche. Falls die Krankheit nicht rasch gestoppt werde, würden die Krankenhäuser überrannt. Er fürchte, das würde auch Personen betreffen, zu denen er gerade spreche.[1231]Texas stand an diesem Donnerstag kurz davor die Marke von 300.000 Fällen zu überschreiten. Nachdem es nicht einmal zwei Wochen her war, dass der Staat 200.000 Fälle hatte. Es waren am 16. Juni 2020 10.291 neue Fälle gemeldet worden. Aber es waren auch 3.000 Fälle von der Liste der Fälle entfernt worden. Grund war, dass in San Antonio auch Antikörpertests einbezogen worden waren mit hohen False-Negativ-Ergebnissen. Die Rate von positiven Tests lag bei über 16 %. 10.457 Patienten mussten an diesem Tag mit COVID-19 behandelt werden. Es wurden 129 Todesfälle seit Mittwoch gemeldet, der zweite Tag in Folge mit dreistelliger Todeszahl an einem Tag. Texas hatte damit 3.561 Menschen an die Pandemie verloren. Im Siebentages-Durchschnitt starben 92 Texaner am Tag.[1232]17. JuliEs wurde ein Bericht bekannt, der für die Corona-Task-Force des Weißen Hauses verfasst worden war. Danach waren Alabama, Arkansas, Arizona, Florida, Georgia, Iowa, Idaho, Kalifornien, Kansas, Louisiana, Mississippi, North Carolina, Nevada, Oklahoma, South Carolina, Tennessee, Texas und Utah in einer „Roten Zone“. Diese Zone wurde in dem Bericht definiert als solche, die während der letzten Woche mehr Neufälle meldeten als 100 per 100.000 Einwohnern und außerdem eine Positivität von über 10 % auswiesen. Für diese Staaten wurde geraten, dass Bürger immer Gesichtsbedeckungen tragen sollten, wenn sie ihr zuhause verlassen und strikt auf Abstand achten. Es wurde geraten, dass Menschenansammlungen auf 10 Personen oder weniger begrenzt würden, und dass Sportstudios und Bars geschlossen werden sollten. Für Georgia wurde ein staatsweiter Maskenzwang angeregt.[1233]Nach einer an diesem Freitag veröffentlichten Meinungsumfrage von der Washington Post und ABC News erklärten 38 % der 1.006 über Festnetzanschlüsse befragten Erwachsenen, dass sie Trumps COVID-19-Politik unterstützten. Ende März hatten noch 51 % der Befragten Trump unterstützt, Ende Mai noch 46 %. Während die Unterstützung seit März um 13 Prozentpunkte gefallen war, stieg die Ablehnung um 15 Prozentpunkte. 34 % der Befragten erklärten, dass sie Trump zumindest überwiegend in der Coronakrise vertrauten, während 64 % erklärten, dass sie ihm eher nicht, bzw. wie fast die Hälfte der Befragten, überhaupt nicht vertrauten. Es wurde im Verhältnis 63 % zu 33 % die Ansicht vertreten, dass die Eindämmung des Virus Vorrang vor der Öffnung der Wirtschaft haben sollte, entgegen der Prioritätensetzung von Trump.[1234]Donald Trump untersagte es Angehörigen der Centers for Disease Control and Prevention vor dem Kongressausschuss des Repräsentantenhauses für Bildung und Arbeit in der kommenden Woche auszusagen. Die Anhörung sollte sich mit der Frage der Wiedereröffnung von Schulen während der Pandemie befassen.[1235] In einem Interview mit Fox News lehnte er einen nationalen Maskenzwang ab. Die Leute sollten eine gewisse Freiheit haben.[1236] Kellyanne Conway äußerte gegenüber Sean Hannity in dessen Sendung auf Fox News, dass Trump wieder tägliche Pressekonferenzen zu COVID-19 halten sollte wie er es vom 16. März bis zum 24. April 2020 gehalten hatte. Sie argumentierte, dass während der Zeit seine Zustimmungswerte wesentlich besser gewesen waren.[1237] Die Idee täglicher Pressekonferenzen war in der Administration und der Wahlkampagne nicht unumstritten, da Trump nicht nur positive Effekte erzielt hatte.[1238] Donald Trump und sein Running Mate Pence versuchten gleichzeitig bei öffentlichen Auftritten die Aufmerksamkeit auf andere Themen im Wahlkampf zu lenken. COVID-19 wurde weitgehend nicht von ihnen erwähnt.[1239]Präsident Donald Trump hielt eine als Telefon-Town-Hall-Meeting aufgezogene Wahlkampfveranstaltung ab. Trump nannte diese Veranstaltung auf Facebook eine TELE-Rally. Er hielt eine freie Rede von 23 Sekunden. Einleitend bemerkte er, dass er lieber eine Massenveranstaltung abgehalten hätte. Obwohl die Vereinigten Staaten großartige Fortschritte mit Medikamenten und Impfstoffen machten, sei es schwer während der Pandemie solche Veranstaltungen abzuhalten. Neben allgemeinen Angriffen auf Demokraten lobte er seine großartige Arbeit in Bezug auf das Coronavirus. Er drückte Bedauern aus, dass seine Regierung zu wenig Lob dafür erhalte. Andere würden gelobt, die viel weniger damit zu tun hätten.[1240]Die Aktienbörsen waren uneinheitlich, unter anderem wegen steigender COVID-19-Zahlen wie die über 77.000 Neufälle an diesem Freitag. Hinzu traten bedenkliche Wirtschaftsdaten und das zunehmende Zurückkehren von Shutdowns. Der Dow Jones Industrial Average endete 62,76 Punkte oder 0,2 % tiefer und schloss mit 26.671,95. Dies beendete einen dreitägigen Aufwärtstrend des Dow.[1241] Zu den Gewinnern des Handelstages gehörten Johnson & Johnson, Moderna und BioNTech, die alle drei Fortschritte bei der Impfstoffentwicklung gemeldet hatten.[1242] Der S&P 500 legte 0,3 % zu und beendete den Handelstag bei 3.224,73. Der Nasdaq Composite stieg um 0,3 % auf 10.503,19. Über die Handelswoche gewann der Dow 1,3 % und der S&P 500 2,3 %. Der Nasdaq verlor 1,1 % über die Woche.[1241]Die National Collegiate Athletic Association (NCAA) veröffentlichte Richtlinien, wie Hochschulsport in Zeiten von Corona betrieben werden sollte. Die Richtlinien der NCAA sahen vor, dass möglichst viel unter freiem Himmel trainiert werden soll. Spieler auf Ersatzbänken sollten Masken tragen. Das Problem von nicht ausreichenden Testmöglichkeiten sprachen die Richtlinien an, indem Spieler aufgefordert wurden, sich selbst zu beobachten. Sportler, die in Risikosituationen wie großen Menschenmengen waren, sollten sich in Selbstquarantäne begeben. Für Sportarten mit viel Körperkontakt sahen die Richtlinien Tests innerhalb von 72 Stunden vor Wettbewerben vor. Die NCAA zählt zu diesen Sportarten: American Football, Basketball, Eishockey, Feldhockey, Fußball, Lacrosse, Ringen, Rudern, Rugby, Squash, Volleyball, und Wasserpolo.[1243]Kalifornien: Der Gouverneur ordnete für alle Countys, die sich auf der Beobachtungsliste des Bundesstaates befinden Fernunterricht an. Dies betraf 38 der 52 Countys, in denen 80 % der Kalifornier leben. Betroffen war der größte Teil Südkaliforniens, des Kalifornischen Längstales, der San Francisco Bay Area und des Großraumes von Sacramento. Die Anordnung ist auch für Privat- und Charterschulen bindend und überstimmte eine Entscheidung im Orange County Schulen zu öffnen. In Countys, in denen Schulen geöffnet werden können, müssen Schüler ab der dritten Klasse Masken tragen.[1244]Texas: Der Bundesstaat teilte mit, dass mit 14.780 neuidentifizierten Fällen Texas nun 311.043 COVID-19-Fälle seit Ausbruch der Pandemie erfasst hätte. Texas war damit nach New York, Kalifornien und Florida der vierte Staat mit mehr als 300.000 Fällen. New York als früheres Epizentrum der Pandemie führte noch mit über 400.000 Fällen, Prognosen aber sagten voraus, dass die drei anderen Staaten bei anhaltender Entwicklung New York bis Ende Juli überholen könnten. Texas meldete außerdem 3.735 Todesfälle. Die Federal Emergency Management Agency (FEMA) sandte 14 Kühlfahrzeuge zusätzlich zu acht bereits in Texas stationierten, um Leichen aufzunehmen.[1245] Auch die Anzahl der in Krankenhäusern mit COVID-19 zu behandelnden Patienten war gestiegen. Am Donnerstag lagen 10.457 Patienten in den Krankenhäusern von Texas.[1246]Wisconsin: Der Bundesstaat meldete nach 880 neufestgestellten Fällen erstmals mehr als 40.000 Fälle von COVID-19. Hatte es noch 26 Tage von 10.000 Fällen zu 20.000 gedauert und vier weitere volle Wochen bis 30.000 waren es jetzt nur zwei Wochen gewesen. 6,56 % waren an diesem Tag positiv gewesen. 331 Patienten wurden mit der Krankheit in Krankenhäusern behandelt, 96 auf Intensivstationen. Es waren acht mehr Patienten als am Vortag. 833 Einwohner von Wisconsin waren der Pandemie zum Opfer gefallen.[1247]18. JuliDie Food and Drug Administration genehmigte mit einer Notfall-Erlaubnis erstmals Pool Testing. Beim Pool Testing werden mehrere Proben zusammengefasst und gemeinsam getestet. Ist das Ergebnis negativ, dann sind alle Proben negativ. Ist das Ergebnis positiv, dann ist mindestens eine der Proben im Pool positiv und alle Proben müssen wie bisher getestet werden. Durch dieses Verfahren könnten die Testraten von 500.000 pro Tag auf 5 Millionen erhöht werden.[1248]Florida: Nach einem Anstieg an COVID-19-Patienten in Krankenhäusern um 40 %, 46 % an benötigten intensivmedizinischen Betten und 64 % an benötigten Beatmungsgeräten innerhalb von 14 Tagen waren die Intensivstationen in Miami-Dade County zu 122 % ausgelastet. Normale Krankenhausbetten hatten aufgerüstet werden müssen.[1249]Trotz steigender Fallzahlen wandte sich der Gouverneur von Florida gegen eine Verpflichtung, Gesichtsbedeckungen zu tragen. Es würde niemand wegen Masken angeklagt werden, erklärte Gouverneur DeSantis. Die Empfehlung, Masken zu tragen, sei im Übrigen seit Beginn der Pandemie von der Führung Floridas ausgegeben worden.[1250]Pennsylvania: Es wurden an diesem Sonnabend 763 neu nachgewiesene Fälle von COVID-19 gemeldet. Der Bundesstaat nahm damit den traurigen Meilenstein von hunderttausend Fällen. Es waren nun 100.241 Infektionen nachgewiesen worden. 5,5 % der Sonnabendtests waren positiv gewesen. 699 Patienten wurden in den Krankenhäusern Pennsylvanias behandelt, 87 von ihnen mussten künstlich beatmet werden. 15 Pennsylvanier waren verstorben, womit der Bundesstaat 7.007 Menschen an die ein halbes Jahr zuvor ausgebrochene Pandemie verloren hatte.[1251]Texas: Im Nueces County hatten sich bis dahin 85 Kleinkinder unter einem Jahr mit dem Coronavirus infiziert.[1252]19. JuliEs wurde an diesem Sonntag ein Interview auf Fox News ausgestrahlt, das Präsident Donald Trump am Freitag im Weißen Haus Chris Wallace gegeben hatte.[1253] In dem Interview erklärte Trump, dass er denke, dass die Vereinigten Staaten die niedrigste Todesrate bei den Erkrankten habe. Wallace zitierte die von der Johns Hopkins University veröffentlichten Statistiken, welche die Vereinigten Staaten auf den siebten Platz bei der Sterblichkeitsrate zeigten. Trump präsentierte eine andere im Weißen Haus benutzte Statistik. Der Interviewer wies darauf hin, dass diese Zahlen Russland und andere Länder nicht ausweisen und die USA hinter Brasilien und Südkorea aufgeführt würden. Wallace bezog sie auf den Leiter der CDC Redfield. Redfield hatte geäußert, dass die Pandemie sich im Herbst erheblich verschlimmern könne. Trump erklärte, dass Redfield das nicht wisse, er selbst wisse es nicht. Jederman habe auch geglaubt, dass es im Sommer verschwinden würde. Er behauptete sein Verhältnis zu Anthony Fauci, dem führenden Epidemiologen der Regierung sei gut, er habe erst am Tag zuvor mit ihm gesprochen. Fauci sei ein wenig ein Alarmist, aber das sei okay. Fauci habe sich früh in der Pandemie geirrt, als er annahm es würde vorbeigehen und dass die Reisebeschränkungen mit China falsch seien. Er habe zugegeben, dass er falsch lag und er, Trump, Recht hatte. Angesprochen auf eigene Fehler, erklärte Trump, jeder habe sich geirrt. Er würde aber wahrscheinlich Recht behalten und es würde verschwinden. Er erklärte, er sei Willens Verantwortung zu übernehmen. Das sei sein Job dafür zu sorgen, dass jeder in Linie bleibe. Einige Gouverneure hätten gute Arbeit gemacht, einige schlechte Arbeit. Die steigenden Fallzahlen führte Trump auf vermehrtes Testen zurück. Niemand in der Welt, behauptete der Präsident, würde mehr testen als die USA. Angesprochen auf einen Rechtsstreit um die Aufhebung des Affordable Care Acts (Obamacare) in der Mitte einer Epidemie erklärte Trump, er wolle Obamacare weg haben. Er würde es dann innerhalb von zwei Wochen durch etwas besseres ersetzen. Später in dem Interview erklärte Trump, dass die Wirtschaft wunderschön am Wachsen und Gedeihen sei. Sie komme besser zurück als irgendjemand gedacht habe. Nur die Demokraten wollten sie schließen, weil sie seiner Ansicht nach glaubten das würde bei den Wahlen nützen. Die Aktienbörsen würden zur Wahl am 3. November aber besser dastehen als jemals zuvor. Wallace konfrontierte Trump mit Umfragen, nach denen Biden führe und Wähler mehr Vertrauen in Biden bezüglich der Coronakrise und der Wirtschaft hätten. Trump erklärte darauf, dass er nicht am verlieren sei, sondern dass das falsche Umfragen („fake polls“) seien. Abschließend erklärte Trump, dass er nicht erklären würde, dass er das Wahlergebnis akzeptieren würde.[1254] Kritiker sahen das Auftreten des Präsidenten als Beispiel von Realitätsverweigerung, wie ernst die Lage mit COVID-19 sei. Dies würde ihm das Vertrauen der Wähler kosten und verwiesen auf Umfragen, die diesen Vertrauensverlust zeigten.[1255][1256]Der Direktor an den National Institutes of Health Francis Collins warnte, dass die Wartezeiten auf Testergebnisse zu lang seien, um wirkungsvoll gegen die Pandemie vorzugehen. Im Durchschnitt seien diese Wartezeiten trotz Anstrengungen der Bundesbehörden vier bis sechs Tage, in Gegenden wie zum Beispiel Arizona könne es auch drei Wochen dauern.

06.03.2021

Mehr davon

Bitte gern mehr vegetarische Gerichte dieser Art.
Vielleicht etwas in Richtung mehr Ballaststoffe, wenig Zucker

06.09.2020

Einfach Hammer!

Ich bin eigentlich kein Freund von Veganem essen aber dieses Gericht ist einfach der Hammer! Das Gemüse ist knackig und geschmacklich einfach überragen.

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